Fügung und Sinn


Minou hat folgendes geschrieben:

Wir können ja die Zeit zwischen den großen Stationen, die ja viele Jahre dauern kann, mit unserem freien Willen gestalten, wir können in jeden Tag mit unserer eigenen Einstellung hineingehen, die nur wir bestimmen, wir können in vorgegebenen Situationen reagieren, wie wir wollen, positiv oder negativ; das sehe ich als freien Willen.

LG,
Minou


Dann müsste man definieren was große Stationen sind. Sind es Entscheidungen die man trifft oder etwas das einen "trifft". Zum Beispiel Hitler: War die Vernichtung der Juden ein von Gott geplanter Schritt? Dh die Geschichte hätte gar nicht anders verlaufen können, denn soviele Menschen wie im zweiten Weltkrieg gestorben sind, hätten auf natürlichem Wege nicht sterben können ... Und wenn es so einen Gott gibt, dann laufe ich dem Teufel mit offenen Armen entgegen ...
Liebe Luschn,

dann müssten wir "bösen" Menschen in die Arme laufen...denn das einzig teuflische auf dieser Welt sind unsere "bösen, verdorbenen" Gedanken und Handlungen.

Das was z.B. Hitler vollzogen hat ist für mich teuflisch und wir wissen genau wie viele Menschen ihm in die Arme gelaufen sind - und die meisten aus eigener, freier Entscheidung.

Ich finde wir können Gott nicht immer für alles schlechte verantwortlich machen.

Sonst wären wir wirklich nur Marionetten und das ist absolut unlogisch, da ich für meinen Teil vieles in der Hand habe wie ich meinen Tag oder mein Leben begehe.

Herzliche Grüße
Tim
Tim1510 hat folgendes geschrieben:
dann müssten wir "bösen" Menschen in die Arme laufen...denn das einzig teuflische auf dieser Welt sind unsere "bösen, verdorbenen" Gedanken und Handlungen.


Ich persönlich glaube, dass wir ohne böse und verdorbene Gedanken keine Menschen wären. Wir sind nunmal wie wir sind, gut und schlecht, stark und schwach, höchst intelligent und gleichzeitig undendlich dumm ... wir vereinen einfach alles.
Ja da hast Du vollkommen recht Luschn,

ich hab mal eine schöne Geschichte über "zwei Wölfe in meiner Brust" gelesen.

Kurz: Ein böser Wolf und ein guter Wolf und unsere Aufgabe sollte sein den guten Wolf zu füttern damit er stärker ist/wird als der böse Wolf.

Die besten Wünsche für euch
Tim
In der "Gedankenform" nach Anni Besant und Charles Leadbeater beeinflussen unsere Gedanken unser Schicksal.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Liebe Ikarus,

das finde ich sehr interessant.

Findet die Beeinflussung nur dann statt, wenn unseren Gedanken auch entsprechende Taten/Handlungen folgen oder reicht der gedachte Gedanke aus?

LG
Tim
Naja, lieber Tim, wenn Du noch die Anderwelt mit einrechnest und sie akzeptiert, hat das schon was.

http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/karma/wirk_gedank.htm
Zitat:

Die Lebensdauer dieser beseelten Gedankenformen hängt zunächst von ihrer Ursprungskraft ab, d. h. von der Willensstärke, welche ihr menschlicher Erzeuger in sie gelegt hat; sodann von der ihnen nach ihrer Erzeugung gelieferten Nahrung, welche in der Wiederholung des Gedachten entweder durch den ursprünglichen Erzeuger oder durch andere besteht. Durch solche Wiederholung kann ihr Leben fortdauernd verstärkte Kraft erlangen; ein Gedanke, über den der Mensch brütet und dem er sich wiederholt eingehend hingibt, erlangt auf der psychischen Ebene eine Gestalt, die lange der Auflösung widersteht. So ziehen sich auch Gedankenformen ähnlichen Charakters einander an und stärken sich gegenseitig, so dass sie schliesslich ein sehr willensstarkes und lebensfähiges Gebilde in der astralen Welt darstellen.


http://www.abdrushin.eu/im-lichte-d.....aft-von-abdrushin-022.php

Zitat:
Setzt Euch in irgendein Kaffee oder Bierhaus und beobachtet dort die besetzten Tische Euerer Umgebung. Lauscht auf die Unterhaltungen. Hört, was die Menschen sich zu sagen haben. Geht in Familien, beachtet Eueren engsten Kreis in den Ruhestunden, wenn die Arbeit nicht mehr drängt.

