Verbindung zu Gott verloren?!


Hallo zusammen!

Mir geht es schon seit einiger Zeit ziemlich mies. Es kommt sogar soweit, dass ich am liebsten nur noch durchschlafen wollen würde. Außerdem gerät mir mein "Alltag" immer mehr aus den Fugen, ich kriege kaum noch etwas hin. Ich hab das Gefühl, als wenn mich die Angst blockiert. Ich mache mir natürlich Gedanken, wie es soweit kommen konnte.

Ich will nicht sagen, dass es von äußeren Einflüssen soweit gekommen ist. Vielmehr durch mich selbst. Also werde ich mich selbst auch wieder aufpeppeln können. Die Frage, die ich mir stelle, schafft Gott es wirklich, mich durchs Leben zu tragen und bleib ich all die Zeit so gesund und munter wie ich jetzt bin?

Oder ist das nicht doch ein bisschen zu viel verlangt von Gott! Wie stelle ich wieder eine Verbindung zu ihm her und wie kriege ich mich selbst wieder hin! Ist der Glaube der wirklich einzigste Weg aus der Krise?
kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Oder ist das nicht doch ein bisschen zu viel verlangt von Gott! Wie stelle ich wieder eine Verbindung zu ihm her und wie kriege ich mich selbst wieder hin! Ist der Glaube der wirklich einzigste Weg aus der Krise?


Wenn dein Zimmer dir finster scheint dann schieb die Gardinen zur Seite und lass die Sonne rein. So verhällt es sich auch mit dem Schöpfer. So wie der Körper das Licht der Sonne braucht, so braucht auch dein Geist das Licht Gottes.

Du hast auch bestimmt nicht die Verbindung zu Gott verloren. Du hast den Kontakt vielleicht nur nicht gut genug gepflegt. Mache ein gutes gesundes Gebet und du wirst auch rasch wieder spüren das der Herr nie weg war.
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Die Frage, die ich mir stelle, schafft Gott es wirklich, mich durchs Leben zu tragen und bleib ich all die Zeit so gesund und munter wie ich jetzt bin?


Die erste Frage ist ganz sicher mit "Ja" zu beantworten.

Die zweite mit "darauf kommt es im Letzten nicht an", niemand weiß es, die Antwort ist wohl aller Wahrscheinlichkeit nach "nein".

Nutze jetzt den Sommer deines Lebens, wo du stark und gesund bist. "Fotografiere" das Leben nicht, sondern lebe es. Lebe nicht "morgen, wenn das Haus endlich abbezahlt ist" oder "wenn ich endlich befördert bin". Finde keine Gründe das Leben auf morgen zu verschieben, sondern lebe jetzt, jeden Tag. Dann wirst du im Herbst und Winter nicht wehmütig auf die verlorene Zeit zurückblicken, sondern zehren von Kräften, die du in deinen "Lebenswurzeln" gespeichert hast.

kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:

Außerdem gerät mir mein "Alltag" immer mehr aus den Fugen, ich kriege kaum noch etwas hin.

kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Wie stelle ich wieder eine Verbindung zu ihm her und wie kriege ich mich selbst wieder hin!


Strukturiere den Alltag durch das Gebet. Dann bekommt er auch wieder Sinn und Ordnung - und alles "rückt sich wieder zurecht". Du könntest z.B. eine verkürzte alltagstaugliche Form des Stundengebets mitmachen - früh, mittags, abends. Und diese Zeiten halte wirklich ein, mit aller Konsequenz, sie sollten zur "Grundstruktur" des Tages werden. Du solltest die Gebetszeiten wie "Essenszeiten" sehen - sind sie auch, nämlich geistige Nahrung.

Das Stundengebetsbüchlein "Te Deum" ist dafür sehr geeignet (als Abo und auch online verfügbar).

http://www.maria-laach.de/tedeum_heute.php

Dazu zwei mal 15-30 Minuten morgens und abends beschauliches Gebet, wo du einfach innerlich zur Ruhe kommst und wirklich alle Gedanken, Sorgen und Nöte, die so aufkommen, Gott hinlegst.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhegebet

kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Ist der Glaube der wirklich einzigste Weg aus der Krise?


Zu ihrer wirklichen Bewältigung - ganz sicher "Ja".
Hallo Kirchmessmensch,

ich finde die "Tipps" von Burkl wunderbar und möchte sie Dir nochmals auch aus meiner Sicht ans Herz legen.
Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder mit Dir und Gott "ins Reine" kommst und viel Segen auf Deinem Weg.

Herzlichst,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Kirchmessmensch,
Du hast ja nun schon einige gute Ratschläge bekommen, die auch ich unterstützen kann.

Zitat:
Mir geht es schon seit einiger Zeit ziemlich mies. Es kommt sogar soweit, dass ich am liebsten nur noch durchschlafen wollen würde. Außerdem gerät mir mein "Alltag" immer mehr aus den Fugen, ich kriege kaum noch etwas hin. Ich hab das Gefühl, als wenn mich die Angst blockiert. Ich mache mir natürlich Gedanken, wie es soweit kommen konnte.


Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken machst wie es soweit kommen konnte, aber wichtiger finde ich, Dir Gedanken darüber zu machen was nun zu tun ist.
Es könnte ja auch sein, dass es irgend ein organisches Problem gibt das auszugleichen wäre. Vielleicht ein Mangel, zu wenig Eisen oder was auch immer, alles ist möglich wenn ich schlapp und antriebslos bin.
Das würde ich mal ärztlich abklären lassen.

Zitat:
Ich will nicht sagen, dass es von äußeren Einflüssen soweit gekommen ist. Vielmehr durch mich selbst. Also werde ich mich selbst auch wieder aufpeppeln können. Die Frage, die ich mir stelle, schafft Gott es wirklich, mich durchs Leben zu tragen und bleib ich all die Zeit so gesund und munter wie ich jetzt bin?


Auch wenn es von Dir selbst kommt, das kann ich ja garnicht beurteilen, kannst Du Dir trotzdem helfen lassen. Es gibt auch pschologische Hilfe und es ist keine Schande sich helfen zu lassen, schon eher sich nicht helfen zu lassen.
Gott kann das auf alle Fälle schaffen Dich durchs Leben zu tragen, vorausgesetzt, dass Du Dich tragen lässt.
Er stellt uns Ärzte, Psychologen und, und, und zur Verfügung, die jeder nach Bedarf in Anspruch nehmen kann.
Na und so gesund und munter wie Du meinst scheinst Du doch nicht zu sein.

Gesund zu sein ist super, aber keine Voraussetzung für ein glückliches Leben, sonst könnte ich nicht so glücklich sein. War nie ganz gesund und mit den Jahren wurde ich auch nicht grade gesünder. Außerdem habe ich einige Menschen um mich die alles andere als gesund sind. Und ich kenne niemanden, der munterer und glücklicher ist als mein behinderter Sohn.

Zitat:
Oder ist das nicht doch ein bisschen zu viel verlangt von Gott! Wie stelle ich wieder eine Verbindung zu ihm her und wie kriege ich mich selbst wieder hin! Ist der Glaube der wirklich einzigste Weg aus der Krise?


Der Glaube daran, dass Gott Dir hilft ist auf alle Fälle absolut wichtig und von Gott kann man nie zuviel verlangen. Höchstens wir verlangen Dinge von Ihm die uns selbst schaden.

Mein Großvater selig, ein einfacher Landwirt pflegte früher zu sagen: >Do hilft alles bete nix. Do muss Mischt (also Dung) uff de Acker.<

Ich würde sagen, beten und handeln ist wichtig. Ich kann nicht nur auf Gott warten. Ich muss/darf die Dinge in Anspruch nehmen, die er mir zur Verfügung stellt. Wenn also Feldfrüchte wachsen sollen, muss ich sie düngen.

Als ich heute Deine Zeilen gelesen habe sind mir spontan Auszüge aus Gebeten eingefallen, die ich Dir gerne schicken möchte.

In Dich setze ich mein ganzes Vertrauen, Dir wende ich mein Angesicht zu, und an das Seil Deiner liebevollen Vorsehung geklammert, eile ich in den Schatten Deines Erbarmens. Verstoße mich nicht als einen Enttäuschten von Deiner Tür, o mein Gott, und versage mir nicht Deine Gnade, denn nach Dir allein verlangt es mich. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Großmütigsten.

Preis sei Dir, der Du der Geliebte aller bist, die Dich erkannt haben!


(Compilations, Baha'i-Gebete)


Du siehst, o mein Herr, Deinen Bittsteller am Tore Deiner Großmut harren, Du siehst ihn, der seine Hoffnungen auf Dich setzt, an das Seil Deiner Großmut geklammert. Versage ihm nicht, ich flehe Dich an, was er vom Meere Deiner Gnade und der Sonne Deiner Güte erbittet.

Mächtig bist Du zu tun, was Dir gefällt. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Großmütigen.


(Baha'u'llah, GEBETE UND MEDITATIONEN)


Ich bezeuge in diesem Augenblick, o mein Gott, meine Hilflosigkeit und Deine unumschränkte Herrschaft, meine Schwäche und Deine Macht. Ich weiß nicht, was mir nützet oder schadet. Du bist wahrlich der Allwissende, der Allweise. Bestimme für mich, o Herr, mein Gott, mein Meister, was mich zufrieden sein läßt mit Deinem ewigen Ratschluß, und was mir Segen bringt in allen Deinen Welten. Du bist wahrhaftig der Gnädige, der Großmütige.

