Das wirkliche Leben zu leben heißt....


Rosenrot hat folgendes geschrieben:
So rein im Herzen wie im Eingangspost von Deas - eine Illusion.


So ist es, liebe Rosenrot, das ist Menschen unmöglich so zu sein.

Aber dennoch - dieses Idealbild des Eingangsposts - genau so zu sein wäre eigentlich Voraussetzung um als Mensch Gott gegenübertreten zu können; genau das wäre Bedingung, dass eine echte und versöhnte Mensch-Gottesbeziehung zustande kommen könnte.

In der Welt der Religionen ist die christliche Religion die einzige, die lehrt, dass nicht wir vor der Aufgabe stehen die Bedingungen schaffen zu müssen, um "gotteswürdig" zu werden, sondern dass umgekehrt Gott diese Bedingungen für uns schafft, indem ein Mensch stellvertretend für alle so geworden ist, wie es im Eingangspost geschildert wird. Dadurch, dass das geschehen ist, können wir Christen uns entlastet und befreit daran machen, auf diese Spur des absolut Guten einzuschwenken, wohl wissend, dass wir in diesem Leben dort nie endgültig ankommen werden, es aber auch nicht müssen, weil einer bereits dort ist und auf uns wartet. Alles, was fehlt, wird seine Liebe und Barmherzigkeit dazugeben.
@Rosenrot:

Kein Mensch ist perfekt und schafft wohl diesen Zustand. Aber es geht immer um das Ziel oder die hohen Ideale und je mehr wie danach streben, desto mehr sehen wir die Früchte.
Hallo, lieber Hitman, hohe Ideale sind schön und gut und manfindet sie überall in den Religionen aller Art und in den Geisteswissenschaften wie Theosophie und Anthroposophie, aber was ist aus ihnen geworden, wenn Menschen sie in die Wirklichkeit umsetzen wollten ?

Zitat:
Du vermischst hier soziale Missstände mit individueller geistiger Entwicklung. Es geht hierbei um eine innere Haltung gegenüber den Mitmenschen. Das heißt aber nicht, dass man blind alles und jeden für gut heißen sollte.

Naja, wer macht denn das Leben und wer gestaltet es - wir Menschen !
Was nützt all die Theorie, wenn sie in der Praxis keinen Bestand hat.

Mit einer ganz lieben Freundin, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht, haben wir lange gebraucht, in harten Diskussionen, ehe wir auf einen Nenner kamen und unsere Bereiche abstecken lernten. Aber es hat uns nur, zusammen geschweißt, so daß sie auch jetzt noch für mich da ist - und das waren wirklich lautstarke Diskussionen - ehe wir zum Ziel kamen und haben beide was daraus gelernt - und das ist es auch, was die Erde ausmacht - als Schulplanet, um immer wieder Neues zu erlernen, bis wir dann wirklich in die Bereiche kommen, in denen das Erdige nicht mehr viel Gewicht hat. Davon bin ich überzeugt.

Die Komplexität der menschlichen Psyche lag schon immer im Focus meines Interesses und da ich in der Produktion gearbeitet habe, kannte ich sehr viele Menschen und war ständig in einer Lernphase und mußte viele Schlappen ertragen.

Ich mache mir keine Illusionen, denn das Ziel ist noch weit, ehe wir uns noch weiter verändern können und auch wollen.

Dazu benötigen wir aber immer wieder Erfahrungen erdiger Art und davon werden wir so schnell nicht loskommen.

Jesus soll gesagt haben: "Bist du weder Fisch noch Fleisch, also lau, so will ich dich aus meinem Munde ausspeien."

Zuviel Seichtigkeit ist wie zuviel Lauheit - nichts von beiden geht so richtig - ich lebe in der Wirklichkeit und nehme sie wahr und stecke, weiß Gott, genug ein, schon früher und habe daraus gelernt, mich auch mal zu wehren.

Das alles sind dann Lernprozesse, die notwendig sind und die der Mensch im Hier und Jetzt benötigt. Das Lapidare "Alles wird gut" sollte man Menschen nicht sagen, wenn sie ohne Arbeit dastehen und keine Hoffnung für sich sehen.
Für denjenigen, dem es sowieso schon gut geht, sind das Honigworte - aber wir hatten ja auch mal den Joseph Murphy, der da meinte, wer an Gott glaubt, der wird auch aus jeder Situation heraus kommen und reich werden.

http://prosveta.de/tagesgedanken/
Zitat:

