Etwas Licht in der Dunkelheit...


Liebe Forummitglieder.

ich hatte am Montag einen Termin bei meiner Pchychotherapeutin, gestern einen Termin bei meiner Betreuerin für meinen Neueinstieg ins Berufsleben und heute bei meiner Ergotherapeutin. Es haben sich ein paar neue Dinge ergeben, die mir sehr viel weitergeholfen haben.

Mein Alptraum, der mich nun fast seit 2 Wochen quält, scheint sich langsam aufzuklären.
Es sind viele Elemente meiner Vergangenheit darin beinhaltet.
Einmal die Gewalt, körperlich und seelisch, wie ich sie jahrlang früher seit meiner Kindergartenzeit bis zum Ende der Realschule habe erleben müssen. Ich habe von Mitschülern sowieso, aber auch von Pädagogen und Erziehern/Erzieherinnen verbale und körperliche Gewalt erlebt.
Im Kindergarten, das vergesse ich nie, hat mir eine Erzieherin sogar gedroht, mich umzubringen, wenn ich sie nicht in Ruhe lassen würde, oder sie noch mal was fragen würde. In der Schule war es nicht viel anders, es gab zwar ein paar nette Lehrer und ein paar nette Klassenkameraden, aber ansonsten waren verbale und körperliche Gewalt von Erziehern und Schülern für mich an der Tagesordnung. Oftmals kam ich mit blauen Flecken nach Hause, wurde getreten, geschlagen, mir wurde ins Gesicht getreten, gegen den Kopf geschlagen, ich wurde mit Gegenständen geschlagen, man hat mir täglich brutal mit der Faust in den Rücken geschlagen, und das ging fast die ganzen 6 Jahre lang immer wieder so...
Die Lehrer waren meist machtlos, oder aber manche haben mich selbst, wenn auch "nur" verbal fertig gemacht...
Ich wurde oft angeschrien, bekam Dinge zu hören, wenn mein Kind so wäre, das würde ich verprügeln... usw.
Ich habe seitdem auch heute noch sehr große Angst vor Menschen...
Und Schuldgefühle, ich verl... mich heute noch selbst, um mich zu bestrafen...
Ich fühle mich immer schuldig, allein wegen meiner Persönlichkeit...
Ich habe jetzt schon wieder ein schlechtes Gefühl, dass ich Euch so damit zutexte, aber ich muss meinem Herzen mal Luft machen...
Ihr wisst ja mitlerweile, dass ich immer denke, dass ich bestraft gehöre..
Ich weiß nicht, ob es mit den Erlebnissen zusammenhängt, ich bin froh, dass ich den Therapieplatz gefunden habe.
Alleine würde ich damit nicht fertig werden.

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Woche, ach, ich habe mir übrigens einen Traumfänger gekauft. Der hängt nun über meinem Bett. Vielleicht hilft er mir ja und die Alpträume werden weniger.

Liebe Grüße Euch allen,

Eure Seerose!
Ich denke, du musst nur wieder Vertrauen in dein Umfeld gewinnen und dich so verhalten, dass es auch so rauskommt.
Peter schrieb:
>Ich denke, du musst nur wieder Vertrauen in dein Umfeld gewinnen<

Ja, Vertrauen in Dein Umfeld und Deine Mitmenschen langsam wieder aufbauen. Leicht ist es wohl nicht, nachdem was Du so berichtest. Doch mit Deiner Pchychotherapeutin, Deiner Betreuerin für einen Neueinstieg ins Berufsleben, Deiner Ergotherapeutin und nicht zuletzt mit diesen Leuten hier im Forum, müsste das doch immer besser gelingen.

Freu mich, dass schon etwas Licht in Deine Dunkelheit kam. Weiter so!

Alles Gute!
Linde