Ist Religion grundsätzlich begrenzt?


..und zwar auf die Summe der Inhalte vorhandener Satzreihen jeweiliger Religionen?
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Ob viel Mitleid für den jeweiligen Menschen bzw. seinen Sorgen und Charakterlichkeiten Raum gegeben wird, bezweifle ich, wenn ich die Inhalte dieser zwei Links als Beispiel anschaue und auch Fakten aus der Wirklichkeit kenne, in denen für Menschen, die nicht einfach nur den Regeln folgen, sondern darüber hinaus denken.

http://www.welt.de/fernsehen/articl.....bei-Jauch-ausgelacht.html

Zitat:
Zwischenfazit von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne): Die Kirche entfremdet sich immer mehr von der Gesellschaft.


http://www.focus.de/kultur/kino_tv/.....er-lachen_aid_908882.html



http://www.islam.de/21745
Zitat:

Hierin unterscheidet er sich kaum von der Majorität der katholischen wie evangelischen Theologen im deutschsprachigen Raum, die sich mit einem ähnlichen Bild von Jesus bzw. vom Christentum gelegentlich der Institution Kirche entgegenstellen, dafür aber in der kirchenkritischen Presse Popularität genießen. Die Tragik bei dieser prinzipiell ehrenwerten Absicht zeigt sich darin, dass auf diese Weise kaum das Bekenntnis zur Religion erhöht wird, sondern stattdessen ein Relativismus gefördert wird, der sich auf Theologen und Religionswissenschaftler als Rechtfertigung zu stützen versteht.


Worauf ich hinweisen möchte, ist, daß die Religionen ein unbedingtes Gehorsamkeitsgebot, manchmal wider aller Natur, fordern.

So eine Art: Entweder Du parierst (gehorchst bedingungslos) oder wir negieren dich, wir verlachen dich, wir gehen gegen dich an.

Sind Religionsinhalte immer menschlich ? Wenn sie göttlich sind und wider die Natur von dem Menschen als solchem - dann ist es kein Wunder, daß die Menschen nicht mehr an Gott als liebenden Vater glauben.

Es gibt so viele Fälle, in denen zuerst verlangt wird, daß der Mensch gehorsam ist, sich an die Regeln hält. Überschreitet er sie, kann es langwierige Folgen haben und da unterscheiden sich Religionen und Sekten wohl nur im Grad der Härte.

Nun ist der Mensch aber nicht ein starres Muster an Charakterlichkeiten, sondern in sich komplex und stets auf der inneren Suche, genauso wie der äußeren und er darf Fehler machen, und sollte trotzdem geliebt, als geliebtes Wesen von Gott gesehen werden.

Doch immer werden Religionen auch von Menschen geleitet, die, wenn sie sich streng an ihre Maßstäbe haben und daran halten müssen, in vielen Fällen eher nicht menschlich einfühlsam handeln wollen und können, sobald sie in die Starre gefallen sind.

Was man so hört, was alles passiert um einen herum, dann weiß ich für mich, daß es mich nicht wundert, warum sich Menschen immer mehr von Religionen entfernen, sie zwar aktzeptieren, aber die Möglichkeiten des freiwilligen Austritt bevorzugen und sich Richtungen suchen, in der sie mehr innere Freiheiten erfahren.

Die 'Entzauberung' beginnt, sobald man sich immer mehr von dem entfernt, was dem Menschen einmal wichtig war. Sobald man die "Masken" wegzieht und alles anschaut, wie es dann "wie nac kt" daliegt, sich so zeigt, wie es ist, ist die Enttäuschung auf jeden Fall garantiert.

Und das in allen Bereichen des Lebens. Die Entfremdung beginnt, wenn man sich nicht mehr um Religionsinhalte kümmert und wenn sich der Bezug zum Menschen und auch die Entfernung vom Menschen immer mehr vollzieht.