Es ist gut, dass jeder ab und zu auf die erlebten Ereignisse und auf die Art und Weise, wie er sie durchlebt hat, zurückkommt. Er sollte dabei auch an die Personen denken, denen er begegnet ist, an jene, die ihm etwas Gutes gebracht und an jene, die ihm Schwierigkeiten bereitet haben. Selbst wenn diese Personen untereinander scheinbar keine Ähnlichkeiten besitzen, so können sie doch in dem, was von ihnen ausgeht, Gemeinsamkeiten aufweisen. Indem er sich angewöhnt, das, was von ihnen ausgeht, zu spüren und zu analysieren, weiß er, woran er sich zu halten hat, wenn er sich vor Unbekannten befindet. Für die Ereignisse gilt das Gleiche. Viele von ihnen wiederholen sich in anderer Form, und wenn man sie nicht gut erforscht hat, um aus ihnen zu lernen, steht man bald in den gleichen Sackgassen und weiß immer noch nicht, warum.
Das Leben gehorcht einer Art periodischer Bewegung: Alles wiederholt sich, aber nie genau auf die gleiche Weise, und jeder muss seine Beobachtungsgabe und seine Unterscheidungsfähigkeit entwickeln.


http://www.zeitzuleben.de/2182-im-p.....ode-des-voice-dialogue/2/

“Jeder Mensch ist eine kleine Gesellschaft”

Novalis

http://herlufbidstrup.tumblr.com/

Schönen Sonntag noch
wünscht ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Jesus soll gesagt haben: "Bist du weder Fisch noch Fleisch, also lau, so will ich dich aus meinem Munde ausspeien."


Sagt er - ja. Das ist auch zeitlos so gültig.

"An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß!
Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien." (Offb 3,14-16)

Glauben erfordert also die Entscheidung, auf "eine Karte" zu setzen. Im Glauben auf gar nichts zu bauen ("Agnostiker"), oder "halbherzig" zu glauben ist "schlechter" als wirklich "völlig kalt" zu sein. Denn diese "völlig Kalten" haben mehr Impulsenergie - können immer noch "umgepolt" werden, wie z.B. der heilige Paulus, der von Gott von "ganz kalt" auf "völlig heiß" gewendet wurde. Die "Lauen" sind eigentlich unbrauchbar, weil sie ständig ein Feigenblatt haben "ohnedies schon etwas zu tun", also wozu sollten die etwas ändern? Vielleicht weil sie diese Stelle in der Bibel lesen.

Also summa summarum besser ist ein Vollblutatheist besser dran als ein vom Glauben gelangweilter ihn für irrelevant haltender Agnostiker oder auch als ein sonntäglicher Kirchgänger, für den der Glaube auf das Leben keinerlei Auswirkungen hat.
Dazu beigetragen, daß der Glauben verschwindet, sind auch Menschen in Organisationen und in Religionen, die die Inhalte zwar aufnehmen, aber ihrer Religion schaden, wenn sie Menschen schaden, ihnen Schmerzen zufügen und ihre Macht mißbrauchen.

Geschehen über Jahrtausende.

Abgesehen davon bildeten sich aber unter Religionsherrschaften mit der Zeit auch Organisationen, die für viele hilfsbedürftige Menschen eine große Hilfe waren.

Auch Kommunisten glaubten an eine bessere Zeit, gaben dafür in den Folterkellern ihr Leben und wenn sie heute die Welt sehen würden, dann hätten sie wohl vielleicht anders gehandelt, wenn sie die heutige Situation in der Welt betrachten könnten.

Vielleicht braucht der Mensch einfach nur einen Haltepunkt, der ihm Kraft gibt, es braucht die Welt aber auch Kritiker, denn nur so kann sich etwas entwickeln und so, wie das Christentum hinterfragt wurde durch Experten, die die Schrift erforschten, wünschte ich mir auch diese Art der Hinterfragung für alle anderen Religionen, von denen sich manche vehement dagegen sträuben, daß ihre Religionsinhalte einer Prüfung auf Sachlichkeit unterzogen werden.

Heutigentags haben die Menschen alles bisher Geschriebene in den Bibliotheken, im Internet und wer weiß wo noch, aber es ist ein Übermaß, als wenn man sich zwischen 1000 Kühlschränken entscheiden sollte - jeder Kühlschrank hat Kriterien und keiner ist 100 %ig gut und perfekt.

Menschen haben über Gott geschrieben und Menschen führen Taten in seinem Namen - überall - und wenn sie fehlerhaft agieren, dann fällt es auf die ganze Religion zurück.

