Können Single glücklich sein ?


Naja, ich bin ja bekannt dafür, daß ich immer Themen auf`s Tablett nehme, die sonst unberührt bleiben, aber ich las in der Zeitung, daß wir eine Gesellschaft der Singles sind und daß für viele Menschen diese Form des Lebens erfüllender ist als eine ewige Partnerschaft.

http://www.stern.de/news2/aktuell/a.....gesellschaft-1855902.html

Zitat:
"Das Alleinleben ist ein fester Bestandteil der Lebenswirklichkeit in Deutschland", sagt der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler. Und die Zahlen, die er vorstellt, sprechen eine eindeutige Sprache: Im vergangenen Jahr lebten 15,9 Millionen Menschen allein, 20 Jahre zuvor waren es erst 11,4 Millionen. Und die Zahl wird weiter wachsen: Im Jahr 2030 werden voraussichtlich 23 Prozent der Einwohner einen Ein-Personen-Haushalt führen, während es derzeit 20 Prozent sind.

Vor allem in Großstädten prägen Singles immer mehr das Stadtbild: In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern lebte im vergangenen Jahr knapp 29 Prozent der Bevölkerung allein, in kleinen Orten mit weniger als 5000 Einwohnern war der Anteil mit 14 Prozent nur halb so hoch.


Zitat:
Auch die Reisebranche hat die Singles längst entdeckt. Die Reiseveranstalter hätten sich schon vor einiger Zeit rauf sie eingestellt, sagt Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband. So würden zum Beispiel auf Kreuzfahrt-Schiffen immer mehr Single-Kabinen gebaut. Zudem versuchten die Reedereien, es den allein Reisenden zu erleichtern, auf der Kreuzfahrt Kontakte zu knüpfen.


Lebt der Single nun glücklicher, weil er die Verantwortung für Familie nicht tragen muß oder lebt es sich in Großfamilien besser ?

google: single gesellschaft deutschland
google: die westliche frau ist zu anstrengend single dasein

http://www.bild.de/lifestyle/2008/s.....umfrage-4826336.bild.html
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ob sich diese Form des Single Lebens auch auf die Kulturen überträgt, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben oder werden Menschen deshalb verheiratet - zeitig - manchmal sehr zeitig - damit die nicht unbedingt spirituellen Bedürfnisse in die Gemeinschaft eingebunden werden, um sie kontrollieren zu können oder färbt deutsches Leben allmählich auch auf andere Kulturen ab ?

http://www.br.de/radio/bayern2/send.....es-alleinstehende100.html
Zitat:

Verändert hat sich auch der gesellschaftliche Blick auf Alleinstehende, so der Soziologe Stephan Baas. Längst ist allein Leben kein Makel mehr. Das Bild vom einsamen unglücklichen Single hat mit der Realität nicht viel zu tun, so die Erkenntnis der Singleforscher. Viele Alleinlebende verfügen über zahlreiche soziale Kontakte und sind alles andere als einsam. Andere hingegen fühlen sich durchaus allein in ihrem Singledasein und entwickeln sogar depressive Tendenzen.


google: single gesellschaft nicht nur in deutschland

Oder ist die Beziehungsfähigkeit verschwunden, daß Paare beim ersten Streit auseinander laufen, weil sie die Probleme nicht bewältigen wollen oder können ?

google: migranten als single in deutschland

Ich beleuchte gern alles insgesamt - weil wir nicht allein sind auf der Welt, aber weil wir oft die selben Probleme haben.

Die Frage ist ja auch, ob bei zunehmender Menschenanzahl und freizügiger Bordelle und öffentlichen Angeboten aller Art die Bedienung von Gefühlen schnell erreichbar ist und der Mensch weiter sein Leben leben kann, wie es ihm gefällt.

Der alte Spruch: "Wozu brauch ich ne` ganze Kuh, wenn....ein Glas Milch reicht" ist ausschlaggebend für die Einstellung, die heute vorherrscht.

Vielleicht werden die nächsten Generationen eine andere Einstellung vornehmen, wenn sie des Alleinseins überdrüsssig sind, aber alles hat eben seinen Trend - seinen Zeitgeist.

Nach zuviel Strenge und bürgerlichem Konservatismus kommt eine Eöpoche des Freien Lebens wie in den 68 ziger Jahren, die Generation später war es leid und wurden streng puritanisch und suchte nach Werten- und heute ist Single-Dasein angesagt, zumal der alte Mann auch lieber so eine Art "frisches Blut" sucht - ich kenne so viele Frauen, die nach einem Mann suchen, aber vielleicht ist die westliche Frau zu anstrengend - Männer suchen vielleicht eher die unterwürfige Frau und so vermischen sich Kulturen.


