Die Feinde des Göttlichen


Glaube fordert Angst.

Marktforschungsinstitute brauchen nicht nur Marken die sie als 'Sehr Gut' bestempeln können, sondern auch welche die 'unbefriedigend' sind. Sonnst hat die Bemerkung 'Sehr Gut' kein Sinn.

"Du kannst ruhig kaufen was angeboten wird, ist alles eh 'Sehr Gut'."

Das glaubt kein Mensch.

"Ich offenbare dich 'die Wahrheit', aber wirklich brauchen tust du sie nicht, denn alle andere 'Wahrheiten' sind auch prima."

Damit kriegst du keine Kirche voll.

Das Erfolgserlebniss Glaube ist von ein Feindbild genau so abhängig als von ein bemutigende Lehre. Es ist wie beim Antrieb, es muss sich gegen etwas absetzen können. Das Feindbild schaltet das ganze erst im Gang. Eine Messias ohne Erzfeind ist wie ein Auto ohne Getriebe. Nur Lärm.

Judas als Verkaufsargument.
Rex Pecunia in Optima Forma.

Lecker dann.

LG
Parrot
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Bleib Glücklich und Gesund, und deine Seele treu.
Nana Parrot. Von dir hätte ich eigendlich eine etwas denkendere Haltung ,gegenüber dem Thema, erwartet. Keine per se Antireligiöse. Sehr enttäuschend.

Parrot hat folgendes geschrieben:
Judas als Verkaufsargument.
Rex Pecunia in Optima Forma.


Es bedarf keinen Judas um aufzuzeigen das Jesus gut ist. Ein Judas, Pharao, Grahamay usw. ist das unausweichliche Ergebnis der Zeit, gegen jene die Offenbarer durch ihre bloße Existenz wirkten.

Galileo hatte den Papst als unausweichlichen erbitterten Feind. Weil dieser eben das alte verbrauchte Weltmodell zum einstürzen bringen wollte und der Papst sich dadurch nur umso fester daran krallte.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Pommes, das ist nicht antireligiôs gemeint.
Ich trenne nur der Sinn von die Tatsache.
Inhaltlich habe ich dar keine besondre Meinung. Dafür weis ich viel zu wenig. Was ich aber sehe ist die Zusammenhang zwischen diese Erzfeinde und Offenbarungen. Übersätzt in andere Situationen führt das zu das Vergleich mit vergleichende Warenforschung, was auch nicht unbedingt böse ist. Es ist das was mann eine nichtreligiöse Offenbarung in Miniformat nennen könnte. Dies um die Notwendigkeit von ein Feindbild zu zeigen.
Ohne irgendetwas zu beurteilen stelle ich fest, dass der Präsenz einer 'Erzfeind' durchaus vorteilhafte, erläuterende, profitable Folgen hat. Der Erzfeind macht Sinn. Er hat ein klar unterstützend Effekt auf die Verbreitung einer Offenbarung. Auch ausserhalb Religion.

Kema, TÜV oder TNO sind Warenforschungsinstitute. Ihre Ergebnisse entscheiden über Markterlaubniss. Dar gibt es keiner zu überzeugen. Sie prüfen nach Angabe. Sie brauchen und benutzen kein Feindbild. Ökotest ist vergleichende Warenforschung. Es publiziert Ergebnisse an zu überzeugen Publikum. Sie prüft auf was das Publikum interessiert. Preisleistungsverhältniss zum Beispiel. Sie braucht das Unterschied, ergo ein Feindbild.

Inhaltlich meine ich nur zu wissen dass Judas keinswegs Erzfeind von Jezus war. Das Verrat von Judas war angekündigt, genau so wie das einschlafen der anderen und das heuglen von Petrus. Das Bericht steckt darin, dass Jezus sich dagegen nicht gewehrt hat obwohl er es wusste. Die Kreuzigung ist besonder weil sie von der Gekreuzigte zu jeder Zeit vorkommen hätte werden können. Der Erzfeinde von Jezus waren nicht mal die Römer die die Kreuzigung ausgeführt haben, oder sogar die die Kreuzigung feierten. Die Erzfeinde waren die die sie forderten, in die Überzeugung dass auch Jezus für der Tod flüchten würde. Als er das nicht tat, wussten auch sie, dass Jezus damit sichselbst zu Marter und seine Lehre zu Religion gemacht hatte.
Mit der Tod von Jezus starb auch die Hoffnung der Erzfeinde.

Der Erzfeindbild ist nicht notwendig um die Offenbarung Wert zu geben, sondern um sie übertragen zu können.

LG
Parrot
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Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Ich denke auch, dass es darum geht, wie auch immer man die Gegenüberstellungen nennen könnte: Gut-Böse, Teufel-Heil, Sundtag-Sonntag, Pharao-Moses; Alles kann man auch auf Teile seines eigenen Wesens beziehen.

