Ursache-Wirkung oder Kinder am Zug?


Wenn sie ein Kind sehen, das mit einer Hand einen Zug zieht, wissen Sie sofort:
Nicht das Kind ist es, der den Zug zieht, denn die hierfür notwendig Kraft, besitzt das Kind nicht. Demzufolge muss es eine Kraft geben, die ich nicht sehen kann. Das Kind ist lediglich der Schleier vor dieser Kraft. Der Grund, warum Sie so denken ist die Unstimmigkeit zwischen Ursache und Folge.
Das Kind hier ist die Ursache und die Folge ist das Ziehen des Zuges. Die Tatsache, dass die Ursache schwach ist und das Zustandekommen ihrer Folge sehr viel Kraft erfordert, schließt diese Ursache als wirklicher Täter aus und beweist das Dasein eines anderen Täters. Auch wenn sie diesen wirklichen Täter dahinter nicht sehen, zweifeln Sie nicht an seiner Existenz, denn seine Leistung ist sichtbar.

Nun stellt sich die Frage: Gibt es in der Welt noch erstaunlichere Vorgänge? Selbstverständlich gibt es sie, sogar noch interessantere. Aus einem winzigen Kern wachsen berggroße Bäume. An trockenen Ästen werden Früchte mit verschiedenen Farben, Geschmäcker und Formen angehängt. Als ob die schwarze Erde ein Kochkessel wäre, wird Gemüse jeder Art darin zubereitet. Alles, was der Mensch im Leben erlebt und lernt, wird in seinem Gedächtnis gespeichert, das so klein wie ein Senfkorn ist. Aus einem Tropfen Wasser wird der Mensch erschaffen. In der Tat werden unzählbar viele erstaunliche Vorgänge zu jeder Zeit vor unseren Augen erschaffen. Die Ursachen, die die Ergebnisse produzieren, sind schwach, einfach, leblos und arm, doch diese Ergebnisse sind äußerst kunstvoll, komplex, nützlich und wertvoll. Dieser Zustand beweist: Nicht die Ursachen sind der Erschaffer ihrer Folgen, Allah ist es, der Ursache, Wirkung und Folge erschafft. Die Ursachen sind nur ein Schleier vor der Kraft Allahs.
Um diese Sachverhalt besser zu verstehen, denken wir über folgendes Beispiel nach: Ein 200 gr. schwerer Goldregenpfeiffer macht jedes Jahr ein 4000 km weite Wanderung von Alaska nach Hawaii. 88 Stunden lang (3,5 Tage) schlägt der Vogel ununterbrochen mit dem Flügel. Wissenschaftler rechneten aus, dass dieser Vorgel 82 gr. Fett als Treibstoff benötigt, um diese Flugstrecke zurücklegen zu können. Dementgegen besitzt der Goldregenpfeiffer nur 70 gr. Fett. Trotz dessen fällt kein einziger von ihnen ins Meer, weil der Treibstoff ausgegangen ist. Was ist das Geheimnis dahinter? Goldregenpfeiffer fliegen im Schwarm und ordnen sich dabei V-förmig an. Dadurch wird der Windwiderstand verringert und die Vögel sparen 23% an Energie. Folglich bleibt am Ende bei der Landung ein Überschuss von 6-7 gr. übrig. Dieses Restfett ist der Reservetreibstoff, der im Falle eines Gegenwindes verwendet wird.
Machen wir einen Vergleich: Während der Goldregenpfeiffer mit 70 gr. Fett 4000 km weit fliegen kann, braucht eine Boeing 737-800 für dieselbe Strecke mehr als 16 Tonnen an Treibstoff. Indes beträgt das Fassvermögen dieses Flugzeugs 14,2 t, sodass es diese Strecke nicht ohne zwischentanken zurücklegen kann. Eben in diesem Beispiel ist der Goldregenpfeiffer die Ursache. Die Folge ist die von ihm unternommene Reise. Wie wir wissen, handelt es sich hierbei um einen Vogel. Dementsprechend gering ist die Kraft und Intelligenz. Trotzdem ist sein Flug eine Reise, die nur mit außerordentlich viel Wissen und Kraft abgeschlossen werden kann. Dass diese Leistung Wissen und Kraft benötigt, der Goldregenpfeiffer als Ursache dieser Leistung aber über solch ein Wissen und Kraft nicht verfügt, beweist, dass dieser Vogel diese Reise nicht ganz alleine macht, sondern ein anderer ihm diese Reise machen lässt. Wer nicht akzeptiert, dass die Reise des Goldregenpfeiffers nur mit Allahs Kraft und Hilfe unternommen wird, soll uns erst einmal folgende Fragen beantworten:
1-Woher merkt der Goldregenpfeiffer, dass seine Wanderungszeit gekommen ist?
2-Wenn wir keine Straßenschilder hätten,könnte wir niemals den richtigen Weg finden.
Wir verfahren uns sogar oft dann, wenn wir Straßenschilder und –karten benutzen. Doch dieser Vogel verfliegt sich nie.Welche Schilder verfolgend findet er wohl seinen Weg?
3-Ununterbrochen 88 Std. mit den Flügeln zu schlagen ist eine extrem anstrengende Arbeit.
Selbst Marathonläufer als die Menschen mit der größten Ausdauer könnten höchstens 40-50 km lang rennen. Wie kam der Vogel wohl selbständig zu so einem ausdauernden Körper?
4-Wer hat das für die Reise notwendige 70 gr. schwere Fett in seinem Körper gelagert?
5- Wer hat ihnen die V-Flugstellung gelehrt, die den Windwiderstand mindert?
6- Das von Menschen gebaute Flugzeug kann mit dem Goldregenpfeiffer nicht einmal verglichen werden. Braucht trotz dieser Sachlage das Flugzeug einen Ingenieur, während der Goldregenpfeiffer nur ein Zufallswerk ist? Die Reise, die Goldregenpfeiffer mit 70 gr. Fett bewältigen,können Flugzeuge als eine Errungenschaft der Zivilisation mit 16 t. Treibstoff machen.
Somit können wir sagen, dass der Künstler dieses Vogels im höchsten Grade weise und sparsam ist.

