Frage an Baha'is : Verborgene Worte


Ikarus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Deswegen kommst du fast jeden Tag in dieses Forum und hetzt und lügst regelmäßig gegen die Bahai-Religion und versuchst jedes Thema das mit Bahai zu tun hat mit deiner hasserfüllten Propaganda zu kapern. Endlos wiederholen tun sich nur deine Behauptungen und deine Ignoranz gegen Argumente, welche diese wiederlegen.

Siehst Du, Tobias, das meinte ich.

Und Du hast recht, ich war nicht nett.

Du bist aber auch leicht zu reizen.

Liegt wohl am Charakter.

Am besten, ich meide diese Themen konsequent.

Gibt ja auch mehr im Leben zu erleben, als Internet die Leute reizen.


Was meinst du genau? Das ich dein Verhalten mal klar ausdrücke und anspreche stört dich? Dann verhalte dich doch einfach anders...

Ich kann dir das gern empirisch belegen. Würde viel Arbeit machen. Daher bitte nur, wenn der dringende Wunsch danach besteht.

Leicht zu reizen bin ich nur, wenn ich z.B. mit Anhängern von Massenmördern gleichgesetzt werde. Da hört für mich dann nämlich der Spaß auf.
Abd al-Rahman hat folgendes geschrieben:
Das arabische Wort "Ibn"ist nur als 'Sohn bzw. des/der/von' übersetzbar.
Und 'Bint' ist allein für das weibliche Geschlecht.

Das arab. Wort 'walad', was auch 'Sohn' bedeutet, wird im Sprachgebrauch auch oft für Mädchen verwendet.


Das ist aber die sprachliche Sicht. Und diese hat nicht zur Folge, dass man mit 'Ibn' nicht auch Frauen meint.

Auch die Wendung 'Bani Adam' =Söhne Adams, kann auch mit 'Kinder Adams' übersetzt werden, denn gemeint sind immer Männer und Frauen gemeinsam, bis es einen Beweis gibt, dass nur ein Geschlecht angesprochen wird. So ist es im Islam und bei den Baha'i wird dies auch so sein.

In solchen Fällen ist es immer zu einfältig, wenn man sich nur die Übersetzung anschaut.
Im Arabischen gibt es auch Formen für beide Geschlechter zusammen, diese werden im Deutschen in der Regel aber im Maskulinum wiedergegeben.

Ps: Das Forum meckert wenn man die arabische Transkription verwendet.


Schön dich mal wieder zu lesen!

Es ist immer die männliche Form, was aber nicht heißt das nur Männer angesprochen sind. Siehe dazu auch meinen Post dazu auf Seite 1 unten: http://www.geistigenahrung.org/fpost390230.html#390230

Vielen Dank für deinen kompetenten Beitrag zur sprachlichen Seite!
Ich hinterfrage lediglich die Machbarkeit von Ideen und Vorstellungen in der Umsetzung aus der heutigen Wirklichkeit betrachtet.

Was wäre machbar und was nicht. Weil ich auch Vorstellungen von Personen anschaue, die, ob gesellschaftlich oder privat, sich selbst in der persönlichen Wahrnehmung Tatsachen verdrehen oder so umformulieren, daß es passend wird.

Da ergeben sich lediglich Wunschvorstellungen, die die Personen aus einer andere Perspektive zeigen, wenn man genauer hinschaut und den Hintergrund und gelebtes Leben vergleicht.

In der Überprüfbarkeit von Personen nach realem Geschehen sehe ich die Veränderung des inneren Menschen nur zögerlich, weil der Mensch insofern sich selbst gar nicht realistisch wahrnehmen kann, es würde ihm/ihr wehtun, und ließe sie nicht in Ruhe, sähen sie sich so, wie andere sie betrachten.

Eine Gesellschaft, die soweit ist, daß sie nur friedlich miteinander umgeht, wäre ideal, aber dafür ist der Mensch nicht gekommen, denn in einem sanften friedlichen Leben könnte er sich nicht weiter entwickeln. Er würde "schlafen".

Glück ist uns nur teilweise beschert und die Glücksgefühle halten nicht lange an, sie sind schnell verhuscht, weil Mensch und Tier in der Natur Bedingungen ausgesetzt sind, die grausam auch an den klimatischen Verhältnissen gemessen werden.

Leider werden diese Apsekte in den Inhalten von Religionen, die den Menschen eine wahrhaft bessere Welt in die Wahrnehmung geben, nicht beachtet.

