Sexuelle Neigung


luschn hat folgendes geschrieben:
Auch ein Pädophiler kann seine grundlegenden Triebe in einer erwachsenen Beziehung ausleben.


Das würde ich bestreiten. Ein Homosexueller kann seine grundlegenden Triebe auch nicht in einer heterosexuellen Beziehung ausleben.

luschn hat folgendes geschrieben:
Nur weil man pädophil ist, bedeutet es nicht, dass man sich an Kindern vergreift ...


Klar, nur weil man pädophil ist, muss man sich noch lange nicht an Kindern vergreifen. Dafür gibt es ja Präventivprogramme z.B. von der Charité. Andersherum sind nicht alle, die sich an Kindern vergreifen pädophil.

Ich würde trotzdem mein Kind nicht der Obhut eines Pädophilen übergeben, denn Triebe können stärker als Moral und Gewissen sein.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
@ yogi
Ich weiß nicht warum deine Bewerbungen gescheitert sind, vielleicht solltest du ein Bewerbungstraining machen oder eine Weiterbildung.

Ein Bewerbungstraining habe ich vor Kurzem hinter mir und habe meine Bewerbungen ein wenig aufgepeppt, dennoch bleibt das Problem der Berufserfahrung.
Ich werde versuchen eine Weiterbildung in diesem Bereich zu machen und mich weiter bewerben und ich denke da muss ich ziemlich hart dran arbeiten

Ich war auch ziemlich ab absacken nach dem Ende meines Studiums und teilweise während der Therapie.

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Ich meine, wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr hört,
das die Neigung Schicksal ist, nicht heilbar ist und man eigentlich selber gar nichts dafür kann.

Ich arbeite nun immerwährend daran nicht nur mit meiner Neigung umzugehen sondern ebend auch wieder ein privates und berufliches Ziel zu haben und da die Therapie noch andauert und immer wieder bzw. trotzdem Fragen aufwirft ist es sehr schwierig da zu einem Nenner zu kommen.

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Ich weiß dass das nicht so ist, aber stellt euch vor Ihr müsstet ein Leben lang aufpassen euch Frauen zu nähern, weil ihr zum einen die Gefahr seht, das ihr übergrifflich werden könntet und dann noch eins von der Gesellschaft "auf dem Deckel bekommt" nur weil ihr eben auf Frauen steht, aber eigentlich gar nichts verwerfliches macht.

Es geht hier natürlich um den Schutz der Kinder, der hat Vorrang, selbstverständlich, dennoch muss man doch keinen Menschen "ausgrenzen" nur weil er eine "unnormale" Neigung hat

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@Riki
Nun, ich muss gestehen, ich würde mich auch nicht trauen, meine Kinder mit dir allein zu lassen. Nur dass man in den meisten Fällen von der Neigung des Gegenübers nichts weiß, und daher die Kinder leider ohnehin nicht vor allem und jedem beschützen kann.

Das heißt, ich sollte meine Neigung gegenüber einer möglichen Gleichaltrigen Partnerin geheimhalten
Es gibt auch Menschen ohne Neigung bzw. welche die die Neigung geheimhalten und die sich an Kinder heranmachen können
Nun ist aber die Frage, wen soll man eher glauben bzw. wem kann man dann überhaupt noch glauben
Die Frage gilt übrigens auch für mich:
Was würde ICH tun, wenn ein fremder Mann mit einer pädophilen Neigung mit meinem Kind loszieht.
Spontan würde ich sagen, ich würde mit dem Menschen reden, ihn doch aber nicht gleich abstempeln, solange er nichts tut.
Das merkt man meiner Meinung auch, wenn irgendwas merkwürdiges vorgefallen ist.

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Grundsätzlich würde ich mein Kind öfter fragen, was es so erlebt hat, wie es ihm geht etc, das haben meine Eltern auch gemacht und meine Mutter meinte: "Wenn da was gewesen wäre, hätten wir das gemerkt."

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Vertraue niemals einem Fremden..., aber jetzt ist er uns ja schon ein wenig bekannt und er ist ganz nett..., aber nur ein kleiner Fehler des vermutlich Bekannten und schwubs ist er gedanklich ein schlechter Mensch.

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Versteht ihr was ich meine, nicht nur die Neigung, sondern allgemein Fehler, schlechte Sachen werden sehr schnell abgestempelt.

