'Abdu'l-Bahá


Hier eine der vielen Geschichten aus 'Abdu'l-Bahás Leben.

Vor genau 100 Jahren, also 1913, besuchte Er auch Deutschland.

Die folgende Geschichte trug sich allerdings in Seinem Verbannungsort Akka in Israel zu.

Zu der Zeit, als ´Abdu'l-Bahá mit Seinem Vater und Seinen Verwandten in ´Akká ankam, lebte dort ein strenger Muslim aus Afghanistan. Dieser Mann hatte ´Abdu'l-Bahá gar nicht gern, ja, er hasste Ihn von ganzem Herzen. Überall lehnte er sich gegen Ihn auf und beschimpfte Ihn auf der Straße und im Bazar. Er hetzte die Leute gegen Ihn auf und sagte ihnen, dass sie ja nicht mit ´Abdu'l-Bahá verkehren oder mit irgendeinem Bahá'í verhandeln. sollten. Wenn er irgendwo jemanden traf, der mit ´Abdu'l-Bahá sprach, beschimpfte er ihn sehr und setzte ihn vor allen Menschen herab. Sobald dieser Mann ´Abdu'l-Bahá auf der Straße sah, bedeckte er sein Gesicht mit seinem Gewand, um Ihn ja nicht sehen zu müssen.

Nun lasst uns hören, was ´Abdu'l-Bahá gegen solch ein gehässiges und grobes Betragen unternahm. Dieser Afghane war sehr arm. Er lebte in einer Moschee und hatte nicht das geringste zum Leben, auch gab es niemanden, der sich um ihn sorgte. ´Abdu'l-Bahá schickte ihm alles, was er zum Leben brauchte, was der Afghane auch annahm, ohne sich dafür zu bedanken. Die Zeit verstrich, ´Abdu'l-Bahá sorgte immer noch für diesen Menschen und wurde zum Dank dafür beschimpft. ´Abdu'l-Bahá hatte ihn aber von Herzen gern und beklagte sich nicht über sein Verhalten; alle bösen Worte erwiderte Er mit Güte.

Nun geschah es, dass ´Abdu'l-Bahá einige Tage nichts von dem Afghanen hörte, nach dem Grund fragte und erfuhr, dass er schwer erkrankt sei. ´Abdu'l-Bahá eilte zu dem Kranken und fand ihn elend in seiner schmutzigen Umgebung. Sobald der Mann Ihn erblickte, bedeckte er sein Gesicht, um den Meister nicht sehen zu müssen. ´Abdu'l-Bahá besorgte ihm einen Arzt, kaufte Medikamente und Essen. Der Afghane streckte die Hand dem Arzt hin, um sich den Puls fühlen zu lassen, doch mit der anderen Hand bedeckte er sein Gesicht. Er wurde durch ´Abdu'l-Bahás Hilfe wieder gesund, wurde ins Bad geschickt und bekam neue Kleidung.

An dem Tag, als er wieder ganz gesund war, kam er in ´Abdu'l-Bahás Wohnung, warf sich Ihm zu Füßen, weinte wie ein Kind und sagte: "Verzeih mir, mein Herr! Verzeih mir, mein Beschützer! 24 Jahre lang war ich Dein Feind, und Du hast Sorge für mich getragen! Ich habe Dich beschimpft, dafür hast Du mir Güte widerfahren lassen. Jetzt weiß ich, dass ich einen großen Fehler gemacht und gesündigt habe! Du warst mein himmlischer Vater und mein Trostgeber. Verzeih mir, verzeih mir!"

´Abdu'l-Bahá nahm seine Hand, hob ihn vom Boden auf und tröstete ihn. Der Mann aus Afghanistan war wie ein neuer Mensch. Sein Hass hatte sich in Liebe und Güte verwandelt.

Abdu'l Baha "Erzählungen aus Seinem Leben" / Baha'i-Verlag
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Ein Ausschnitt aus einem Vortrag über Abdu'l Baha - wunderbar

http://www.youtube.com/watch?v=06hRKjKyfTg
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Interessant, was man heute dank Internet alles erfahren kann.

