Gottesfurcht


Liebe Linde,

Zitat:
Das ist ja furchtbar, lieber Tiro.


Es gab damals schlimmeres, glaub mir. Ich hatte einen Vorteil den viele andre Mitschüler nicht hatten, ich hatte einen kleinen Bruder der damals schon viel Mut hatte. Er kam ein paar Jahre nach mir auf diese "Schule" und er hat sich getraut diese Vorgänge meinen Eltern zu erzählen. Mein Vater hat dann auch sofort reagiert... Andere Schüler wurden weiter gequält, aber für mich war dann endlich schluss. Die Christliche Lehre war für mich zu dem Zeitpunkt jedoch schon völlig pervertiert.. als 12 Jährigem fehlt einem die Erfahrung um Lehre und Institution (Kirche) zu unterscheiden. Heute weiß ich das Die Lehre Jesu eine Positive ist, was sie pervertiert sind die Kirchen und deren Bedienstete. Außnahmen bestätigen diese Regel.

Zitat:

Menschen die so handeln wissen mit Sicherheit selbst nicht was Ehrfurcht ist. Wer so wie Du zur Ehrfurcht "geführt" wird, kann sich ja eigentlich nur noch dagegen wehren.
Doch ganz egal worum es auch geht, wahrscheinlich würde sich so gut wie jeder, auch wenn es um die höchsten Werte geht, dagegen auflehnen, wenn sie ihm auf diese Art und Weise nahegebracht werden.



Es mag sein das es hauptsächlich an meinen Erfahrungen liegt wenn ich Ehrfurcht so vehement ablehne, aber sicher nicht nur. Ich persönlich glaube das meine unschöne, kirchlich verschuldete Vergangenheit nur einen Bruchteil des Grundes ausmacht.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Zitat:
Eine Bekannte von mir ist an einem Loch im Herzen gestorben wo er 11/12 jahre war-ist das grund an Gottes Gnade zu zweifel?

alle meine Opas sind Tod vor meine Geburt und ich sehe ständige Kinder die mit ihren Opas glücklich spielen-Grund um an Gottes Gerechtigkeit zu zweifeln?


Salam Ayaad,

Ich zweifle nicht an Gottes Gnade oder Gottes Gerechtigkeit. Ich glaube nicht das euer allmächtiger Gott existiert.

Zitat:

Eine Oma und 2 Onkel sind Druch Eine Islamische Terror Anschlag gestorben-Grund um an den Islam zu zweifel?


Wie ich schon zu Linde sagte, die Kindheit prägt.. Abgesehen von meinen schlechten Erfahrungen steht mir beim Christentum aber hauptsächlich eines im Weg, eben das was mir auch im Islam im Weg stünde, ich glaube nicht an das was ihr Gott oder Allah nennt.

Zitat:
und ich könnte noch lange so weiter machen,aber ich denke du weißt was ich meine Wenn du dich wegen schlechte Erfahrung kein Erfrucht haben kannst ist das Charaktere schwäche von dir und kein Fehler einer Lehrer Gottes


Ich sehe es als eine meiner schönsten und wichtigsten, als eine meiner größten Stärken das ich nicht "ehrfürchtig" sein kann. Für mich steht nichts und niemand unter mir und nichts und niemand über mir. Ich brauche niemanden als mein eigenes Gewissen um mich zu rechtfertigen. Frei sein bedeutet das man nur vor sich selbst bestehen muß.

Wenn Du es aber gern als Schwäche sehen magst, so ist mir das auch Recht. Jeder hat ein Anrecht auf eine eigene Meinung.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Wenn Prügel mich nicht vom Sinn und Existenzrecht von "Ehrfurcht" überzeugen oder sie mich empfinden lassen konnten, dann kann es nichts und niemand.


Als ob Prügel ein effektives Mittel zur Erziehung seien? Das wage ich doch stark zu bezweifeln!
Namaste Tiro

Da haben wir dann wie's scheint eine unterschiedliche Begriffsvorstellung.

Ehrfurcht im Sinne von Gottesfurcht empfinde ich im Bewusstsein und im Gefühl als eine Erweiterung, als eine Ausdehnung. Ein sehr erhebendes und tiefes Gefühlsempfinden. Wie ein freies Durchatmen und vollkommenes Eingebundensein in diesen gelebten/erlebten Moment.

Respekt kann ich auch empfinden und entgegenbringen, wenn ich jemanden nicht unbedingt mag, aber seine Kompetenzen schätze.

Erzwungene Ehrfurcht geht garnicht. Ebensowenig wie erzwungene Liebe oder Respekt.
Und diejenigen, die dies durch Prügel vermitteln wollen haben meiner Meinung nach selbst keinen blassen Schimmer davon. Und sind eher zu bedauern.

Lieben Gruss
Ellen
Und was passiert mit dem der nicht gottesfürchtig ist?
Hölle?
pauli hat folgendes geschrieben:
Und was passiert mit dem der nicht gottesfürchtig ist?
Hölle?


Der Mensch ist für nichts Geringeres geschaffen als für das ewige Leben. Wir "bleiben" nur in dem Ausmaß als wir lieben. "Gottesfurcht" bedeutet daher sein Wesen zu verwirklichen wie es ist - und wir sind nun einmal "Liebewesen". In dem Ausmaß in dem wir das ablehnen, leben wir nicht und "bleiben" auch nicht. Du erkennst das z.B. nachdem ein Mensch gestorben ist: Was das Andenken an ihn "lebendig" macht ist das Ausmaß in dem er oder sie geliebt hat.

Die Liebe als die Wirklichkeit seiner Selbst ganz abzulehnen bedeutet den "zweiten Tod". Dann wird der "Doppelpunkt", der am Ende eines menschlichen Lebens steht zum Schlusspunkt. Das ist "Hölle", weil es das Getrenntsein von dem bedeutet, wonach sich jeder Mensch sehnt - ewiges absolutes Glück. Gott allein weiß, ob ein solcher Schlusspunkt definitiv und unabänderlich dasteht, oder ob noch Erlösung möglich ist.
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:

Salam Ayaad,

Ich zweifle nicht an Gottes Gnade oder Gottes Gerechtigkeit. Ich glaube nicht das euer allmächtiger Gott existiert.


Zitat:
Im Mahayanabuddhismus wird die Nichtigkeit der Welt radikalisiert und dahin gehend umgedeutet, dass sie in der Weise, in der sie erscheint, nicht existent ist.
Das würde aber Nihilismus bedeuten und dieser ist dem Buddhismus generell fremd.
Es war also notwendig, gleichzeitig ein weltimmanentes Absolutes anzunehmen, ein absolutes Wesen der Welt.
Für die Beschaffenheit dieses Absoluten und sein Verhältnis zur Erscheinungswelt bietet das Mahayana im Wesentlichen zwei Erklärungsmodelle, die seine beiden philosophischen Hauptrichtungen bestimmen. ff.
http://www.buddhismuskunde.uni-hamb.....texte/Bd3-K06Tauscher.pdf


Ist das für dich keine Aussage, durch die du Gott als das Absolute bezeichnet sehen kannst?
soraja hat folgendes geschrieben:
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:

Salam Ayaad,

Ich zweifle nicht an Gottes Gnade oder Gottes Gerechtigkeit. Ich glaube nicht das euer allmächtiger Gott existiert.


Zitat:
Im Mahayanabuddhismus wird die Nichtigkeit der Welt radikalisiert und dahin gehend umgedeutet, dass sie in der Weise, in der sie erscheint, nicht existent ist.
Das würde aber Nihilismus bedeuten und dieser ist dem Buddhismus generell fremd.
Es war also notwendig, gleichzeitig ein weltimmanentes Absolutes anzunehmen, ein absolutes Wesen der Welt.
Für die Beschaffenheit dieses Absoluten und sein Verhältnis zur Erscheinungswelt bietet das Mahayana im Wesentlichen zwei Erklärungsmodelle, die seine beiden philosophischen Hauptrichtungen bestimmen. ff.
http://www.buddhismuskunde.uni-hamb.....texte/Bd3-K06Tauscher.pdf


Ist das für dich keine Aussage, durch die du Gott als das Absolute bezeichnet sehen kannst?


Namaste Soraja

Der Text beschreibt mitnichten eine Allmacht, jedoch ein Absolut in Form von Erkennen und überwundener Anhaftung. Es ist der Zustand eines Bodhisattva, also eines Weisen der Bodhi erlangt, das Nibbana aber aufgibt um in dieser Wirklichkeit zu verweilen und andere zum Ziele zu verhelfen. Die Wirklichkeit des Parinibbana ist für die Buddhisten des Mahayana jenes erwähnte Absolut.

Ich habe die Nennungen Mahayana einmal mit Fettschrift hervorgehoben. Denn ich schrieb es hier zwar schon oft, aber scheinbar fällt es Andersgläubigen immer noch schwer die Buddhistischen Schulen und Traditionen auseinander zu halten. Noch einmal ganz klar und deutlich:

Ich bin Theravada Buddhist, das bedeutet u.a. das ich weder dem Mahayana noch dem Zen angehöre!

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Hallo Burkl,
Zitat:
In dem Ausmaß in dem wir das ablehnen, leben wir nicht und "bleiben" auch nicht. Du erkennst das z.B. nachdem ein Mensch gestorben ist: Was das Andenken an ihn "lebendig" macht ist das Ausmaß in dem er oder sie geliebt hat.


Das stimmt nicht! Selbst das Andenken an den liebsten Menschen, den du gekannt hast, verändert sich im Laufe deines Lebens und verblasst allmählich.

Wenn hier etwas übrig bleibt, sind es wissenschaftliche Ergebnisse, kulturelle Ereignisse oder moralische Vorstellungen, die allerdings durchaus mit bestimmten Personen verknüpft bleiben können.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Das stimmt nicht! Selbst das Andenken an den liebsten Menschen, den du gekannt hast, verändert sich im Laufe deines Lebens und verblasst allmählich.


Welche Gräber besuchst du? Ja, auch deine Erinnerung an diese Menschen wird ferner. Aber wenn wirklich Liebe da war, geht sie niemals verloren, bleibt immer irgendwo in dir aufgehoben, prägt dein Leben.

Bei Gott ist alles Gute aufgehoben, für die Ewigkeit.

"Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind." (Lk 10,20)