Wie seht ihr dem Terror entgegen?


kirchmessmensch schrieb:
Zitat:
Lebt Ihr dann einfach euer Leben genauso weiter wie ihr es vor einem Terroranschlag gelebt habt?


Das ist für mich eine interessante Frage. Kommt wohl darauf an wie man bisher gelebt hat.
Wenn ich mir bisher keine Gedanken über solche Dinge gemacht hatte und gleichgültig dahinlebte, dann sollte ich mein Leben vielleicht nicht genauso weiterleben, sondern mir überlegen was ich tun kann um dazu beizutragen, dass solche Sachen immer weniger passieren können.

dtrainer schrieb:
Zitat:
Als ich klein war, gab es Krieg in Korea. In Südtirol Bombenterror. 1963 glänzten die Atomraketen der Supermächte einsatzbereit in der Sonne. Dann Vietnamkrieg, Terror in Irland, Falkland, Afghanistan...


All diese schrecklichen Ereignisse und die vielen anderen die es ja außerdem noch gab und immer noch gibt, ließen mich aufwachen als mein erstes Kind geboren war. Meine Gedanken kreißten ständig darum, wie man all den Kindern dieser Erde eine andere, bessere Welt schaffen könnte. Dann stieß ich auf die Bahai-Religion und fand dort was der Welt mehr Sicherheit bieten kann. Zu dem Zeitpunkt war ich Atheist und hatte den religiösen Hintergrund noch lange nicht begriffen.
Meine Rede damals >Bahai, das ist super. Wenn das blos keine Religion wäre.<
Heute habe ich mehr begriffen.

Auf alle Fälle. Jammern hilft keinem.
Es gibt nicht Gutes, außer man tut es.

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Ich würde da nicht unbedingt von Terror sprechen, sondern von notwendigen weltweiten Veränderungen betreffs Wirtschaft, Religion, Technik und allgemein Wissenschaft.

http://www.buergerstimme.com/Design.....paeische-migrationsluege/

Die Welt ist nun mal nicht einfach zu betrachten und mit einem Weichzeichner-Schleier anzuschauen.

Das Leben ist härter und es wird uns alle daran erinnern, daß wir nicht auf die Welt gekommen sind, weil wir hier satt und fröhlich durch die Gegend laufen sollen.

Ich habe mir den Tatort mit dem Titel"Wegwerfmädchen" angeschaut und es war äußerst bitter, zu erfahren, gerade weil die Schauspielerin Furtwängler sich für mißbrauchte Mädchen einsetzt, daß die Kämpfe der mafiösen Gruppen aller Art regelrecht Machtkämpfe um die '"Märkte" führen, da spielen neben deutschen auch dehr viel ausländische Mafiosie mit den Menschen.

Man sollte sich nichts vormachen - die Welt ist anders, aber nicht besser geworden, wer sich solche Realität wünscht, hat sie im Wunschgedanken eingepackt, aber Realiltät sieht anders aus.

Fakt ist, auch, wie die Leserbriefe auf welt.de unter "Wegwerfmädchen" gesucht, genau diese Strukturen beschreiben.

Weil auch Menschen in derselben Partei unterschiedliche Ansichten haben, Herr Ströbele eine andere Sicht auf die Dinge hat als sein Parteikollege - der erstere wohnt im reichen Wohnviertel und der andere wohnt mittendrin im Integrationsreichen Stadtbezirk, kann er ein anderes Liedchen singen als der Parteikollege.

Nicht alles Schwarzreden, aber mit offenen Augen durch die Welt gehen und solange man selbst nichts unternehmen kann, auch mal wegsehen lernen.

In den USA ein neues Massaker mit vielen toten Kindern zu beklagen und der aufkommende Gedanke, wie schafft es ein Präsident, die mächtige Rüstungsfirma in ihre Schranken zu weisen.

