Religion und selbsständig denken


Woran liegt es, das Menschen aufhören selbstständig zu denken, sobald sie sich einer Religion angeschlossen haben

Die grössten Widersprüche werden negiert und es besteht nur noch der "religiöse Tunnelblick".

Liegt es daran, dass sie ein falsches Bild von der Vollkommenheit unseres Schöpfers haben?

(Natürlich gibt es Ausnahmen)
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"Die Wahrheit richtet sich nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten."
Lieber ElCid,

ich weiß nicht, wieso du religiösen Menschen vorwirfst, einen Tunnelblick zu haben, blind zu glauben und nicht mehr selbstständig zu denken. Ich denke sehr wohl sehr selbstständig, so habe ich ja die Bahai-Religion gefunden. Indem ich mich 5 Jahre mit dem Buddhismus, dem Islam und dem Bahai-Glauben sowie meinem "alten" Glauben, dem Christentum, beschäftigt habe, bin ich ja zu der Erkenntnis gekommen, dass Baha'u'llah der Gottesoffenbarer für dieses Zeitalter ist. Und ich erkenne in Seinen Schriften mehr und mehr Wahrheit.

Dabei höre ich aber nicht auf, selbstständig zu denken und nehme nicht alles gleich an, was geschrieben steht. Ich versuche, den Sinn einer Lehre oder eines Gebotes zu verstehen, schaue in andere Heilige Schriften, nutze wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse, achte auf meine Lebenserfahrung und überlege, was mit einem Gebot gemeint sein könnte. Wenn ich ein Gebot nicht nachvollziehen kann, dann ignoriere ich es, da ich nicht blind folgen möchte. Doch bisher haben alle Gebote Sinn gemacht, sobald ich sie längere Zeit ignoriert hatte. Nicht, weil ich ein schlechtes Gewissen bekommen habe, sondern weil ich gesehen habe, wie negativ sich das Nicht-Einhalten der Gebote auswirkt auf mich, mein Wohlbefinden, auf andere und deren Wohlbefinden, auf meine Umwelt und/oder andere Dinge.

Ich finde zudem auch, dass es keinen Unterschied gibt, zwischen denen, die angeblich blind einer Religion folgen, und denen, die genauso "blind" der gesellschaftlichen Stimmung folgen (die gerade das Motto hat: Mache, was du selbst für richtig hältst und erkenne keine Autorität über dir an). Das ist genauso ein "blindes" Folgen einer mehrheitsgesellschaftlichen Doktrin. Wenn ich sage, dass ich aus religiösen Gründen keinen Alkohol trinke, reagieren die Leute mit Aussagen á la "Warum befolgst du blind dieses Gebot?". Dabei befolgen sie genauso blind das gesellschaftliche Kredo "Trinke, damit du Spaß hast!".
Sobald jemand sagt, er folgt einer Religion, da er für sich festgestellt hat, dass sie stimmt, wird gesagt, man folge blind. Dabei lehnen heute die meisten Menschen Religionen mit der Begründung ab, dass Religion immer etwas schlechtes sei. Das ist doch genauso ein blindes Dogma, welches nicht hinterfragt wird von der Mehrheitsgesellschaft.
"Religionen verbieten mir Dinge, ich will Freiheit!", schreien alle. Dass sie damit einfach nur dem gesellschaftlichem Credo folgen und/oder ihren körperlichen Trieben den freien Lauf lassen, bemerken sie gar nicht. Das ist genauso dogmatisches Denken getreu dem Motto "Religion ist böse, unfrei, schränkt mein Denken ein."

Dabei habe ich durch meinen Glauben mehr Erkenntnisse erlangt, mehr Entwicklung erfahren und mehr selbstständig gedacht als viele in meinem Umfeld, die meinen, selbstständig, frei und unabhängig zu sein, aber in Wahrheit nur das tun, was alle anderen tun.

LG Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Lieber Yahia, welche Begründung geben Deine Eltern an, weshalb sie Deine Religion nicht akzeptieren ?