Gibt es denn etwas anderes, was hier als weiser, sparsamer Künstler auftreten könnte, außer dem Erschaffer aller Geschöpfe?
Man kann es so sehen. Man kann an die Stelle von "Gott" aber auch das universelle System von Ursache und Wirkung, das karmische Wirken oder evulotionäre Notwendigkeit und Anpassung setzen. Die Existenz all dieser Dinge kann im Absolut weder bewiesen noch völlig widerlegt werden.

Wenn Du darin Gott sehen willst so ist das deine Entscheidung und wird für dich vielleicht sogar zur Tatsache, zur objektiven Tatsache wird Gott dadurch nicht.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)


Und Gott ist Geist.
Und ohne Seine Macht geschieht nichts.
Nur meine bescheidene Meinung.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Liebe Minou,

Mit dem Geist ist hier definitiv nicht "Gott" und schon gar kein "Allschöpfermythos" gemeint. Dies lässt sich aus der kleinen Sammlung aus der ich diesen Spruch habe als Kontext klar erkennen.

Deine Meinung/deinen Glauben in allen Ehren und in Respekt, aber bitte verwende monotheistische heilige Schriften um sie zu untermauern/rechtfertigen.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Deine Meinung/deinen Glauben in allen Ehren und in Respekt, aber bitte verwende monotheistische heilige Schriften um sie zu untermauern/rechtfertigen.


Lieber Tiro,

ich habe nur spontan meine persönliche Meinung geschrieben, habe nicht die Absicht, diese zu untermauern. Finde das ist auch in dem Fall nicht nötig.

Liebe Grüße,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:

Und ohne Seine Macht geschieht nichts.


Widerspricht das nicht dem freien Willen? Wenn nichts ohne die Macht Gottes geschieht könnte doch kein Mensch etwas gegen dessen Willen machen. Das würde doch heißen, dass Gott jede sündhafte Tat, jeden Mord etc. selbst ermächtigt hat. Das hast du so sicher nicht gemeint, oder?
lichtbsp hat folgendes geschrieben:

1-Woher merkt der Goldregenpfeiffer, dass seine Wanderungszeit gekommen ist?

Wenn er soviel Fett angefressen hat, dass er grad noch fliegen kann
lichtbsp hat folgendes geschrieben:

2-Wenn wir keine Straßenschilder hätten,könnte wir niemals den richtigen Weg finden.
Wir verfahren uns sogar oft dann, wenn wir Straßenschilder und –karten benutzen. Doch dieser Vogel verfliegt sich nie.Welche Schilder verfolgend findet er wohl seinen Weg?

Wieso verirren sich tausende Vögel jährlich und verenden teilweise elendig weil sie´s nicht in die wärmeren Gefilde schaffen?
Außerdem haben die meisten Männer einen exzellenten Orientierungssinn, nur wird er nicht mehr benötigt, weil die Arbeit abgenommen wird.
lichtbsp hat folgendes geschrieben:

3-Ununterbrochen 88 Std. mit den Flügeln zu schlagen ist eine extrem anstrengende Arbeit.
Selbst Marathonläufer als die Menschen mit der größten Ausdauer könnten höchstens 40-50 km lang rennen. Wie kam der Vogel wohl selbständig zu so einem ausdauernden Körper?

