Reflektionsraum


Jetzt sitze ich schon wieder hier und fahre in eine Richtung, in die ich vielleicht doch gar nicht will. Doch ... es scheint, als würde mich etwas in einem atemberaubenden Tempo dorthinziehen und es gibt kein zurück mehr... doch ... ich will das nicht... das Unbekannte ... das macht mir Angst.

Ich verlasse die öde graue Welt und tauche ein in eine Welt voller Licht doch ich weiß gar nicht was ich hier soll... ich hab mich doch in der anderen Welt so wohl gefühlt... warum musste ich aus dieser Welt austreten? Warum nimmt man mir meine Welt? Die Welt ist 2012 tatsächlich untergegangen.

Was wird kommen? Ich weiß es nicht. Ich versuche krampfhaft an dieser Welt festzuhalten und die Wand kommt immer näher. Ich weiß das die Wand das Spiel gewinnen wird... ich habe keine Chance mehr was soll ich nur machen? Ich werde gezogen von dieser Kraft von diesem schwarzen Loch.

Mir kommt momentan alles so surreal vor ... sehe alles schwarz weiß ...die Farbe tut so weh in den Augen... am liebsten würde ich meine Augen wieder zu machen ... doch irgendjemand hält sie mir auf. Ich werde geschoben dem Abgrund entgegen gleich werde ich fallen im Freien Fall.

Ich falle in eine tiefe Depression und fast in eine Lethargie. Fernab von der Realität. Wo bin ich? Wo ist der Lichtschalter? Kann ihn irgendjemand sehen?
kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Jetzt sitze ich schon wieder hier und fahre in eine Richtung, in die ich vielleicht doch gar nicht will. Doch ... es scheint, als würde mich etwas in einem atemberaubenden Tempo dorthinziehen und es gibt kein zurück mehr... doch ... ich will das nicht... das Unbekannte ... das macht mir Angst.

Ich verlasse die öde graue Welt und tauche ein in eine Welt voller Licht doch ich weiß gar nicht was ich hier soll... ich hab mich doch in der anderen Welt so wohl gefühlt... warum musste ich aus dieser Welt austreten? Warum nimmt man mir meine Welt? Die Welt ist 2012 tatsächlich untergegangen.

Was wird kommen? Ich weiß es nicht. Ich versuche krampfhaft an dieser Welt festzuhalten und die Wand kommt immer näher. Ich weiß das die Wand das Spiel gewinnen wird... ich habe keine Chance mehr was soll ich nur machen? Ich werde gezogen von dieser Kraft von diesem schwarzen Loch.

Mir kommt momentan alles so surreal vor ... sehe alles schwarz weiß ...die Farbe tut so weh in den Augen... am liebsten würde ich meine Augen wieder zu machen ... doch irgendjemand hält sie mir auf. Ich werde geschoben dem Abgrund entgegen gleich werde ich fallen im Freien Fall.

Ich falle in eine tiefe Depression und fast in eine Lethargie. Fernab von der Realität. Wo bin ich? Wo ist der Lichtschalter? Kann ihn irgendjemand sehen?



Zitat:
Die dunkle Nacht der Seele


Sie überkommt dich, du kannst sie nicht üben. … Sie ist in den Schriften der Mystiker beschrieben, vor allem bei Johannes vom Kreuz. …

Sie bedeutet, dass alles, auf das du dich vorher verlassen konntest, zerbricht.
Dein Glauben zerbricht, deine Erfolge zerbrechen.
Du verlierst den Boden. Und dein Wissen zerbricht.

Daher bewirkt die dunkle Nacht eine tief gehende Reinigung, eine Läuterung.
Während der dunklen Nacht lässt du ab von deiner Hoffnung auf Gott und von deiner Erwartung auf Lohn oder Tröstung.
Das ist alles vorbei. Und du lässt ab vom Streben nach Erfolg in jeder Hinsicht, vor allem vom Streben nach Erfolgen spiritueller Natur.

Darüber hinaus muss der Geist Abschied nehmen von dem, was ihm vielleicht das Höchste ist: vom Gewissen, von der Unterscheidung zwischen Gut und Böse, und von den Religionen, die auf dieser Unterscheidung aufbauen.
Daher steht am Ende dieser Reinigung die Einsicht, dass wir jedem Menschen gleich sind, ja, vielleicht, dass wir jedem Lebewesen gleich sind. Hier verglüht jede Überheblichkeit.

Das bedeutet in der Praxis, dass wir jeden Menschen, über den wir uns erhoben haben, so voll in unser Herz und in unsere Seele nehmen, bis wir diese Gleichheit spüren. Und dass wir jeden, dem wir einmal böse waren, so in das Herz und in die Seele nehmen, bis er uns gleich geworden ist und wir ihm.
Erst wenn diese Gleichheit erreicht ist, tragen uns die Bewegungen der Seele dorthin, wo unser Platz ist und unsere Berufung.

http://www.spirituelle-krisen.net/d.....ht/blum_dunkle_nacht.html

***

Der ganze Vorgang kann ungeheuer schmerzvoll sein.
Nur wer ihn selbst durchgestanden oder lange mit Menschen, die davon betroffen wurden, gearbeitet hat, weiß um die Not.

