Die Schechina - die Herrlichkeit Gottes als „Himmelsmutter“


http://nachrichtenbrief.wordpress.com/tag/schechina/
Zitat:

Der zweite Jesus (Teil 2)
30. Januar 2012

Zur Befreiung vom Gesetz und zum Zusammengehen von Mensch und Gott tritt als Drittes die Rückkehr zur Himmelskönigin hinzu. In der Kabbala wird die Schechina (die Herrlichkeit Gottes) als „Himmelsmutter“ bezeichnet und nimmt eine ganz zentrale Rolle ein. In Sabbatais persönlichem Leben war es Sara, seine Maria Magdalena.


http://www.manu.de/manu/chaoslexikon/kabalah.htm

Schechina oder Lilith - die helle und die dunkle Seite des Weiblichen.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
http://www.bibelwissenschaft.de/nc/.....2f4c03d8e9d0a82b1dd93f1b/

Zitat:
2. Belege
2.1. Mesopotamische Belege

Die mesopotamische Lil-Familie besteht aus den zwei weiblichen Gestalten Lilitu und Ardat-Lili („Dienerin des Windes“; „Windsbraut“) sowie einem männlichen Geist (Lilu). Alle drei gefährden Menschen – insbesondere Männer – durch Krankheit und Tod. Obwohl die Lil-Geister einen personalen Charakter besitzen, werden sie so gut wie nie mit dem Zeichen DINGIR, das sie als Gottheiten auszeichnen würde, versehen. Eine Ausnahme findet sich in der Gleichsetzung in CT (= Cuneiform Texts from Babylonian Tablets of the British Museum, London 1896ff.) 24, 44:146 (DINGIR DIMME.GI(6).GI = li-li-tu), wobei hier das Gottesdeterminativ nur in der sumerischen Bezeichnung auftaucht, die aber sonst nicht akkadisch Lilitu, sondern Lamaschtu (→ Dämonen) gelesen wird.


Zitat:
Unterschiedliche Manifestationen der Lilit (Piznai-Lilit, Amrit-Lilit und Guprit-Lilit) sind die Mütter zahlreicher Dämonen. Wenn sie keine anderen Kinder findet, frisst Lili ihre eigenen Kinder auf. Das Alphabet des Ben Sira (9.-10. Jh.) lehnt sich an eine aus der Midrasch-Literatur stammende Legende an, die davon berichtet, dass Adam nach seiner Trennung von Eva mit einer Lilit namens Piznai Dämonen zeugt (Eruvin 18b). Im Alphabet des Ben Sira wird Lilit als die "erste Eva" bezeichnet, die sich weigert, sich Adam (sexuell) unterzuordnen. Sie flieht verfolgt von drei Engeln ans Rote Meer und nimmt es auf sich, dass für ihre Trennung von Adam täglich hundert ihrer Kinder – Dämonen – sterben (vgl. Sohar I 34b; III 19b).

In der Kabbala erfährt die Gestalt der Lilit – als Gegenstück zur Schechina (Sohar III 69a-b; I 27b), der weiblichen Gottesherrlichkeit, die der Welt einwohnt – eine ausführliche legendenhafte Ausgestaltung: Lilit gilt als Mischwesen aus Frau und Schlange, ist eine der Frauen aus 1Kön 3,16-28 oder die Königin von Saba, deren dämonisches Wesen Salomo an ihren Hufen erkennt. Es wird zwischen einer älteren Lilit als Gegenüber zum männlichen bösen Prinzip Samael (Sohar I 148a) und einer jüngeren Lilit, der Frau des → Aschmodai, unterschieden. Sie kann auch mit dem mythischen Meeresungeheuer → Leviatan verbunden werden (Sohar I 34a).


Wir haben einen großen Fundus aus der Vergangenheit. Angesammeltes Wissen über Jahrtausende.

