Alternativen


Hallo Burkl,
Zitat:
Weil es nicht meiner Art ist schwarz/weiß zu malen, habe ich das sehr differenziert ausgeführt und du hast es wie ein billiges Boulevard-Blatt verstümmelt und roh zusammengefasst, ohne meine Intentionen dabei einzufangen.


hmm mal deine Aussagen zusammengefasst:
Zitat:
Die Sexualität erhält ihren eigentlichen Sinn erst dort, wo sie Mittlerin des Lebens ist. Das kann sie im Rahmen des gleichgeschlechtlichen Verkehrs wesensimmanent nicht leisten. Aus spiritueller Sicht sollte daher diese Form der Sexualität nicht "verworfen" oder "unterdrückt" werden, sondern umgewandelt werden - fruchtbar gemacht werden - "hinaufgehoben" werden in eine Liebe, die "breitenwirksam" wird und so "fruchtbar".

Zitat:
Es geht darum die sexuelle Energie aus Liebe zu Gott frei zu machen und zur Vergrößerung der Liebe sie nicht auf eine Person zu "konzentrieren", sondern diese Kraft als verstärkte Nächstenliebe für Alle zur Verfügung zu stellen.


Du schreibst hier allgemein vom "Sinn der Sexualität" als Mittlerin des Lebens. Die menschliche Sexualität hat sich aber von der reinen Reproduktionsgemeinschaft (wie sei bei den meisten Tieren noch üblich ist) zu einer Solidargemeinschaft gewandelt, in der der Sexualakt zum grössten Teil unabhängig von der Reproduktion erfolgt. Daher kann dieser Akt auch nicht mehr nur unter diesem Aspekt betrachtet werden.
Im einfachsten Fall dient er nur der gegenseitigen Triebbefriedigung, im besten Fall kommen hierin gegenseitige Zuneigung und Liebe mit zum Ausdruck. Ein entstehendes Kind spielt nur bei einem ganz kleinen Bruchteil der Vereinigungen eine primäre Rolle. Man Könnte also mit Fug und Recht verlangen, dass auch innerhalb einer Ehe möglichst wenig Sex geschieht (ausser zur Reproduktion) und die "freiwerdende Kraft" zur Nächstenliebe verwandt wird. Na, dann viel Spass!

Ich hab von dir ausser einer sexuellen Enthaltsamkeit eigentlich keinen Vorschlag für das sexuelle Verhalten von Homosexuellen herauslesen können. Aber da könntest du dich ja noch erklären.


Zitat:
Hat die Ehe zu irgendeiner Zeit für alle Eheleute funktioniert?


Nein! Aber in einer Ehe wird das "normale" sexuelle Verhalten von Menschen unterstützt, was man nun vom Zölibat nun wirklich nicht behaupten kann. Daher sind hier die "Ausfälle" auch schwerwiegender.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Man Könnte also mit Fug und Recht verlangen, dass auch innerhalb einer Ehe möglichst wenig Sex geschieht (ausser zur Reproduktion) und die "freiwerdende Kraft" zur Nächstenliebe verwandt wird. Na, dann viel Spass!


Freude kann aus der freiwerdenden Kraft der Sexualität werden, lieber Pjotr, tiefe Freude, die den Vielen dient, nicht nur mir selbst. Ja - es tut auch in der Ehe gut, die Sexualität nicht so auszuleben - "wie es einen gerade juckt", denn das dient oftmals nicht der Liebe, sondern dem Egoismus.
Und die Freude - Herr zu sein über seine Triebe - ist viel mehr als der "Spaß", den du meinst, der oftmals nur eine Leere und eine Spirale mit dem "Wunsch nach mehr" hinterlässt.

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Du schreibst hier allgemein vom "Sinn der Sexualität" als Mittlerin des Lebens. Die menschliche Sexualität hat sich aber von der reinen Reproduktionsgemeinschaft (wie sei bei den meisten Tieren noch üblich ist) zu einer Solidargemeinschaft gewandelt, in der der Sexualakt zum grössten Teil unabhängig von der Reproduktion erfolgt.


