Lasst uns über Jesus Christus reden!


Guten Morgen Yahia,

Jesus Christus sagt ja von sich im Evangelium, dass er der einzige Weg zum Vater ist.

Man kann aus christlicher Sicht sagen, dass er das Maß ist mit dem einst jeder Mensch nach dem Ende der Welt von Gott "vermessen" wird - je näher ein Mensch diesem Maßstab ist, desto näher wird er Gott sein. Die Taufe ist sozusagen der erklärte Formalakt, in diese Gestalt Jesu einzutreten, ja zu ihm zusagen - aber für sich alleine noch lange keine "Heilsgarantie". Ich habe nur in dem Maße an Jesus Anteil, in dem ich ihm entspreche. Die Sakramente der Kirche sind sozusagen die "Stärkungen" auf dem Weg, um durchhalten zu können.

"Und es ward mir ein Rohr gegeben, einem Stecken gleich, und er sprach: Stehe auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten. Aber den Vorhof außerhalb des Tempels wirf hinaus und miß ihn nicht; denn er ist den Heiden gegeben, und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate." (Offb 11, 1 u. 2)

Dieser "Rohrstab" ist eine Anspielung auf den Rohrstab, mit dem der römische Soldat Jesus bei der Kreuzigung den mit Galle versetzten Essigschwamm reicht, der für die Sünden der Menschheit steht.

Daraus folgt: Der Maßstab Christi ist der mit dem Gott alle Menschen messen wird. Es kommt also nicht auf die Taufe an - obwohl sie wie alle Sakramente der heiligen Kirche ein hohes Potential hat, die Gnade Gottes zu verwirklichen - sondern darauf Christus, dem Vollmaß des Menschen, ebenbildlich zu werden. Dafür sind die Sakramente der Kirche da - für diesen großen Weg, der ohne "Wegzehrung" ein sehr steiniger und wohl oft zum Scheitern verurteilter ist, weil die letzte Orientierung fehlt.

LG Burkl
Burkl hat folgendes geschrieben:
Dafür sind die Sakramente der Kirche da - für diesen großen Weg, der ohne "Wegzehrung" ein sehr steiniger und wohl oft zum Scheitern verurteilter ist, weil die letzte Orientierung fehlt.


Soll heißen: der Evangelischen Kirche fehlen die Hauptattribute um ins Paradies zu kommen und sind wohl "oft zum scheitern verurteilt". Nicht zu vergessen die Menschen die überhaupt keine Christen sind.

Ich war lange genug Katholik um eure Sprache verstehen zu können.

Burkl es liegt mir fern dir den Mund verbieten zu wollen. Doch würde ich dich bitten hier nicht ständig missionarisch einzubrechen um nur dein Bild eines römischen Jesus gälten zu lassen. Der Therad heißt "Lasst uns über Jesus Christus reden" und nicht über den Sancta Sedes. Bitte gestehe auch den anderen Menschen zu deine Philosophie zu Jesus nicht teilen zu müssen. Danke.

Yahia hat folgendes geschrieben:
Die Lehre, dass Kinder ungetauft in die Hölle kommen, ist nicht einmal primär katholisch. Eine Kommilitonin von mir studiert Evangelische Theologie und ist der festen Überzeugung, dass ungetaufte Kinder nicht erlöst werden. Dabei beruft sie sich auf Luther, der ja alles andere als RKK-treu war.


Das eine macht das andere nicht besser. Natürlich weiß ich das dies auch in der Lutherianischen Kirche gelehrt und praktiziert wird. Doch du irrst. Luther mag kein Freund der RKK gewesen sein, doch in praktisch allen seinen Lehren beruft er sich auf Augustin. Der Erztheologen der Katholischenj Kirche. Dieser war auch derjenige welcher die theologische Begründung zur Kindertaufe erdichtet hatte. Von daher ist die Evangelische Kirche den Katholiken in diversen Dingen ähnlicher als sie es sich selber zugestehen möchte.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Für mich ist Jesus Christus in Bahá'u'lláh wiedererschienen...wenn die Schriften Bahá'u'lláhs lese gibt es für mich da nicht den geringsten Zweifel...deshalb verehren und lieben Bahá'i Jesus Christus so.