Und nochmals betone ich hiermit ausdrücklich, das ich die pädophile Neigung nicht loben möchte.
Falls dies u.U doch für einige so rüber kommt, möchte ich das mit Sicherheit nicht und würde mich dann für solche Sachen entschuldigen und mich dann zurückhalten.
Lieber Seachz,

zuerst mal: Ich persönlich hatte bislang kein einziges Mal das Gefühl, als würdest du die Pädophilie loben oder als normal und auslebbar oder sonst irgendwas in der Richtung betonen.
Bisher habe ich hier einen so gut es geht reflektierten, verantwortungsbewussten Menschen erlebt, der vor einem großen Problem steht.

Ich bin dir übrigens sehr dankbar, dass du dieses Thema auf so klare, neutrale und ehrliche Weise angesprochen hast. Ich bin sehr angetan davon, wie hier gesprochen wird. Ohne Vorwürfe, ohne Herablassungen, mit einem herantasten an das Thema. Gefällt mir
Und es führt dazu, dass ich mich selbst einmal auch mir gegenüber ehrlich mit diesem Thema auseinandersetze. Ich finde das sehr Interessant.

Sodale, jetzt zu dem, was du mir geantwortet hast:
Ich persönlich würde es bevorzugen, wenn jemand mit pädophiler Neigung mir gegenüber offen damit umgeht. Aus dem einfachen Grund, dass ich dann wüsste, woran ich bin, bzw. woran meine Kinder sind. Ich hätte womöglich sogar ein größeres Vertrauen zu diesem Menschen als zu einem Fremden, der mir "irgendwie komisch" vorkommt. (Mal abgesehen davon, dass 90% der Missbrauchsfälle im Verwandten- und Bekanntenkreis stattfinden und in lediglich 10% der Fälle von Fremden durchgeführt werden).

Ich bin sogar der Meinung, dass man auch der Partnerin gegenüber offen damit umgehen sollte. Bzw. nicht nur "auch", sondern unbedingt!
So hat sie auch die Möglichkeit der Entscheidung, wie sie damit umgehen kann und möchte. Das gestaltet zwar sicherlich die Partnersuche weitaus schwieriger, aber wenn man einen Partner findet, würde diese Partnerschaft von Anfang an auf Ehrlichkeit beruhen.
Allerdings stelle ich mir das schwierig vor, wenn von einer oder beiden Seiten Kinderwunsch besteht.

Es tut mir wirklich sehr leid für dich, dass du solch gesellschaftlicher Ausgrenzung ausgesetzt bist, bzw. sein könntest. Da kann man dann z.B. auch verstehen, wenn Pädophile sich zusammentun, um weniger Ausgrenzung ausgesetzt zu sein. Allerdings halte ich persönlich das für gefährlich...

Ich hoffe, dass du zumindest in Sachen Fortbildung und Arbeit bald Fortschritte machen kannst, und dir neue Ziele für dein Leben zu stecken weißt. Das hilft schon sehr dabei, um wieder Kraft dafür zu haben, sich mit anderen / weiteren Problemen auseinanderzusetzen.

Alles Liebe,
Riki
seachz81 hat folgendes geschrieben:
Ich werde versuchen eine Weiterbildung in diesem Bereich zu machen und mich weiter bewerben und ich denke da muss ich ziemlich hart dran arbeiten


Um einen alten Meister zu zitieren. „Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“. Mach ne Weiterbildung. Deine Agentur für Arbeit kann dir da auch helfen.

seachz81 hat folgendes geschrieben:
Ich meine, wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr hört,
das die Neigung Schicksal ist, nicht heilbar ist und man eigentlich selber gar nichts dafür kann.


Unter "Ist Mist, kann ich nicht ändern, muss ich mit leben" abhaken. Kannst du nicht ändern, bleibt nur es zu akzeptieren und aus den Karten die dir das Leben gegeben hat, das beste zu machen. Selbstmitleid hilft da leider nicht.

seachz81 hat folgendes geschrieben:
Ich weiß dass das nicht so ist, aber stellt euch vor Ihr müsstet ein Leben lang aufpassen euch Frauen zu nähern, weil ihr zum einen die Gefahr seht, das ihr übergrifflich werden könntet und dann noch eins von der Gesellschaft "auf dem Deckel bekommt" nur weil ihr eben auf Frauen steht, aber eigentlich gar nichts verwerfliches macht.


Es ist zweifellos bitter mit so einer Bürde zu leben, das Päcken wirst du wohl oder übel tragen müssen. Die Gesellschaft wird sich in dieser Hinsicht nicht ändern, akzeptiere das und mache das beste aus deinem Leben. Du kannst trotzdem ein glückliches Leben führen.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
luschn hat folgendes geschrieben:
Auch ein Pädophiler kann seine grundlegenden Triebe in einer erwachsenen Beziehung ausleben.


yogi hat folgendes geschrieben:
Das würde ich bestreiten. Ein Homosexueller kann seine grundlegenden Triebe auch nicht in einer heterosexuellen Beziehung ausleben.


Darauf ein klares Jain, denn im Männerknast werden Heteros des öfteren zwangsläufig zu Schwulen.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Hallo lieber Seachz,
erstmal möchte ich sagen, dass ich es ganz mutig finde, dass Du die Sache hier ansprichst und auch die Art und Weise wie Du es tust gefällt mir und dass Du Dich überhaupt so sehr darum bemühst die beste Lösung für das Problem zu finden, finde ich auch super.

Zu Deinem Problem selbst kann ich nicht so viel sagen, da bin ich nicht kompetent. Doch ich habe über diesen Deinen Satz nachgedacht

Zitat:
Ich meine, wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr hört,
das die Neigung Schicksal ist, nicht heilbar ist


und dazu ist mir Folgendes eingefallen:

Wir sind auch das, was wir glauben zu sein, und nicht immer hat das mit Tatsachen zu tun. Je mehr wir uns darauf konzentrieren, je mehr können wir überzeugt sein, dass es so ist.

Ich war z.B. viele Jahre das einzige Kind in einer Rießen-Verwandschaft. (Eltern, 2x Großeltern, Onkeln und Tante im selben Haus, Urgroßeltern, Großtanten, Urgroßtante und noch einige mehr.)

In dem diese mich, als damals natürlich noch kleines, ungeschicktes Kind ununterbrochen auf meine Fehler aufmerksam machten, und das in einer sehr herabsetzenden Weise, ist es ihnen allen gelungen, mich davon zu überzeugen, dass ich absolut dumm, unfähig, ungeschickt, faul und vieles mehr in dieser Richtung sei.

Ist/war das aber wirklich eine Tatsache? In meinem Fall sicher nicht, auch wenn ich 100% davon überzeugt war und auch ständig für mich selbst Bestätigungen in dieser Richtung fand, dass ich das bin und noch immer finde, immer dann, wenn ich es selbst glaube, dass ich dumm, unfähig etc. bin.

Alles was wir gießen wächst.

Mir ist klar, dass man das eine nicht unbedingt mit dem anderen vergleichen kann. Ich meine Dein Problem mit meinem.
Aber vielleicht magst Du trotzdem mal darüber nachdenken.

Dass etwas auch nicht unbedingt so bleiben muss wie einem von Fachleuten versichert wird, dafür habe ich auch ein Beispiel von mir selbst.

Als man mir an der Uniklinik damals sagte ich habe einen Tumor in der Speicheldrüse und der müsse schnellstens raus operiert werden, hatte ich grade einen neugeborenen Säugling, ein Kleinkind und ein etwas größeres Kind und ich wusste nicht wie ich einen Klinikaufenthalt bewerkstelligen sollte. Ich tat nichts, zumal man mir auch gesagt hatte, dass man bei der OP auch eine Gesichtslähmung nicht ausschließen könne.

Das Ding wuchs und wuchs und wuchs. Immer wenn ich zu einem Arzt musste wurde ich wieder von diesem darauf angesprochen oder ich habe versucht es unter den Haaren zu verstecken. Also wie gesagt, der Tumor wuchs und wuchs.
Irgendwann, nach Umzug, war ich wieder mal bei einem Arzt. Der wollte dann das Ding unbedingt abtasten und meinte danach.
Wenn sie wollen, kommen sie einfach mal vorbei ich mach Ihnen das Ding dann weg. Als ich ihm sagte, dass ich auch Sorge wegen einer Gesichtslähmung hätte, meinte er, das könne nur passieren, wenn man keine Ahnung von Anatomie hätte. Er erzählte mir auch, dass er zuvor Gesichtschirurg war und Menschen nach Unfällen wieder "hergerichtet" hatte. Zum Abschluss meinte er dann noch, machen Sie wie sie es wollen, wenn es sie nicht zu sehr stört lassen sie es halt und verdecken es etwas mit den Haaren.