(Compilations, Baha'i-Gebete)

Du siehst mich, o mein Gott, mein Angesicht Dir zugekehrt, meine Hände an das Seil Deiner Gnade geklammert. Erbarme Dich meiner und verfüge für mich, was Du für Deine Auserwählten verfügst. Mächtig bist Du zu tun, was Dir gefällt. Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Immervergebenden, dem Gabenreichsten.

(Compilations, Baha'i-Gebete)

Die Verbindung, das Seil, ist vorhanden. Ich muss mich nur daran festhalten. Er lässt nie los.

Wünsch Dir alles Liebe
Schöne Grüße Linde
_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Hallo Kirchmessmensch, diese Zitate sind mir heute noch zu Deinem Thread eingefallen.
Ich denke Vertrauen ist eine ganz wichtige Sache, damit kommst Du auf alle Fälle ein großes Stück weiter.

Ein Regenschirm kann den Regen nicht stoppen, er erlaubt uns jedoch im Regen zu stehen, ohne nass zu werden.
Genauso ist es mit dem Vertrauen! Es kann uns von den Problemen nicht befreien, aber dafür gibt uns Vertrauen die Kraft, jede Herausforderung anzunehmen.
Quelle unbekannt [
/b]

[b]Verliere niemals dein Vertrauen in Gott. Sei immer voller Hoffnung; denn unablässig strömen Gottes Segnungen auf den Menschen herab..... Der Mensch ist unter allen Lebensbedingungen in ein Meer göttlichen Segens getaucht. Deshalb sei unter keinen Umständen mutlos, sondern sei fest in deinem Hoffen.

(Abdu'l-Baha, BRIEFE UND BOTSCHAFTEN)


Schöne Grüße und gute Nacht!
_________________
******************************************
Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Ist der Glaube der wirklich einzigste Weg aus der Krise?


Ich persönlich finde seine Ziele zu visualisieren, sie stets vor dem geistigen Auge zu haben, führt einen schnell aus der Krise. Wenn man sich etwas nur lange und oft genug vorstellt, passiert es irgendwann automatisch. Im Positiven wie Negativen, mit oder ohne Gott.
luschn zustimme.

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Und was ist, wenn ein Ziel absurd ist, man aber den Drang des Wunsches verspürt, es sich doch zu erfüllen? Man denkt doch bei der Wunscherfüllung in erster Linie nur an sich und handelt nicht im Sinne anderer.

Es ist so: Ich habe Wünsche, die ich "mir"- für mich und andere- gerne erfüllen würde, finde es aber total egoistisch. Deswegen schiebe ich meine Wünsche immer wieder zurück, weil ich denke, dass meine Wünsche der Gesellschaft nur Schaden bringen (obwohl mein Wunsch eigentlich was Positives ist). Daher mache ich mich selbst immer wieder klein und rede meine Wünsche schlecht und minderwertig.

Ich weiß, dass ich Qualitäten, Fertigkeiten und Talente habe, mich durchzusetzen, aber es ist wahrscheinlich die Angst vor dem Unbekannten, die mich daran hindert, Taten folgen zu lassen. Angst davor, wieder zu versagen und der bitteren Erkenntnis entgegen sehen, dass meine Wünsche unerfüllbar sind und ich nun kapital gescheitert bin....
kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Und was ist, wenn ein Ziel absurd ist, man aber den Drang des Wunsches verspürt, es sich doch zu erfüllen? Man denkt doch bei der Wunscherfüllung in erster Linie nur an sich und handelt nicht im Sinne anderer.

Dann kann das Ziel nicht so absurd sein oder entspricht zumindest deinem Verlangen ein absurdes Ziel zu haben. Solange es keine negativen Auswirkungen auf Dritte hat, sehe ich persönlich kein Problem auch ein absurdes Ziel zu verfolgen. Und Absurdität liegt immer im Auge des Betrachters. Nur weil es für mich absurd ist in seiner Freizeit Grashalme zu zählen, kann es für einen anderen das Jahrtausendereignis sein ...

kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:

Es ist so: Ich habe Wünsche, die ich "mir"- für mich und andere- gerne erfüllen würde, finde es aber total egoistisch. Deswegen schiebe ich meine Wünsche immer wieder zurück, weil ich denke, dass meine Wünsche der Gesellschaft nur Schaden bringen (obwohl mein Wunsch eigentlich was Positives ist). Daher mache ich mich selbst immer wieder klein und rede meine Wünsche schlecht und minderwertig.

Ha, hier ein gutes Beispiel für absurd. Deine Denkweise finde ich absurd

kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:

Ich weiß, dass ich Qualitäten, Fertigkeiten und Talente habe, mich durchzusetzen, aber es ist wahrscheinlich die Angst vor dem Unbekannten, die mich daran hindert, Taten folgen zu lassen. Angst davor, wieder zu versagen und der bitteren Erkenntnis entgegen sehen, dass meine Wünsche unerfüllbar sind und ich nun kapital gescheitert bin....

Versagt hast du schon, weil du´s nicht versuchst. Also was solls?

Forum -> Gott