Leider trennen wir Menschen diese beiden Boten Gottes, wo Sie doch in Wahrheit durch den gleichen Geist geboren wurden!
Hallo, Hitman

hat Shogie Effendi einen Unterschied zwischen Jesus Christus und Mohammend gemacht und hat er einen bevorzugt ?

http://islam-bahai.de/?page_id=4

Zitat:
Shoghi Effendis ruft dazu auf, sich Wissen über den Islam anzueignen und ihn zu verteidigen:

Ohne Zweifel ist es die Mission der amerikanischen Bahá’í, eines Tages die Wahrheit des Islam im Westen nachzuweisen. (Brief im Auftrag Shoghi Effendis an einen Gläubigen vom 30. Juli 1941)

Es gibt im Allgemeinen über den Islam im Westen so viele Missverständnisse, die sie zu zerstreuen haben. Ihre Aufgabe ist sehr schwierig und erfordert große Gelehrsamkeit. Ihre Hauptaufgabe ist es, die [Bahá’í-]Freunde mit den wahren Lehren des Propheten [Muḥammad], wie sie im Qur’án verzeichnet sind, vertraut zu machen. Um dann darauf hinzuweisen, wie diese Lehren, über die folgenden Zeitalter hinweg, die menschliche Entwicklung, geprägt, ja sogar geführt haben. In anderen Worten: sie müssen die Stellung und die Bedeutung des Islam in der Kulturgeschichte aufzeigen. (Brief im Auftrag Shoghi Effendis an einen Gläubigen vom 27. April 1936)


Hat Shoghi Effendis schon damals geahnt, daß der Islam im Westen erstarken würde ?

http://islam-bahai.de/?page_id=114
Impressum: Tobias Vetter

mit freundlichem Gruß
ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
hat Shogie Effendi einen Unterschied zwischen Jesus Christus und Mohammend gemacht und hat er einen bevorzugt ?


Ich glaube nicht...beide sind Manifestationen Gottes...Unterschiede gibt es nur in der Sendung, dem Kontext und dem Hintergrund dieser großen Offenbarer...
Hitman hat folgendes geschrieben:
Für mich ist Jesus Christus in Bahá'u'lláh wiedererschienen...wenn die Schriften Bahá'u'lláhs lese gibt es für mich da nicht den geringsten Zweifel...deshalb verehren und lieben Bahá'i Jesus Christus so.

Leider trennen wir Menschen diese beiden Boten Gottes, wo Sie doch in Wahrheit durch den gleichen Geist geboren wurden!


Ich stimme Hitman mit jedem Satz zu.

@Ikarus, Shogi Effendi ging es primär darum, wie er es auch selber darlegt, mit Missverständnissen und Vorurteilen aufzuräumen. Deshalb sollen Baha'i sich auch ein gewisses Wissen über den islam aneignen um gegenüber Vorurteilen Islamkritischer gewappnet zu sein. Danke das du auf Tobias Seite verweist. Sie ist eine gute Informationsplattform für genau dieses Thema und ein vorbildliches Beispiel dafür wie man Shogi Effendis Worte in die Tat umsetzen kann.
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Hi, Pommes, das ist mir alles bekannt, denn es gibt eine Seite über:
Zitat:
Die Baha’i Religion unter der Lupe (: Hervorgegangen aus dem Irrglauben der Schiiten
- daß es da Streitigkeiten gibt. Man kann es im google suchen und noch mehr.

Ich verstehe vom Streit der Schiiten und Sunniten nicht viel, weil mich die Religion des Islam nicht besonders interessiert. Sie existiert halt und damit gebe ich mich zufrieden.

Einen besonderen inneren Bezug habe ich dazu nicht und ich sehe halt auch die Realität, was sich da alles so abspielt auf der Welt.

Aufgrund des vielen Streits innerhalb der Religionen und der Seitenverzweigungen ist mir die das Thema "Religion" oft verleidet - manchmal wird mir schon richtig schlecht, wenn ich davon höre oder lese, aber wir Menschen mögen oft Streit und brauchen es vielleicht auch, uns zu streiten oder zu diskutieren und kommen doch auf keinen gemeinsamen Nenner - über Jahrtausende hinweg.

Natürlich lese ich noch überall ein bißchen, aber so richtig warm werde ich mit keiner Religion.

Getauft bin ich, das reicht mir und wer sich nun einmal der Religion - irgendeiner verschrieben hat - mit Leib und Seele, der mag auch die negativen Seiten akzeptieren.

Warum in uns immer noch Aggression ist, darüber schreibt Aivanhov in seinen Büchern:

http://prosveta.de/tagesgedanken/page/5/
Zitat:

Wie traurig und wie engstirnig ist es, zu denken, dass vor Jesus und nach Jesus die großen Religionsgründer nicht in der Lage waren oder es jemals sein werden, den Menschen das wahre Licht zu bringen!
Gott ist Liebe, und weil Er Liebe ist, hat Er immerzu Seinen Kindern Propheten, Eingeweihte und große Meister geschickt, die das Opfer brachten, auf die Freuden des Paradieses zu verzichten und ihnen hier unten zu helfen. Er wird auch noch weitere schicken, und – wie Jesus sagte – an ihren Früchten wird man sie erkennen.

