Fügung und Sinn


@ luschn
Zitat:
Ich persönlich glaube, dass wir ohne böse und verdorbene Gedanken keine Menschen wären.


Ja, kann man nicht abstreiten, dass viele Menschen böse und verdorbene Gedanken haben. Und böse Gedanken können zu Taten werden, denn verdorbene Taten mussten ja erstmal gedacht werden.
Der Mensch kann also ganz schön Unheil anrichten, deshalb verstehe ich überhaupt nicht warum man das Unheil auf der Welt alles immer Gott in die Schuhe schieben will.
Machen wir uns das Ganze nicht ein bißchen zu leicht?

@ Tim
Zitat:
ich hab mal eine schöne Geschichte über "zwei Wölfe in meiner Brust" gelesen.
Kurz: Ein böser Wolf und ein guter Wolf und unsere Aufgabe sollte sein den guten Wolf zu füttern damit er stärker ist/wird als der böse Wolf.


Ja, man könnte auch sagen, alles was wir gießen wächst. Sowohl die konstruktiven Gedanken als auch die destruktiven, die positiven und die negativen. Wir entscheiden ob wir den guten oder den mörderischen Wolf nähren und auch welche Gedanken wir gießen wollen.

So, aber jetzt verschwinde ich endgültig von der Bildfläche hier, sonst entscheide ich mich evtl. noch dafür ärgerliche Gedanken zu haben, weil meine Nachtruhe zu kurz kommt.

Und dabei heißt es doch: "Der Ärger ist eine blödes Vieh, er frisst nur Dich, den Anlass nie."

Also gut, wie auch immer, ich entscheide mich jetzt ganz bewusst dafür mich nicht zu ärgern, auch wenn ich weiß, dass mir jetzt zu wenige Stunden zur Verfügung stehen um richtig ausgeschlafen zu sein wenn der Wecker schellt.

Guts Nächtle
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:

Ja, man könnte auch sagen, alles was wir gießen wächst. Sowohl die konstruktiven Gedanken als auch die destruktiven, die positiven und die negativen.

Stimmt genau!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
linde hat folgendes geschrieben:
@ luschn
Zitat:
Ich persönlich glaube, dass wir ohne böse und verdorbene Gedanken keine Menschen wären.


Ja, kann man nicht abstreiten, dass viele Menschen böse und verdorbene Gedanken haben. Und böse Gedanken können zu Taten werden, denn verdorbene Taten mussten ja erstmal gedacht werden.
Der Mensch kann also ganz schön Unheil anrichten, deshalb verstehe ich überhaupt nicht warum man das Unheil auf der Welt alles immer Gott in die Schuhe schieben will.
Machen wir uns das Ganze nicht ein bißchen zu leicht?


Ich würde behaupten, es gab und gibt keinen Menschen, der nicht unzählige böse und verdorbene Gedanken hatte. Nur was im Kopf passiert, ist bei weitem keine Realität, die Gedanken sind frei. Wenn ich in meinem Kopf den Vatikan mitsamt Klerus in die Luft sprenge, bin ich trotzdem in der Realität noch immer überzeugter Pazifist, obwohl im Gedanken Massenmörder.
Hey Liebe Luschn,

aber trotzdem würde ich sagen, daß unsere Gedanken doch einen Einfluss auf uns und auch auf unseren Körper haben.

Deshalb bietet es sich schon an nicht nur unsere Taten sondern auch unsere Gedanken zu läutern.

Liebe Grüße
Tim
@luschn
Zitat:
Ich würde behaupten, es gab und gibt keinen Menschen, der nicht unzählige böse und verdorbene Gedanken hatte.


Ok, der eine mehr, der andere weniger. Aber auch hier kann nur ich selbst entscheiden, welche Gedanken ich weiterhin pflegen will und welche nicht.

Zitat:
Nur was im Kopf passiert, ist bei weitem keine Realität, die Gedanken sind frei. Wenn ich in meinem Kopf den Vatikan mitsamt Klerus in die Luft sprenge, bin ich trotzdem in der Realität noch immer überzeugter Pazifist, obwohl im Gedanken Massenmörder.


Das kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass ein friedliebender Mensch den Vatikan oder was auch immer, in Gedanken in die Luft sprengen kann.
Ich kann doch mit solchen Gedanken kein Pazifist sein. Ich jedenfalls nicht. Ich käm ja nichtmal in meinen kühnsten Träumen auf sowas.