Ich sehe das aber auch als einen bedeutenden Punkt an, wie sich auch Wandel insgesamt zeigt.

google: religion das einhalten von verboten
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Obstbaum hat folgendes geschrieben:
..und zwar auf die Summe der Inhalte vorhandener Satzreihen jeweiliger Religionen?


Ich glaube sogar weniger, weil sich Satzreihen auch wieder widersprechen bzw. gegenseitig ausschließen.

Such den Fehler.
Hallo ihr lieben,

ich weiß zwar nicht genau wie ihr das meint, aber alles menschliche ist begrenzt und alles göttliche unbegrenzt.

Der Glaube ist nicht immer das was wir Menschen daraus gemacht haben oder machen, man sollte sich dem Ursprung widmen und nicht blind anhand der "Gläubigen" urteilen.

Herzliche Grüße
Tim
Die Religionen sagen ihre Worte seien nur von Gott selbst. Sichtweise: Da alles von Gott stammt müssen da nicht auch diese Worte von Gott sein?

Betreibt man Religionen weil es an Phantasie und Sensibilität mangelt?

Betreibt man Religionen um einen gewissen Bereich im Gehirn ruhig zu stellen, Handlungsicherheit haben zu können, Dinge einordnen zu vermögen, Dinge mit anderen gemeinsam Erleben zu können?

Lässt sich Religion ersetzen?
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Obstbaum hat folgendes geschrieben:
..und zwar auf die Summe der Inhalte vorhandener Satzreihen jeweiliger Religionen?


Religion ist m.E. in der Beziehung relativ, als dass uns Gott ja die absolute Wahrheit nicht offenbart, weil wir sie noch nicht fassen könnten. In dem Sinne ist jede Religion, wenn man auf den Offenbarer zurück geht, relativ 'begrenzt'.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Obstbaum hat folgendes geschrieben:
..und zwar auf die Summe der Inhalte vorhandener Satzreihen jeweiliger Religionen?


Da die "textliche" Offenbarung durch das geschriebene Wort, durch Botschaften von und über Gott, ein stark begrenztes Ausdrucksmedium ist, hat sich nach christlichem Glauben Gott "in Menschenform mitgeteilt". Gott ist damit über die sprachliche Mitteilung hinausgegangen und hat die höchstmöglich fassbare "Ausdrucksform" gewählt, die in unser Verstehen hineinpasst - ein menschliches Gegenüber.

Als Christen können wir also mit Freude und Demut sagen, dass wir sehr viel über Gott wissen verglichen mit anderen Religionen. „Niemand kennt den Vater, außer dem Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“ hat Jesus gesagt. „Gott ist drei“, nämlich Vater-Sohn-Heiliger Geist - Dass wir das wissen, ist der Höhepunkt dessen, was Gott für uns tun kann. Es hat uns sozusagen „ins Vertrauen genommen“, indem er uns durch seinen Sohn an seinem inneren Wesen Anteil haben lässt, ganz tiefe und "intime" Einblicke in sein Wesen gewährt.

Ist Religion also grundsätzlich begrenzt auf die Summe der Inhalte vorhandener Satzreihen?

Nach christlicher Vorstellung ist die Antwort: Gott wollte durch seine Offenbarung in Menschenform die Grenzen der Sprache, der "Satzreihen", sprengen - und uns auf die größtmöglich erfassbare Weise zeigen, wie er ist - mit menschlichem Antlitz.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Obstbaum hat folgendes geschrieben:
..und zwar auf die Summe der Inhalte vorhandener Satzreihen jeweiliger Religionen?


