Einstein über Religionen


dtrainer hat folgendes geschrieben:

Zitat:
"Es ist bequem mit dem Einstein. Jedes Jahr widerruft er, was er das vorige Jahr geschrieben hat."

Albert Einstein über sich selbst in einem Brief an Paul Ehrenfest, 26. Dezember 1915, Schulman et. al. (Hrsg.): "The collected papers of Albert Einstein", Bd. 8, Princeton 1998, doc 173, zitiert nach tc.umn.edu




Das nennt man Wissenschaft
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
linde hat folgendes geschrieben:
Da sich Oma Linde mit Internet etc. fast garnicht auskennt, habe ich nun einen lieben Freund um Hilfe gebeten, der mir sagte, dass das Zitat zu finden sei unter >Naturwissenschaft und Religion II, 1941<
Hab auch noch den folgenden Link von ihm. Weiß jetzt nicht sicher wo es da zu finden ist
http://einstein-gymnasium-vk.de/einsteinprojekt/religion/

Wie versprochen und in aller Öffentlichkeit:

Entschuldigung Linde, ich erkenne, ich habe Dir Unrecht getan,
das Zitat stammt tatsächlich von Einstein.


Es passte nur so gar nicht in das Bild, das ich von ihm habe.
Aber im folgenden Zusammenhang... (aus dem obigen Link)

Doch obgleich die Gebiete von Religion und Wissenschaft als solche sauber getrennt seien, fährt er fort, bestehen zwischen ihnen gegenseitige Abhängigkeiten; denn die Religion setze die Ziele, deren Verwirklichung nur durch die von der Wissenschaft erforschten Mittel möglich sei.

...ist es verständlich. Denn die Wissenschaft soll dazu dienen, die von den Religionen gesetzten Ziele zu verwirklichen.
Nehmen wir z.B. mal die enorme Kommunikationsfähigkeit, die wir heute haben.

Danke!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Namaste

Zitat:
Hallo, zuallererst wollte ich mich bei Dir lieber Tiro für Deine Wertschätzung sehr bedanken. Hat mich echt gefreut.


Liebe Linde,

Verdientes Lob und Wertschätzung bedarf keines Dankes. Aber sehr gern geschehen!

Yogi schrieb:
Zitat:
Mich amüsiert irgendwie dass religiöse Menschen Einstein gerne als Leumundszeugen benennen wollen. Meiner Meinung nach ein Zeichen eigener Unsicherheit.


Eine denkbare Motivation, stimme ich zu. Eine andere wäre die Hoffnung einem Atheisten klar zu machen das nicht auschliesslich "agehobene Phantasten" eine Welt außerhalb der Sichtbaren als realistische/logische/mögliche Annahme anerkennen.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Nunja, ich würde meinen, dass so ein extremer Naturwissenschaftler da durchaus Schwierigkeiten haben kann mit spirituellen Anschauungen oder dergleichen.
yogi hat folgendes geschrieben:
dtrainer hat folgendes geschrieben:

Zitat:
"Es ist bequem mit dem Einstein. Jedes Jahr widerruft er, was er das vorige Jahr geschrieben hat."

Albert Einstein über sich selbst in einem Brief an Paul Ehrenfest, 26. Dezember 1915, Schulman et. al. (Hrsg.): "The collected papers of Albert Einstein", Bd. 8, Princeton 1998, doc 173, zitiert nach tc.umn.edu




Das nennt man Wissenschaft


Nicht jedes ändern der Meinung ist 'Wissenschaft'. Manchmal haben Leute einfach nur ihre Meinung geändert oder aber sie erzählen widersprüchliche Dinge.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
@ Dtrainer,

Spinozas Gott war eben ein Gott,
der sich durch die Naturgesetze offenbart,
diese jedoch nicht durch Wunder außer Kraft setzt.
In Spinozas Glauben sehe ich (persönlich) im Grunde einen Atheismus,
der von einem Staunen, ja einer Ehrfurcht,
vor allem Sein begleitet ist.
Alles Sein wird jedoch keinem bewussten Schöpfungsakt zugeschrieben,
sondern dem Zusammenspiel der Naturkräfte.
(Korrigiere mich, wenn Du das anders siehst.)


