Wo wohnt Gott ? fragt Pietro Archiati


http://www.forumkultus.de/informati.....wer-hat-recht-/index.html

Zitat:
Schauen wir uns jetzt die drei Grundaussagen des Judentums, des Christentums und des Islams über den Sohn näher an. Das hebräische Wort »Messias« heißt »der Gesalbte« und das Wort »Christus« ist die wörtliche griechische Übersetzung davon. Es geht in beiden Fällen um eine zentrale Wesenheit, die der eine Gott in die Menschheit sendet. Die Aussage des Judentums über den Messias lautet bis heute: »Der Messias ist noch nicht gekommen.« Im Christentum ist die entgegengesetzte Aussage bisher geltend gemacht worden: »Der Messias, der Christus ist schon gekommen, er ist vor zweitausend Jahren durch den Tod gegangen und lebt seitdem als Auferstandener in der geistigen Welt.« Und die Aussage des Korans lautet: »Diesen Messias als Gesandten Jahves und diesen Christus als Sohn Gottes, den gibt es nicht. Allah ist der Einzige, und er hat keinen Sohn.«


Zitat:
Jetzt werden Sie mich fragen: Ja, wer von diesen dreien hat Recht? Das Christentum, das sagt: »Der Messias ist schon gekommen«; das Judentum, das sagt: »Nein, er ist noch nicht gekommen«; oder der Koran, der sagt: »Den Sohn gibt es nicht, Allah hat keinen Sohn.«
Meine Antwort auf diese Frage ist: »Sie haben alle drei Recht!« Das gegenseitige Sichbekämpfen dieser drei Religionen kommt daher, dass alle drei sich von den Gegenmächten haben täuschen lassen, dass sie nicht durchschauen konnten, dass ihre jeweilige Aussage nur berechtigt ist, wenn sie die beiden anderen dazunehmen. In anderen Worten, sowohl das Christentum wie auch das Judentum und der Islam leben bis heute in einer tragischen Einseitigkeit. Der intellektuelle Sündenfall des Menschengeistes ist immer die Einseitigkeit. Alle Irrtümer sind Einseitigkeiten des Denkens.


Wir müssen einen Weg finden, den Weg der Verständigung - aber er wird nicht einfach sein.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Und wo ist die Lösung ?
Zitat:

Die Wiederkunft des Christus ist sein »Kommen« im Bewusstsein des einzelnen Menschen. Dies geschieht dann, wenn der Mensch die Liebe des Christus so versteht, dass er in seiner Seele das Verlangen nach geistigem Schaffen erweckt. Der Sohn Gottes verleiht der Seele jedes Menschen das Vermögen der Freiheit, das ist die Erfahrung des Heiligen Geistes - des Geistes des Christus, den er als die zweite Art seines Kommens bezeichnet hat. Das Vermögen der Freiheit wird dadurch immer mehr zur real erlebten Freiheit, dass der Mensch sein Denken, die Erfahrung des Heiligen Geistes in sich, immer schöpferischer macht und sein Tun immer mehr mit eigener Willenskraft durchtränkt.
Wenn wir die Frage stellen, wie viel in der Christenheit von der Wiederkunft des Christus bis jetzt erlebt worden ist, dann muss die ehrliche Antwort lauten: kaum etwas. In Bezug auf diese zweite, für den einzelnen Menschen noch viel wichtigere Art des Kommens des Christus ist die Grundaussage des Judentums viel wahrer als die des Christentums: Er muss noch kommen, dieses Kommen steht noch bevor. Die Menschen haben noch nicht einmal angefangen, die Natur dieses Kommens zu verstehen, geschweige denn, dass sie danach leben.
Die Rede von einer zweiten Ankunft des Christus war in den vergangenen zweitausend Jahren immer vorhanden. Man hätte sich fragen müssen: Wozu braucht man ein zweites Kommen, wenn er schon gekommen ist? Das historische, objektive, für alle Menschen gültige Kommen hätte keinen Sinn, wenn die damit beginnende Wirksamkeit des Christus nicht die Möglichkeit für jeden Menschen schaffen würde, dass er die zweite - moralisch gesehen viel gewichtigere - Ankunft des Christus herbeiführt. Und die zweite Ankunft ist die Art und Weise, wie der Geist des Christus von jedem einzelnen Menschen verinnerlicht und durch die Auswirkung in seinem eigenen Leben individualisiert wird.
Und jetzt frage ich Sie, liebe Anwesende, ganz gleich ob Sie Christen, Juden oder Moslems sind: Was diese zweite Ankunft angeht, die Ankunft des Sohnes des Menschen, das Hervorbringen all desjenigen, wodurch der einzelne Mensch als »Sohn Gottes« lebt, das heißt als ein von göttlichen Kräften durchdrungener Mensch - was diese innerliche und individualisierte Ankunft angeht, schätzen Sie, dass sie schon geschehen ist?