Danke Minou
Lieber yoghurt,

also Er heißt nicht Abdulla, sondern Abdu'l Baha. Aif Wikipedia kannst du dich über Ihn informieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Abdul_Baha

Der Báb ist der Religionsstifter des Bábismus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bab

Und Baha'u'llah ist der Stifter der Bahá'í-Religion:
http://de.wikipedia.org/wiki/Baha%27ullah

Liebe Grüße,
Yahia
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https://youtu.be/XJ9E4sbnW-k
Yoghurt hat folgendes geschrieben:
ABDULLA heißt das. Nicht Abdul-Baha. Und wer war nochmal der BAAAAAAAB? BAAAAAAAAAAAB? Und der BAHAUAUAHALLA?


Es heißt tatsächlich Abdulbaha. Abdullah heißt Diener (Abd) von Gott (Allah). Abdulbaha heißt Diener (Abd) der Herrlichkeit (Baha). In gewisser Hinsicht gibt es allerdings eine Überscheidung der beiden Namen, da "Herrlichkeit" den Bahai als die wichtigste Eigenschaft ("Größter Namen") Gottes gilt. Sein bürgerlicher Name war Abbas Effendi (1844-1921). Er ist der Sohn von Bahaullah und leitete die Bahai-Gemeinde nach dem Hinscheiden Bahaullahs bis zu seinem eigenen.

Bab bedeutet "Tor" und ist einer der Ehrentitel von Seyyed Ali Muhammad Schirazi (1819 - 1850). Dieser und die Bewegung die sich um ihn bildeten sind sozusagen die Vorläufer der Bahai-Religion und wird von den Bahai als "Manifestation Gottes" betrachtet.

Bahaullah bedeutet "Herrlichkeit Gottes" und ist einer der Ehrentitel von Mirza Husain Ali Nuri (1817-1892). Er ist der Stifter er Bahai-Religion und gilt den Bahai als "Manifestation Gottes" für dieses Zeitalter.
Gebet / Abdu'l Baha

http://youtu.be/JhchOYx3VpQ
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Bahá'u'lláh
'Abdu'l-Bahá in Stuttgart

Vor einhundert Jahren, am 1. April 1913, traf 'Abdu'l-Bahá, der älteste Sohn Bahá'u'lláhs, des Stifters der Bahái-Religion, zu einem Besuch in Stuttgart ein. Dieser Besuch war ein historisches Ereignis für die deutsche Bahá'í-Gemeinde, die erst wenige Jahre zuvor in Stuttgart ihre ersten Wurzeln geschlagen hatte.

'Abdu'l-Bahá, 1844 in Teheran geboren, war noch ein Kind, als Bahá'u'lláh wegen Seiner Lehre von der Einheit der Menschheit und dem gemeinsamen Ursprung aller Religionen auf die erbitterte Feindschaft muslimischer Fanatiker stieß, die Ihn grausam verfolgten und aus Ihm einen lebenslang Verbannten und Gefangenen machten: aus Persien ausgewiesen war Er Gefangener in mehreren Städten des Osmanischen Reiches. Seine letzte Station war die Festungsstadt 'Akko im heutigen Israel.

Seit Seinem 9. Lebensjahr begleitete 'Abdu'l-Bahá Seinen Vater auf dessen gesamten Verbannungsweg und war Ihm schon in jungen Jahren eine wesentliche Stütze. Bahá'u'lláh vertraute Ihm in Seinem Testament die Führung der Gemeinde an und ernannte Ihn zum autorisierten Ausleger Seiner Offenbarungsschriften. Beinahe Sein gesamtes Leben verbrachte 'Abdu'l-Bahá in Gefangenschaft. Erst 1908, im Alter von 64 Jahren, erlangte Er durch eine Amnestie im Zuge der jungtürkischen Revolution Seine Freiheit.