Was den Alkohol angeht, gegen Komasaufen bin ich grundsätzlich, aber ein Glas Wein zum Essen gehört einfach zur Kultur und wer den Weinbauern ihre Existenz nehmen will, den würde ich auch hinterfragen, denn bei bestimmten Gesetzen würde ich sagen, schadet es der Wirtschaft und wenn die nicht floriert, dann geht es den Menschen schlecht.

In der Theosophie gibt es auch Anweisungen, keinen Alkohol zu trinken.

Als ich im Devachan nachgelesen hatte, daß die Menschen, die sich nichts gönnen und sich alles an inneren Wünschen vorenthalten, diese Wünsche ins nächste Leben mitnehmen und sie dann ausleben wollen, dachte ich, dann will ich lieber jetzt und hier diese Wünsche leben, ehe mich ein anderes Leben, wenig besseres Leben erwartet.

Aber daran glaubst Du wieder nicht, was aber nichts macht, wir haben eben unsere Wunschvorstellungen in dieser Welt und wenn Du nicht nur wegen der Gebote und Anordnungen so handelst, wie es Dir vorgeschrieben ist, sondern sich der innere mit dem äußeren Menschen vereint, warum sollen sie etwas dagegen haben.

Versetz Dich aber auch mal in ihre Lage, ein Elternteil lebt und glaubt protestantisch und der andere Elternteil lehnt Gott ab und hat seine Gründe dafür hat, was ganz normal ist und nun kommt ihr Sohn mit einem anderen Hintergrund des Glaubens, das muß vielleicht auch teilweise ein Schock sein.

Zumal der protestantische Glaube an Jesus anders ist als in Deinem Glauben und da streiten sich sowieso die Gemüter, weil die Vorstellung vom Kommen Jesus ein jeweils anderer ist.

Über Jesus könnte man lange streiten, und wie ihn sich die Menschen vorstellen.

Für die einen kommt er noch, für die anderen ist er schon da und wiederum andere sehen ihn als Lichtwesen, daß bereits immerwährend vorhanden ist, an das man sich aber wenden kann, wenn man das Bedürfnis hat.

Sollte der historische Jesus nicht so gewesen sein, wie ihn sich die Menschen vorstellen und weitere Forschungen in der Archäologie auf neue Funde stoßen, egal, welcher Art, würden die Menschen auch die Wünsche bezüglich der "Wiederkunft" Jesu anders formulieren müssen. Dann würden so manche Inhalte nicht mehr den neuen Forschungen standhalten, dann bliebe alles nur Glaube und der soll ja frei sein.

Versuche doch einmal, Deine Eltern zu verstehen.

LG, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Lieber Yahia,

vieles von dem was Sie schreiben ist schon richtig.

Was nicht richtig ist, das ich gezielt Jemanden etwas vorwerfe.
Es sind halt meine Beobachtungen und Wahrnehmungen.

Beispiel: Die Jungfrauengeburt der rk Christen.
Wer mir erklärt, dass eine Frau auch noch nach der Geburt gynokologisch "Jungfrau" ist, wie soll ich so einen Glauben einordnen?

Wenn Sie kein Wein trinken, weil Sie keinen Wein mögen, dann ist das etwas anderes, als wenn Sie keinen Wein trinken, weil Ihnen irgend jemand vorschreibt das das Sie das nicht dürfen, weil Gott das angeblich nicht will. Hat Gott nicht sogar Wasser zu Wein gemacht?

PS: Was würde denn passieren, wenn Sie zum Abendessen ein Glas Wein trinken würden?
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"Die Wahrheit richtet sich nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten."
ElCid hat folgendes geschrieben:
Woran liegt es, das Menschen aufhören selbstständig zu denken, sobald sie sich einer Religion angeschlossen haben

Die grössten Widersprüche werden negiert und es besteht nur noch der "religiöse Tunnelblick".