Alles was ich ausführe in der Realität, musste ich zuvor schon mal gedacht haben. Von daher ist es absolut wichtig ich welcher Richtung ich denke. Und aus welchem Grunde sollte ich in Gedanken mal eben ein Massenmörder oder sonst was in dieser Richtung sein? (Ja, ich nehme an das war nur ein krasses Beispiel, aber bei weniger krassen könnte ich es mir auch nicht vorstellen)

Ich bin davon überzeugt, dass unsere Gedanken auf alle Fälle unsere Taten beeinflussen.
Wenn wir schlimme Gedanken nicht ausführen, dann mancher vielleicht nur solange wie er befürchten muss, dass er ordentlich zur Verantwortung gezogen wird, evtl. durch Gefängnis oder so.
Würde das aber wegfallen, was wäre dann?


Schöne Grüße Linde
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Bahá'u'lláh
Tim1510 hat folgendes geschrieben:
Hey Liebe Luschn,

aber trotzdem würde ich sagen, daß unsere Gedanken doch einen Einfluss auf uns und auch auf unseren Körper haben.

Deshalb bietet es sich schon an nicht nur unsere Taten sondern auch unsere Gedanken zu läutern.

Liebe Grüße
Tim


Ob ich meine Gedanken läutern muss, ich weiß nicht. Ich lebe meine gedanklichen Phantasien gerne aus, einfach weil ich es kann. Ich werde wahrscheinlich nie zum Mond fliegen, in meinen Gedanken war ich schon unzählige mal dort, ich werde nie ein Ritter sein der Drachen tötet, in meinen Gedanken braucht keine holde Jungfer mehr vor diesen Fabelwesen Angst haben. Ich denke es kommt immer darauf an, ob die Gedanken einen fiktiven Hintergrund haben oder ob man den Gedanken Taten folgen lässt.

ZB hast du oben den Absatz mit Vatikan in die Luft sprengen gelesen, ich nehme an, einige die das gelesen haben, haben es sich auch gedanklich vorgestellt. Unser Hirn funtioniert nunmal so. Wenn ich etwas verarbeiten will, muss ich es mir vorstellen. Aber deswegen muss ich meine Gedanken nicht läutern.
An dieses Thema habe ich nur ein kleine Beitrage zuzufügen.
Was der Sinn des Lebens ist weis ich nicht, aber wenn ich nicht ein extrem sicheres Gefühl hatte, dass es auch für mich einer gibt, wäre ich schon längst tot. Ich bin in mein Leben so oft und so kräftig in die Richtung von Selbstmord getrieben worden, dass das ganze Gefühl sterben zu können mir miilerweile mehr beruhigt als alles andere. Ohne ein überwaltigendes Gefühl mit Selbstmord gegen eine Sinn zu handeln, hatte ich das schon längst getan. Aber erklären kann ich es nicht.

LG
Parrot
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Bleib Glücklich und Gesund, und deine Seele treu.
Ich glaube und erkenne auch immer wieder die Fügung in meinem Leben.

Der Planer der dahinter steckt, das sind wir selbst. Jeder erschafft sich selbst sein eigenes Schicksal, von einem Leben zum anderen durch seine Gedanken, Worte und Taten.
Ich denke, wir haben hier auf Erden nur das eine Leben, weswegen es so wichtig ist, was wir daraus machen, am allerwichtigsten, dass wir die Liebe leben. Das bestätigen wohl alle Religionen.
Nach meinem Glauben ist auch im Jenseits nicht Schluss mit der Entwicklung der Seele, weil wir das in diesem Erdenleben nicht leicht schaffen könnten, so rein dazustehen, dass wir würdig wären für Gottes Gegenwart.
Ein lieber Freund hat einmal gesagt, dass er sich den Zustand im Angesicht Gottes so vorstellt, als ob wir hier nackt in einen Vortragssaal eintreten würden - wir würden uns schämen und schnell davonlaufen.
Ebenso würden wir es im Angesicht Gottes nicht aushalten mit unseren mangelhaft entwickelten Seelen. Denn Gott ist die reine Liebe und Vollkommenheit. Darum haben wir 'drüben' eben die Möglichkeit, uns immer weiter zu entwickeln in unendlichen Welten Gottes.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten