Die Feinde des Göttlichen


Judas war kein erbitterter Erzfeind von Jesus, dafür kommt nur eine Gruppe von Pharisäern bzw. Sadduzäern in Frage.

Judas Ischariot, war ein von Jesus berufener Jünger, der in den vier Evangelien erwähnt wird, wobei schon am Anfang auf seine spätere Tat hingewiesen wird, die die Passionsgeschichte in Gang brachte.
In den Briefen gibt es keinerlei Hinweis auf seine Person.

Zunächst ist Judas einer, den Jesus Bruder nennt, weil er den Willen Gottes tut, und den er als Bußprediger und Heiler im Namen Gottes aussendet.

Nur im Johannesevangelium wird Judas als Dieb dargestellt, nach den anderen Evangelien ließ er sich vorher nie etwas zuschulden kommen, es wird auch nie berichtet, dass er Jesus infrage gestellt oder irgendwelche Zweifel gehabt hätte .

Es gibt verschiedene Interpretationen seines Verrates, die meisten gehen davon aus, dass es letztlich dabei nicht um Geld ging.
Die Deutungen reichen von heilsnotwendigem Handeln bis zum enttäuschten Anhänger der Zeloten (Dolchträger), die einen kämpfenden Messias erwarteten, der von den Römern befreit.

Bei Markus und Lukas bieten die Hohenpriester eine Bezahlung an, ohne das Judas diese gefordert hatte.

Nur bei Matthäus fragt er, was die anstiftenden Sadduzäer ihm dafür geben wollen und erhält 30 Silberlinge, wird aber auch nur hier als später reuiger Sünder dargestellt, der das Geld zurück gibt, bevor er Selbstmord begeht.

Bei Johannes ist es der Teufel, der während des Abendmahls in den Judas fährt und später sagt Jesus im Gebet über seine Jünger (Joh 17,12 EU):

„Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.“

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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Warum wusste ich, dass entweder Mara oder Burkl auftauchen werden und hier eine Diskussion starten werden über die richtige oder falsche Bibeldeutung? -.-
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Moses und Pharao liegen in deinem eigenen Wesen: Du musst diese beiden Gegner in dir selbst suchen. *Rumi(1207-1273)

Moses ist die Kraft in dir, die dich aus dem Ego (agypten) heraus zieht, Pharao ist die kraft die dich im ego behalten will und dich zurück zuziehen versucht. *Rav M. Laitman
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http://azmuto.blogspot.de
Zitat:
Die Feinde des Göttlichen


Personen als Feinde des Göttlichen?

Eher dieses:
Ignoranz, Selbstsucht, Geltungsbedürftigkeit, Selbstgefälligkeit, religiöses Eifern, Ehrlosigkeit (Definition nötig), Emotionslosigkeit, Unterhaltungssucht, Belanglosigkeit ~>(zuminmdest solage die Drangsal in der Welt währt & auch mal gleich ob bewusst oder unbewusst).....
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ஜ ♥ ஜ www.tempel.in ღ ஜ ღ
Frau Ruth Lapide über Judas Iskariot. Als profunde Kennerin ihrer Religion, Grundlage des Christentums hat sie eine andere Sicht auf die Dinge.

http://www.bibeltv.de/12/_Das_Gespr....._Judas_Iskariot-1730.html

Zitat:
An der Person Judas Iskariot zeigt Ruth Lapide im Gespräch mit Henning Röhl auf, wie Missverständnisse entstehen konnten und wie dieser Jünger Jesu aus jüdischer Sicht eingeordnet werden kann.

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Danke, liebe Ikaruse, für das interessante Gespräch mit Ruth Lapide.
Wirft ein ganz neues Licht auf das NT.
Ich schau' mir diese Gespräche mit ihr auch gerne an.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich denke auch, dass es darum geht, wie auch immer man die Gegenüberstellungen nennen könnte: Gut-Böse, Teufel-Heil, Sundtag-Sonntag, Pharao-Moses; Alles kann man auch auf Teile seines eigenen Wesens beziehen.
Guten Morgen ihr Lieben,

für mich ist es auch auffällig, daß es in der Glaubensgeschichte noch nie einen göttlichen Offenbarer gab der nicht verfolgt, inhaftiert, verbannt usw. wurde.