Hallo,
das gilt ja nicht für alle. Der recht bekannte amerik. Psychologe Scott Peck spricht von vier persönlichen Entwicklungsstadien, die wir durchlaufen. Das erste ist chaotisch, das zweite formal/institutionell, das dritte skeptisch/indivudualistisch, und das vierte als mystisch.
Ich meine, die Menschen auf die Du Dich beziehst, gehören der zweiten Stufe an (ich meine das nicht herablassend!). Sie brauchen eine feste Struktur, die sie beispielsweise in einer Kirche finden, mit den Glaubensvorschriften, moralischen Regeln, Ritualen, und natürlich in der Identifikation mit diesen. Man könnte sagen, es ist gut, in eine Kirche geboren zu werden, wirklich hilfreich zu Beginn! Aber ist ist schlecht, in einer Kirche zu sterben.
Recht interessant zu lesen: http://www.kleine-spirituelle-seite.....ngsstadien-scott_peck.pdf
Grüße
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www.kleine-spirituelle-seite.de
Hallo,

Lieber ikarus,
ikarus hat folgendes geschrieben:
welche Begründung geben Deine Eltern an, weshalb sie Deine Religion nicht akzeptieren ?

Ein Beispiel: Ich möchte nicht Lotto oder andere Formen des Glücksspiels tätigen, da ich das Gebot Baha'u'llahs dahingehend so auslege, dass ich es vollkommen sein lasse.
Meine Mutter meinte, dass die Bahai ja eine Sekte seien, weil sie das Glücksspiel verboten.
Hätte ich jetzt aber gesagt, dass ich nicht gerne Lotto spiele, weil ich es nicht möchte und ich darin keinen Sinn sehe und letztlich nur viel Geld für irgendwas ausgebe, wo ich nichts herausbekomme und niemandem geholfen wird (was letztlich für mich auch die Begründung des Gebotes Baha'u'llahs dahingehend ist), hätte ich vermutlich keine Antwort dieser Art gehört.

ikarus hat folgendes geschrieben:
Was den Alkohol angeht, gegen Komasaufen bin ich grundsätzlich, aber ein Glas Wein zum Essen gehört einfach zur Kultur und wer den Weinbauern ihre Existenz nehmen will, den würde ich auch hinterfragen, denn bei bestimmten Gesetzen würde ich sagen, schadet es der Wirtschaft und wenn die nicht floriert, dann geht es den Menschen schlecht.

Zum Thema Alkohol gab es hier lange und breite Diskussionen. Ich möchte dazu nichts mehr sagen, da Alkohol ein so essentieller Bestandteil der europäischen und generell der westlichen Kultur ist, dass jeder, der ihn ablehnt, gleich einem Fremdling betrachtet wird. In anderen Kulturkreisen gab es nie Alkohol und man hätte nie ein Problem, wenn man dort sagt, dass man keinen trinkt.

Als Argument die Wirtschaft zu bringen ist finde ich nicht hinreichend. Genauso kann ich argumentieren, dass ich FastFood-Ketten unterstütze, da sie Menschen Jobs geben, obwohl sie unsozial und unökologisch arbeiten. Damit habe ich aus dem gleichen Blickwinkel argumentiert wie oben, nur ein anderes Beispiel genommen.

ikarus hat folgendes geschrieben:
Versetz Dich aber auch mal in ihre Lage, ein Elternteil lebt und glaubt protestantisch und der andere Elternteil lehnt Gott ab und hat seine Gründe dafür hat, was ganz normal ist und nun kommt ihr Sohn mit einem anderen Hintergrund des Glaubens, das muß vielleicht auch teilweise ein Schock sein.

Ich habe ja auch nicht vor, meine Eltern zu Bahai zu machen. Über Jesus haben wir gar nicht gesprochen, da meine Mutter nicht "die" Christin ist, die regelmäßig die Bibel liest, in die Kirche geht oder andere "Christliche" Dinge tut. Sie ist Mitglied der Evangelischen Kirche, glaubt an Gott und Jesus, hält sich aber nicht bewusst an irgendwelche Gebote. Wenn man sie fragen würden, ob sie Christin ist, würde sie mit "ja" antworten.