Da die "textliche" Offenbarung durch das geschriebene Wort, durch Botschaften von und über Gott, ein stark begrenztes Ausdrucksmedium ist, hat sich Gott nach christlichem Glauben Gott "in Menschenform mitgeteilt. Gott ist damit über die sprachliche Mitteilung hinausgegangen und hat die höchstmöglich fassbare "Ausdrucksform" gewählt, die in unser Verstehen hieinpasst - ein menschliches Gegenüber.
Man kann also aus christlicher Sicht sagen, obwohl uns unser Vater Gott als Herr des Universums an Größe unendlich übersteigt und nicht fassbar ist, so gibt es doch eine irdische Offenbarung von ihm, die ihn "ganz enthält" - Jesus Christus. Er überbringt nicht "etwas von Gott", wie die Propheten, sondern Gott selbst.
Insofern ist aus christlicher Sicht die "Summe aller Religionen" eine konkrete Person - Jesus Christus.


Nur geht er mit seinen Ressourcen ziemlich spärlich um. So jede dritte Generation könnte schon etwas Jesus vertragen um Gottvertrauen zu gewinnen. Nicht jeder will an jahrtausend alte Geschichten glauben. Vor allem könnte man seine Texte jetzt schön digitasiert für IPods etc. anbieten, weg von der Bibel hin zu Hörbüchern. Auch Gott sollte mit der Zeit gehen, Timing ist einfach alles.
Zitat:
Nicht jeder will an jahrtausend alte Geschichten glauben.


Lieber luschn,

es geht im Christentum um das Wesen der Person Christi. Dieses Wesen ist grenzen- und zeitlos, weil Gott unendlich ist und über der Zeit steht. In Christus sind die richtigen und wahren Antworten auf jede Zeit zu finden - bis ans Ende der Zeit.

Zitat:
Vor allem könnte man seine Texte jetzt schön digitasiert für IPods etc. anbieten, weg von der Bibel hin zu Hörbüchern. Auch Gott sollte mit der Zeit gehen, Timing ist einfach alles.


Wir wissen es nicht, warum Gott genau diese Gestalt eines armen Zimmermanns in Nazareth vor 2000 Jahren gewählt hat (man kann es nur erahnen warum, bei Interesse könnte ich dir das gerne noch ausführen) und warum er nicht heute gekommen ist und seine Botschaft auf DVD gepresst hat. Dass Gott genau diesen Weg und keinen anderen wählt ist auch schon damals vielen Zeitgenossen Jesu "gegen den Strich" gegangen. Jesus sagt ihnen "Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt".
Burkl hat folgendes geschrieben:
In Christus sind die richtigen und wahren Antworten auf jede Zeit zu finden - bis ans Ende der Zeit.

Schade, dass er keine persönlichen Sprechstunden gibt. Wie gesagt, für soviele Zweifler und Ungläubige könnte Gott noch eine Runde Propheten regnen lassen.


Burkl hat folgendes geschrieben:

Wir wissen es nicht, warum Gott genau diese Gestalt eines armen Zimmermanns in Nazareth vor 2000 Jahren gewählt hat (man kann es nur erahnen warum, bei Interesse könnte ich dir das gerne noch ausführen) und warum er nicht heute gekommen ist und seine Botschaft auf DVD gepresst hat. Dass Gott genau diesen Weg und keinen anderen wählt ist auch schon damals vielen Zeitgenossen Jesu "gegen den Strich" gegangen. Jesus sagt ihnen "Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt".

Wir wissen ja nichtmal, ob Jesus in der Form gelebt hat, geschweige den von Gott gesandt per Jungfrauengeburt in diese Welt eintrat. Was wir wissen, steht in einem Buch, das wiederum von Menschen geschrieben wurde, die wiederum keine Zeitzeugen waren. Und das dieses sagenumwobene Buch auf verdammt viele Arten ausgelegt werden kann, muss ich dir wohl nicht erzählen Also ist die Frage des Threaderstellers durchaus berechtigt, denn die röm.kath. Kirche sowie andere Religion sind begrenzt auf den Inhalt ihrer Schriften. Die Anhänger wiederum sind auf die Interpretation ihrer religiösen Obrigkeit angewiesen und nicken diese wohlwollend ab. Denn wenns die nicht wissen, wer dann?