Drei Mal Gott unter einem Dach



Was haltet ihr von diesem Projekt?
Bin begeistert, das kann und wird den Religionsfrieden und den Dialog fördern.
47%
 47%  [ 10 ]
Neutral eingestellt. Nette Symbolik, die jedoch nichts in der Tiefe bewegen wird.
42%
 42%  [ 9 ]
Ablehnend. Derartige Projekte suggerieren unehrlicherweise eine äußere Einheit der Religionen, die es im Inneren der Religionen nicht gibt.
9%
 9%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 21

jivatma hat folgendes geschrieben:
anstatt uns den gemeinsamen Ursprung und die gemeinsame Verbindung mit dem einen Gott erkennen zu lassen.


Was ist denn das für dich - die gemeinsame Verbindung, der gemeinsame "Anknüpfungspunkt" aller Menschen zu Gott?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Was ist denn das für dich - die gemeinsame Verbindung, der gemeinsame "Anknüpfungspunkt" aller Menschen zu Gott?


Ich möchte jetzt nicht für Jivatma sprechen.
Für mich sind es die ewigen Wahrheiten, die göttlichen Tugenden.

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Für mich sind es die ewigen Wahrheiten, die göttlichen Tugenden.


Für mich auch - und ich glaube ganz entscheidend ist, dass sie in Jesus Christus Mensch geworden sind.

"Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib. Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet." (Eph 2,15 u. 16)

Der erste "neue Mensch" ist also Jesus Christus. Und jeder "alte Mensch" hat die Möglichkeit an diesem neuen Menschsein - das volkommen mit Gott versöhnt ist - Anteil zu haben.

Nicht aus eigener Moralität und guten Werken kann ein Mensch zu Gott kommen - ja sie sind auch wichtig - aber ohne dem "Fleisch" Jesu, ohne seine "Substanz", geht es nicht dorthin zu gelangen, zum neuen Menschsein. Er hat etwas, das uns allen fehlt - die Sündlosigkeit.

Was will also Gott von jedem Menschen? Ich glaube, dass wir unser neues Menschsein freilegen, das als Samenkorn in uns schlummert, und so ans Ziel kommen, wo Jesus bereits ist - das ewige Leben zu haben, in absolutem Glück, das auch der Tod nicht mehr entreissen kann.
Hallo Burkl,
Zitat:

Zitat:
@jivatma
Mit ein bisschen Weisheit sieht man das es die Religionen sind die uns von Gott entfernten, anstatt uns den gemeinsamen Ursprung und die gemeinsame Verbindung mit dem einen Gott erkennen zu lassen.

@burkl
Was ist denn das für dich - die gemeinsame Verbindung, der gemeinsame "Anknüpfungspunkt" aller Menschen zu Gott?

Die Antwort gibt dir doch Christus.
Er sagt; "ich und der Herr sind eins".
Das ist das wahre Ziel von Re-Ligio (Rück-Verbindung).
Wir sind alle Kinder des einen Gottes.

Im bedingten Zustand sind wir in Unwissenheit über unsere spirituelle Herkunft und unser ursprüngliches Wesen. Das Ziel wahrer Spiritualität ist es also Selbsterkenntnis und dann Gotteserkenntnis zu erlangen.

Wenn das Lebewesen mit dem Höchsten Herrn in Liebe verbunden ist, ist es von allen äusseren Bezeichnungen frei und betrachtet jedes Lebewesen als gleichwertig. Es macht keinen Unterschied mehr zwischen Religion, Hautfarbe, Nation oder sozialem Status.

Shri Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita:
Zitat:
"Wenn Intelligenz, Geist, Glaube und Zuflucht allesamt auf den Höchsten gerichtet sind, wird man durch vollständiges Wissen von allen unheilvollen Dingen gereinigt und kann so auf dem Pfad der Befreiung unbeirrt fortschreiten." BG 5.17
"Die demütigen Weisen sehen Kraft wahren Wissens einen gelehrten und edlen Brahmana, eine Kuh, einen Elefanten, einen Hund und einen Hundeesser (Kastenloser Fleischesser) mit gleicher Sicht." BG 5.18
"Diejenigen, deren Geist in Gleichmut und Ausgeglichenheit ruht, haben bereits die Bedingtheit von Geburt und Tod überwunden. Sie sind unbefleckt wie das Brahman, und so sind sie bereits im Brahman verankert." BG 5.19