Wenn du es auf Teile deines eigenes Wesen beziehen willst, hast du vielleicht die Gegenüberstellung: Jesus - Judas absichtlich weggelassen?

Für mich ist der Gegenspieler von Jesus - der "Teufel", der ihn in der Wüste kurz vor seiner Hinrichtung versucht, oder der laut Evangelium in den Judas gefahren ist.

Es gibt ein Bild, da steht ein Mensch in der Wüste und dahinter offenbar sein durch die Sonne entstandener Schatten. Bei genauerem Hinsehen flüstert die dunkle Gestalt ihm ins Ohr und ist ihm sehr nahe, hält ihn vielleicht sogar von hinten umschlungen.

Aus meiner Sicht hat jeder Mensch beide Anteile, mehr oder weniger ausgeprägt, ins sich und die Aufgabe besteht darin, dem Widersacher und seinen Versuchungen wie Mose endgültig zu entfliehen bzw. wie Jesus endgültig zu widerstehen.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Aus meiner Sicht hat jeder Mensch beide Anteile, mehr oder weniger ausgeprägt, ins sich und die Aufgabe besteht darin, dem Widersacher und seinen Versuchungen wie Mose endgültig zu entfliehen bzw. wie Jesus endgültig zu widerstehen.


Ich weiß gar nicht ob der Teufel so ein übler Zeitgenosse ist. Ich mein Moses ist ein Massenmörder der in Religionen hoch verehrt wird. Hätte Jesus auf den Teufel gehört, hätte es vielleicht nicht so ein Ende mit ihm nehmen müssen.

Und Gott fordert wesentlich mehr Opfer als der Teufel, zumindest was das alte und neue NT so hergeben. Vielleicht ist es ja umgekehrt? Gott ist der Irrweg und der Teufel die Erlösung?
@ luschn: Korrektur, Moses ist KEIN Massenmörder. Moses hat genau EINEN Mann getötet, bzw. totgeschlagen, und das auch nicht aus niederen Motiven, sondern um das Leben eines anderen zu schützen.
Riki hat folgendes geschrieben:
@ luschn: Korrektur, Moses ist KEIN Massenmörder. Moses hat genau EINEN Mann getötet, bzw. totgeschlagen, und das auch nicht aus niederen Motiven, sondern um das Leben eines anderen zu schützen.

Liebe Riki,

das stimmt nicht ganz. Moses hat den ägyptischen Sklavenhalter nicht aus edlen Motiven ermordet. Er sah sich vorher um, ob ihn auch ja niemand sieht, und seine eigenen Landsleute, deren Streit er später schlichten will, halten ihm die Tat vor und fragen, ob er sie jetzt auch totschlagen will...daraufhin flieht er.

Dennoch beruft Gott 40 Jahre später diesen Moses, der sich ihm nun ganz hingeben kann, um durch ihn sein Volk zu befreien, um durch ihn für ein gutes Zusammenleben die 10 Gebote zu geben und um das auserwählte Volk durch ihn ins "Gelobte Land" zu führen.
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luschn hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Aus meiner Sicht hat jeder Mensch beide Anteile, mehr oder weniger ausgeprägt, ins sich und die Aufgabe besteht darin, dem Widersacher und seinen Versuchungen wie Mose endgültig zu entfliehen bzw. wie Jesus endgültig zu widerstehen.

Hätte Jesus auf den Teufel gehört, hätte es vielleicht nicht so ein Ende mit ihm nehmen müssen.
Körperlich gesehen wohl nicht, aber langfristig hätte dadurch seine Seele Schaden genommen und die war Jesus wichtiger, deshalb entschied er sich auf weltliche Macht und Genüsse zu verzichten.

Zitat:
Und Gott fordert wesentlich mehr Opfer als der Teufel, zumindest was das alte und neue NT so hergeben.
Ach und wie hast du bei dieser Abrechnung entschieden, wer auf wessen Konto geht?

Zitat:
Vielleicht ist es ja umgekehrt? Gott ist der Irrweg und der Teufel die Erlösung?
Kennst du durch den Teufel erlöste Menschen? Ich kenne nur durch Gott befreite und erlöste, mich selbst eingeschlossen.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Was hier läuft ist Protest-satanischer Schwachsinn und absoluter Mumpitz. Ich würde mich freuen wenn die Diskussion einen gewissen seriös theologischen Charakter einnimmt.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
@Parrot
Zitat:
Glaube fordert Angst.


Das kann ich von mir selbst nicht bestätigen. Angst hatte ich als Atheist und zuvor in meiner Kindheit und Jugend als Christ, und das nicht zu wenig.

Heute habe ich bedeutend mehr Mut und Sicherheit. Ohne diese hätte ich viele schwierige Situationen in meinem Leben nicht so beherzt, ruhig, gelassen und vertrauensvoll meistern können.

Wünsche noch einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh