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Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein
Kind, der wird nicht hineinkommen.
(Neues Testament, MARKUS) |
Dieser Bibeltext hat mich zu einer kleinen Kurzgeschichte inspiriert. Vielleicht gefällt sie euch ja...
Die Sandkiste
Ein Vater hatte viele Kinder. Eines Tages baute er ihnen eine riesengroße Sandkiste damit sie ihre Talente und Fähigkeiten nutzen, und er sich daran erfreuen konnte, ihnen beim spielen zuzusehen. Täglich ließ er mehr von seinen Kindern in der Sandkiste mitspielen, doch je länger das Spiel dauerte, und je mehr Kinder an diesem Spiel teilnahmen, umso größer wurden auch Neid und Gier unter ihnen, denn jeder wollte den meisten Sand für sich beanspruchen und die größte Sandburg bauen. Die vermeintlich stärkeren nahmen den schwächeren ihren Sand weg und horteten immer mehr. Immer mehr wuchs der Kampf um jedes Sandkorn und die Kinder vergaßen mit der Zeit ganz ihren Vater der ihnen am Anfang gesagt hatte: „Meine geliebten Kinder. Ich schenke euch diese Sandkiste damit ihr gemeinsam etwas wunderbares damit machen könnt. Ich gebe euch auch die Freiheit zu machen was euch gefällt. Wenn ihr mich jedoch braucht, ruft mich nur und ich bin bei euch.“ Doch die meisten verbrachten die meiste Zeit damit, noch größere Sandburgen auf Kosten des anderen zu bauen. Manchmal, wenn die Sandburgen zu groß und mächtig waren, stürzten sie in sich zusammen und große Traurigkeit überkam die Kinder. Dann sprachen sie: „ Was ist das für ein Vater der zulässt dass meine Sandburg einstürzt?“ doch mit vereinten Kräften etwas großes zu bauen oder gar den Vater um Hilfe zu bitten kam ihnen nicht in den Sinn. Den ganzen Tag verbrachten sie im Gedanken „Wie kann ich nur zu mehr Sand kommen?“
Manchmal fiel ein Kind, wenn es lange genug gespielt hatte, aus der Sandkiste hinaus und der Vater nahm es wieder zu sich. Die meisten jedoch, saßen nach dem Verlassen der Sandkiste am Rand und blickten wehmütig auf die anderen und bemerkten gar nicht, wie wunderbar der Garten drumherum ist. Natürlich konnten sie auch dem Vater nicht in die Augen blicken da sie ganz mit ihren Gedanken bei dem vergangenen Spiel waren.
Es gab nur eine Handvoll Kinder, deren Blick durch die riesige Sangmenge nicht getrübt war und die auch anderen beim Bauen halfen. Sie blickten über den Rand der Kiste hinaus und riefen immer ihren Vater, dankten ihm für seine Liebe und baten ihn auch manchmal um seine Hilfe. Sie konnten zwar aus ihrer Perspektive nur einen kleinen Teil der außerhalb der Sandkiste lag sehen, doch sie erahnten wie wunderbar der ganze Garten drumherum war und wie viel Liebe ihr Vater für sie empfand.
Einmal schickte der Vater eines seiner ganz besonderen Kinder. Er dachte sich, dass sie vielleicht einem von ihren Geschwistern glauben wenn sie schon auf ihn nicht hören. Dieses Kind versuchte, den anderen die Augen zu öffnen und zeigte ihnen wie man gemeinsam das Spiel gestalten kann. Es erzählte ihnen wie wundervoll ihr gemeinsamer Vater ist und dass sie ihn nur bitten müssen ohne an seinen Vaterqualitäten zu zweifeln. Doch die anderen Kinder schlugen ihren Bruder, misshandelten ihn und warfen ihn zuguterletzt aus der Sandkiste. Später redeten sie noch oft von ihm, waren sich jedoch nicht sicher ob er recht hatte. Er hatte von einem Vater erzählt, der lieb und gütig ist, täglich stürzten jedoch immer mehr Sandburgen ein. Warum lässt er das zu? Sieht er nicht wie traurig wir sind? Die Kinder ahnten jedoch nicht, wie traurig der Vater war, wenn er dem Streit und dem Zank, der Gier und der Bosheit unter seinen Kindern zusehen musste, denn er hatte ihnen doch am Anfang versprochen dass sie in ihrer gemeisamen Sandkiste machen können was ihnen gefällt.
Kinder, wenn ihr euer Spiel nicht ändert und euch vereint, wird es dem Vater eines Tages zu bunt und er wird die Sandkiste abbauen und wegräumen. Und ihr werdet an dieser Stelle sitzen und euren großen Sandburgen nachtrauern und auch dann den Vater nicht erblicken könnt da eure Augen von den Tränen getrübt sein werden. Die wenigen Kinder, die auch schon während dem Spiel ihren Papa eingebunden hatten, werden mit ihm ins Haus kommen und er wird sagen: „ Kinder, ich bin Stolz auf euch. Es war schön zu sehen wie ihr anderen geholfen habt. Wenn eure Sandburg mal eingestürzt ist, habt ihr mir in die Augen geblicht und ich habe euch wortlos ermutigt, gemeinsam wieder neu aufzubauen. Und weil ich euch gerne belohnen möchte, schenke ich euch.......... ein ganzes Zimmer voller Lego.
Ich liebe euch.
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[quote="Mukunda"]
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Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein
Kind, der wird nicht hineinkommen.
(Neues Testament, MARKUS) |
Dieser Bibeltext hat mich zu einer kleinen Kurzgeschichte inspiriert. Vielleicht gefällt sie euch ja...
Die Sandkiste
Salut Mukunda
Schoen und humorvoll erzaehlt. Gefaellt mir!
Lieben Gruss
Ellen
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