Es ist schon irgendwie Amüsant, wenn jemand einen Thread aufmacht indem er sich echauffiert, weil er meint jemand würde eines seiner Idole falsch zitieren und dann von Spinoza Philosophie als Atheismus darstellt. Wenn man auf Spionzas Philosophie ist eine spezielle (eben spinozizistische) Art des Pantheismus. Da Gott in einer solchen Philosophie keine 'Persönlichkeit' und keinen freien Willen hat, sondern die absolute und essenziellste Form des sein ist, ist dies natürlich vielen Menschen seiner Zeit ein Dorn im Auge gewesen. Jeder der irgendwie abweichende Positionen bezogen hat wurde dann als Atheist bezeichnet.

Man kann zugegeben von der Sicht Spinozas einen Sprung in eine reine Naturphilosophie ohne Gott machen können. Doch selbst bei den deutschen Philosophen, welche dies mit Vorliebe taten, waberte dann noch immer der Weltgeist oder die Weltvernunft herum. Denn gerade darauf ruht diese ganze Philosophie eigentlich. Wohlgemerkt hätte sich Spinoza diesen Schritt aber bereits verboten bzw. er hat ihn ja auch ganz bewusst und offensichtlich nicht getan.
Lieber Papaloooo,
Aber woher nimmst du dir dann das Recht Einstein in's richtige Licht zu rücken?
Kanntest du ihn etwa als Privatperson?
Lieber Papaloooo,
Aber woher nimmst du dir dann das Recht Einstein in's richtige Licht zu rücken?
Kanntest du ihn etwa als Privatperson?
@ PapaLooo
Zitat:
Entschuldigung Linde, ich erkenne, ich habe Dir Unrecht getan,
das Zitat stammt tatsächlich von Einstein.


Alles klar, ich hatte eh kein Problem damit.

Zitat:
Es passte nur so gar nicht in das Bild, das ich von ihm habe.


Tja, ich glaube es gibt jede Menge Dinge, die nicht in unser Bild passen und trotzdem wahr sind.

Zitat:
Denn die Wissenschaft soll dazu dienen, die von den Religionen gesetzten Ziele zu verwirklichen.
Nehmen wir z.B. mal die enorme Kommunikationsfähigkeit, die wir heute haben.


Ich sehe es so:

Jede Form von Religion, die der Wissenschaft nicht entspricht oder sich zu ihr im Gegensatz befindet, ist gleichbedeutend mit Unwissenheit, denn Unwissenheit ist der Gegensatz von Wissen.

Was immer die Intelligenz des Menschen nicht zu begreifen vermag, sollte auch von der Religion nicht angenommen werden. Die Religion geht mit der Wissenschaft Hand in Hand..


Es gibt keinen Widerspruch zwischen wahrer Religion und Wissenschaft. Wenn eine Religion im Gegensatz zur Wissenschaft steht, wird sie zu reinem Aberglauben..


Ich sage euch: wäget alles, was euch als Religion geboten wird, sorgfältig auf der Waage der Vernunft und Wissenschaft.


Wenn die Religion, befreit von Aberglauben, Überlieferungen und unverständigen Dogmen, ihre Übereinstimmung mit der Wissenschaft dartut, so wird eine große einigende, reinigende Kraft in der Welt sein...

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)


Religion und Wissenschaft sind für mich wie die beiden Flügel eines Vogels, sie müssen sich ergänzen. Mit einem Flügel kann man nicht fliegen.

Wenn jemand versuchen wollte, nur mit dem Flügel der Religion zu fliegen, so würde er rasch in den Sumpf des Aberglaubens stürzen, währen er andererseits nur mit dem Flügel der Wissenschaft auch keinen Fortschritt machen, sondern in den hoffnungslosen Morast des Materialismus fallen würde.

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)



Schöne Grüße und schönen Abend noch
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Religion und Wissenschaft sind für mich wie die beiden Flügel eines Vogels, sie müssen sich ergänzen. Mit einem Flügel kann man nicht fliegen.

Ethik und Wissenschaft, würde ich sagen.
Denn Religionen sind oft die Ursache, dass Völker gegeneinander kämpfen,
sich gegenseitig verachten oder geringschätzen.
Ethik kennt solch eine Teilung nicht.

Möge die Ethik irgendwann die Religionen ersetzen.
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