Sexuelle Neigung


Ich hoffe, das ich deswegen nicht aus diesem Forum ausgeschlossen werde, wie es in einem anderem Forum geschehen ist, nur weil ich meine Meinung geäußert habe.
Ich brauche jemanden, der mit mir darüber redet, weil ich niemanden habe, außer meine Mutter (wobei meine Mutter momentan da auch eher abblockt) und Therapeuten, aber keine "Außenstehenden".
Ich weiß aber auch dass sich nicht jeder mit dem Thema auseinandersetzen möchte, da es sehr emotional ist.
Aber mit mir kann man ganz normal reden, wie mit euren Bekannten in eurer Umgebung.

Ich möchte nicht lange um den heißen Brei reden und könnte unter Umständen ein Roman dazu schreiben, ich fasse es aber so kurz wie möglich und antworte dann bei Gelegenheit dazu.

Ich habe eine pädophile Neigung....
Ich mache momentan eine Psychotherapie diesbezüglich in einer Gruppe.

Das eigentliche Problem was aber auch diese Neigung miteinbezieht ist eine Allgemeine Orientierungslosigkeit was einen Beruf betrifft, aber auch ein allgemeines Lebensziel.

Die Neigung beschäftigt mich natürlich auch.
Im Moment ist es ein Teufelskreis.

Ich habe mich an einem Tag sogar "für ein Kind eingesetzt", weil es von einem Jugend-Fußball-Trainer massiv angebrüllt wurde und das Kind geheult hat.

Ich arbeite auch ab und zu ehrenamtlich mit Kindern zusammen fühle mich da recht wohl und das macht mir Spaß.
Gerade im Kontakt mit Kindern reflektiere ich fast ständig über mein Verhalten.
Z.B. "Nicht zu viel Nähe zulassen" - oder "Nähe geben"
Wenn ich da merken würde - Das etwas zu weit geht oder ich mich da komisch verhalten würde - würde ich das abbrechen

Ich bin auch für den Schutz von Kindern.

Alles dreht sich in mir:

- Den Blick der Gesellschaft auf mich
- Den Einsatz, den ich teilweise hervorbringe
- Meine Vergangenheit
- Meine Zukunft
- Die "Ausgrenzung" von anderen Menschen, NUR wegen meiner Neigung, z.b. in dem anderen Forum und auch in der Realität

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie das eigentlich ist.
Im Grunde genommen kann ich im Moment kein normales glückliches Leben führen, weil mich so viele Gedanken beschäftigen.
Ich staune selber über mich, das ich das Alles noch bewältigen kann ohne aufzugeben.
Das heißt doch, es gibt etwas wo ich kämpfe
Guten Abend Seachz,

Erstmal herzlich Willkommen hier bei Uns! Ich gehöre zwar nicht zu den Betreibern dieses schönen Forums, doch kenne ich die meisten schon ganz gut und kann mir nicht vorstellen das man dich hier direkt ausschliesst und bewußt vor die sprichwörtliche Tür setzt.

So.. erstmal ganz großen Respekt von mir, eine solche Neigung zuerst sich selbst und dann auch noch anderen gegenüber zu gestehen braucht viel Mut! Das Du dich außerdem der Problematik mit Therapie und Bewußtmachung entgegenstellst und eben nicht straffällig werden willst finde ich auch toll!

Warum glaubst Du das deine Neigung in einem Zusammenhang mit beruflicher oder generell lebenstechnischer Perspektivlosigkeit steht? Deute ich deinen Usernamen korrekt dann bist Du über 30 Jahre alt, darf ich fragen was Du bisher gelernt/gearbeitet hast?

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Darf ich fragen warum du dass hier schreibst ? oder besser gefragt was erwartest du von uns ?

Würde mich auf deine Antwort freuen
Hipshot
Willkommen Seachz!

Das muss ein schlechtes Forum gewesen sein, das Dich einfach rausgeworfen hat.
Du sprichst ja darüber und da gehört Mut dazu. Respekt!

Und ja ich kann Dir das Glauben, dass das für Dich schwer ist.
Das ist vergleichsweise so, wie wenn ein Hetero-Mann nie etwas mit einer Frau haben darf.

Und nur weil Du diese Neigung hast, bist Du kein schlechter Mensch.
Ebensowenig wie ein Hetero- oder ein Homosexueller ein schlechter Mensch ist.

Der Unterschied ist einfach, dass Heteros oder Homos ihre Neigungen ausleben können und dürfen.

Deine Neigung wäre ausgelebt aber sehr schädlich für ein Kind.

Von daher wünsche ich Dir einfach viel Erfolg und ich hoffe, dass Du auch in einer anderen Form der Sexualität ein erfüllendes Leben finden wirst!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
Zitat:
Ich mache momentan eine Psychotherapie diesbezüglich in einer Gruppe.


Finde ich sehr gut. Wo? Charité? Sehr mutig sich damit zu melden. Respekt.