Ein neuer Trend - die Welt im Wandel.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Pauschale Antworten auf deine Fragen sind unmöglich. Unabhängig zu sein - auch von Pauschalierungen - ist schließlich wesentliche Definition von Singles. Wichtiger Faktor einer angenehm empfundenen Lebensqualität ist, wie bei allen Menschen, so auch bei Singles, die Integration in einem sozialen Umfeld. Welche Anforderungen daran gestellt werden ist sehr individuell. Manchem reicht der wöchentliche Stammtisch, andere sammeln Freunde und Sexpartner wie Sport. Sind die Ansprüche daran nicht erfüllt, wird die stereotypische Freiheit eines Singlelebens zur emotionalen Belastung.

Was in dem Stern-Artikel unerwähnt bleibt ist die Zahl der Singles, die von Hartz 4 leben müssen. Lt. BA-Statistik sind das knapp 1,9 Millionen - mehr als 50 Prozent aller H4-Haushalte. Denen fehlen nicht nur berufliche Kontakte, sondern überwiegend auch die finanziellen Mittel für die Pflege eines sozialen Umfelds. Keine Selbstmordstatistik erfasst dieses kulturelle Elend, das politisch gewollt ist.

Wish you were here?
http://www.dailymotion.com/video/x2.....e-here_music#.UQcTwPJS-9I
Also ich bin Single und damit habe ich 0 Problem
Singles sind kommerziell interessanter als Familien.
Teilen ergibt weniger Umsatz.
"Folløw the Môney" ist nach mein Erfahrung durchaus wirksam als Suchmethode für Begründung von Entwicklungen in demografische Statistik. Die Moderne Version von "Quo Bono?" Es gibt kein Wer, aber Profit muss anscheinend sein.

LG
Parrot
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Bleib Glücklich und Gesund, und deine Seele treu.
Als Single zu leben - da macht man sich das Leben einfach.

Um wieviel schwerer ist es in einer Großfamilie zu leben und zu versuchen mit jedem Familienmitglied gut auszukommen.
Für unsere seelisch-geistige Entwicklung ist aber gerade das sehr wichtig. Man kann sich dabei in so Vielem üben wie Toleranz, Rücksichtsnahme, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Verständnis, Verzicht, Liebe, ....

In einer Familie zu leben ist für uns daher eine gute Schule, ist zwar oft sehr anstrengend, aber fördert uns mehr.
ja, Rosenblüte

die Gefahr des Eigenbrödlerischen ist da,
es liegt am Typus Mensch
wenn er sich nur selber alles zutraut richtig zu machen
kann er einen komischen Eigensinn
bis beziehungsunfähigen Starrsinn entwickeln

ich beschreibe grad einen Single den ich so kenne,
kein schlechter Mensch
aber der Beziehungs Zug ist da glaub ich abgefahren
- nicht vom wollen her sondern von gewöhnungseffekt der eigen Regieführung
@ Rosenblüte

Nix für ungut, aber du machst es dir recht einfach mit deiner stereotypen Bewertung. Nicht alle Singles entwickeln sich zwangsläufig zu Egoisten. Einsamkeit kann z.B. eine sehr gute Charakterschule sein, weil Leben dann sehr schwer ist. In einer Familie geforderte und geförderte soziale Kompetenz wird bei einer Scheidung nicht selten umfunktioniert zu Spezialwissen, um dem Expartner effizient zu schaden.

So hat alles viele Aspekte. Eine große Familie betrachte ich auch als grundsätzlich erstrebenswerter. Aber der Zug ist ohne mich abgefahren, keine Ahnung woher Elysee das weiß.
Hi Tilmann


Einsamkeit ist eine verdammt gute Schule.

Weil Du lernst rund zu laufen, und alles was Du bis
dahin weg geschoben hast
an Aufgaben die Du nicht magst, oder für die Du Dich nicht
kompetent genug gehalten hast,
gehst Du an - langsam und in Ruhe -
und alles was dann klappt
ist Dopamin pur,
körperbelohnungs System hoch zehn.
In der Einsamkeit funktioniert irgendwann die allgegenwärtige Ablenkung von sich selbst nicht mehr. Ein intensiver Blick in die eigenen Augen, und Mensch ist nackt mit sich selbst konfrontiert. Das ändert auch das Verständnis der eigenen Umwelt und ist Grundlage von Empathie.


Mélissa Laveaux - Needle in the hay
http://www.youtube.com/watch?v=ilG42w_iprI