Man nennt diese unterste Stufe spiritueller Erkenntnis "Brahmabhuta" = "aham brahmasmi" = "ich bin ein spirituelles Lebewesen". Auf dieser Ebene gibt es kein Begehren und Beklagen nach Sinnenbefriedigung mehr. Da man erkannt hat das man von gleicher Qualität ist wie der Höchste Herr. Auf dieser Ebene erfährt man in seinem Innern ewige Freude und empfindet keinerlei Anziehung zu Sinnenbefriedigung.

Die Religionen haben das zerstört, da sie die eigentliche spirituelle Praxis der Rückverbindung mit Gott, Yoga/Re-Ligio, durch oberflächliche Rituale und blinde Glaubenskonstrukte ersetzt haben.

Im Zeitalter des Kaliyuga, des heutigen Zeitalters von Streit und Heuchelei, gibt es nur eine wirksame Methode der Selbst- und Gotteserkenntnis und das ist das Chanten der Heiligen Namen Gottes.
Reste dieses Wissens kann man sogar noch in der Bibel finden...
http://www.youtube.com/watch?v=T9GSkZNaSSw&feature=related

Gruss
_________________
"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
(Lucius Annaeus Seneca)
jivatma hat folgendes geschrieben:
Die Antwort gibt dir doch Christus.
Er sagt; "ich und der Herr sind eins".


Jesus ist absolut eins mit dem Vater.

Darum ist er im christlichen Glauben auch als einziger Mittler zwischen Gott und Mensch Adressat des Gebets. Das bedeutet, dass Menschen auf dem Weg zu ihm christusähnlich, d.h. heilig, werden können - aber niemals ein "zweiter Christus".

jivatma hat folgendes geschrieben:
Da man erkannt hat das man von gleicher Qualität ist wie der Höchste Herr.


Jesus stellt ganz eindeutig klar, dass er alleine der Meister ist. Die absolute Heiligkeit hat nur er, weil er Gott gleich ist. Die Ebene von Christus ist für keinen irdischen Menschen erreichbar.

"Und ihr sollt euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus." (Mt 23,10)
Und wie verdrehst du dann folgende Aussage, damit sie in dein Konzept passt?

Zitat:
Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird dieselben Dinge tun, die ich getan habe, ja noch größere, denn ich gehe, um beim Vater zu sein.
Johannes,14,1
soraja hat folgendes geschrieben:
Und wie verdrehst du dann folgende Aussage, damit sie in dein Konzept passt?

Zitat:
Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird dieselben Dinge tun, die ich getan habe, ja noch größere, denn ich gehe, um beim Vater zu sein.
Johannes,14,1


"Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt." (Hebr 1,3)

Jesus sitzt seit seiner Auffahrt in den Himmel "zur Rechten" des Vaters. Damit ist nicht ein ferner kosmischer Raum gemeint, an dem Gott sozusagen seinen Thron aufgestellt hat und in diesem Thronsaal auch Jesus einen Platz gegeben hätte. Gott ist nicht in einem Raum neben anderen Räumen. Gott ist Gott - er ist Voraussetzung und Grund aller Räumlichkeit, die es gibt, aber nicht selbst einer davon. Gott steht zu allen Räumen als Herr und der Schöpfer. Seine Gegenwart ist nicht räumlich, sondern eben göttlich. "Zur Rechten Gottes Sitzen" bedeutet Teilhabe an dieser Raummächtigkeit Gottes. Daher ist der auferstandene Jesus, der zum Vater gegangen ist, "wirkmächtiger" als der irdische - so auch das Gebet zu ihm ein mächtiges Instrument, das so erst ab dem "Heimgang" zum Vater möglich ist!
Danke für die Predigt, aber ich finde keine Antwort.

Du sagtest, Jesus ist heiliger als andere, so heilig, dass niemand jemals so heilig werden kann.

Es gibt also Gott und Jesus und die sind unerreichbar für uns niedere Sünder. So in etwa verstehe ich deine Aussage.