Dabei kommt jede Manifestation Gottes nur um Frieden, Einheit und Fortschritt zu stiften.

Schon merkwürdig, daß wir Menschen auch gegen "Gute" Dinge so erbittert kämpfen.

Habt einen schönen Tag
Tim
Ja, liebe Minou, die Frau begeistert mich schon lange ob ihres enormen Wissens. Man bekommt eine ganz andere Sicht auf die Dinge, die mit Religion zu tun haben. Und ihre Begeisterungsfähigkeit ist fast ansteckend.

Tim1510:
Zitat:

Dabei kommt jede Manifestation Gottes nur um Frieden, Einheit und Fortschritt zu stiften.

Schon merkwürdig, daß wir Menschen auch gegen "Gute" Dinge so erbittert kämpfen.

Es gibt kein "Klatschen in die Hand" und schon sind mal die Menschen von Schriften jeglicher Art so "geläutert", daß sie auch gleich so handeln, wie gewünscht.

Würdest Du von einem Kleinstkind erwarten, daß es allein durch Belehrung "erwachsen" wird oder sollte es nicht doch alle Stationen des Lebens gehen, ehe es such das Studium mit einem hohen Titel erarbeitet hat ?

Man erwartet in einem Leben, daß der Mensch vollkommen gereift ins Leben geht und dann gleich alles kann - aber wie soll ein Mensch das in seinem biologischen Leben schaffen ?

Ich sehe es ganzheitlicher, weshalb ich zur Reinkarnationslehre stehe. Weil mir diese Aussagen doch sehr viel näher auch in der gelebten Realität zu finden sind.

Deshalb verzweifeln auch die Menschen, weil sie wissen, sie erreichen dieses Ziel sowieso nie und was in der Materie nicht erreicht werden kann, wird auch in geistigen Welten, die so anders sind, nicht erreicht werden können.

http://www.theosophie.de/index.php?.....temid=88&limitstart=3
Zitat:
Wenn der physische Körper abgenutzt ist, wenn seine Partikel eine Zeitlang zerstreut sind und der höhere Teil der gereinigten Persönlichkeit in das Wahre Selbst zurückgezogen ist, dann ist die Verbindung des menschlichen Ego zur Erde keineswegs gelöst. Es ist für die Vergangenheit verantwortlich, es hat viele unvollendete Aufgaben zurückgelassen, und es hat noch nicht einmal einen Bruchteil der in einer verkörperten geistigen Wesenheit schlummernden göttlichen Möglichkeiten verwirklicht. Die Menschheit als eine Rasse befindet sich noch – mit sehr wenigen Ausnahmen – in ihrer Kindheit und wird in diesem Zustand bleiben, bis ihre wirkliche Göttlichkeit in ihrer Fülle offenbart wird. Die menschliche Persönlichkeit, wie wir sie heute kennen – die Maske des eigentlichen Menschen –, ist nur ein dürftiges Abbild des herrlichen Wesens, das er einst sein wird. Reinkarnation ist die einzig mögliche Methode für eine solche Evolution.


Die heutige Menschheit ist noch lange nicht soweit, sich "erwachsen" zu benehmen. Das sieht man an den Kriegen, die geführt werden, aber das Leben hier und jetzt ist viel komplexer gestaltet, als das ein Schwarz-weiß-Denken die Lösung aller Fragen bringt.

Darüber hinaus denken und in die Tiefe gehen, das haben Philosophen aller Zeiten und Weltenlehrer gemeinsam. Doch die Menschheit muß "reifen", da nützen auch all die aufgestellten Theorien nichts, wenn die Praxis oft dem Zeitgeist unterstellt ist.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Ich denke auch, dass es darum geht, wie auch immer man die Gegenüberstellungen nennen könnte: Gut-Böse, Teufel-Heil, Sundtag-Sonntag, Pharao-Moses; Alles kann man auch auf Teile seines eigenen Wesens beziehen.


Sehe ich auch so. Vielleicht ist die Symbolik all dieser "Feinde" ja all das tief verankerte Übel, an das wir uns besseren Wissens klammern. Alles was uns an unserer wahren Erfüllung hindert. Sich selbst Feind sein sozusagen.

Doch wie wird man vom Judas zum Jesus? Vom Pharao zum Moses?
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!