Macht, Monopol, der Mensch, der immer mehr gedrückt und unterdrückt wird, und die Mächtigen herrschen über die ganze Welt.

Das haben Philosophen aber bereits beschrieben, daß man über Urgesellschaft, Sklavenhalterstaat, bis zum feudalen Systemen über Revolutionen in den Kapitalismus wandert und von dort zum Imperium und dessen Zusammenbruch.

Wie sich alles gestaltet oder gestalten wird, werden nachfolgende Generationen erfahren.

Und Religionen sollen vielleicht den Menschen wirklich die Augen voll Sand füllen, damit er nichts mehr sehen kann.

Ich wüßte keine Religion, die von Menschen geführt wird, die das Heil bringen kann.

Geschrieben wird viel, wenn der Tag lang ist und man auch früher keinen Fernsehen hatte, kein Internet, der den Menschen die Zeit "stiehlt", deshalb fahre ich jetzt weitgehend zurück und entferne mich immer mehr von den Religionen - es wird der Tag kommen, da werden sie mir gar nichts mehr zu sagen haben, denn alles, was in den Inhalten steht, kann ich auch in Geisteswissenschaften aller Art erfahren.

Ich muß keine Religion haben und Zitate und Sprüche kann ich, je nach Lust und Laune, jederzeit abfragen, man findet immer das gerade passende.

Mit dieser Ansicht gehe ich nicht allein kreißen(gebären-manchmal gedanklich), sondern viele andere Menschen, mit denen ich persönlich spreche - es ist einfach das Resultat von gelebter Religion in all den Jahrhunderten und Jahrzehnten.

Was so alles an Informationen in dieser Zeit durchfließen, was alles an neuen Erkenntnissen zutage treten - nichts ist mehr, wie es war.

Für die kurze Zeit, wo wir durch diese Welt schreiten, haben wir sie ständig im "Griff" und erfahren Neues, arbeiten an uns und unserem inneren Vorwärtskommen - danach - das weiß keiner - darüber gibt es unendliche Aussagen und alle treffen sich nicht mal auf einen gemeinsamen Punkt - deshalb wird so vieles an den Inhalten sehr brüchig, sehr fraglich.

Der gute Gläubige ist ein Gläubiger, der still hält, der alles glaubt, was man ihm suggeriert und der froh ist, wenn er seinen Kopf auch oft "wegdrehen" und sich in seine Vorstellungen von einer besseren Welt begeben kann.

Was einmal wirklich wird, wie die Welt mal aussehen wird, weiß keiner. Es sind nur Visionen, um in der heutigen harten Welt mit einem fernen Wetterleuchten verträglicher die Tage verbringen kann.

Alles Schein und Sein ?

Wahrscheinlich.

In der welt.de liest man, daß reiche arabische und asiatische Frauen hier nur Luxus einkaufen kommen, daß Deutschland bereits seine Armut hat, vor allem Altersarmut und daß die Leute, die sich die Dinge drehen, weiter oben im Gebälk, die Welt so sehr verändern, daß wir uns noch wundern werden.

Wer hätte gedacht, daß es keine Vollbeschäftigung mehr gibt, die Menschen von ihrer Rente nicht mehr leben werden können und andere Staaten und Ländern jetzt in der Wirtschaft aufholen, daß China und Indien einmal die Führungsrolle im wirtschaftlichen Maßstab übernehmen werden.

Daß Afrika jetzt China als Partner ins Boot holt und daß die Welt den Hilfsorganisationen Schwierigkeiten bereitet und daß Europa eine harte Krise durchlaufen muß.

Nach uns die Sintflut ?

Viele Fragen an die Welt.

Ist dieses Aufbegehren notwendig, um die Menschen daran zu erinnern, wie vergänglich die Welt ist - die Erde ist - wir sind ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Wollte ich eigentlich fragen: Muß ich jetzt Angst haben, wenn ich solcherart Zeilen lese ?

Zitat:
Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.