Jesus selbst aber sagt: Ihr seid so groß wie ich und sogar noch größer.

Und ich fragte dich, wie das nun mit deiner Haltung übereinstimmt und dann sagst du:

Jesus ist wirkmächtiger und sitzt zur Rechten Gottes.

Das ist in keinster Weise eine Antwort auf meine Frage.

Wenn Jesus sagt, wir sind wie er und noch mehr und du sagst, nein, es ist nicht so- wer verleugnet dann die Wahrheit?

Du oder ich?

Meine Ansicht ist, dass alle Menschen denselben Wert haben und der Wert ist gottgegeben und war- von der Seite Gottes aus- schon immer da.

Wir aber erlernen diesen Wert erst.

Um es mit ein paar Mystikern zu sagen:

Zitat:
"Gott ist transzendent-immanent, ein Paradox für den gespaltenen Verstand.
Im Laufe der Evolution verschieben sich die projizierten Gottesbilder der Menschen. Gottesbilder drücken aus, welche Art von Zugang dem Menschen zum SELBST, zu Allem-was-ist, zur Verfügung steht.

Die Gottesbilder stammen aus dem Selbstverständnis des Ichs, des Ego, des Selbstes oder SELBSTes. Sie sind repräsentativ für unterschiedliche Stufen der Evolution."

D. Hawkins


"Du bist die Manifestation des Gottes, den du wahrnimmst."

Georges I. Gurdjeff (1866-1949) griechisch-armenischer Esoteriker, Schriftsteller, Choreograph, Komponist, Lehrer des Vierten Wegs

"Der Mensch denkt sich Gott so, wie er ihn sich wünscht; aber Gott bleibt immer so, wie er ist."

Franz von Assisi, italienischer katholischer Ordensbruder, Prediger, Gründer des Franziskanischen Ordens


Will sagen: Gott war schon immer derselbe, die Wahrheit schon immer fertig, aber wir Menschen erlernen die Wahrheit erst durch Erkenntnis, wir wachsen erst langsam zu der Liebe, die Gott uns schon immer schenkt und mit diesem Wachstum ändern wir unsere falschen Gottesvorstellungen so lange, bis sie der Wahrheit entsprechen.

Und dann erkennen wir, dass Gott keine Unterschiede in der Heiligkeit macht, denn Gott liebt jeden gleich- maximal heilig.

Es gibt keine wertvolleren oder wertloseren Menschen, aber es gibt Menschen, die die volle Heiligkeit, den ganzen Wert, die vollständige Liebe Gottes noch nicht erkannt haben und so lange projizieren sie ihr niederes Bild von Gott auf sich selbst, auf Gott, auf die Welt und auf die anderen.
soraja hat folgendes geschrieben:
Und dann erkennen wir, dass Gott keine Unterschiede in der Heiligkeit macht, denn Gott liebt jeden gleich- maximal heilig.


Ja - weil Gott, der einzige absolut Heilige ist, liebt er "maximal". Nicht wir sind heilig und lieben "maximal", wir bleiben ständig hinter dem zurück, was wir sein könnten. Und dennoch gibt es keinen Grund zur Resignation - denn einer ist schon dort angekommen in der absoluten Heiligkeit - im neuen Menschsein, das nur in Gott möglich ist - Jesus Christus. Und das gibt Hoffnung, ist Wegweiser, kann Menschen aufrichten und groß machen - aber niemals so groß und heilig wie Gott selbst, liebe Soraja.

Der Hochmut, so sein zu wollen wie Gott, hat uns erst weggeführt von Gott. Dieser Irrweg, zu glauben die Gottgleichheit, die absolute Heiligkeit, erreichen zu können, ist die Ursache, dass wir das demütige Lamm Gottes Jesus brauchen, um zu Gott zurückzukehren, um wieder wahrer Mensch zu werden - und das geht nur mit Gottes Führung und Hilfe. Jesus ist schon angekommen im wahren Menschsein - Gott sei Dank! Jetzt weiß ich, dass es möglich ist wieder heil zu werden und wer der Weg dorthin ist.

LG Burkl
Außer, dass du es nicht schaffen kannst...