Du stellst das als unabänderliches Faktum hin. Die Kirche lehrt allerdings, dass das ein Irrweg ist, die Ehe als wechselseitige Zweckgemeinschaft zur Bedürfnisbefriedigung zu sehen - und als solcher wird er sich auch erweisen. Reproduktion ist ein genuiner Sinn der Ehe, wenn er absichtlich völlig ausgeschlossen wird, dann ist das keine Ehe mehr.
Dass ein Irrweg beschritten wurde mit der Entkoppelung der Sexualität von der Fortpflanzung sieht man ja jetzt schon - Stichwort: Unfinanzierbarkeit der Altersversorgung und der medizinischen Versorgung durch überalterte Gesellschaften, Rekordscheidungsquoten, dramatischer Anstieg psychiatrischer Erkrankungen bei Kindern etc.
Den Menschen zum Tier machst du meines Erachtens mit deiner eigenen Argumentation, nämlich davon auszugehen, dass der Mensch seine Sexualität jedenfalls körperlich ausleben muss, um seiner Natur zu entsprechen.
Hallo Burkl,
Zitat:
Du stellst das als unabänderliches Faktum hin. Die Kirche lehrt allerdings, dass das ein Irrweg ist, die Ehe als wechselseitige Zweckgemeinschaft zur Bedürfnisbefriedigung zu sehen - und als solcher wird er sich auch erweisen. Reproduktion ist ein genuiner Sinn der Ehe, wenn er absichtlich völlig ausgeschlossen wird, dann ist das keine Ehe mehr.
Dass ein Irrweg beschritten wurde mit der Entkoppelung der Sexualität von der Fortpflanzung sieht man ja jetzt schon - Stichwort: Unfinanzierbarkeit der Altersversorgung und der medizinischen Versorgung durch überalterte Gesellschaften, Rekordscheidungsquoten etc.
Den Menschen zum Tier machst du meines Erachtens mit deiner eigenen Argumentation, nämlich davon auszugehen, dass der Mensch seine Sexualität jedenfalls körperlich ausleben muss, um seiner Natur zu entsprechen.


Nicht ich stell das als Faktum dar, die Evolution ist diesen Weg gegangen und zwar nicht nur beim Menschen, sondern z.B auch bei den Bonobos.
Dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Sexualiät durchaus anzustreben ist, wird wohl niemand abstreiten. Aber das gilt für
alle Formen der Sexualität. Du aber versuchst, Homosexualität auf eine platonische Liebe zu reduzieren. Zumindest hast du hier in allen Posts nichts anderes verlauten lassen.
Mit der Gleichberechtigung der Frau und der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frau, fällt auch das patriarchalische Ehe-Verständnis.
Auch Kinderschiet ist heute nicht mehr unbedingt Ehekitt.
Reaktionäre Sichtweisen auf die Vergangenheit werden keine Problemlösungen für die Zukunft erzeugen. Wahrscheinlich werden in Zukunft mehrere unterschiedliche Modelle des Zusammenlebens (vielleicht sogar manche nacheinader) nebeneinander Bestand haben.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Nicht ich stell das als Faktum dar, die Evolution ist diesen Weg gegangen und zwar nicht nur beim Menschen, sondern z.B auch bei den Bonobos.


Die tierische Evolution geht den "Weg des Stärkeren".
Den Menschen adelt es, gegenüber dem Rest der Lebewesen, dass er seine wahre Sinnerfüllung nicht darin findet sich durch Stärke durchzusetzen, sondern gerade das Schwache und Verlorene zu lieben. Denn dort findet er sich selbst.

"Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.
Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten,
damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott." (1 Kor 1,27-29)

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Reaktionäre Sichtweisen auf die Vergangenheit werden keine Problemlösungen für die Zukunft erzeugen.


Da gebe ich dir Recht. Aber manche Wahrheiten sind nicht zeitgebunden - genau genommen: Die größten Wahrheiten sind es nicht. Auch die Sonne scheint uns seit 5 Milliarden Jahren und wird die gleiche bleiben bis ans Ende der Welt. Es gibt Konstanten, lieber Pjotr, ohne die das Menschsein nicht gelingen kann.
Zitat:
Da gebe ich dir Recht. Aber manche Wahrheiten sind nicht zeitgebunden - genau genommen: Die größten Wahrheiten sind es nicht. Auch die Sonne scheint uns seit 5 Milliarden Jahren und wir die gleiche bleiben. Es gibt Konstanten, lieber Pjotr, ohne die das Menschsein nicht gelingen kann.



