Wie wirklich ist die Wirklichkeit ?


Audio Vortrag





http://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA
http://www.youtube.com/watch?v=I_BopjccbGQ


so, korrigiert

Paul Watzlawick

Audio Vortrag
Liebe Elysee,

was meinst Du jetzt genau mit dem Titel und dem Lied? Wie siehst Du den Zusammenhang?

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Elysee hat folgendes geschrieben:
Audio Vortrag





http://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA


Was hat das Video den mit der Frage zu tun.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit ?
_________________
Pauli
Gott weiß alles und sieht alles aber wie tolerant ist er?
Ah ... schon korrigiert. Danke

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Pauli , Hallo Minou


bin müd aber kann noch net schlafen - da kommt dann sowas

dappisches bei rum ^^


Danke für Eure Info
Na endlich mal was Philosophie.
Radikaler Konstruktivismus,-hochinteressant.
Ich bin gerade über das Problem der sog. "Qualia" gestolpert.
Qualia sind Grundempfindungen, wie "Rot", "Frieren", "Grün", "Durstig"....
Sind Qualia verbindlich?
Hat Rot für mich den gleichen Empfindungsgehalt, wie für einen anderen?
Kann es nicht auch sein, daß Rot für mich Grün bedeutet, wie für den da hinten,
wobei ich dieses Grün natürlich auch Rot nenne, weil ich es so gelernt habe
von einer Mutter, die "Grün" sagt und dabei eigentlich Gelb empfindet?
Was kann ich überhaupt wissen über Gemeinsamkeiten im Empfinden?
Wir definieren und lernen durch Vergleiche, aber der Kern des Empfindens
beim Anderen bleibt mir verschlossen.
Dadurch können wir eine "relative Wirklichkeit" nicht ausschließen.
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
maxzwo hat folgendes geschrieben:
Na endlich mal was Philosophie.
Radikaler Konstruktivismus,-hochinteressant.
Ich bin gerade über das Problem der sog. "Qualia" gestolpert.
Qualia sind Grundempfindungen, wie "Rot", "Frieren", "Grün", "Durstig"....
Sind Qualia verbindlich?
Hat Rot für mich den gleichen Empfindungsgehalt, wie für einen anderen?
Kann es nicht auch sein, daß Rot für mich Grün bedeutet, wie für den da hinten,
wobei ich dieses Grün natürlich auch Rot nenne, weil ich es so gelernt habe
von einer Mutter, die "Grün" sagt und dabei eigentlich Gelb empfindet?
Was kann ich überhaupt wissen über Gemeinsamkeiten im Empfinden?
Wir definieren und lernen durch Vergleiche, aber der Kern des Empfindens
beim Anderen bleibt mir verschlossen.
Dadurch können wir eine "relative Wirklichkeit" nicht ausschließen.


Was du dabei empfindest ist dir überlassen und wird sich nie 100%ig mit dem Empfinden eines anderen decken, aber egal wie es einem dabei geht werden nahezu alle Menschen "rot" als "rot" identifizieren.

Ich denke, dass es sehr wohl EINE Wirklichkeit gibt, aber unendliche Interpretationen davon. Der Wirklichkeit selbst ist es aber egal wie wir sie interpretieren oder wie es uns dabei geht.
Zitat:
Ich denke, dass es sehr wohl EINE Wirklichkeit gibt

Das ist doch eigentlich Wurscht.
Wirklichkeit ist immer ausschließlich individuell.
Wir tragen keine vereinfachte Kopie von Wirklichkeit mit uns,
sondern wir konstruieren sie völlig neu, schaffen sie also erst.

Neuronale Netzwerke sind für mich Paradebeispiel.
Sie dienen bekanntermaßen der Mustererkennung.
Die Repräsentanz dessen, was ihnen zur Erkennung antrainiert wird,
ist dem Neuronennetz selbst überlassen und nicht vorhersagbar
oder von außen besehen irgendwie vergleichbar mit dem, was wir
für ein Bild von Realität halten würden.
Man könnte es in seiner Funktion als ein komplexes Sieb umschreiben,
das auf ein bestimmtes Reizschema trainiert ist.
Es schafft sich also sein Wirklichkeitskonzept vollständig selbst.
In der Sprache der Philosophen könnte man vielleicht sagen,
das Netz repräsentiert nurnoch Idee und eben keine
bloße Abbildung von Realität mehr.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Wir haben dagegen immer die Vorstellung, wir trügen
ein Bild in uns, das in seiner teilweisen Kongruenz
mit dem, was wir die objektive Welt nennen, existierte.
Dadurch wird die objektive Welt zu einer Verbindlichen.
Das scheint aber nicht so zu sein, wenn ich mir nur das Beispiel mit den Qualia anschaue.
Da fängts ja schon an, mit dem Kratzen am Konzept der objektiven Wirklichkeit.
Insofern halte ich diesen Radikalen Konstruktivismus schon für einen
sehr interessanten Ansatz.
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
@ Maxwo

Du machst die Wirklichkeit von uns abhängig (so verstehe ich auch den Konstruktivismus), aber mMn ist das nicht praktikabel, weil die Wirklichkeit existiert unabhängig von uns. Sie existiert auch ganz ohne uns. Unser Universum, unsere Sonne, unsere Erde etc. Die waren alle schon Wirklichkeit bevor der erste Einzeller auch nur einen Funken von Bewusstsein hatte, der diese Wirklichkeit konstruieren hätte können. Für mich scheitert der Konstruktivismus an diesem Henne-Ei Problem.