Entnommen:
http://attibyaan.wordpress.com/2008.....sitz-und-ehre-der-kuffar/

Ist es bedauerlich, daß sich die Welt auf diese Weise verändert hat und wer kennt keinen Terror ?
Wer praktiziert im Grunde genommen keinen Terror ?

Sind Kriege auch Terror - Terror gegen Menschen und sind Drohneneinsätze auch Terror ?

Fragen wir doch einfach mal weiter und nehmen den Schleier des Nichtsehenwollens vom Gesicht, um sein Gesicht zu wahren.

Gehen wir den wirklich notwendigen Fragen nicht aus dem Wege und versuchen, das Mäntelchen der All-Liebe darüber zu deckeln - wir sind nur auf dem Wege - wir haben noch eine lange Strecke vor uns, um die Menschlichkeit zu entdecken.

Aber auch eingebunden in der Praxis, in der Realität gelebten Lebens. Solange alles fern von mir ist, kann ich alles rosarot färben. Sind die Dinge so nahe, dann muß man sie richtig anschauen und als Aufgabe lösen.

Die Kräfte arbeiten - die unter der Erde - Magma - neue Inseln entstehen, die Kräfte im All - Veränderungen der vielen Prozesse im Kosmos - und auf der Erde - Veränderung der Artenvielfalt, Verschwinden von Pflanzen und Tieren - Vermehrung der Menschen - in einem Maße, das den Menschen sehr stark bewußt wird, wo sie ihren Anteil daran haben.

Die Erde selbst wird noch lange nicht untergehen - wir dann wohl auch nicht, denn es gehört zum Prozeß des Werdens, denn Geburt und Sterben ist ein lebendiger Fortbewegungsmechanismus - es ist nur unsere Angst, nicht mehr zu sein, nicht mehr mitzuerleben, wie diese Welt am Wirken ist.

Der Mensch bleibt ein Wesen, daß sich ständig bewegen muß, daß fortwährend über seine Art, die Dinge nicht ruhen zu lassen, alle Energien anzieht, die er braucht, um Bewegendes in die Welt zu bringen. Auch, wenn es oft mißverstanden wird als das Böse, daß dem Menschen schadet.

Aber vielleicht wird dieser Prozeß in diesem großen Stil gar nicht so wahrgenommen, wie es die Kraft vielleicht in sich trägt und nur über uns Menschen austragen kann ?
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Im Moment mache ich noch meine "ersten Gehversuche" in diesem Forum und habe gerade das Thema hier entdeckt.

Von mir kann ich sagen, dass ich der Thematik mit viel Gelassenheit begegne, obwohl ich selbst mal mehr, mal weniger direkt betroffen war.

Als damals am 11.9.2001 die Flugzeuge in den WTC und ins Pentagon geflogen sind, war ich insofern indirekt betroffen, weil ich zu der Zeit Freunde in Washington hatte, die das z.T. relativ hautnah miterlebt hatten und um die ich damals auch Angst hatte.
Wenige Jahre später waren wir als Familie dann auch direkt betroffen, weil es eine Bombendrohung bei einem Flug von Washington nach London gab, der uns betroffen hatte.

Was ich heute noch ganz konkret in Erinnerung habe:
wir Fluggäste waren alle völlig "un-panisch" und sehr geduldig.
Es kam nicht eine Sekunde irgendeine ängstliche oder "entnervte" Stimmung auf.
In Deutschland hatten -soweit ich mich da noch erinnern kann- unsere Angehörigen wohl etwas davon in den Nachrichten gehört und ich glaube, die hatten mehr Angst als wir.

Ich kann mich nicht mal erinnern, dass wir Angst gehabt hätten.
Unsere Kinder waren zu der Zeit noch sehr klein und wir haben uns einfach um das Wohl unserer Kinder gekümmert.

