Helene Weigel und Bertold Brecht - Künstlerehepaare


In dieser Woche hörte ich einen Vortrag über Helene Weigel und wir haben danach diskutiert.

Danach habe ich im Internet recherchiert und bin noch dabei, mir ein gutes Buch auszusuchen, um mich weiter zu informieren.

http://www.google.de/imgres?imgurl=.....sqi=2&ved=0CFsQ9QEwCQ

http://www.dieterwunderlich.de/Bertolt_Brecht.htm
Zitat:
»Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral«, behauptet Mackie Messer im 2. Akt der »Dreigroschenoper«. »Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich / Den Menschen peinigt, auszieht, anfällt, abwürgt und frisst. / Nur dadurch lebt der Mensch, dass er so gründlich / Vergessen kann, dass er ein Mensch doch ist.« Der Erfolg der »Dreigroschenoper« bewies außerdem, dass Bertolt Brecht bei diesem Stück – nicht zuletzt wegen der mitreißenden Songs – mit seiner Absicht gescheitert war, die Zuschauer durch illusionszerstörende Effekte (Verfremdungseffekte) zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Bühnengeschehens und zum Nachdenken über die Missstände in der Gesellschaft zu bringen.



Es wird behauptet, daß Bertold Brecht durch seine vielen Freundinnen inspiert wurde und man bezweifelt, daß er alles allein geschrieben hat.

Auf alle Fälle hatte er immer Frauen in der Nähe, die seine Beschützerinnen oder seine Geliebten waren oder sein Schreiberinnen.

Dieses komplizierte Leben der beiden Künstler, Weigel und Brecht, zeigt aber auch, wie man Leben ausschöpfen kann und was wäre gewesen, wenn diese beiden Menschen sich nicht gefunden hätten, die sich gegenseitig inspiriert haben.

Sie war eine warmherzige Frau, die alle Funktionen inne hatte, die Frau haben kann, als warmherzige Mutter, sowie als große Schauspielerin und Köchin für alle Freunde, die eintrafen, für die sie immer ein gutes Essen bereit hatte, eine Frau, die ihre Bühnenkleidung selbst gestaltete - was für ein erfülltes Leben.

Wir treffen die Menschen, die wir kennen lernen sollen, vielleicht auch müssen, (denke da an Karma) immer in den Bereichen, in denen wir unsere Interessen haben und ihnen nachgehen.

Der Student trifft die Studentin, der Arzt die Ärztin und der Arbeiter die Arbeiterin.

Da, wo wir uns aufhalten, je nach Hobby und weitgehendem Interesse, da treffen wir auch auf Menschen, die mit uns viel gemeinsam haben.

Auf der Welt leben so viele Menschen, da fragt sich, warum treffen wir gerade die und keine anderen - in den riesigen Metropolen mit so vielen Menschen kommen wir nur einem kleinen Kreis näher.

Es ist wirklich Zeit, daß ich mich einmal näher mit dem Leben von Helene Weigel beschäftige.

http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/WeigelHelene/index.html

Die Vielschichtigkeit von Persönlichkeiten hat mich schon immer fasziniert.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
http://www.aufbau-verlag.de/index.p.....-abstieg-in-den-ruhm.html

Zitat:
"Kebir sieht die lebenslange Loyalität dieser Frau gegenüber ihrem Mann samt seiner zahlreichen Mitarbeiterinnen im Status offizieller Nebenfrauen nicht als masochistische Fügung in eine Demutsrolle, als Dienerin in Sachen Kunst und Versorgung, sondern als Ausdruck einer Emanzipation, die nicht eheliche Zweisamkeit, sondern Kameradschaft, Verlässlichkeit, geistige Übereinstimmung für zwingend hält. Auf solches Denken hin habe bereits, so Kebir, das 'sexualreformerische Milieu der Schwarzwaldschule' orientiert." Die Welt


"Sabine Kebir vergegenwärtigt Helene Weigels Kunst des Gehens, ihr leises und daher desto eindringlicheres Sprechen mit Wiener Klang, die warme Altstimme sowie ihre asiatische Körpersprache als persönliche Kunstmittel. Wie keine zweite habe sie es verstanden, soziale neben individueller Wirklichkeit bis ins Detail zu erfassen und wiederzugeben - das epische Theater in nuce. Die besondere Qualität dieser Biographie in sechs Kapiteln aber besteht darin, dass sie die frühe Prägung Weigels durch das Wiener emanzipatorische Milieu um Sigmund Freud, die Schuldirektorin Eugenie Schwarzwald und Karin Michaelis herausarbeitet."
Der Tagesspiegel


Sind es nicht solche Menschen, die uns faszinieren, die ein so erfülltes Leben hatten und die sich völlig dem Leben hingaben ?

Haben wir jetzt eine Zeit, in der wir uns nur noch um selbst kümmern, nicht mehr viel nachfragen ?

Ebenso staune ich über den Wandel der Zeiten, wie schnell sich alles verändern kann.

Es treten in unserer Zeit so wenige Menschen durch große Leistungen hervor. Es scheint eher alles irgendwie trivial geworden zu sein.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2