Und weil sie vielleicht noch kindhaft sind, ist ihnen die Tragweite gar nicht bewußt und deshalb haben die Menschen in einer technischen Zeit, in der alles zu haben scheint und zu erleben ist, an Religion im Allgemeinen nicht so sehr ein Interesse, weil bestimmte Aussagen einfach nicht sein können, weil sie in einer Zeit geschrieben wurden, in denen die Menschen so manches einfach glauben wollten, die Götter, die Blitz und Donner brachten - sind heute besiegt.

Die vielen neuen Deutungen im New Age Zeitalter, wie man eine Symbolik in den Religionsinhalten deuten kann, zeigen, daß die Menschen das dahinter Liegende erkennen möchten, weil sie den Worten dieser Zeit nicht mehr viel entnehmen können.

Eine Zeit der Nomaden, in der allmählich die Schrift entstand, in der die Geschichte dieser Zeit beschrieben wurde.

Es gibt allgemeingültige Wahrheiten, Weisheiten, die in allen Religionen zu finden sind - der Mensch hat ein Recht darauf, ein Suchender zu sein und es zu leben, er muß nicht in einer Religion sein, er kann an die Kraft, die alles fügt, auch so glauben, ohne sich Gemeinschaften mit Verhaltensregeln anzuschließen, denn sollte er sich zu einer Religion bekennen wollen, muß er die "Regeln an der Tür lesen" und sich fragen, ob er sie immer einhalten möchte.

Aber der Mensch verändert sich oft in seinem gesamten Leben und was ihn in jungen Jahren begeistert hat, kann ihn im Alter ermüden.

Die Komplexität der menschlichen Psyche ist ein weites Feld und gerade in Religionen zeigt sich, daß sie nicht gern angenommen wird, wenn ein Mensch nicht den vorgeschriebenen Weg befolgen möchte. Daß sich der Mensch auch selbst erfahren möchte, wird kritisiert, weil er damit von der Norm abweicht und wenn die Anhänger einer Religion unbedingten Gehorsam verlangen, Abweichungen in einiger Form bestrafen, ob mit Negierung oder mit härteren Strafen wie in der Vergangenheit, zeigt, daß Religionen auch ihre Schwierigkeiten haben, das einfach nur Menschliche im Menschen anzunehmen.

Dabei wird oft vergessen, daß, was der Mensch nicht leben darf, in seinem Unterbewußtsein weiter arbeitet mit den dann dementsprechenden Folgen.

Es gibt eben keine "gebackenen" Menschen. Und es wird es niemals geben, daß Menschen allesamt in eine Richtung zu bewegen sind.

http://www.dittmar-online.net/religion/gott/komplex.html
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Ikarus hat folgendes geschrieben:
Dazu beigetragen, daß der Glauben verschwindet, sind auch Menschen in Organisationen und in Religionen, die die Inhalte zwar aufnehmen, aber ihrer Religion schaden, wenn sie Menschen schaden, ihnen Schmerzen zufügen und ihre Macht mißbrauchen.


Naja, das ist meiner Meinung nach ein zu vorschneller Befund. Machtmissbrauch von Menschen in Institutionen gab es immer schon und wird es immer geben. Es tritt ja auch niemand aus seinem Heimatstaat aus, wenn Polizisten Dienstpflichtverletzungen begehen.

Ich glaube am Meisten schadet dem Glauben der "Konsummaterialismus" - es gibt in westlichen reichen Gesellschaften einfach unglaublich viele Möglichkeiten sich abzulenken von den wesentlichen Fragen bzw. suggeriert ja die Werbung, dass das Konsumieren das Paradies bringt. Und zwar eines "in Reichweite" - da hat der althergebrachte christliche Glaube eher schlechte Karten. Er verspricht das Paradies erst für die nächste Welt.

In dem Maße, in dem durch die Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen und die Ausbreitung des Wohlfahrtsstaates die Risiken des Alltagslebens reduziert wurden, ist auch das Bedürfnis nach religiösen Hilfen zur Daseinsbewältigung zurückgegangen. Vielen Menschen, die im Überfluss leben, ist die Vaterunser-Bitte
»Unser tägliches Brot gib uns heute !« kein so dringendes Anliegen mehr.*

Deutlich gestiegen ist hingegen in diesem Zeitraum das Angebot an und die Nachfrage nach Literatur, Kursen und Gruppen, die sich mit nicht christlichen Formen der Religion und Spiritualität, sowie mit esoterischen Praktiken der Lebenshilfe und Bewusstseinsentwicklung beschäftigen ). Im Unterschied zur traditionellen Religion handelt es sich hier um eine freiere, unverbindlichere Form der Religiosität, wobei das Individuum weder in eine dauerhafte Gemeinschaft eingebunden ist, noch regelmäßig religiös aktiv ist, sondern je nach Bedarf auf bestimmte Angebote des religiösen Marktes zugreift.*

Die Frage ist nur, ob die neuen Formen der "marktorientierten Eigenbau-Religion" wirklich tragen können. Es erinnert ein wenig an den Münchhaus'schen Versuch sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.

