Welche Bücher sollte man gelesen haben?


Das Lied von Eis und Feuer.

Beste Fantasy-Reihe aller Zeiten!
Hm.. hab schon mal überlegt sie im Ganzen zu lesen.. bisher stehen aber als beste Fantasyreihen (im weitesten Sinne) für mich die 5 Hauptwerke Tolkiens, die Anhalter- Trilogie von Douglas Adams und der "Dark Tower-Zyklus" von King an erster Stelle. In Anbetracht dieser Favoriten, meinst Du das sich da "Das Lied von Eis und Feuer" lohnen könnte, Busshari?

Zu Thema...

Mir fiel gerade auf das noch keiner an Michael Ende gedacht hat, daher möchte ich noch jedem Mitleser 2 Meisterwerke ans Herz legen:

"Die Unendliche Geschichte"
"Momo"

Beide haben mich in meiner Kindheit schwer beeindruckt und ich finde jedes Kind kann von ihnen ungemein profitieren!

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Tolkien kenn ich natürlich auch und Per Anhalter durch die Galaxis und finde sie auch sehr toll.

Zum Lied von Eis und Feuer kam ich eher zufällig, da die Reihe mit großem Erfolg als Serie verfilmt wird und ich davon gehört hatte.

Am nächsten kommt es Tolkiens Werken, aber es ist doch so ganz anders. Es heißt zwar Fantasy und es kommt auch Magie vor, aber nur ganz, ganz spärlich, sodass fast alle Figuren gar nicht an Magie glauben.

Es gibt keine schwarzen oder weißen Charaktere, die meisten sind grau und befinden sich im Konflikt mit sich selber. Die Kapitel sind immer aus der Perspektive von verschiedenen Personen geschrieben, sodass man auch die Perspektive des vermeidlichen Bösewichts erfährt.

Der Blutzoll ist ziemlich hoch und was ich von keiner anderem anderen Werk kenne ist, dass Hauptcharaktere sterben können: Der Held wirft sich in die Schlacht zwischen Gut & Böse - und stirbt. Oder einfach mal so, zwischendrin. Ohne besonderen Anlass. Wenn man weiß, dass im Prinzip jeder jederzeit sterben kann, ist die Handlung komplett unvorhersehbar und das macht es so spannend.

Zu Beginn vom Herrn der Ringe kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass Frodo es schaffen wird und das auch seine Begleiter überleben werden, sofern sie nicht wie Boromir vom Ring besessen werden. Stell dir mal vor gleich zu Beginn würde aber Sam sterben, von den Nazgûl erwischt. Die wären im Verlauf eine echte Gefahr.

Ich finde die Bücher lesen sich fast von selbst, ich habe z.T. eins à 500-600 Seiten pro Woche gelesen, weil ich es nicht weglegen konnte.
Klingt tatsächlich sehr gut, vorallem das mit den grauen statt weißen oder schwarzen Charakteren. Vielen Dank für die Empfehlung, werd mir mal den ersten Band bestellen.

Was "Herr der Ringe" betrifft so muß man hier ja in der rechten Reihenfolge lesen, damit man die Komplexität der Gesamterzählung bzw. der beinhalteten Verstrickungen vollends begreifen kann. Die drei "Der Herr der Ringe" Bücher sind ja quasi die letzten 3 Teile, nach dem "Silmarillion" und "Der Hobbit", von Tolkiens bombastischer Vision. Ich persönlich war mir am Anfang nicht sicher ob des Ausgangs der Geschichte, da zumindest im Verlauf des Silmarillion viele heldenhafte und elementare Versuche des "Guten" grausam und verlustreich scheitern. Natürlich muß man auch bedenken das ich ein Kind war als ich Tolkiens Bücher zuerst las und das ich durch das Silmarillion zum ersten Mal mit komplexer Philosophie in Berührung kam (glaube da war ich 8 oder 9 Jahre alt).

Kennst Du die "Dark Tower" Reihe von King gar nicht, Busshari?

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Beim "Zauberberg" von Thomas Mann schließe ich mich Tiro an, aber alternativ würde ich noch "Joseph und seine Brüder" vom selben Autor nennen (da sollte man dann aber vorher oder parallel nochmal das Erste Buch Mose lesen ). Wenn einem das zu viel ist, ist allein die Einleitung ("Höllenfahrt") zu empfehlen, die umfasst nur ca. 50 Seiten.

