Alternativen


Hallo

man weiß im Allgemeinen, dass sich die katholische Kirche gegen Homosexualität ausspricht. Unter diesem Gesichtspunkt ist in unserem Freundeskreis eine Frage aufgekommen, die ich euch gerne Stellen möchte:

Gibt es Religionen oder Glaubensrichtungen, die Homosexualität positiv gegenüberstehen?

Grüße
Nadja
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GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
NadjaB hat folgendes geschrieben:
Hallo
man weiß im Allgemeinen, dass sich die katholische Kirche gegen Homosexualität ausspricht. Unter diesem Gesichtspunkt ist in unserem Freundeskreis eine Frage aufgekommen, die ich euch gerne Stellen möchte:

Gibt es Religionen oder Glaubensrichtungen, die Homosexualität positiv gegenüberstehen?


Die evangelische Kirche verurteilt Homosexualität nicht und steht grundsätzlich positiv dem Thema gegenüber.
Wie das konkret gelebt werden kann, hängt stark von der jeweiligen Ortsgemeinde ab. Bei Interesse einfach mal die oder den evangelische/n Pfarrer/in anrufen und einen vertraulichen Gesprächstermin ausmachen.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Der Buddhismus steht der Homosexualität prinzipiell neutral gegenüber.

Jedoch gab und gibt es Buddhisten die der Homosexualität negativ gegenüberstehen. Dies hat kulturelle und traditionelle Hintergründe.
Hallo Nadja,
Zitat:
Gibt es Religionen oder Glaubensrichtungen, die Homosexualität positiv gegenüberstehen?


Ich glaub nicht, dass es heute Religionen gibt, die der Homosexualität positiv (im Sinne einer Förderung) gegenüber stehen. Es gab wohl einige wenige Kulte, in denen eine solche Vereinigung als priesterlicher Akt galt.
Bei den heute noch aktiven Religionen kannst du im besten Fall keine Verurteilung und Toleranz erwarten.
Islam, Christentum, Judentum und alle deren Ableger haben sich als "Sündenbock" hauptsächlich die männliche Homosexualität ausgesucht, wobei oftmals nicht einmal ein Unterschied zur Pädophilie gemacht wird.
Eigentlich ist das auch kein Wunder, da zur Zeit der Entstehung dieses
Ablehnungsverhaltens andere sexuelle Randgruppen kaum öffentlich in Erscheinung getreten sind (Hermaphroditen, Transvestiten, Transsexuelle, Asexuelle). Insbesondere die Asexuellen fallen kaum auf, da sie oft eine "normale" Ehe eingegangen sind.
Homosexuelle werden immer eine Randgruppe bleiben, aber höffentlich eine, die in Zukunft nicht mehr von irgendeiner Religion wegen ihres sexuellen Verhaltens mit Geboten oder Verboten überzogen wird.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Mit liegt am Herzen etwas zu sagen:

Eine gegen Menschen gerichtete grundsätzliche Ablehnungshaltung ist niemals christlich rechtfertigbar. Das Christentum lehrt grundsätzlich allen Menschen mit Liebe zu begegenen, was nicht bedeutet Alles zu lieben, was Menschen tun.

Was ich glaube ist, dass der Ort, an dem die Sexualität wirklich ihren vollen Sinn entfalten kann, in der für die Lebensweitergabe offenen Vereinigung zwischen Mann und Frau gelegen ist.

Alle anderen Formen der Sexualität bleiben hinter dieser höchsten Bestimmung zurück und sollten daher nicht das letzte Ziel sein, wo Menschen in der Auslebung ihrer Sexualität ankommen und verharren wollen. Die Sexualität ist so eine starke und wertvolle Energie-Ressource - sie sollte dort eingesetzt werden, wo sie nicht nur dem Eigenen dient sondern ihm wahrsten Sinne "fruchtbar" werden kann.

Menschen, die ihre homosexuelle Neigung ausleben zuzurufen "Das ist gut und das Optimum, was ihr aus eurer Sexualität macht - bleibt dabei!" zuzurufen, könnte ich mit meinem religiösen Empfinden nicht vereinbaren. Vielmehr würde ich ihnen sagen "Ihr seid gut, auch in dem wie ihr empfindet. Aber bitte: Macht mehr draus!".

"Abartig" ist alleine das, was homosexuell empfindenden Menschen im Namen der Religion angetan wurde und wird. Es ist durch nichts zu rechtfertigen und stellt die Gewalttäter um 10 Stufen unter diejenigen die sie "verbessern" wollen.

Liebe Nadja,

ich wünsche dir und allen anderen homosexuell empfindenden Menschen alles Gute und Liebe. Ich lehne keinen von euch ab!

LG Burkl
@ Burkl
Zitat:
Eine gegen Menschen gerichtete grundsätzliche Ablehnungshaltung ist niemals christlich rechtfertigbar. Das Christentum lehrt grundsätzlich allen Menschen mit Liebe zu begegenen, was nicht bedeutet Alles zu lieben, was Menschen tun.


Ich denke, genau das ist der Punkt, ganz egal um was es auch gehen mag.

Alle Religionen lehren, dass wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und dass wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen.

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)


Schönen Abend noch
und liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Alle Religionen lehren, dass wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und dass wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen.


Sie lehren es nicht, sie sagen es lediglich. Seht Euch die Welt an.
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ஜ ♥ ஜ www.tempel.in ღ ஜ ღ
Also ich würde nicht sagen "Bleibt dabei" und auch nicht "Macht mehr daraus", sondern es ist meiner Meinung nach individuell bedingt, inwieweit Homosexualität aktuell ein Optimum im sexuellen Bereich bietet oder auch nicht.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Mit liegt am Herzen etwas zu sagen:

Eine gegen Menschen gerichtete grundsätzliche Ablehnungshaltung ist niemals christlich rechtfertigbar. Das Christentum lehrt grundsätzlich allen Menschen mit Liebe zu begegenen, was nicht bedeutet Alles zu lieben, was Menschen tun.





Was Menschen tun, ist jedoch Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Wie soll ein homosexueller Mensch seine Sexualität von seinem Menschsein getrennt betrachten? Kann man den Menschen von seiner Form sich auszudrücken, trennen? Der homosexuelle Mann möchte in seiner Ganzheit angenommen werden und nicht nur teilweise.
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„Der Seele Grenzen kannst du nicht ausfinden, und ob du jegliche Straße abschrittest; so tiefen Grund hat sie.“ (Heraklit)
Du steckst zu viel Bedeutung in die Sexualität des Menschen, lieber Heraclitus. Wäre der Mensch ein pausenloses sexuelles Wesen, dann wäre er eine ganz schön arme Existenz. Der Mensch selber wird als ganzes angenommen indem man dem Mensch hinter dem Fleisch die Aufmerksamkeit schenkt.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!