Vor etwa einem Jahr meinte sie sogar zu mir, dass sie Lust hätte, wieder regelmäßiger in die Kirche zu gehen und sich mehr mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Ich bot ihr an, sie zu unterstützen und habe gesagt, dass ich das sehr gut finde, wenn sie das möchte. Sie lehnte ab und hat seitdem noch nichts getan.

Ich würde also nicht sagen, dass ich ihr das Bahaitum aufdrängel, sie bekehren möchte oder dergleichen. Ich hätte aber gerne ein Gespräch auf gleicher Augenhöhe. Ich feiere nahezu alle Christlichen Feiertage mit, weil ich meine Eltern liebe. Wenn ich aber einmal meine Familie zu einem Bahai-Feiertag einlade, zu dem viele Nichtbahai eingeladen sind und bei dem es um das Zusammensein, die Gemeinschaft und das gegenseitige Kennenlernen - kurz um "das Verbinden von Herzen" geht -, kommen Ausreden, die nicht ehrlich sind. Wenn ich aber einmal ehrlich zugebe, dass ich Weihnachten vermutlich nicht so feiern würde, wenn ich mal mit einer Bahai verheiratet sein sollte, dann wird dies als seltsam und kmisch abgetan. Sollte ich dieses Jahr beschließen, dass ich Ostern nicht feiere, dann wird man mich als total komisch ansehen und mir sagen, dass ich in einer Sekte bin. Obwohl eine Woche vorher Naw-Ruz ist und meine Familie dazu eingeladen wurde und sicher keiner kommen wird. Das zeigt für mich von einem Hoch-Tief-Gefälle.

Es ist so, als würde meine Familie meine Religion als etwas minderwertiges ansehen, dies aber nicht zugeben wollen, sondern lediglich durch kleine Randbemerkungen und Randbeleidigungen kundtun.
Ich muss mich oft zusammenreißen, um nicht von der Arroganz des Christentums zu sprechen.

ikarus hat folgendes geschrieben:
Versuche doch einmal, Deine Eltern zu verstehen.

Ich kann meine Eltern auch verstehen. Ich kann verstehen, wie komisch es sein muss, plötzlich jemanden in der Familie zu haben, der in ihren Augen ein "streng religiöses" Leben führt. Sie kennen es nicht, da sie im Atheistischen Osten aufgewachsen sind. Der Staat war Atheistisch, die meisten Ostdeutschen sind Atheisten noch heute. Die einzigen Religiösen, die sie kennen, sind der Pfarrer und einige wenige Familien, die sich in der Kirche engagieren. Sonst ist das Leben von religiösen Menschen für sie unbekannt.
Da ich das ja verstehen kann, habe ich ja versucht, ihnen Sachen zu erklären, warum wir manche Sachen machen. Wenn ich das nicht verstehen würde, hätte ich ja nicht solche Aufklärungsversuche unternommen, sondern einfach vorausgesetzt, dass sie das so hinnehmen, ohne große Erklärung dazu.

BTW: Kann es sein, dass du im falschen Thread geantwortet hast?

GlG Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Hallo ElCid,

das ist ein Thema, das auch mich immer wieder mal bewegt.
Vor zwei Jahren habe ich eine langjährige Freundin in den USA besucht und habe mit etwas "Bauchschmerzen" eine Art "Trend" miterlebt, der mich sehr nachdenklich gemacht hat.

Meines Empfindens nach wurde da jede Menge an Eigenverantwortung aufgegeben und abgegeben.
Ganz egal, was passiert:
Gott hat das alles so gewollt.

Sei es der Stau auf der Autobahn, das Wetter oder ob man vom Blitz getroffen wird.
Eigenverantwortung braucht man nicht zu übernehmen, denn Gott regelt alles.
Das ist eine Einstellung, die bei mir Widerstand hervorruft, denn was, wenn jemand auf einmal einen "Auftrag von Gott" bekommt, alle muslimischen Mitbürger zu ermorden?
Oder so herum:
wird ein Krieg seitens der USA gegen ein muslimisches Land angezettelt, stimmen viele damit überein, dass "Gott" das so gewollt hat.

