Die irdische und die himmlische Ehe


Zitat:
In der christlichen Religion ist die Ehe ein Sakrament, das man achten muss, doch wenn man ihre göttlichen Wurzeln, ihren göttlichen Ursprung nicht kennt, welchen Wert kann sie dann noch haben? Meine lieben Brüder und Schwestern, es geschieht nichts Wunderbares, Schönes, Vollkommenes auf Erden, das nicht auch schon oben vorhanden ist.


Ja genau, vor Allem der letzte Satz ist ganz wichtig - es gibt nichts Schönes und Gutes auf dieser Welt, das nicht ein "Abglanz" von Gott ist. Die eheliche Verbindung ist im christlichen Glauben deshalb so enorm wichtig und zentral und muss mit aller Kraft verteidigt werden, weil dieses Sakrament das Wesen Gottes in dieser Welt gleichsam "abbildet". Wer sich wahrhaft liebende Eheleute anschaut kann am ehesten erfühlen, "wie Gott ist".

Mir sind diese Gedanken nur gekommen, weil ich heute so schöne Worte von Papst Franziskus dazu gelesen habe:

"Wenn ein Mann und eine Frau das Ehesakrament vollziehen, „spiegelt“ sich Gott gleichsam in ihnen und überträgt ihnen die Wesenszüge und unverkennbaren Eigenschaften seiner Liebe. Die Ehe ist die Ikone der Liebe Gottes zu uns. So ist auch Gott Gemeinschaft: Die drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist bilden seit jeher und bis in alle Ewigkeit eine vollkommene Einheit.
Gerade darin besteht das Geheimnis der Ehe: Gott macht die Ehepartner zu einer einzigen Existenz. Dafür verwendet die Bibel den starken Ausdruck „einziges Fleisch“ zur Bezeichnung der tiefen Einheit zwischen Mann und Frau in der Ehe. Das Geheimnis der Ehe besteht darin, dass sich die Liebe Gottes in den Eheleuten spiegelt, die sich für eine Lebensgemeinschaft entschieden haben. Aus diesem Grund verlässt der Mann sein Zuhause, das Zuhause seiner Eltern, und beginnt ein gemeinsames Leben mit seiner Frau. Er bindet sich so eng an sie, dass sie – wie wir in der Bibel lesen – ein Fleisch werden.

Liebe Eheleute, erinnert ihr euch daran? Ist euch bewusst, welch großes Geschenk ihr vom Herrn empfangen habe? Er hat euch das wahre „Hochzeitsgeschenk“ überreicht! In eurer Einheit spiegelt sich die Heilige Dreifaltigkeit, und die Gnade Christi lässt euch zu einer lebendigen und glaubhaften Ikone Gottes und seiner Liebe werden."

Papst Franziskus in seiner Generalaudienz am 2. April 2014
Burkl hat folgendes geschrieben:
Die eheliche Verbindung ist im christlichen Glauben deshalb so enorm wichtig und zentral und muss mit aller Kraft verteidigt werden, weil dieses Sakrament das Wesen Gottes in dieser Welt gleichsam "abbildet". Wer sich wahrhaft liebende Eheleute anschaut kann am ehesten erfühlen, "wie Gott ist".


Die anderen Sakramente könnte man fallen lassen? Warum sich Gott dieser Rituale bedienen muss um eine Bindung zu seiner Schöpfung herzustellen, verschließt sich meinem Verstand komplett. Wodurch unterscheidet sich ein wahrhaft liebendes Paar von einem wahrhaft liebenden Ehepaar, vom Trauschein und einem antiken Ritual mal abgesehen?

Hier noch ein interessanter Artikel:
http://www.zeit.de/2012/13/CH-Monogamie/komplettansicht
luschn hat folgendes geschrieben:
Wodurch unterscheidet sich ein wahrhaft liebendes Paar von einem wahrhaft liebenden Ehepaar, vom Trauschein und einem antiken Ritual mal abgesehen?


Der Trauschein ist nicht das Entscheidende.

Ein Priester hat einmal ein angehendes Ehepaar in der Ehevorbereitung gefragt, ob sie glauben, dass sie es zu zweit schaffen sich ein Leben lang zu lieben. Die haben ganz selbstverständlich intensiv genickt, was wahrscheinlich alle angehenden Eheleute tun an dem Punkt.
Der Priester sagte dann "Ihr müsst die Ehe zu dritt führen - Gott gehört mit hinein." Ich glaube das ist der entscheidene Unterschied: Das Sakrament führt die menschliche Liebe auf eine Höhe, die sie aus eigener Kraft nicht erreichen kann. Hanna Barbara Gerl-Falkovitz hat das einmal so schön formuliert:
"Denn die Liebe, die aus der Natur, von unten stammt und von sich aus irregehen kann, wird durch die Liebe von oben gehalten, geleitet, geheiligt: im Sakrament."
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das Sakrament führt die menschliche Liebe auf eine Höhe, die sie aus eigener Kraft nicht erreichen kann.