Ähnlich bei Dostojewski: "Die Brüder Karamasoff" sind vermutlich sein größtes Werk. "Schuld und Sühne" fand ich auch sehr mitreißend, wenn auch vielleicht etwas weniger tiefgehend (dafür ist es etwas kürzer).

Wenn man dann noch Goethes "Faust" und Charles Dickens hinzunimmt (z.B. "Die Geschichte zweier Städte"), dann hat man den klassischen Kanon schon grob umrissen.

Die ersten beiden Bücher Mose des Alten Testaments und die Evangelien des Neuen Testaments sollte man auch kennen. Ebenso den Dhammapada.

Aus den Baha'i-Schirften sind die "Verborgenen Worte" sicher für jeden nützlich, auch wenn er sich als Atheist sieht oder sich wenig für Religion interessiert. Wenn das Interesse weiter geht, würde ich als nächstes das "Buch der Gewissheit" und die "Ährenlese" empfehlen.

LG,
B.
Mir haben die Bücher "Narziß und Goldmund", sowie "Siddharta" von Hermann Hesse sehr viel gegeben - der Intellekt des einen und die Lebenserfahrung des anderen können anzeigen, wieviel an Theorie und Praxis notwendig sind, um Leben zu erfassen.


Zitat:
„Narziß ist ebenso wenig der reine Geistesmensch, wie Goldmund der reine Sinnenmensch – sonst bräuchte einer den anderen nicht, sonst schwängen sie nicht beide um eine Mitte und ergänzten sich. Narziß kann das brutale Wort vom Heiligen und Wüstling sagen, und kann am Ende doch das Ganze von Goldmunds Leben liebend bejahen.“
(aus einem Brief Hesses an Christoph Schrempf 1931)
wiki

Alles Leben und allseitiges Leben.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
Klingt tatsächlich sehr gut, vorallem das mit den grauen statt weißen oder schwarzen Charakteren. Vielen Dank für die Empfehlung, werd mir mal den ersten Band bestellen.


Viel Spaß! Zwei deutsche Bände zu je 15€ entsprechen einem englischen Band. Es gibt jedoch eine Box der vier ersten englischen Bücher für rund 22€. Nur so als Tipp. Das ist auch ein gut verständliches Englisch, ich habe aber trotzdem die deutschen genommen - machen sich schöner im Regal und lassen sich auch noch lesen, wenn man schon fast schläft Bin mal gespannt wie es dir gefällt.

Zitat:
Kennst Du die "Dark Tower" Reihe von King gar nicht, Busshari?


Ne, kannte ich bis gerade nicht. Klingt aber laut Wiki sehr interessant, vor allem da ich King mag. Vielen Dank für Tipp, ist auf der Liste.
Zitat:
Vielen Dank für Tipp, ist auf der Liste.


Immer gern, Busshari. Die Leseratte gehört mittlerweile einer aussterbenden Rasse an, da müssen wir uns doch untereinander weiterhelfen

Was Bücher im Allgemeinen angeht so versuche ich sie immer im Original zu bekommen, sofern ich der Sprache mächtig bin. Da ich u.a. lange Zeit im englischsprachigen Ausland verweilte bin ich für den Tip mit der Box sehr dankbar!

Zitat:
Ähnlich bei Dostojewski: "Die Brüder Karamasoff" sind vermutlich sein größtes Werk. "Schuld und Sühne" fand ich auch sehr mitreißend, wenn auch vielleicht etwas weniger tiefgehend (dafür ist es etwas kürzer).

Wenn man dann noch Goethes "Faust" und Charles Dickens hinzunimmt (z.B. "Die Geschichte zweier Städte"), dann hat man den klassischen Kanon schon grob umrissen.


Um die klassische Literatur zu umreißen fehlen noch die Werke von Dumas dem Älteren.

Nebenbei darf in einer guten Bibliothek auch Mark Twain nicht fehlen. HJier besonders zu empfehlen "A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court" und "Huckleberry Finn und Pudd'nhead Wilson".

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Fjodor Dostojewski, Der Idi_ot
Bücher von Anselm Grün.
Schattenseiten des Lebens, auch wenn man keinen Krebs hat, baut irgendwie auf, ist von Monika Nemetschek.
Ps ich liebe dich.
Du bist dein Heiler von Louise l.Hay, baut auch in Krisenzeiten auf.