Zitat:

Die Grundaussage des Judentums ist, dass das Kommen des Messias in das Bewusstsein, in die Herzenskräfte des Menschen, die ganze zweite Hälfte der Entwicklung in Anspruch nehmen wird. Diese Entwicklung ist dazu da, um sich vom Geist des Messias, des Christus, immer tiefer durchdringen zu lassen. Wenn dieses Durchdringen zu Ende ist, dann ist die Entwicklung zu Ende. Das erklärt die Aussage des Judentums: Der Messias kommt am Ende der Zeit, sein Kommen bedeutet die Vollendung der Entwicklung in der Zeit. Diese Aussage wird missverstanden - und dadurch wird sowohl dem Judentum als auch dem Christentum unrecht getan -, wenn sie im Gegensatz zur Aussage des Christentums gesehen wird, dass der Messias schon gekommen ist. Denn kein Mensch könnte das individualisierte, verinnerlichte Kommen des Christus in Angriff nehmen, wenn der Christus nicht schon gekommen wäre, wenn er nicht in allen Erdenkräften schon wirksam wäre, um ihm dies möglich zu machen. Christus wirkt seit zweitausend Jahren in der Erde und in der Menschheit so, dass durch sein übersinnliches Wirken jeder Mensch die Fähigkeit bekommt, seine Wiederkunft innerlich zu erleben.


Fühlen wir Christus in uns schon ?

Bei Interessen ganzen Artikel lesen.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Die Zusammenhänge erkennen und merken, daß wir auf verschiedenen Wegen zu einem Ziel wandern.
Zitat:

Sie haben vielleicht in Erinnerung, was in Goethes Faust geschieht, als Faust dahinter kommt, dass die Welt nicht nur einen sichtbaren Vordergrund, sondern, viel entscheidender, einen geistigen Hintergrund hat. Er hat ein Gespür vom »Reich der Mütter« bekommen. Das sind die geistigen Zeugungskräfte allen Daseins, die geistigen Wesen und Kräfte, die alles Sichtbare zustande bringen. Und jetzt will Faust unbedingt zu den Müttern. Da wird es für den Mephisto wirklich brenzlig, denn er weiß: »Mensch, wenn mein Faust zu den Müttern, zu der Realität des Geistes durchdringt, dann ist es aus mit mir. Dann wird er auch mich als Geist durchschauen, als Geist, der )stets das Böse will und stets das Gute schafft.(« Mephisto ist es zu Recht bange, wie gesagt, er ist ein vorzüglicher Teufel, der Mephisto, er nimmt seine Aufgabe ernst. Er muss alles tun, dass der Mensch nicht in die Realität des Geistes hineinkommt. Also, was tut er? Um den Faust davon abzuhalten, ins Reich der Mütter vorzudringen, sagt er ihm: »Ach, Faust, da wirst du gar nichts finden. Da wirst du nicht einmal mehr deine Schritte hören, wirst keine Wolken sehen, keine Wellen in der Tiefe spüren. Da wirst du vor dem Nichts stehen.«
Und wir kennen die Antwort des Faust: »In deinem Nichts hoff' ich das All zu finden.«
So kann jeder Mensch jenem Gabriel, der den Koran inspiriert hat, sagen: Lieber Gabriel, willst du mit deiner Aussage sagen, dass Allah noch keinen Sohn hat oder dass er in alle Ewigkeit keinen Sohn wird haben können? Wenn du meinst, dass es diesen Sohn Allahs nicht geben kann, dass das ein Nichts ist, dann sag ich dir: In deinem Nichts hoff' ich das All zu finden. Ich hoffe, in mir selbst im Laufe der Entwicklung die Realität dieses Sohnes zu erzeugen. Denn wenn es für mich diesen Sohn schon gäbe, hätte ich nicht die Möglichkeit, ihn in mir täglich und täglich neu zum Leben zu bringen.
Sie werden mir vielleicht erwidern: Es wird schon eine Zeit dauern, bis wir solche Moslems haben, die den Koran so lesen können, die ihrem Gabriel so »die Leviten lesen« können. Aber gerade dazu ist die Entwicklung da. Zunächst sind vielleicht nicht einmal die allermeisten Christen so weit, diese Aussage des Korans so auffassen zu können. Umso mehr kann es die Entwicklungsaufgabe für uns alle sein, auf diese drei Religionen so zu schauen, dass ihre Aussagen aufhören sich gegenseitig auszuschließen.
Der einzelne Mensch muss in seinem Kopf und in seinem Herzen zur lebendigen Versöhnung aller drei werden: Wahr ist es, dass der Sohn Gottes schon gekommen ist; genauso wahr ist es, dass er noch kommen muss; und nicht weniger wahr ist es, dass Allah nur in dem Maße einen Sohn haben kann, in dem ich täglich zu seinem Sohn werde. Das tragische Schicksal und das viele Leiden, das sich diese drei Religionen gegenseitig bereitet haben, kommt von der Tatsache, dass jeder die Aussage des anderen als Irrtum bekämpft hat und dadurch sich selber in einem Irrtum des Denkens, in einer Einseitigkeit des Lebens verfangen hat.

_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2

Forum -> Gott