Ich glaube, seit diesem Erlebnis hat sich zumindest bei mir die Angst vor Terror ziemlich aufgelöst.
Mir wurde damals so klar: es kann mich immer und überall treffen und es bringt rein gar nichts, sich deshalb verrückt zu machen.

Es gibt Dinge, die man einfach nicht beeinflussen kann und Angst macht das ganze irgendwie auch nicht besser.
Toll, Phaga, Deine Einstellung dazu.
Rein theoretisch könnten wir uns von früh bis spät verrückt machen, was uns alles treffen kann und Angst davor haben.
Und dann trifft uns all das nicht, aber etwas anderes mit dem wir nie gerechnet hätten.

Dann ist es gut, wenn wir uns zuvor nicht durch unnötige Angst geschwächt haben, denn unsere Kraft brauchen wir dann für die neue Situation.
Hab das immer mal wieder erlebt.

Schöne Grüße
Linde
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Bahá'u'lláh
Hallo Linde,

ja, so empfinde ich das.
Es bringt mir nicht viel, wenn ich mich verrückt mache.
Es gibt soviel, auf das ich keinen Einfluß habe und das kann ich gut akzeptieren.
Als wichtig empfinde ich das, was ich im gegebenen Fall in einer Krisensituation mache - und da kann ich aktiv Verantwortung übernehmen.

Als wir damals mit dem Flug betroffen waren, habe ich insofern die Verantwortung mit übernommen, dass wir uns um die Kinder kümmern, ruhig und besonnen bleiben und alles andere haben wir dem Flughafenpersonal und der Boardcrew überlassen und einfach darauf vertraut, dass sie wissen, was sie tun.

Interessanterweise ist es uns nicht lange darauf passiert, dass wir zu einer Zeit in Paris waren, in der es zu heftigen Krawallen gekommen ist.

Wir waren damals auch mit den Kindern gut in Paris unterwegs und das Kuriose:
wir haben absolut rein gar nichts davon mitbekommen.
Bis ich abends mal mein Handy angeschaltet habe und gesehen habe, dass wir etliche Anrufe aus Deutschland hatten und ich mich sehr gewundert habe, warum es soviele Anrufe gab.

Beim Rückruf haben wir dann erfahren, was in Paris eigentlich los ist.
Wir hatten aber am Folgetag auch keine Angst oder Panik.

Auf der anderen Seite ist es mir neulich passiert, dass ich an der Fußgängerampel "Grün" hatte und ein Autofahrer knapp vor mir gebremst hat, als er um die Kurve geschossen ist.
Da nehme ich jetzt in nächster Zeit erst mal die Unterführung .

Lieber Gruß
Phaga
Zitat:
Als wir damals mit dem Flug betroffen waren, habe ich insofern die Verantwortung mit übernommen, dass wir uns um die Kinder kümmern, ruhig und besonnen bleiben und alles andere haben wir dem Flughafenpersonal und der Boardcrew überlassen und einfach darauf vertraut, dass sie wissen, was sie tun.


Super, ja genau, Verantwortung übernehmen für das was in meiner Macht steht und bei den Dingen die ich nicht in der Hand habe, Vertrauen haben.
So einfach könnte das sein. Kann man auf alles anwenden, egal ob Terror oder was auch immer.

Na, Ihr kommt aber scheinbar viel rum? Schön für Euch!

Liebe Grüße Linde
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Bahá'u'lláh
Zu der damaligen Zeit waren wir ziemlich gut unterwegs .
Es ist nicht leicht in einer Welt wo scheinbar jeder jeden bedroht, und jeder glaubt jeden und sei es nur verbal, bekämpfen zu müssen.
Ich versuche immer so gut es geht Gras über die Sache wachsen zu lassen, und es nicht mehr für so wichtig zu halten.
Was den Terror im Süden betrifft, frag ich mich schon wozu das gut sein soll.
Aber die sind für sich selbst verantwortlich.
Ich muss nicht immer für andere verantwortlich sein.