Eine Unverschämtheit gegenüber allen, die keine kirchliche Ehe schließen können oder wollen.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das Sakrament führt die menschliche Liebe auf eine Höhe, die sie aus eigener Kraft nicht erreichen kann.


Eine Unverschämtheit gegenüber allen, die keine kirchliche Ehe schließen können oder wollen.


Zu viele Wortwolken all der Religionen führen die Menschen in Realitätsverluste und schlimmer: In fundamentale facessetenreiche Ignoranz!

Auch wenn das viele Religionsausübende grundsätzlich nicht verneinen so sind es doch für sie immer die Angehörigen anderer Religionen welchen das passiert. Kurrios. So Kurrios das wie wenn irgendwo etwas passiert und die Anwohner des Geschehens aus dem 7. Himmel/Dornröschenschlaf heraus fallen. Die TV Kamera's verdeutlichen dem Betrachter das die Menschen es nicht fassen können das sowas (was auch immer) bei ihnen passiert.

Ignoranz ist die gefährlichste Waffe des Gespenstes
Info zum Gespenst
http://www.geistigenahrung.org/fpost409628.html#409628
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Hallo Burkl,

Zitat:
Zitat Papst Franziskus:
"Wenn ein Mann und eine Frau das Ehesakrament vollziehen, „spiegelt“ sich Gott gleichsam in ihnen und überträgt ihnen die Wesenszüge und unverkennbaren Eigenschaften seiner Liebe. Die Ehe ist die Ikone der Liebe Gottes zu uns. So ist auch Gott Gemeinschaft: Die drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist bilden seit jeher und bis in alle Ewigkeit eine vollkommene Einheit.
Gerade darin besteht das Geheimnis der Ehe: Gott macht die Ehepartner zu einer einzigen Existenz. Dafür verwendet die Bibel den starken Ausdruck „einziges Fleisch“ zur Bezeichnung der tiefen Einheit zwischen Mann und Frau in der Ehe.

Das sind hauptsächlich metaphysische Vorstellungen, die mit der Realität sehr wenig zu tun haben. Und es sind "Idealvorstellungen", die selbst in der besten Ehe so nicht gelebt werden können.
Zusätzlich sollte man bedenken, wozu die kath. Kirche dann das Ehesakrament und damit verbunden das Beichtsakrament sehr oft benutzt hat, nämlich zur Stärkung ihrer eigenen Machtposition und einer "Regierung bis in die Betten" und nicht zum Wohle vieler "Gläubiger".

Zitat:
Hanna Barbara Gerl-Falkovitz hat das einmal so schön formuliert:
"Denn die Liebe, die aus der Natur, von unten stammt und von sich aus irregehen kann, wird durch die Liebe von oben gehalten, geleitet, geheiligt: im Sakrament."

Das widerspricht sich schon im gleichen Satz.
Eine von Gott geschaffene und als gut bezeichnete Natur kann nicht nach Belieben einfach als "von unten kommend" genannt werden. Sexualität ist ein Mittel zur Weitergabe der Gene und damit zunächst einmal wertfrei.
Auch Balz- und Konkurrenzverhalten sind vorwiegend genetisch verankert. Im Lauf der Sozialisation und der immer größer werdenden Gruppen wurden dann Wertekonzepte erforderlich, die besonders auch den Bereich der Sexualität betrafen. Diese Wertekonzepte wurden früher hauptsächlich in Religionen festgelegt ( auch um Balz- und Konkurrenzverhalten im sozialverträglichen Rahmen ablaufen zu lassen).

"Von sich aus irre gehen kann" bedeutet ja wohl in diesem Zusammenhang, daß alles was den religiösen Maßstäben nicht gerecht wird, moralisch verweflich ist.
Da sich selbst die "gottgewollte und als gut bezeichnete Natur" irrt, indem sie Zwitter, Homosexuelle, Asexuelle, Transsexuelle usw. hervorbringt, muss sich entweder Gott selbst irren, oder das Argument ist falsch.

" wird die Liebe von oben gehalten"
gg, ich stell mir gerade vor, was "Gott" wohl von einem stark verliebten Paar hält (die ja ab und zu schon für die nahe Umgebung kaum zu ertragen sind). Das Paar wird nach meiner Einschätzung die allerwenigsten Gedanken an "die Liebe von oben" verschwenden.

" geleitet und geheiligt im Sakrament" Zwar hat Jesus der Ehe einen starken Stand mitgegeben, die kath.Kirche hat dies aber oft genug als Machtmittel eingesetzt. Eine religiöse Einstellung kann eine gute Ehe durchaus unterstützen, ist aber keine Voraussetzung oder unabdingbare Bedingung.
In Deutschland geht die Tendenz zwar nicht unbedingt von der Ehe weg, aber Lebenspartnerschaften bzw. Alleinerziehende nehmen zu.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!