Zitat:
Ich arbeite auch ab und zu ehrenamtlich mit Kindern zusammen fühle mich da recht wohl und das macht mir Spaß.


Meinst du das ist gut für dich, hilft dir das bei der Therapie? Was sagt dein Therapeut dazu? Ich habe mich kurz erschrocken, als ich das gelesen habe und es hinterlässt ein ungutes Gefühl.

Zitat:
- Die "Ausgrenzung" von anderen Menschen, NUR wegen meiner Neigung, z.b. in dem anderen Forum und auch in der Realität


Das ist leider kein kleines "nur". Für die Menschen bist du mit so einer Neigung eine Bedrohung und zwar für den schutzlosesten Part in ihrem Leben. Das ist nicht zu unterschätzen. Gerade weil es sich um einen Trieb handelt und die haben generell das Potential sich über alles hinwegzusetzen.

Zitat:
Das eigentliche Problem was aber auch diese Neigung miteinbezieht ist eine Allgemeine Orientierungslosigkeit was einen Beruf betrifft, aber auch ein allgemeines Lebensziel.


Hast du eine Ausbildung? Ich kann gerade nicht den Konflikt verstehen...
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:


Der Unterschied ist einfach, dass Heteros oder Homos ihre Neigungen ausleben können und dürfen.

Was mir an deinem Beitrag fehlt ist warum Pädophiele Menschen das nicht dürfen.
Ich denke eine "Beziehung" spielt da eine entscheidende rolle.
@hipshot
Ich hoffe einfach auf eine sachliche Diskussion ohne es an die große Glocke zu hängen, die aber auch nicht vom eigentlichen Problem abdriften sollte.
Denn man sollte eben nicht nur die Neigung sehen, sondern eben den Menschen an sich.

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ich stimme PapaLoooo da voll zu:
"Deine Neigung wäre ausgelebt aber sehr schädlich für ein Kind."

Genau, das möchte ich auch nicht ausleben.

Ich kann mit Kindern ganz normal umgehen, ohne gleich an Sex zu denken, das habe ich in einigen ehrenamtlichen Projekten gemerkt, da rückte die sexuelle Komponente sogar sehr stark in den Hintergrund, da ich es einfach nur toll fand mit Kindern ganz normal umzugehen, mit ihnen zu reden, sie selbst bestimmen zu lassen.

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Ich möcht das hier aber auch in keinem Fall Schön reden, wie es in dem anderem Forum hieß.
Ich könnte unter Umständen sogar dazu beitragen, wie man eben ganz normal auch mit einen Menschen, mit dieser Neigung umgehen kann.

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@Caput_Tiro
Warum glaubst Du das deine Neigung in einem Zusammenhang mit beruflicher oder generell lebenstechnischer Perspektivlosigkeit steht? Deute ich deinen Usernamen korrekt dann bist Du über 30 Jahre alt, darf ich fragen was Du bisher gelernt/gearbeitet hast?

Das ist ziemlich kompliziert.
Ich war schon immer sehr schüchtern und unsicher.
Gerade nach meiner Ausbildung und während einer weiteren 1/2 Jahre weiteren Tätigkeit im Computerbereich habe ich gemerkt, das ich "raus" muss, ich war auch unkonzentriert in meiner Arbeit und habe es unabsichtlich schleifen lassen.

Zusätzlich habe ich durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Kinder- und Jugendbereich gemerkt, das ich da richtig aufblühe, viel lockerer bin usw., ich hatte sogar kurzzeitig ein Studium in dem Bereich gemacht.

Aber dann vor etwa einem halben Jahr habe ich auch für mich selber gemerkt, dass ich nicht mit Kindern zusammen professionell arbeiten kann, sondern eher eine Art Kumpel bin.
So mal nebenbei ja - aber nicht immerwährend.

Dadurch habe ich jetzt einen Knick bekommen.
Keine gute Berufserfahrung durch wechselnde Berufe.
Rückschlag durch die Berufliche Tätigkeit mit Kindern.

Ich habe zu dem Zeitpunkt damals zwar ein Ziel gehabt, aber das Falsche und bin nun im Prinzip wieder am Anfang und das nachzuholen ist schwierig.

Und gerade das letzte halbe Jahr hat mich ziemlich in meinen Gedanken durcheinandergewirbelt.

Ich habe schon noch ein paar Ideen und möchte da auch nicht aufgeben, aber es ist sehr schwierig im Computerbereich noch eine angemessene Tätigkeit zu finden.
Viele Bewerbungen verliefen sich im Sande oder waren Absagen.
Das schwächt nur noch mehr die Motivation.
@yogi
Meinst du das ist gut für dich, hilft dir das bei der Therapie? Was sagt dein Therapeut dazu? Ich habe mich kurz erschrocken, als ich das gelesen habe und es hinterlässt ein ungutes Gefühl.