Langer Rede kurzer Sinn, von dem Tag an ging der Tumor zurück und ist jetzt schon seit vielen Jahren ganz verschwunden.

Mir ist schon klar, dass man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen kann und jedes Beispiel hinkt. Was ich aber damit sagen wollte ist, dass man sich oft auf etwas festlegen lässt und ob das dann aber Tatsache ist, das ist nochmal etwas anderes.

Ich hoffe und wünsche Dir, dass Du die allerbesten Leute finden kannst, die Dir wirklich weiterhelfen.

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
seachz81 hat folgendes geschrieben:

Ich habe mich an einem Tag sogar "für ein Kind eingesetzt", weil es von einem Jugend-Fußball-Trainer massiv angebrüllt wurde und das Kind geheult hat.

Ich arbeite auch ab und zu ehrenamtlich mit Kindern zusammen fühle mich da recht wohl und das macht mir Spaß.
Gerade im Kontakt mit Kindern reflektiere ich fast ständig über mein Verhalten.
Z.B. "Nicht zu viel Nähe zulassen" - oder "Nähe geben"
Wenn ich da merken würde - Das etwas zu weit geht oder ich mich da komisch verhalten würde - würde ich das abbrechen
Ich bin auch für den Schutz von Kindern.

Ich denke, anhand deiner vernünftigen Abwägung von Taten bzw. Konsequenzen gemäß deines Posts traue ich dir zu, dass du einen Weg findest, wie du das Alles im Griff hältst und dennoch ein glückliches, zufriedenes Leben langfristig findest. Dass du für den Schutz der Kinder bist und dich gegebenenfalls dafür einsetzt, finde ich toll.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Ich sehe ab und zu kleine, aber leider kurze Lichtblicke in meinem Leben.

Zum Einen, das ich wenigstens versuche auch den Kontakt zu Frauen herzustellen ohne irgendwelche Erwartungen.
Gleichzeitig versuche ich Kontakt zu Gleichaltrigen herzustellen, was mir bis jetzt aber noch nicht langfristig gelungen ist.
Ich versuche Treffen zu arrangieren, aber meistens kommt keine Initiative des Anderen.

Wenn ich, wie "linde", nur noch mehr Überzeugung in mir hätte das meine Neigung gar nicht so ein großes Problem darstellt, was ich teilweise bereits tue, aber immer noch irgendwelche Probleme sehe.

Ich hatte mal irgendwo gelesen, das eine Therapie alleine das "Denken", "Selbstreflektieren" schon eine Menge bringt und das hat es definitiv bereits getan.
Es kann zwar u. U. nicht die Neigung an sich heilen, aber ich habe selber das Gefühl, das sich etwas im positiven Sinne verändert hat.


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Was mein größeres Problem ist abgesehn von meiner Neigung und Lebenszielen sind meine Zwangsgedanken.

Mit Zwangsgedanken meine ich, das ich des Öfteren, zu häufig ständig über etwas nachdenken muss und ich es nicht einfach so abschalten kann.
Diese Gedanken drehen sich um alles mögliche:
Beruf, Leben, Ziele, Ideen etc.
Ich habe öfter das Gefühl das ich Wahnwitzige Ideen habe, wo angeblich keiner drauf kommen kann.

Ich habe aber dadurch trotzdem auch das Gefühl, das ich jemand Besonderes bin und Stärken habe, nur das ich diese Stärken meistens nicht umsetze bzw. Schwierigkeiten habe diese umzusetzen.

Diese Zwangsgedanken kommen meistens abends vor dem schlafen gehen.
Ich nehme da unregelmäßig bei akuten Situationen Schlaftabletten, weil ich meine Ruhe haben möchte.

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Als Letztes möchte ich hier noch ein Zitat schreiben:

"Liebe ist mehr als sexuelle Empfindungen oder Orientierung. Liebe ist die Erfüllung des Wunsches, nicht alleine zu sein, einem anderen Menschen etwas Gutes zu tun, glücklich zu machen und dabei selbst Glück zu empfinden"

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Nachtrag:

Übrigens überwiegen meistens bei vielen Menschen die negativen Gedanken über jemand Anderes, wenn etwas Negatives vorgefallen ist
Das kann sehr schwer sein, das Ganze wieder gut zu machen, teilweise unmöglich