Trotz Seines fortgeschrittenen Alters und Seiner durch die Haft geschwächten Gesundheit unternahm 'Abdu'l-Bahá von 1911 bis 1913 eine Reise durch Europa und Amerika, um die Lehren Bahá'u'lláhs im Westen vorzustellen und den noch jungen Bahá'í-Gemeinden Führung zu geben. In zahllosen Treffen und Vorträgen erläuterte Er Seinen Zuhörern die wesentlichen Prinzipien des Glaubens und die Früchte der Offenbarung Bahá'u'lláhs, die den geistigen Horizont des Ostens erleuchtete und die Bahá’í beseelte, Jahrhunderte alte Vorurteile zu überwinden, trennende Dogmen und die künstlichen Gräben zwischen den Menschen zu beseitigen.

Er betonte die Einzigkeit Gottes und die Einheit aller Religionen, sprach von der Einheit der Menschheit in der Vielfalt und betonte die gelebte Gleichberechtigung der Geschlechter als Voraussetzung für Frieden und Fortschritt der Menschheit.

'Abdu'l-Bahá war eine außerordentlich charismatische Persönlichkeit - davon zeugen zahlreiche zeitgenössische Dokumente. In Wort und Tat führte 'Abdu'l-Bahá den Menschen, denen Er begegnete, vor Augen, dass Liebe die mächtigste aufbauende Kraft ist. Er sprach von der Liebe als dem „Schein göttlichen Glanzes“ in der Menschenwelt. Menschen, die das Vorrecht hatten, in Seine Gegenwart zu gelangen, waren von der bedingungslosen Liebe, die Er ausstrahlte, zutiefst eingenommen. Viele wurden dadurch verwandelt – sogenannte einfache Menschen ebenso wie gesellschaftlich hoch angesehene.

Dies war auch in Stuttgart zu erleben, wo Er vom 1. bis 8. April und - nach einem Besuch in Budapest und Wien - noch einmal vom 24. April bis zum 1. Mai 1913 weilte. Zahlreiche Menschen durften in diesen Tagen Seine unendliche Liebe spüren und Seinen ihre Seelen verwandelnden Worten lauschen.

"Begnügt euch nicht damit, durch Worte Freundschaft zu erzeigen. Lasst eure Herzen in liebevoller Freundlichkeit für alle erglühen, die eure Wege kreuzen." rief Er Seinen Zuhörern inständig zu.

Die Liebe als ‚der Widerschein göttlichen Glanzes in der Menschenwelt‘ beschränkt sich nicht auf die gegenseitige Beziehung Einzelner. Ihr Widerschein fördert und fordert, wie 'Abdu'l-Bahá auf Seiner Reise immer wieder betonte, soziale und zwischenstaatliche Einrichtungen für die Sache des Weltfriedens, für den Ausgleich zwischen Reichtum und Armut, die Integration von Minderheiten und Überwindung von Vorurteilen, die universelle Erziehung und Bildung für Jungen und Mädchen, damit sie zur selbständigen Erforschung der Wirklichkeit befähigt werden – unbehindert von Fesseln alter Dogmen.

1921 verschied 'Abdu'l-Bahá im Alter von 77 Jahren in Haifa.

Seine Worte und Sein Handeln bieten - nicht nur den Anhängern des Bahá’í-Glaubens - einen Reichtum an Inspiration und mannigfaltigen Einsichten, den Herausforderungen heutiger Tage zu begegnen.
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Am 1. April sind es 100 Jahre her, dass 'Abdu'l-Bahá nach Deutschland kam.

www.abdulbaha-in-deutschland.de

Alles Liebe Linde

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Hallo liebe Linde,

danke für den Link.

Die Städte aus unserer Region, veranstalten auch ein großes Fest zu diesem "Jubiläum" und es werden viele Gäste eingeladen. Wir wollen auch einen Überblick von Abdu'l-Bahás Leben und auch den Besuch in Stuttgart geben, und da kann man sicher einiges aus dem besagten Link nutzen.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Tim
Ja Tim, in unsrer Gegend ist es ebenso.
Nächsten Sonntag, dem 7.4. gibt es außerdem auch einen Festakt in Bad Mergentheim, genau an dem Tag an dem Er vor 100 Jahren den Ort besucht hatte.
Liebe Grüße
Linde


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