Und noch haben wir nicht alles gefunden.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ich denke man kann die Schechina auf keinen Fall mit Lilith gleichsetzen. Sie ist zuerst einmal, die im Exodus erwähnte Rauchsäule am Tage und in der Nacht die Feuersäule, die die Juden ins gelobte Land geführt haben soll. Sie war und ist schon immer bei dem jüdischen Volk gewesen, um diese zu beschützen.
Sie ist der weibliche Aspekt Gottes, den Salomo in seinem Hohe Lied verehrt, die gütige Seite Gottes, auch seine Tochter, bei jeder Hochzeit ist sie geistig anwesend um die Liebenden zu vereinen usw. Das Wort stammt aus der:
Zitat:
theologischen Konzeption von „Gottes Heimstätte auf Erden“, die später in der rabbinischen Überlieferung zu einem zentralen Topos des Judentums geworden ist, reicht in die persisch-hellenistische Zeit zurück. Zwar kommt das Substantiv Schechina selbst im Tanach nicht vor, die Wurzel ist allerdings häufig anzutreffen, insbesondere in dem Verb schachan (שכן, ‚wohnen‘, ‚zelten‘) und dem Substantiv Mischkan (משכן, ‚Wohnsitz‘, ‚Stiftszelt‘).

In diesen beweglichen Zelten soll auch die Bundeslade mitgetragen worden sein.
Mit dem auftreten der Kabbala, verfestigt und erweitert sich das Bild von der Schechina immer mehr.
Zitat:
Lurianische Kabbalah
In der Vorstellung des Kreises um Isaak Luria entsteht die Schöpfung aus göttlichen Kontraktionen und Strömungen. In der lurianischen Darstellung eines aus Sefirot bestehenden Urbildes des Menschen (Adam Qadmon) geht aus der letzten Sefira die untere Welt hervor. Diese Sefira wird Schechina genannt (auch Malchut, was ‚Königreich‘ oder ‚Herrlichkeit‘ bedeutet). Funken der Schechina, also göttliche Funken, sind bei der Schöpfung in die Welt gefallen. Dabei wird die Schechina der weiblichen Sphäre zugeordnet und als ergänzende, weibliche Dimension Gottes begriffen, was sich bspw. im Bild der Braut äußert. Das Brautmotiv stellt metaphorisch die „Gemeinschaft“ zwischen der Schechina und Gott dar, also die Einheit zwischen dem für menschliche Begriffe unfassbaren Gott im Himmel und seiner Vergegenwärtigung in der Welt
https://de.wikipedia.org/wiki/Schechina

Irgendwann fiel den Mystikern wohl auf, dass dem monotheistischen Glauben, ein entscheidener Aspekt fehlte und das es keine Heilung der Welt, ohne diese Erkenntnis geben könnte. Und so lautet die Liturgie am Vorabend des Schabbats. Geh, mein Geliebter, der Braut entgegen …als Jubel über die Heimkehr der Braut (identifiziert mit dem Schabbat bzw. der Schechina) in messianischer Zeit.
Angeblich soll ja dieser weibliche Aspekt Gottes dann im neuen Testament als "Heiliger Geist" fast vermännlicht übersetzt worden sein.
Richtig. Eigentlich müsste "heilige Geistin" übersetzt werden.
Rentner hat folgendes geschrieben:
Richtig. Eigentlich müsste "heilige Geistin" übersetzt werden.


"Geist" ist nur aber halt in der deutschen Sprache grammatisch männlich. Im Hebräischen ist dagegen "ruah" (Wind, Atem, Geist) weiblich. Das Griechische "pneuma" (Geist, Wind, Atem) dagegen ist geschlechtslos bzw. sächlich.

Einem Nomen in einer Übersetzung ein grammatisches Geschlecht zu geben welches es in der Sprache nicht hat ist sehr unüblich und klingt für die Leser meist eher nach einem Fehler.
Wolltest du uns damit etwas sagen oder war das nur ein freundlicher grammatikalischer Exkurs?
Ich denke auch, dass es durchaus als neutral zu betrachten ist, ob ein Begriff "männlich" oder "weiblich" ist, denn zum Beispiel ist "la morte" in Italien auch weiblich, bei uns heißt es "der Tod" und ist männlich.
Ikarus hat folgendes geschrieben:

Schechina oder Lilith - die helle und die dunkle Seite des Weiblichen.

Auch eine interessante These!
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Die Frage ist, wer "hell" und "dunkel" definiert.