Einen immer noch recht hohen "Grundwasserspiegel" des christlichen Glaubens gibt es in Europa dennoch - und auch Zeichen der Hoffnung, dass sich die Europäer wieder zurückbesinnen auf ihre religiösen Wurzeln. Der wachsende Islam in Europa ist in diesem Zusammenhang sogar Chance dafür, dass sich mehr Menschen wieder ihrem eigenen Glauben zuwenden. Viele Muslime wissen sehr gut Bescheid über ihren Glauben - was man von vielen Christen wiederum nicht behaupten kann.

*zitiert aus http://www.sws-rundschau.at/archiv/SWS_2005_4_hoellinger.pdf
Burkl, bezüglich Deines letzten Abschnitts gebe ich Dir recht, aber das weiß ja Jeder, der ein bißchen informiert ist.

Im Deutschlandfunk war diesbezüglich heute ein Kommentar zu hören:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/ (rechts bei flash)

"Der Krieg in Mali und der Westen" - kann man auch in google abfragen. Da kommt was auf uns zu und das nicht zu knapp und nicht gerade friedlich.

Dann wird wohl manchem Menschen bewußt werden, was Freiheit und Entwicklung hieß, aber ich setze alle Hoffnungsgedanken darauf, daß es nicht passiert.

Schau`n wir mal, wie es weiter geht.

Und alles hat ja auch immer einen politischen Hintergrund.

http://www.dradio.de/aktuell/1977034/
http://freundedermenschenrechteee.w.....der-zuruckgetretene-hatt/
http://www.zeit.de/2012/36/Afrika-Mali-Taliban-Terror

Burkl, das vielfältige Leben des Islam ist doch bei Euch bereits Realität.

http://www.sympathiemagazin.de/arti.....gionen/artikel/islam.html

Zeitschriften in Österreich.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Guten Abend Ihr Lieben,

für mich war es jetzt sehr interessant und aufschlussreich, zu lesen, welche Reaktionen dieser Text von 'Abdu'l-Bahá hervorgerufen hat.

Ich würde gerne auch einmal schildern wie das bei mir war, als ich zum ersten mal mit diesen Text in Berührung kam.
Mich haben diese Worte so sehr begeistert, dass ich sie am liebsten jedem in die Hand gedrückt hätte und gesagt:"Schau Dir das an, wenn wir uns danach ausrichten, muss sich doch all das unter dem wir alle so sehr leiden bald in eine Besserung verwandeln."
Ich habe nur Ablehnung erfahren.

Es war zu einer Zeit als ich genau darunter, was Rose hier im Anschluss schrieb, furchtbar gelitten habe und sehr unglücklich war.

Zitat:
Wo doch unser aller Leben aus Ellenbogen, unsinnigen Vorschriften, Ausgrenzungen, Erniedrigungen, subtilen feindsinnigen Sticheleien und dergleichen mehr, besteht.


Und da ist mir dieses Schreiben von 'Abdu'l-Bahá in die Hände gefallen und ich habe mir gedacht : >Genau das ist es. Zu diesen Menschen, die sich so hohe Ziele setzen, möchte ich gehören, denn wenn die Menschen das angehen, was hier angesprochen wird, dann müssen ihre Mitmenschen nicht mehr so sehr unter diesen Ausgrenzungen, Erniedrigungen, suptilen feinsinnigen Sticheleien, diese Ellenbogenhaltung leiden. Wenn sich Menschen das als Ziel setzen wird eine Wandlung mit ihnen geschehen und andere brauchen nicht mehr so furchtbar unter ihnen zu leiden.<

Als ich dann in die Bahai-Gemeinde kam, konnte ich diese Wandlung dort deutlich spüren.
Hier habe ich dann keine Sticheleien, Erniedrigungen und Ellenbogen mehr erlebt auch wenn kein Bahai vollkommen ist.

Zugegeben, das Ziel ist ungeheuer hoch und ich selbst bin ihm in all den Jahren immer nur Stückweise entgegengekommen, aber hätte ich mich nicht auf den Weg gemacht in diese Richtung, wo würde ich da heute stehen? Ich möcht garnicht dran denken.

Liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Liebe Linde, mit solch einer Einstellung bin ich damals in die Partei eingetreten.