Verständlich und ich sehe das ein.
Es ist eben der Blick der die Gesellschaft hat.
Man sieht aber nicht das Gesamtbild.
Ich habe meinen Therapeuten erzählt, das ich ehrenamtlich mit Kindern arbeite.
Ich konnte dabei aber nur kurzzeitig ein Unmut erkennen, sie sind nicht gänzlich dagegen, solange ich mich von sexuellen Sachen distanzieren kann.
seachz81 hat folgendes geschrieben:
@hipshot
Ich hoffe einfach auf eine sachliche Diskussion ohne es an die große Glocke zu hängen, die aber auch nicht vom eigentlichen Problem abdriften sollte.
Denn man sollte eben nicht nur die Neigung sehen, sondern eben den Menschen an sich.



Werden wir in dem Zusammenhang auch über die Opfer von pädophilen Neigungen sprechen, also die stärker betroffenen Menschen selbst?
Die sind ja auch Teil des Problems, oder?

Zitat:
Ich möcht das hier aber auch in keinem Fall Schön reden, wie es in dem anderem Forum hieß.
Ich könnte unter Umständen sogar dazu beitragen, wie man eben ganz normal auch mit einen Menschen, mit dieser Neigung umgehen kann.


Das andere Forum ist Allmystery, nehme ich an.
Dir ist aber nicht entgangen, dass man sich dort gerade Sorgen macht, weil es User gibt, mit dieser für Kinder schädlichen Neigung, welche versuchen sowas wie ein positives Bild von Pädophilen zu etablieren?

Bei allem Verständnis für die gefühlsmässige Zerrissenheit der Betroffenen Patienten, mein Mitgefühl für die zerstörten Kinderseelen ist tatsächlich grösser, die können nämlich mit ihren Erlebnissen in der Regel nicht normal umgehen und haben noch grössere Schwierigkeiten ihr Gefühlsleben und die schlechten Erfahrungen zu kommunizieren.
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Lieber Seachz,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum. Solange die Diskussion hier sachlich bleibt und du hier niemanden beleidigst oder wissentlich verletzt, steht deinem Bleiben hier nichts im Wege, wie es bei jedem anderen User auch der Fall ist

Ich finde es sehr mutig, dass du so offen über deine Neigung sprichst, und sehr verantwortungsbewusst, dass du dich deshalb freiwillig in Therapie begeben hast. Man hört nicht oft davon, aber ich weiß, dass es in Berlin z.B. mehrere Therapeuten gibt, bei denen Gruppen- und Einzeltherapien für Pädophile stattfinden.

Ich finde es insbesondere deshalb sehr verantwortungsbewusst, weil du wirklich sehr darum bemüht zu sein scheinst, dass es in deinem Fall gar nicht erst so weit kommt, dass ein Kind durch dich verletzt wird und womöglich selbst lebenslange Therapie braucht.

Dass du derzeit an einem Tiefpunkt angelangt bist kann ich verstehen. Dass du einerseits unter Kindern, als sonst schüchterner Mensch, auftaust und aufblühst, ist nachvollziehbar. So geht es vielen schüchternen Menschen. Blöd ist dabei nur, dass es dabei halt gewisse Risiken gibt. Ein Alkoholiker sollte auch nicht unbedingt in einer Bar arbeiten.
Aber du meinst ja auch selbst, dass das für dich keine berufliche Perspektive ist.
Was den IT-Bereich betrifft: Hast du schon mal über kein starres Studium sondern verschiedene Fortbildungen und Zertifikate nachgedacht? Kosten leider (besonders die Prüfungen) nicht allzuwenig Geld, aber viele Arbeitgeber legen wert auf aktuelles Wissen und weniger auf theoretisches Studium. Was du heute im Studium lernst ist in einem Monat meist schon wieder hinfällig. (Mein Mann hat deshalb auch sein Informatik-Studium abgebrochen und hat sich seither aktiv auf eigene Faust fortgebildet - und fährt ganz gut damit).

Und was die Reaktion der Gesellschaft auf deine Neigung betrifft: Nun, ich muss gestehen, ich würde mich auch nicht trauen, meine Kinder mit dir allein zu lassen. Nur dass man in den meisten Fällen von der Neigung des Gegenübers nichts weiß, und daher die Kinder leider ohnehin nicht vor allem und jedem beschützen kann.
Ich weiß allerdings nicht, wie ich auf jemanden reagieren würde, der mir das direkt sagt. Ich habe die Hoffnung, dass ich dann sage: OK, Freundschaft unter uns Erwachsenen ist drin, aber wehe, du kommst meinen Kindern zu nahe.
Anstatt die Person zu verstoßen...

Ich wünsche dir auf jeden Fall von Herzen, dass du einen Weg findest, ein glückliches und ausgeglichenes Leben zu führen, ohne dass dabei andere auf der Strecke bleiben müssen.

Alles Liebe,
Riki

P.S.: Auch wenn deine Mutter damit nicht so ganz klar kommt, es ist dennoch schön, dass du mit ihr darüber sprechen kannst. Ich vermute, sie braucht einfach etwas Zeit, bis sie weiß, wie sie mit der Situation umgehen soll.