Das 6. Kapitel des 2. Buches der „Dunklen Nacht" von Johannes vom Kreuz gibt einen Einblick.
Dort heißt es: „Die dritte Art von Passion und Pein, die hier über die Seele kommt, entspringt aus zwei anderen Gegensätzen, dem Göttlichen und dem Menschlichen, die nun zusammentreffen.

Das Göttliche ist diese läuternde Kontemplation, und das Menschliche ist das Subjekt der Seele.

Wenn nun das Göttliche sie überfällt, um sie auszureifen, zu erneuern und dadurch göttlich zu machen - wenn es sie nun von allen eingewurzelten Neigungen, von allen klebenden und eingefleischten Eigenheiten des alten Menschen vollkommen entblößen will, dann zerstückelt und vernichtigt es derart ihre geistige Substanz in einer sie umschlingenden, dichten und tiefen Finsternis, dass sich diese Seele angesichts ihrer Erbärmlichkeiten in einem grausamen Geistestod hinschmelzen und hinschwinden fühlt.
Nicht anders, als fühlte sie sich eingeschluckt in den düsteren Bauch eines Ungetüms und von ihm zersetzt - in den gleichen Erstickungsnöten wie Jonas im Bauche jenes Meerungeheuers (Jo. 2). Denn in solcher Gruft, in solch finsterem Tode muss sie ihrer geistlichen Auferstehung entgegenharren".

Die Worte, die Johannes vom Kreuz in diesem Kapitel gebraucht, lassen das Furchtbare des Reinigungsprozesses ahnen:
„Ringsum Geröchel des Todes - Qualen der Hölle - in die Finsternis geworfen - versenkt in den Pfuhl der untersten Tiefe - lichtlose Schatten des Todes - Todes¬schatten, Todesstöhnen, Höllenqualen - beklemmendes Leiden - aufgehängt in der Luft, ohne atmen zu können, die Knochen müssen im Feuer verbrennen - weggezehrt wird das Fleisch - die Gliedmaßen werden zerlöst (Ez 24,10) - tödliches Hinschmachten - die Seele sieht die Hölle vor sich aufklaffen".

Diese Phase der Kontemplation kann für den Einzelnen entsetzlich sein und sehr lange dauern. Die Zustände gleichen im allgemeinen einer tiefen Depression.
Hier wird es wichtig, dass der Übende diesen Prozess nicht einfach als ein Leid betrachtet, das ihn befallen hat, sondern als einen spirituellen Reinigungsvorgang.

Nur dann wird er überhaupt die Kraft aufbringen, diesen Prozess bis zum Ende durchzustehen. Die Haltung gegenüber dem inneren Erleben macht den Unterschied aus.
Das lässt sich an einem Beispiel zeigen. Man denke an zwei in der Wüste zurückgelassene Touristen, denen für die nächsten vier Wochen nichts anderes als Wasser zur Verfügung steht.
Der eine ist ständig auf Nahrungssuche, stellt sich nur essbare Dinge vor, träumt vom Essen, hungert und ist schließlich am Ende der vier Wochen tatsächlich verhungert.
Der zweite stellt sich auf eine vierwöchige Fastenzeit ein, eine Zeit psychischer und physischer Reinigung. Weil er zu fasten versteht, geht er gestärkt und gereinigt aus dieser Mangelphase hervor, während der erste in Not, Angst und Ausweglosigkeit stecken blieb.
Die passive Reinigung kann eine Zeit der Hilflosigkeit, des Schmerzes, der Verkrampfung, der Verzweiflung, der Panik und des Horrors sein.
Nicht ohne Grund nannten die Mystiker diesen Zustand horror vacui, das Grauen (vor) der Leere.

Was über die dunkle Nacht gesagt worden ist, klingt für manche beängstigend und negativ.
Für Johannes vom Kreuz ist diese Reinigung jedoch ein Freiwerden von Hindernissen, die den Menschen von der Erfahrung Gottes trennen.

Die ,liebende Seele" listet dem Geliebten nicht auf, was sie um seinetwillen aufgeben musste. Es zählt nicht. Es schmerzt nicht einmal. So kann der ganze Weg der Reinigung von einer großen Innigkeit begleitet sein, die eines Tages endgültig in die Freude mündet
.

Zitat:
Die „dunkle Nacht der Seele“
nach Johannes vom Kreuz

Der christliche Mystiker Johannes vom Kreuz (gest. 1591) beschreibt den ganzen Transformationsprozess, der schließlich zur „unio mystica“ (Liebesvereinigung mit Gott) führt, als „dunkle Nacht“ (an anderer Stelle benutzt er dafür die Metapher „Aufstieg auf den Berg Karmel“).

Sein Begriff der „Nacht“ ist als religiös-spirituelle Verdunkelung, als seelisch-geistliche Erfahrung zu verstehen.
Vorausgegangen sind ihr immer schon eine (oder mehrere) erste Erfahrungen des göttlichen Lichts/der göttlichen Liebe.
Dann entzieht sich Gott dem Erkennen des Menschen, um ihn auf einen Weg der Läuterung und Reifung zu bringen. Johannes benutzt für diesen Vorgang z.B. auch die Metapher vom Holzscheit, das im göttlichen Feuer brennt und dabei selbst immer mehr dem Feuer ähnlich wird.

Die „Nacht“ resultiert bei ihm aus einem Noch-Nicht-Erkennen-Können des Göttlichen und es geht darum, sie auszuhalten und zu durchleben, um sich letztendlich mit Gott in Liebe zu vereinigen. Es ist also eine Finsternis, die paradoxerweise erst durch das schon eingefallene und weiterhin erleuchtende „Licht Gottes“ entsteht.

Dabei beschreibt er verschiedene Phasen:

In der „Abenddämmerung“ findet der erste Läuterungs- und Reinigungsprozess statt, die „dunkle Nacht des Sinnes“.
Beim Durchschreiten dieser „Nacht“ muss der Mensch nach und nach sein weltliches Begehren loslassen, er erkennt immer mehr, dass seine (schon entbrannte) Sehnsucht nach Gott, nicht durch weltliche Dinge zu befriedigen ist.
Die eigentlich tiefe dunkle Nacht nennt er die „Nacht des Geistes“. In ihr muss der Mensch noch mehr Leid und Läuterung erdulden. Gott entzieht sich hier dem Erkennen vollständig, „erscheint“ als Nichts und Nicht-Wissen, bis er sich in der „Morgendämmerung“ als „die Fülle“ das „Alles“ zu erkennen gibt und eine Liebesvereinigung – Vereinigung aller Gegensätze – stattfindet.

In seinen beiden Hauptwerken beschreibt Johannes v. Kreuz dabei einerseits die passiv erfahrene („Dunkle Nacht“) und die aktiv gelebte Nacht („Aufstieg auf den Berg Karmel“).
Er leitet dazu an, „die von Gott her kommende, vom Menschen her gesehen „passive Nacht“ zu einer „aktiven Nacht“ zu gestalten“ (Körner).

http://www.spirituelle-krisen.net/d.....unkle_nacht_johannes.html

Lieber Kirchmessmensch,

mir sind alle diese Gefühle hinreichend bekannt.
Du kannst mich jederzeit ansprechen, es ist mir auf jeden Fall nicht zu viel und es belastet mich auch nicht.

Ich denke an dich.
Und immer wieder und immer wieder dreht sich das Karussell. Den Schuss hab ich schon lang gehört. Doch niemand hält es an. Langsam wird es Morgen. Die Nacht verzieht sich. Ich frage mich: Warum erst jetzt? Jetzt, wo die beste Zeit des Lebens vorbei geht?

Warum ist alles spurlos an mir vorbeigegangen? Wieso habe ich keine Spuren hinterlassen? Ein Sprichwort sagt... Gehe nicht dorthin, wo ein Weg ist, sondern dorthin, wo noch kein Weg ist und hinterlasse eine Spur. Schön. Hätte mir das jemand einmal früher sagen können?

Oder hat man es mir gesagt nur ich war zu taub und wollte es nicht wahrhaben? Was ist los? Mir erscheint alles so surreal. Finde mich wieder hinter den Sieben Bergen bei den Sieben Zwergen oder so ähnlich. Plötzlich hab ich Ohrenschmerzen.

Alles tut so fürchterlich weh. Es ist kaum noch zum Aushalten. Ich frage mich: Was passiert gerade mit mir? Ist es das, was ich mir gewünscht habe? Der Weg, der mich ins Licht führt oder will der Weg mich bloß hinter das Licht führen?

Jeder Mensch ist doch bloß Schatten seiner selbst und Licht ist eine Illusion. Genauso ist Leben eine Reine Illusion. Daher frage ich: Warum diese Schmerzen? Nur was weh tut , ist auch gut. Aha. Das soll der Sinn des Lebens sein?
Leben wir etwa in einer Matrix?
kirchmessmensch hat folgendes geschrieben:
Daher frage ich: Warum diese Schmerzen? Nur was weh tut , ist auch gut. Aha. Das soll der Sinn des Lebens sein?


Nein, du Mensch, das ist bloß der Schatten, aber der gehört genau so dazu.
Ich denke, halte nur nicht krampfhaft an der Maya-Prophezeihung fest, der zufolge die Welt heuer zu Weihnachten kaputtgehen soll Ich glaube an sowas garnicht, obwohl ich religiös bin.