"Der Staat tut etwas für mich, ich habe ein Dach über dem Kopf und immer Brot zu essen, weil Arbeit und den Kindern geht es in der Schule gut" waren meine Devise und ich denke, auch Kommunisten und Theosophen und Anthroposophen und Freidenker in allen Richtungen, sowie Freimaurer, Sozialisten und viele andere wie zeugen Jehovas und Scientologen denken so, weil sie begeistert von ihrer Lehre sind und glauben, daß alles Theoretische in der Praxis umsetzbar ist.

Wie umsetzbar alles ist, das erfährt der Mensch dann, wenn es soweit ist und er erkennt mit der Zeit auch die Schattenseiten, denn die Inhalte müssen von fehlbaren Menschen umgesetzt werden und was dabei heraus kommt, hat man am Zusammenbrechen der Systeme gesehen.

Es sollte der Bezug zur Wirklichkeit nie verloren gehen.

Was mich betrifft, lebe ich immer in der Hoffnung, daß das Schlimmste nie eintritt und bereits mich seelisch und moralisch auf alles Mögliche vor.

Eine idealisierte Welt ist zwar schön und gibt Hoffnung, aber im Erdigen lebt nun mal die Dunkelheit und das für uns nicht Sichtbare ist wahrscheinlich viel schöner, aber lichter, nicht greifbar.

Wir haben noch eine schöne Welt, aber wir müssen erfahren, daß wir Leid produzieren, wir müssen durch viele Situationen hindurch, denn wenn es heißt, die Erde ist ein Schulplanet, dafür gedacht, Erfahrungen zu machen, dann sehen wir, daß es auch so ist.

Ein Versprechen auf ewige Seeligkeit auf Erden wird es wohl nie geben können.

Dafür sind erdige Bedingungen zu hart. Siehe Tierwelt.

Und ich nehme dankend an, was Gott mir bietet, die Kraft, die leiten kann, wenn man sich darauf einläßt.

Aber auch Krisen muß es geben, sie sind auch Läuterungsphasen.

Alles gehört dazu - zum Leben.

Und es gab immer Menschen, die mir hilfreich zur Seite standen.

In diesem Leben.

Und manchmal bin ich erstaunt, wie sich mein Leben vollzogen hat.

Rückblickend kann ich sagen: alles war notwendig, weil gut - und im Vertrauen darauf, daß die Welt weiterhin bestehen wird mit all ihren Problemen, sehe ich den dahinter liegenden wahren Grund, warum wir hier sind und warum nicht alles nur schön und gut sein kann.

Zitat:
Eine spirituelle Lehre lässt euch in der Ferne eine wunderbare Landschaft erblicken. Ihr wisst, dass ihr sie nie erreichen könnt, aber wenigstens habt ihr sie erblickt und diese Vision wird euch begleiten und euch unablässig inspirieren. Ihr könnt diese Herrlichkeit nicht mehr vergessen, nichts wird euch mehr aufhalten, nichts lässt euch zurückschrecken. Nach und nach überwindet ihr alle Hindernisse, weil diese Vision eure Seele mit dem Wunsch erfüllt, jenes sich ständig entfernende Ziel zu erreichen.
Natürlich werdet ihr darunter leiden, dieses Ziel nie erreichen zu können, aber dieses Leiden wird den Schwung in euch aufrechterhalten, das Bedürfnis, immer weiter voranzukommen. Dieses gesegnete Leiden veredelt euer gesamtes Wesen und es ist das einzige Leiden, das wünschenswert ist, es kennenzulernen.

http://prosveta.de/tagesgedanken/

liebe Grüße Ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hallo alle zusammen,

ich war zwar schon öfter auf dieser Seite, aber dies ist mein erster Beitrag

Zunächst möchte ich sagen wie bereichernd ich den respektvollen Meinungsaustausch finde und ich denke, daß man so seinen Horizont nochmal erweitern kann.

Lieber Ikarus,
ein Gedanke den ich zum letzten post hier habe ist einfach, daß man die Zugehörigkeit zu einer Partei nicht mit der Zugehörigkeit zu einem Glauben vergleichen kann.

Wir Menschen sind wie ihr alle schon gesagt habt zu begrenzt, da werden immer Fehler gemacht das kann auch dann passieren wenn wir uns was tolles überlegt haben um ein Problem zu lösen.

Aber ein "göttlicher" Leitfaden der wird sicher keine Fehler beinhalten.
Ich für meinen Teil bin der Ansicht, daß wir nur aufgrund unserer Schwächen die Ideale nicht schlecht machen dürfen. Lasst die Ideale da oben hängen wo sie hingehören und lasst uns jeden Tag danach streben den hohen Idealen ein Stückchen näher zu kommen.

Liebe Grüße
Tim