Lasst uns über Jesus Christus reden!


Hallo alle zusammen

Ich hatte in den letzten Tage einige Gedanken über Jesus Christus. Weihnachten stand an bzw. ist gerade, und wir machen uns leider viel zu oft nur Gedanken über Geschenke, Essen und die Besuche bei den Familien.
In den Kirchen wird über Jesus Christus gesprochen, was mir sehr gefallen hat. Doch danach ist leider Schluss.

Da ich denke, dass Weihnachten das Fest ist, dass auf Jesus, Seinem Leben und dem Segen, den Er brachte, gegründet wurde, würde ich gerne in diesem Thread mit euch über Jesus reden.

Lasst uns Geschichten, Texte und andere Dinge zusammentragen, um Seiner zu gedenken und Seinem Dienst zu erinnern Dies können wir - denke ich - auch unabhängig der Religionszugehörigkeit, denn Er war und ist einfach eine große und bedeutende Persönlichkeit.


GlG Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Ich finde das ist eine schöne Idee, lieber Yahia!

Damit fing diese wundervolle, große Sache an:

Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.
Lukas 2,10-11




Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Eine Sache, die mir immer auch gerade zur Weihnachtszeit mit all ihren Benefizveranstaltungen stark auffällt ist, dass das Christentum oberflächlich betrachtet oft mit einer althergebrachten Morallehre verwechselt wird. Glaubt man diesem Bild von der christlichen Religion ginge es im Wesentlichen darum möglichst viel Gutes zu tun, sozusagen möglichst "brav" und vorbildlich zu sein und viele Andere dazu zu mobilisieren - und Jesus Christus sei für dieses "Gutsein" sozusagen die "moralische Instanz", die "darüber schwebt".

Es bleibt dann im Endeffekt sozusagen ein durchaus "verkitschtes" Bild vom Christentum übrig, dessen viele - weil es reichlich langweilig ist und man es ihnen daher nicht verdenken kann - nur zu Weihnachten und vielleicht zu Ostern gedenken: So nach dem Motto - Hilf möglichst viel alten Damen über die Straße, grüße alle freundlich, spende regelmäßig für Arme und Schwache, engagiere dich für den Weltfrieden und den Tierschutz und du wirst in den Himmel kommen. Das ist allerdings nicht das, was Jesus gelebt und gelehrt hat, was das Besondere an ihm ausmacht. Zu erkennen, dass all diese vorher genannten Dinge moralisch richtig und wichtig sind, dafür bräuchte es nicht Jesus - darauf sind die Philosophen und Andere schon viel früher gekommen.

Die christliche Religion hat demgegenüber vielmehr einen mystischen Kern, der darin besteht, sich mit Jesus Christus zu vereinigen - von "seinem Fleisch", seiner göttlichen Substanz zu ernähren - und so zum vollen Leben, zum vollen Menschsein, zu gelangen. Aus dieser Vereinigung mit Jesus folgt dann eine grundlegende Änderung der Lebenshaltung, die unendlich viel mehr ist als bloße "Moralität" - es geht um die Verwandlung des alten Menschen in den neuen.

Wer sich mit Jesus vereinigt wird nicht mehr stolz zählen was er alles Gutes getan hat, sondern vielmehr die vielen Chancen schmerzhaft spüren, wo man hinter dem zurückgeblieben ist, was man "sein" könnte. Betonung darauf - nicht, was man alles tun könnte, sondern was man "sein" könnte, sozusagen was mein Sein sein könnte. Darum geht es - um die "Verschiebung" der Existenz in Jesus hinein, möglichst "kongruent" mit seiner "Gestalt" zu werden, die wir für die Vollgestalt des Menschen an sich halten. Also immer mehr in das hineinzuwachsen, was man eigentlich ist - wie Gott einen "gedacht" hat. Die eigentliche Wirklichkeit der eigenen Person "heraufzuholen" aus dem Dunkel mit Jesus als "Geburtshelfer".

Jesus plädiert also nicht für dafür sich möglichst viele gute Taten abzuringen, sondern in ihn einzugehen - und mit ihm zur Vollendung zu gelangen. Dann werden die guten Taten nicht zweimal ihm Jahr bemüht vor sich hintröpflen, sondern mit Hochdruck "sprudeln" - und zwar aus einer Quelle, die derart tief reicht, dass sie niemals versiegt.
Ich für meinen Teil habe eine ganz tiefe Beziehung zu Jesus. Durch ihn bin ich überhaupt erst spirituell geworden. Dazu zählen auch diverse Spontanremissionen, welche ich in Verbindung mit ihm erlebt habe. Für mich ist und bleibt Jesus ein ganz besonderes Wunder Gottes.

Mit der Christlichen Eschatologie jedoch befinde ich mich auf Kriegsfuß. Ich konnte die Lehre Jesus selber nur außerhalb der Kirche richtig verstehen und ihn kennen lernen. Weshalb Christ sein selber für mich nicht mehr in Frage kommt.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Lieber Pommes,

Der Ausdruck "Kriegsfuß" gefällt mir im religiösen Konnex gar nicht. Selbst wenn man einzelne Elemente anderer Religionen nicht mittragen kann, so sollte man doch den inneren Frieden damit machen, dass Andere die Dinge eben anders sehen.

Es freut mich für dich, dass Jesus dir schon mehrfach erlebbar geholfen hat!

Es ist übrigens auch eine Hauptbotschaft des Weihnachtsfestes, dass der Glaube eine lebendige und im Alltag eines jeden real erlebbare Wirklichkeit ist. Gott ist in Jesus wirklich in die Geschichte dieser Welt eingetreten, hat sich mit ihr verbunden, ist Teil von ihr geworden.

LG Burkl
Lasst uns über Jesus Christus reden!

Bahá'u'lláh sagte über IHN:


Wir bezeugen, daß ER, als Er in die Welt trat, den Glanz SEINER Herrlichkeit über alles Erschaffene ergoß.

( Ährenlese)
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Bahá'u'lláh
Nun...
Wenn wir über Jesus reden dann bitte auch über die bösartigen Lehren die ihm untergeschoben wurden. Glaubt hier auch nur ein aufrechter Religiöser das Jesus gelehrt hatte das ungetaufte Babys in die Hölle kommen?

Weh dem den nicht auf Kriegsfuß damit steht. Würde Jesus bestimmt sagen.
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@linde

Und Jesus selbst sagte:

"Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm." (Joh 6,55 u. 56)

Darum geht es meiner Meinung nach Jesus - und das macht den Kern der christlichen Religion aus.

Jetzt kann man natürlich "ausweichen" und sagen, dass seien bloße Metaphern und nicht so wörtlich zu nehmen, oder man wendet sich ganz ab (was beides schon damals viele Menschen getan haben). Ich glaube aber, dass es wirklich so gemeint ist - Es gibt sozusagen zwei Arten von "Essen und Trinken". Das "niedrigere" zur Erhaltung der materiellen Existenz, die körperliche Nahrung. Und die "höhere Nahrung" - also das Manna vom Himmel. Das ist der mystische Kern der christlichen Religion, das göttliche Manna zu essen, das unseres Glaubens nach nur Jesus geben kann - und dessen gläubiger Verzehr, der mit offenem glühenden Herzen erfolgt, die Verwandlung des Menschen in eine neue sein gesamtes Wesen umfassende Existenz bringt.
Burkel das ist eine bloße Metapher. Jesus sagte dies kurz darauf selber.

52 Da zankten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank. 56 Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, also, wer mich isset, der wird auch leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist; nicht, wie eure Väter haben Manna gegessen und sind gestorben: wer dies Brot isset, der wird leben in Ewigkeit.
59 Solches sagte er in der Schule, da er lehrte zu Kapernaum.
60 Viele nun seine Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? 61 Da Jesus aber bei sich selbst merkte, daß seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ärgert euch das? 62 Wie, wenn ihr denn sehen werdet des Menschen Sohn auffahren dahin, da er zuvor war? 63 Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.
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Pommes hat folgendes geschrieben:
Glaubt hier auch nur ein aufrechter Religiöser
das Jesus gelehrt hatte das ungetaufte Babys in die Hölle kommen?


Das haben einige aufrechte religiöse Menschen im Lauf der Geschichte gelehrt und geglaubt, und damit eindeutig über das Ziel hinausgeschossen.

Die Kernaussage des Gedanken ist allerdings wahr: Wahrer Frieden für die Menschen ist nur in Jesus Christus zu finden, weil seine Existenz der pure unverfälschte Friede ist. Bei allen anderen Menschen, die je gelebt und gelehrt haben, seien sie auch noch so weise und gut, mischt sich der entscheidende Tropfen "Quecksilber" dazu, der den wahren Frieden vereitelt - die Sünde. Sie zu "essen" bringt daher keine vollständige Heilung der Existenz.