Evolution? Wie kamen wir zu unserem Hirn? Gott hats verteilt und als es ausging hat er Zetteln verteilt mit: "Dir schulde ich noch eins"? Würde immerhin vieles erklären ...
lichtbsp hat folgendes geschrieben:

4-Wer hat das für die Reise notwendige 70 gr. schwere Fett in seinem Körper gelagert?

Der Vogel? Immerhin frisst er den ganzen Tag ...

lichtbsp hat folgendes geschrieben:

6- Das von Menschen gebaute Flugzeug kann mit dem Goldregenpfeiffer nicht einmal verglichen werden. Braucht trotz dieser Sachlage das Flugzeug einen Ingenieur, während der Goldregenpfeiffer nur ein Zufallswerk ist? Die Reise, die Goldregenpfeiffer mit 70 gr. Fett bewältigen,können Flugzeuge als eine Errungenschaft der Zivilisation mit 16 t. Treibstoff machen.

Hast du schon mal einen Stein und eine Feder gleichzeitig zu Boden fallen lassen?
Mensch Luschn, Du bist ja wieder gut drauf für Wochenanfang... haste aufm Batmancomic geschlafen?

Aber mal ernsthaft... Entwicklung und Veränderung, Werden und Vergehen, das sind universelle Konstanten. Alles in dieser Wirklichkeit ist bedingtes Be- und entstehen. Der Vogel (egal welcher Art) tut was er tut und kann was er kann weil er sich im Laufe von Jahrmillionen angepasst hat, anpassen mußte um zu überleben. Der Mensch ist das zurzeit herrschende Tier dieses Planeten weil er im richtigen Moment gezwungen war auf 2 Beinen zu laufen um sein Happi Happi zu jagen und in der damaligen Welt zu überleben. Die Welt ist heute wie sie ist weil der Mensch ein gefährliches Entwicklungslevel erreicht hat und wir seit dem glauben wir könnten die Welt unseren Bedürfnissen anpassen aber umgekehrt müßte es nicht so laufen. Die Umwelt verändert sich und mit ihr das Leben darin und dadurch wiederum die Umwelt und wieder das Leben usw.. Dazu Bedarf es weder einer ständig wachenden Allmachtgottheit noch immer währender Verehrung und Anbetung dieser. Ein Anstoss mag notwendig gewesen sein, aber welcher Art dieser war und was ihn gab, das bleibt ein Mysterium und ist weder für unsere Zukunft noch für unsere Gegenwart von Belang.

Mal so nebenbei.. Wenn Gott der Schöpfer von allem tatsächlich existieren sollte/existiert hat, wer schuf dann Ihn/Sie/Es?

Und wer schuf was es/ihn/sie schuf und wer schuf was es schuf das es schuf? Und warum sollte irgendwas davon eine Rolle für uns spielen?

Fragen über Fragen..

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Moin Moin

Nur eine kleine Korrektur zu der angesprochenen Vogelart.
Es ist wohl der Wanderregenpfeifer gemeint : http://de.wikipedia.org/wiki/Wanderregenpfeifer

Der Goldregenpfeifer wandert nicht so weit und hat ein anderes Verbreitungsgebiet: http://de.wikipedia.org/wiki/Goldregenpfeifer


lichtbsp hat folgendes geschrieben:

5- Wer hat ihnen die V-Flugstellung gelehrt, die den Windwiderstand mindert?

Wer den Wandervögeln den Formationsflug gelehrt hat weiss ich nicht, aber wir gucken das bei diesen Vögeln ab und werden in Zukunft Langstreckenflüge mit vielen Flugzeugen im V-Formationsflug zurücklegen um Treibstoff einzusparen.

Da mehrere Vogelarten den Formationsflug erlernt haben, möchte ich annehmen, dass diese Vögel intuitiv spüren, dass sie weniger Energie verbrauchen, wenn sie sich in einer bestimmten Position hinter ihrem Vordermann befinden.
Wenn der vorrausfliegende Vogel erschöpft ist, lässt er sich zurückfallen und von den anderen Vögeln des Schwarms "mitziehen".
Das funktioniert wahrscheinlich ohne dass sie das extra erklärt bekommen.
Weil das so gut klappt, machen Vögel sowas...


Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:
Moin Moin

Nur eine kleine Korrektur zu der angesprochenen Vogelart.
Es ist wohl der Wanderregenpfeifer gemeint : http://de.wikipedia.org/wiki/Wanderregenpfeifer

Der Goldregenpfeifer wandert nicht so weit und hat ein anderes Verbreitungsgebiet: http://de.wikipedia.org/wiki/Goldregenpfeifer


Und jetzt kommt der Oberklugscheisser, es ist wohl der Pazifische Goldregenpfeifer:

http://tierdoku.com/index.php?title=Pazifischer_Goldregenpfeifer


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