Mit Bestürzung werdet Ihr die Hohlheit alles dessen finden, was die Menschen reden, wenn sie nicht über ihre sonstige Beschäftigung sprechen können. Ihr werdet die Leere der Gedanken, die erdrückende Enge des Interessenkreises, sowie die erschreckende Oberflächlichkeit bis zum Abscheu empfinden, sobald Ihr Euch einmal ernsthaft mit scharfer Beobachtung befaßt. Die wenigen Ausnahmen, die Euch dabei begegnen, deren Worte in den Ruhestunden des Alltagslebens von Sehnsucht nach seelischer Vervollkommnung durchdrungen sind, werden Euch wie einsame Fremdlinge inmitten eines Jahrmarktlebens erscheinen.


aus dem Link von unten in der Signatur:
»Die Welt ist meine Vorstellung:« - dies ist die Wahrheit, welche in Beziehung auf jedes lebende und erkennende Wesen gilt; wiewohl der Mensch allein sie in das reflektirte abstrakte Bewußtseyn bringen kann: und thut er dies wirklich; so ist die philosophische Besonnenheit bei ihm eingetreten. Es wird ihm dann deutlich und gewiß, daß er keine Sonne kennt und keine Erde; sondern immer nur ein Auge, das eine Sonne sieht, eine Hand, die eine Erde fühlt; daß die Welt, welche ihn umgiebt, nur als Vorstellung da ist, d.h. durchweg nur in Beziehung auf ein Anderes, das Vorstellende, welches er selbst ist.

"Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!"


Verständlich nur, wenn man sich nicht immer nur in der materiellen Form eingebunden sieht, sondern darüber hinaus denken kann - eben objektiv und alles umfassend und das ist sehr schwer.

Gruß von ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
luschn hat folgendes geschrieben:
Dann müsste man definieren was große Stationen sind. Sind es Entscheidungen die man trifft oder etwas das einen "trifft". Zum Beispiel Hitler: War die Vernichtung der Juden ein von Gott geplanter Schritt?


Ich sehe es so: dass er an die Macht kam, war die große Station, was er aber daraus machte, war seine eigene Entscheidung.

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
luschn hat folgendes geschrieben:
Ich persönlich glaube, dass wir ohne böse und verdorbene Gedanken keine Menschen wären.


Und ich meine, dass es unsere Aufgabe ist, den negativen Gedanken im Laufe der Zeit keinen Raum mehr zu geben, dass wir als Menschen eben immer daran arbeiten müssen, konstruktiv damit umzugehen.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
@ luschn
Zitat:
Ich persönlich glaube, dass wir ohne böse und verdorbene Gedanken keine Menschen wären.


Dass meine Gedanken nicht immer so sind, dass sie mir und meinen Mitmenschen gut tun, ist klar.
Ich persönlich glaube aber, dass nur ich selbst entscheide welche Gedanken ich habe. Keiner kann mir andere aufzwingen. Niemand steht mit der Pistole hinter mir und zwingt mich böse und verdorbene Gedanken zu denken.
Ich bin wie jeder andere Mensch, ein Entscheidungen treffendes Wesen.

Zitat:
Und ich meine, dass es unsere Aufgabe ist, den negativen Gedanken im Laufe der Zeit keinen Raum mehr zu geben, dass wir als Menschen eben immer daran arbeiten müssen, konstruktiv damit umzugehen.


Sehe ich auch so, liebe Minou und wer es mal genossen hat, schöne, freudebringende Gedanken zu haben, der wird die anderen nicht mehr so gern wollen.
Ich kann leicht auf alles verzichten, wenn ich etwas Besseres gefunden habe.
Dass ich mich bis an mein Lebensende darin üben darf, ist mir auch klar.

Wünsche allen hier eine wunderschöne gute Nacht, mit Gedanken die uns zum Schweben bringen.

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh