Colin Goldner: Hinter dem Lächeln des Dalai Lama.


In "Kundun", der Verfilmung des Anfangs seines Lebens,

wird am Schluss der 19 jährige Dalai Lama von einem Soldaten gefragt:

"Seid Ihr der Erleuchtete, der Buddha?"

worauf er antwortet:

"Ich bin nur ein Spiegel, das was Du in mir siehst, liegt in Dir..." -
_________________
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
In "Kundun", der Verfilmung des Anfangs seines Lebens,

wird am Schluss der 19 jährige Dalai Lama von einem Soldaten gefragt:

"Seid Ihr der Erleuchtete, der Buddha?"

worauf er antwortet:

"Ich bin nur ein Spiegel, das was Du in mir siehst, liegt in Dir..." -


Schön, liebe Mara

das ganze Leben, alles was einem widerfährt ist ein Spiegel, haben wir in uns.


LG
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
In "Kundun", der Verfilmung des Anfangs seines Lebens,

wird am Schluss der 19 jährige Dalai Lama von einem Soldaten gefragt:

"Seid Ihr der Erleuchtete, der Buddha?"

worauf er antwortet:

"Ich bin nur ein Spiegel, das was Du in mir siehst, liegt in Dir..." -


Schön, liebe Mara

das ganze Leben, alles was einem widerfährt ist ein Spiegel, haben wir in uns.


LG
Rose



Liebe Rose,

manches erkenne ich auch nicht als Spiegelung, sondern als Aufgabe "den Spiegel zu reinigen".

LG
Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Hallo Tiro,

Zitat:
Etwas das in seiner Präsenz fließt aber in seiner Existenz ruht ist nicht wirklich veränderbar


Hmm, da unterscheiden wir uns wahrscheinlich grundsätzlich. Ich halte eine wie auch immer geartete unveränderliche Existenz nicht vereinbar mit den physikalischen Gesetzmässigkeiten dieses Universums oder anders ausgedrückt, es gibt bis heute keinen einzigen nachvollziehbaren Hinweis auf eine solche Existenz.
Das bedeutet natürlich nicht, dass jemand nicht allein durch die Annahme einer solchen Existenz für sein persönliches Leben eine "Lebensmitte" finden kann.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Lieber Pjotr,

Wer sagt dir das es außerhalb der physikalischen Realität nichts anderes gibt? Selbst viele Wissenschaftler sind davon überzeugt. Außerdem beruht diese Realität "nur" auf physikalischen Naturgesetzen die, bis zuende gedacht, nur die Essenz von (zeitlich begrenzter) Beobachtung.

Im Grunde läuft es auf folgendes hinaus: wir beide haben einen Glauben, deiner ist die Physik. Mir persönlich wäre dein Glaube zu einschränkend und ausschliessend, aber solange Du ihn magst.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Hallo Tiro,
gg, ich habe nicht behauptet, dass es ausserhalb der physikalischen Realität nichts geben kann. Ich habe nur festgestellt, dass es (bis heute) nicht nachweisbar ist.
Auf einen ganz einfachen Nenner gebracht: Jede Informationsverarbeitung (und im Prinzip kann man das ganze Universum als einenInformationsverarbeitungsprozess ansehen) ist auf einen Transmitter von Informationen angewiesen und dieser ist bis heute immer noch irgendeine physikalische Grösse. Sollte irgendwann einmal festgestellt werden, dass dies auch eine transzendentale Grösse sein kann, muss die Frage neu gestellt werden.
Ich persönlich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sich diese neue Grösse dann irgendwann wieder in ein logisches (physikalisches) System einordnen lässt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Lieber Pjotr,

Du schreibst:
Zitat:
Ich habe nur festgestellt, dass es (bis heute) nicht nachweisbar ist.


Und ich stellte und stelle nur fest das nichts, auch nicht die Physik, endgültig nachweisbar ist.

Du schreibst weiterhin:
Zitat:
Ich persönlich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sich diese neue Grösse dann irgendwann wieder in ein logisches (physikalisches) System einordnen lässt.


Natürlich wird es das, wenn das gesellschaftliche Kollektiv dies will. Hierzu empfehle ich meinen letzten Beitrag aus dem Thread "Lebenssinn". Der Mensch wird immer danach streben Erklärungen und Systeme und ebenso auch Gesetze zu (er-)finden um sich seine Umwelt begeif. und berechenbar zu machen.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Sollte irgendwann einmal festgestellt werden, dass dies auch eine transzendentale Grösse sein kann, muss die Frage neu gestellt werden.


Wie soll etwas "nachweisbar" sein, dass unser Erfassensvermögen übersteigt? Im Endeffekt geht es um den Vernunftbegriff. Ist "vernünftig" nur das, was sich im naturwissenschaftlichen Experiment verifizieren/falsifizieren lässt? Oder ist es "vernünftig" anzunehmen, dass es eine Wirklichkeit gibt, die die mathematisch beschreibbare übersteigt. Das ist ein qualitativer Unterschied, was Transzendenz meint. Der Fehler aus heutiger Sicht der Religion früher war, dass sie fehlende wissenschaftliche Erkenntnis "transzendental" befüllte, sogar im "fremdem Revier" wilderte - und paradoxerweise genau so den technischen Fortschritt anspornte, der ihr selbst zum "Verhängnis" wurde - insofern positiv als Religion jetzt wieder dorthin verwiesen worden ist, wo sie hingehört - in den Bereich des Übernatürlichen.

Der Fehler der heutigen Moderne ist, dass sie den Vernunftbegriff auf die Kragenweite eines einzig zulässigen Rationalitätshorizontes zurechtgestutzt hat - den mathematisch-naturwissenschaftlichen. Alles darüber hinausgehende soll sich dieser einen absolut gesetzten "Taschenrechner-Vernunft" unterordnen; alles Andere darf sich eigentlich gar nicht mehr legitimerweise "Vernunft" nennen - Religion gilt demgegenüber sogar vielfach als reine "Spinnerei", die sich im Privatbereich abspielen soll. Die Folge eines derart engen Vernunftbegriffes könnte ein Begründungsdilemma in vielen ethischen Grundfragen sein - das zeichnet sich bereits jetzt z.B. in der Bioethik ab.

Ich habe heute im Zuge einer Debatte betreffend das "Adoptionsrecht" homosexueller Paare eine intensive Diskussion über die Frage mitverfolgt, warum es für Kinder überhaupt wichtig sein sollte die leibliche Mutter bzw. den Vater zu kennen. Einige haben das verneint - nach dem Motto - wozu? Mit welcher mathematischen Gleichung berechnet und beschreibt man denn ethische Grundbedürfnisse? Gar nicht. Ist es deshalb unvernüftig eine allgemein verbindliche Ethik anzunehmen, die auch einen "festen Kern" hat? Ja - ich würde sagen in dem Moment schon, wenn ich keine "vernünftigen" (im Sinne obiger moderner Definition) Argumente für das Bestehen dieser Ethik ins Treffen führen kann. Welche "vernünftigen" Argumente für eine Ethik sollen es also im Letzten sein außer religiös begründete?

In der ethischen Debatte zu sagen: Ich will das so - oder Kant und Hegel haben das auch gesagt - oder "es steht in der Menschenrechtskonvention"? Na und sagt ein Anderer? Dann streichen wir es halt heraus und schreiben etwas Anderes. Ist das Ethik, was 50% oder 2/3 der Leute beschließen? Oder doch nicht? Ich bezweifle, dass eine Gesellschaft von einem außerreligiös begründeten ethischen Grundkonsens getragen werden kann. Es ist ein Bau auf ein Sand, der beim ersten Windhauch ins Wanken gerät.
Hallo Tiro,

Zitat:
Der Mensch wird immer danach streben Erklärungen und Systeme und ebenso auch Gesetze zu (er-)finden um sich seine Umwelt begeif. und berechenbar zu machen.


Es ist zwar richtig, dass physikalischen Gesetzen auch immer etwas "Vorläufiges" und eine leichte "Unschärfe" anhaftet. Nur im Gegensatz zur Metaphysik wird hier zumindest mit einigermassen begründeten Annahmen gearbeitet und verliert sich nicht ins "Uferlose" oder verlässt sich nur auf die Aussagen eines Religionsstifters.
Die letzten Gründe und damit die letzten Erklärungen für die Existenz des Universums werden wir wahrscheinlich nie herausfinden. Damit ist immer Raum für Spekulationen. Und je nach Mentalität wird der eine mehr rationale, der andere mehr transzendentale Begründungen für seine Existenz suchen und für sich auch finden.

hallo Burkl,

Zitat:
Wie soll etwas "nachweisbar" sein, dass unser Erfassensvermögen übersteigt?


hmm, irre ich mich da, oder wird nicht die ganze Zeit von allen "gläubigen" Seiten hier versucht, genau das zu erklären, was unser "Fassungsvermögen" eigentlich übersteigt? Es könnten z.Beispiel 1000 Welten neben mir existieren, solange ich sie nicht irgendwie "erfassen" kann, sind sie für mich quasi nicht existent.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Es könnten z.Beispiel 1000 Welten neben mir existieren, solange ich sie nicht irgendwie "erfassen" kann, sind sie für mich quasi nicht existent.


Genau solche Aussagen trifft mittlerweile die Naturwissenschaft - siehe "Multiversen". Mir kommt das so vor als ob man sich argumentativ lieber in absurde Verrenkungen hineinbegibt, bevor man akzeptiert, dass es an beiden Ende - Mikro- und Makrokosmos - Grenzen des naturwissenschaftlich Beschreibbaren gibt. Turmbau zu Babel.