Zitat:

Wie oft seid ihr bereit, den Ratschlägen der niederen Natur zu folgen! Sobald sie zu euch sagt: »Schau dir den an, er hat dich getäuscht, er hat dich geschädigt, er hat dich verleumdet, du musst ihm eine ordentliche Lektion erteilen«, beeilt ihr euch, ihr zu gehorchen, weil ihr glaubt, Recht und Gerechtigkeit seien auf eurer Seite. Aber nein, da täuscht ihr euch; und künftig sollt ihr genau hinterfragen, wo jeder eurer Impulse herkommt. Dann werdet ihr sehen, dass es meist eure niedere Natur ist, die euch berät. In diesem Fall müsst ihr erkennen, dass nichts Gutes dabei herauskommen wird. Es sind Jahre nötig, um diese Urteilsfähigkeit zu erwerben, denn das ist nicht so einfach, es erfordert sogar großen Scharfsinn, weil die niedere Natur die Fähigkeit hat, ihre Stimmen auf vielfältige Weise zu verstellen und mit einem trügerischen Erscheinungsbild auftritt!


Zitat:
Die Existenz Gottes lässt sich nicht rational beweisen. Die Argumente, die man vorbringt, sind zu schwach! Man beleidigt sogar den Herrn mit der Vorstellung, man könne durch einen Gedankengang, und sei er noch so subtil, Seine Existenz beweisen.


Meine persönliche Hinwendung geht mehr in Richtung Leobrand, Steiner und G. von Purucker. Da finde ich auch sehr viele Weisheiten.

Und mit Anbetung habe ich meine Probleme - ich mag sie nicht.

Ich akzeptiere und respektiere - das genügt.

freundlichen Gruß
ikarus
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Ikarus hat folgendes geschrieben:
Meine persönliche Hinwendung geht mehr in Richtung Leobrand, Steiner und G. von Purucker. Da finde ich auch sehr viele Weisheiten.


Das finde ich klasse. Ich finde auch das Spiritualität nur funktionieren kann wenn man sich im Einklang der jeweilig Religiösen, Philosophischen oder Mystischen Tradition befindet.

Zu lesen über die Theosophie gibt es in Abdu'l Baha in London

Als Abdu'l-Bahá gefragt wurde, ob Er das Gute gesehen habe, das die Theosophische Gesellschaft leiste, antwortete Er:
Es ist mir bewusst, ich halte sehr viel davon. Ich weiß, dass sie der Menschheit gerne dienen will. Ich danke dieser noblen Gesellschaft persönlich und im Namen aller Bahá'í. Ich hoffe, dass diese Freunde mit Gottes Hilfe Liebe und Einheit zuwege bringen. Es ist ein großes Werk, das den Einsatz aller Diener Gottes verlangt.
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Weiß ich doch alles, Pommes, aber die Reinkarnation lehnen sie vollkommen ab, und haben darüber auch ihre Ansichten.

Und die Theosophen erklären in all ihren Werken eben, warum Reinkarnation notwendig ist, aber Eure Religion kommt mit den Astralebenen nicht so klar, deshalb lehnen sie es ab - nun, da hat man auch Verständnis für, weil sich die Gründer nicht mit astralen Welten abgeben wollten, weil es zuerst notwendig war, aus der islamischen Religion etwas auszubrechen und die buddhistische Regelung mit der Reinkarnation und hinduistische mit mal Mensch, mal Tier im Wechsel konnten sie nicht annehmen. Theosophen haben Reinkarnation aber sehr gut erklärt, aber ich glaube, das Verständnis für die nichtsehbaren Welten fehlt eben. Kommt aber noch, glaube ich.

Inzwischen weiß man mehr und kann sich bilden, wer mag.

Und wie schnell man eben die Religion wechseln kann, sieht man an Dir, lieber Pommes - noch im Juli warst Du vehementer Verteidiger des Christentums und nun bist Du vehementer Verteidiger der Bahai Religion.

Eben so, wie jeder Mensch mag.

Ich verfolge gern das Archiv, was so alles geschrieben wurde - da merkt man schon, wie sich User verändern - kennt man ja von sich selbst auch.
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Ikarus hat folgendes geschrieben:
Weiß ich doch alles, Pommes, aber die Reinkarnation lehnen sie vollkommen ab, und haben darüber auch ihre Ansichten.


Dürfen sie ja auch. Das schöne an den Wegen ist es ja das jeder sich den eigenen Weg wählen kann. Stört es dich denn das Baha'i nicht an Reinkanation glauben?

Ikarus hat folgendes geschrieben:
Ich verfolge gern das Archiv, was so alles geschrieben wurde - da merkt man schon, wie sich User verändern - kennt man ja von sich selbst auch.


So ist das nunmal mit Geistern. Wie die Blumen sind sie dazu da um zu wachsen. Aber ich würde gar nicht sagen das ich aufgehört habe für Christus einzustehen. Nur hat sich mein Fokus gänzlich auch Christus gesetzt und nicht mehr auf das Christentum. Dafür bin ich sehr dankbar
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