Den Menschen in seiner Gesamtheit betrachten und ihn nicht in eine Wunschvorstellung von sich und seiner Natur belassen, ist wohl, so meine ich, eher die Aufgabe.

"Erkenne dich selbst, dann erkennst du Gott" - wenn wir unser Wesen nur darauf ausrichten, uns selbst in einem nebelhaften Bild von einem sanften Wesen, engelsgleich, wahrnehmen, dann negieren wir die andere Seite von uns - das Wesen in uns, daß wir, über Moralgesetze zu unterdrücken versuchen, um nur ja als der so liebevolle Mensch zu gelten, vor anderen und vielleicht auch vor sich selbst.

Damit unterdrückt der Mensch einen Teil seines Wesen, zu dem er sich aber erkennen muß, weil die, meist auch aufdringlich gezeigte Positivierung im Resonanzgesetz unwillkürlich die andere Seite hervor ruft, entweder in sich selbst durch Krankheit oder im anderen, der diese Seite hervorlockt, weil er eindringlich wirkt.

Dr. Faustos und sein Mephisto ist in uns, ob wir es wahrnehmen wollen oder nicht. Goethe hat in dieser Beziehung des "Pudels Kern" erkannt.

Die gewünschte Ordnung sollte dann aber auch von Menschen geführt werden, die geistig so hochstehend sind, so sehr vom Bewußtsein durchdrungen, daß diese Ordnung weltweit von allen Menschen aufgenommen wird, was aber, so nach meiner Einschätzung, noch lange nicht umgesetzt werden wird.

Die Theosophie hat ähnliche Vorstellungen von der Brüderlichkeit der Menschen in einer fernen Zukunft.

In der Vorstellungskraft aller Zeiten haben Menschen sich immer eine bessere Zukunft gedacht und erwünscht.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ich denke, Menschen mit einem negativen und pessimistischem Menschenbild haben selbst noch nie probiert, sich zu ändern, sondern nehmen es einfach so hin, wenn sie etwas getan haben, was nicht so gut war.

In meinem Umfeld kann ich es sehen, dass es funktioniert, wenn die Menschen danach streben, sich zu entwickeln und etwas zu ändern - an sich selbst und in ihrem Umfeld.

Man muss nur den Willen dazu haben und nicht in die allgemeine Alltagslethargie verfallen.
Lieber Yahia, nur gut, daß wir uns nicht persönlich kennen - - da wärst Du überrascht.

Nein, ich bin Realist und studiere die Persönlichkeit von Menschen und weiß, wovon ich spreche.

Ich möchte auch nicht den ganzen Tag ewig vor sich hinlächelnde Menschen um mich haben, denn mich haben solcherart Menschen im Leben immer enttäuscht.

Mir waren Menschen, die auch mal ihre Sorgen ins Gesicht drücken konnten, immer lieber, weil ehrlicher.

Und ich habe immer den Ärger herunter geschluckt, wenn Menschen ihre negativen Eigenschaften an mir ausließen und habe mir damit auch Magenprobleme eingehandelt.

Man sollte frei von der Leber weg sagen, was man denkt und nicht unehrlich herum mauscheln, nur, weil man dann den Idealen anderer entspricht.

Das nur dazu.

Ich lebe nicht gern in einer Traumwelt, die nicht realistisch ist.

LG, ikarus
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Eine Gesellschaft, die soweit ist, daß sie nur friedlich miteinander umgeht, wäre ideal, aber dafür ist der Mensch nicht gekommen, denn in einem sanften friedlichen Leben könnte er sich nicht weiter entwickeln. Er würde "schlafen".


Na wenn du meinst der Mensch entwickelt sich nur aufgrund von Neid, Hass, Konflikt und Krieg weiter... Das sehe ich mit Verlaub doch etwas anders. Zumal es auch in der von Bahaullah vorgesehenen Weltordnung noch Konkurrenz und Meinungsverschiedenheiten geben wird.

Ikarus hat folgendes geschrieben:
Glück ist uns nur teilweise beschert und die Glücksgefühle halten nicht lange an, sie sind schnell verhuscht, weil Mensch und Tier in der Natur Bedingungen ausgesetzt sind, die grausam auch an den klimatischen Verhältnissen gemessen werden.