Ich habe im Moment "nur" dieses Beispiel präsent, da ich sehr viel in die USA gereist bin, sehr viel Zeit dort verbracht habe und dort sehr viel auch innerhalb politischen Reihen erlebt habe.

Ich habe mich vor zwei Jahren jedenfalls richtig "fremd" gefühlt, denn ich bin jemand, bei dem Eigenverantwortung mit ganz oben steht.
Phaga, ja es ist schon unglaublich, wozu Gott herhalten muss und was aus der Bibel herausgelesen werden kann.

Haben Sie den Menschen zum Thema "World-Trade-Center" gesagt: Das war Gottes Wille! ?
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"Die Wahrheit richtet sich nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten."
Das ist wirklich eine gute Frage....!
Hallo, lieber ElCid,

ElCid hat folgendes geschrieben:
Beispiel: Die Jungfrauengeburt der rk Christen.
Wer mir erklärt, dass eine Frau auch noch nach der Geburt gynokologisch "Jungfrau" ist, wie soll ich so einen Glauben einordnen?

Die Jungfrauengeburt ist gar nicht so unlogisch und unnatürlich, wie man zuerst denkt.
Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Haiarten bspw. sich ohne Männchen fortpflanzen können (Spiegel 07/2010).
Natürlich ist der Mensch kein Hai, das ist schon klar. Aber zu sagen, dass eine Jungfrauengeburt generell unnatürlich sei, ist unwissenschaftlich.

ElCid hat folgendes geschrieben:
Wenn Sie kein Wein trinken, weil Sie keinen Wein mögen, dann ist das etwas anderes, als wenn Sie keinen Wein trinken, weil Ihnen irgend jemand vorschreibt das das Sie das nicht dürfen, weil Gott das angeblich nicht will. Hat Gott nicht sogar Wasser zu Wein gemacht?

Dazu sollte man vielleicht einen Blick in die Geschichte werfen:
Wenn im Evangelium die Rede ist von Wein, dann benutzte man das griechische wort "oinos", welches bei den Römern und Griechen für alle Prdoukte galt, die von der Traube stammten. Es war egal, ob es vergoren oder unvergoren, d.h. unalkoholisch oder alkoholisch, war. Die antiken Völker hatten viele Techniken, um Traubensaft nicht gähren, sprich zu dem werden zu lassen, was wir heute als Wein bezeichnen.

Als Jesus beim letzten Abendmahl vom "Gewächs des Weinstocks" (Matt. 26:29) trinkt, betont Er, dass Er bis zu Seiner Rückkehr nicht mehr daon trinken werde. Damit nimmt Er Bezug auf Jesaja 25:6, indem vom "von Wein, darin keine Hefe ist" die Rede ist.

In der Christlichen Urgemeinde galt Nüchternheit als Tugend. Siehe Epheserbrief 5:18 und 1.Thessalonicher 5,5-8.

Es ist also nicht so, dass Jesus Wein getrunken hat, sondern Er hat von alkoholfreiem Traubensaft getrunken.
Dass heute Christen Wein und Alkohol trinken, ist eine Folge der Entwicklung des Christentums. Zu sagen, dass Alkohol im Christentum von Anfang an erlaubt war oder dass Jesus Wein getrunken oder Wasser zu Wein gemacht hat, ist oberflächlicher Übersetzung folgend entstanden.

ElCid hat folgendes geschrieben:
Was würde denn passieren, wenn Sie zum Abendessen ein Glas Wein trinken würden?

Ich würde meinem Körper ein Lebergift zuführen, meine roten Blutzellen direkt beeinflussen, würde meine Leibesfrucht schädigen, sofort dieses Lebergift über Mundschleimhäute, Magen und Darm in mein Blut, mein Gehirn, meine Leber transportieren. Ich würde meinem Körper also wissentlich und willentlich einen toxischen Stoff zuführen, ihm Stress antun und meine Organe auf eine negative Art beeinflussen.

LG Yahia
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