Burkl, Sie irren, die Sonne wird nicht die gleiche bleiben.

In ca. 2 Milliarden Jahren wird sie über die Staitionen: Roter Riese, Neutronen Stern, im "schwarzen Loch" verschwinden.

Ein Leben auf der Erde wird jedoch schon viel früher nicht mehr möglich sein. Aber mit Homosexualität hat das natürlich nichts zu tun.

Wie oft hören wir von der Allmacht Gottes und das er angeblich alles kann.
Warum verhindert er Homosexualität denn nicht?

Aber was ist und wie entsteht Homosexualität überhaupt.
Kein Jüngling beschliesst irgendwann: Ich werde schwul!
Nein, er stellt irgendwann fest, ich fühle mich zum männlichen Geschlecht hingezogen.

Ursache dafür: Die Seele steckt in einem "falschen" Körper.
(Auch ein Indiz für die Reinkarnation)
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"Die Wahrheit richtet sich nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten."
El Cid hat folgendes geschrieben:
Wie oft hören wir von der Allmacht Gottes und das er angeblich alles kann.
Warum verhindert er Homosexualität denn nicht?


Gott hat den Menschen als freies Wesen nicht dazu erschaffen, um ihm im Diktat und Zwang aufzuerlegen, was er zu tun und zu lassen hat - das wäre keine Freiheit, sondern Marionettentheater. Gott will den Menschen als aufrecht gehenden Partner auf Augenhöhe, der seine Liebe in völliger Freiheit aus eigener Überzeugung und eigenem Entschluss beantwortet.
Die Frage, ob mich die gelebte Homosexualität auf meinem Lebensweg weiterbringt und mich in meinem Menschsein erfüllt und wachsen lässt, hat daher jeder Mensch für sich zu beantworten - Gott nimmt uns weder hier, noch in einem anderen Lebensbereich die wesentlichen Grundentscheidungen ab. Was Gott aber schon tut ist uns durch seine Offenbarung - gipfelnd in Jesus Christus - zu zeigen, wie er den Menschen "gemeint" hat. Und das ist schon sehr sehr viel, was er hier für uns tut, um uns nicht verloren gehen zu lassen. Die volle Freiheit zu geben und dann "auf Augenhöhe" als Mensch um das freie Ja zu werben, dass wir diese Freiheit zur Beantwortung seiner Liebe einsetzen sollen. Das ist elterliche Liebe. Darum Gott unser allmächtiger mütterlicher Vater - schütze uns alle und führe uns zu ihm.
Zitat:
Gott hat den Menschen nicht dazu erschaffen, um ihm im Diktat aufzuerlegen, was er zu tun zu lassen hat


Gott tut das nicht? Warum tut das dann sein "Stellvertreter" auf Erden Sogar wie die Menschen zu verhüten haben, versuchen die "Stellvertreter Gottes" den Menschen auf zu erlegen.

Burkl, wann werden Sie wach?

PS: Seltsam, ich dachte die 10 Gebote gehören auch zur
"Heiligen Mutter rk Kirche".
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"Die Wahrheit richtet sich nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten."
Burkl, wie meinen Sie das: Gott und Mensch auf "Augenhöhe"?
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"Die Wahrheit richtet sich nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten."
ElCid hat folgendes geschrieben:
Burkl, wie meinen Sie das: Gott und Mensch auf "Augenhöhe"?


Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, der uns "Freunde" genannt hat.
ElCid hat folgendes geschrieben:

Ursache dafür: Die Seele steckt in einem "falschen" Körper.
(Auch ein Indiz für die Reinkarnation)


Ja, das ist durchaus möglich.
Durch die "Menschenexplosion" auf diesem Planeten und überhaupt der Expansion (alles muß schneller, höher, weiter, größer, usw. vonstatten gehen) haben viele Seelen vielleicht gar nicht so "die Zeit" sich des richtigen Körpers zu "bedienen"?
Aber diese Erfahrungen müssen auch gemacht werden ... um dieses
"allumfassende göttliche Seelengeflecht" das alles beinhaltet ... noch mehr reifen zu lassen ... vielleicht ...


Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*