"Glück" gibt es in zwei Formen. Einmal als kurzfristiges Glücksmoment bzw. ein unverschuldeter positiver Zufall oder aber als anhaltende Glückseligkeit. Während ersteres völlig von der Umwelt abhängig ist trifft dies auf letzteres nur zum Teil zu. Die gesellschaftliche Vision Bahaullahs soll dem Menschen die bestmögliche Chance für das Streben nach Glückseligkeit geben, darunter eben auch indem das bloße Glück eingeschränkt wird.

Ikarus hat folgendes geschrieben:
Leider werden diese Apsekte in den Inhalten von Religionen, die den Menschen eine wahrhaft bessere Welt in die Wahrnehmung geben, nicht beachtet.


Stimmt zumindest in diesem Fall schlicht nicht. So finden sich z.B. selbst Überlegungen in der Vision Bahaullahs wie Regionen unterstützt werden sollen, welche von einer Naturkatastrophe getroffen wurden.

Ikarus hat folgendes geschrieben:
Den Menschen in seiner Gesamtheit betrachten und ihn nicht in eine Wunschvorstellung von sich und seiner Natur belassen, ist wohl, so meine ich, eher die Aufgabe.


Gerade die Bahai betrachten den Menschen in seiner Gesamtheit.



Wie dem auch sei. Die kruden und unpassenden Vorwürfe die du hier regelmäßig an die Bahai machst rechtfertigt das alles nicht.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Übrigens finden sich auch genug stilistische parallelen zu heiligen Texten außerhalb der islamischen Tradition.


Tatsächlich ist es so dass mich die Kalimat-e Maknuna vom Stil her stark an die Gataha, die heilige Schrift der Zoroaster, erinnert.

Beispiel Gataha:

O Mazda Ahura,
Du, der die Menschen erkennst,
die sich Asha und den guten Gedanken widmen,
bitte erfülle deren Wünsche.
Wahrhaftig, ich erkenne,
dass diese Huldigung durch die guten Taten
nicht unbeantwortet bleiben wird.


Dann Kalimat-e Maknuna:

O Sohn des Seins!
Gedenke Meiner auf Meiner Erde,
damit Ich deiner gedenke in Meinem Himmel.
So werden Meine Augen und deine Augen erquickt.


Der Unterschied besteht halt immer darin das der Mensch in der Gataha zu Gott spricht, wärend in der Kalimat-e Maknuna Gott zu den Menschen spricht. Das ist stilistisch natürlich eher der biblischen und islamischen Tradition näher. Aber Bahá'u'lláh wird von uns Bahá'í ja auch als Erfüller aller Weltreligionen verstanden.
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
@Pommes

Da gibt es natürlich auch eine starke stilistische Nähe. Von der Terminologie und von anderen Stilmitteln her stehen die Verborgenen Worte jedoch diversen Spruchsammlungen der Sufi und den "Hadith Qudsi" (heilige Hadithe, welche eine Aussagen von Gott direkt berichten) am nähsten. Historisch sind diese allerdings auch wieder von den Schriften des Zoroastrismus beeinflusst.
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Pommes

Da gibt es natürlich auch eine starke stilistische Nähe. Von der Terminologie und von anderen Stilmitteln her stehen die Verborgenen Worte jedoch diversen Spruchsammlungen der Sufi und den "Hadith Qudsi" (heilige Hadithe, welche eine Aussagen von Gott direkt berichten) am nähsten. Historisch sind diese allerdings auch wieder von den Schriften des Zoroastrismus beeinflusst.


Die großen Sufis kamen auch fast alle aus Persien genauso wie Zarathustra.
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Pommes hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Pommes

Da gibt es natürlich auch eine starke stilistische Nähe. Von der Terminologie und von anderen Stilmitteln her stehen die Verborgenen Worte jedoch diversen Spruchsammlungen der Sufi und den "Hadith Qudsi" (heilige Hadithe, welche eine Aussagen von Gott direkt berichten) am nähsten. Historisch sind diese allerdings auch wieder von den Schriften des Zoroastrismus beeinflusst.


Die großen Sufis kamen auch fast alle aus Persien genauso wie Zarathustra.


Hier mal ein Beispiel für ein Hadith Qudsi, wenn das auch sprachlich nicht so schön übersetzt ist wie die Verborgenen Worte:

Spend (on charity), O son of Adam, and I shall spend on you.


Ibn Arabi war z,B. kein Perser und der war der Sufi-Meister schlechthin.