Die Wahrheit über Gott


manden hat folgendes geschrieben:
Lieber Burkl ,
beim Spazierengehen ist mir eine Idee gekommen .
Wie wärs zu versuchen , wie Jesus zu leben -
n i c h t nach den " Regeln " der Kirche .


Und woher weist du wie er gelebt hat, wenn doch die Schriften über ihn alle falsch sind.
Hi nekilotte ,
Du glaubst die Welt ist mit Atheisten besser sein , hier
in Deutschland kommen wir etwa auf 90 % , die
Pseudogläubigen mitgerechnet , die heute , obwohl in der Kirche , schon offen sagen , dass sie nicht an
Gott glauben ( kenne ich massenhaft ) .
Aber ich fürchte unter Atheisten wirst Du noch dein
blaues Wunder erleben !

Wie wärs mit : ein Leben ohne Gott ist völlig sinnlos !
Wobei Gott der Schöpfer von allem ist !

Damit ist gemeint : zu versuchen den Schöpfer ,
die Natur und die Mitmenschen(wie sich selbst) zu
lieben . LG Manfred
Hi Helle ,
wenn Du ein wenig so lebst , bist Du schon etwas auf
dem richtigen Weg .
Was dir allerdings fehlt , ist der Sinn des Lebens .
Ich wäre damit nicht zufrieden .
LG Manfred
Helle hat folgendes geschrieben:
Die Angst vor Gericht möchte ich nicht zur Krücke meiner Erziehung machen, weil mir die Argumente ausgehen. Anders als früher lasse ich mir durchaus nicht mehr alles gefallen und erziehe auch meine Kinder dazu, sich gegen Ungerechtigkeit und Dummheit zur Wehr zu setzen. Gerechtfertigte Wut wird nicht "um in den Himmel zu kommen" unterdrückt. Das macht krank, unmündig und ist je nach Fall auch das falsche Signal für Menschen ohne Erziehung oder Verstand oder Herzenswärme.


Angst und Aggression hängen als elementare emotionale Triebkräfte eng zusammen und sind ein notwendiger Faktor im Leben eines Menschen, da steckt extreme Lebensenergie drinnen. Religion hat die Aufgabe einen gesunden Umgang mit diesen beiden Urtrieben zu ermöglichen. Existenzielle Angst zu überwinden geht nur, wenn man zunächst diese Ängste an bestimmten Punkten festmacht, damit es nicht diffuse Angst bleibt - also sozusagen den "Kontrast" erhöht. Insofern ja, hat die christliche Religion auch Momente, die die Ängste des Menschen ganz klar zu Tage fördern, vielleicht sogar durch den Moment der Bewusstmachung vergrößern. Religion macht also bis zu einem gewissen Grad Angst: Allerdings nur zu dem Zweck zum Grund des Brunnens der Angst vorzudringen und dort trockenzulegen. Wut und Angst können mit einer gesunden Religiosität wirkungsvoll in den Griff bekommen werden, es ist der stärkste Hebel dafür, den es überhaupt gibt. Eine ungesunde Religiosität ist jedoch im Gegenzug ein schrecklich wirkungsvoller Hebel zu deren Steigerung. Also wenn es die Wahl gibt zwischen ungesunder Religiosität und religionsneutraler humanistisch orientierter Erziehung ist letzterer eindeutig der Vorzug zu geben.
@ manden,

du schreibst
Zitat:
Hi Helle ,
wenn Du ein wenig so lebst , bist Du schon etwas auf
dem richtigen Weg

Es freut mich ungemein, deinen Maßstäben in etwa gerecht zu werden.

du meinst
Zitat:
Was dir allerdings fehlt , ist der Sinn des Lebens


ups, erwischt ....



Lieber Burkl,

du schreibst
Zitat:
Existenzielle Angst zu überwinden geht nur, wenn man zunächst diese Ängste an bestimmten Punkten festmacht, damit es nicht diffuse Angst bleibt - also sozusagen den "Kontrast" erhöht. Insofern ja, hat die christliche Religion auch Momente, die die Ängste des Menschen ganz klar zu Tage fördern, vielleicht sogar durch den Moment der Bewusstmachung vergrößern


Ich finde, hier werden zwei Arten von Angst durcheinander geworfen.
Die instinktive Angst, die im gesunden Maß empfunden durchaus zum Schutz dient und die Angstmacherei der Kirche, die mit ewiger Verdammnis droht. Ich wüsste nicht welche Ängste die Religion erst zu Tage fördern müsste. Ich bin eher der Meinung, Religion sollte Ängste nehmen. Zum Beispiel die vor dem Tod, genau wie die vor dem Leben.

du schreibst
Zitat:
Religion macht also bis zu einem gewissen Grad Angst: Allerdings nur zu dem Zweck zum Grund des Brunnens der Angst vorzudringen und dort trockenzulegen. Wut und Angst können mit einer gesunden Religiosität wirkungsvoll in den Griff bekommen werden, es ist der stärkste Hebel dafür, den es überhaupt gibt.


Ich finde "Brunnen der Angst" keine schöne Metapher. Ein Brunnen steht seit je her für Leben, Kraft und Erfrischung. Aber gut, bleiben wir hier bei dem von dir gewählten Bild. Es bleibt im Dunkeln, was du mit dem Grund des Brunnens meinst. Welche Ängste hast du im Hinterkopf, wenn du darüber schreibst? Wir reden hier ja vordergründig über Erziehung bzw. die Mittel für prosoziale Edukation. Um aber von mir aus die christlichen Gebote miteinzubeziehen, wählen ich das Beispiel der Vergebung.
"Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern"
In dieser vorformulierten Bitte steckt gleich die Bedingung: Dir wird aber nur so vergeben wie du selber im Stande bist, zu vergeben. Je länger ich darüber damals als Christin nachgedacht habe, desto ungerechter und angsteinflößender fand ich diesen Gebetspassus.
Was, wenn mir jemand tatsächlich etwas getan hat, das ich nicht vergeben kann? Soll ich mich damit fertig machen, nicht vergeben zu können, weil mir dann auch nicht vergeben wird? Denn genau darauf läuft es hinaus, wenn man diese Worte bewusst spricht und nicht nur herunterleiert. Ich finde, da wird Übermenschliches gefordert. Ich habe damals mit einigen Leuten darüber diskutiert, die im Grundeauch keine Antwort darauf hatten. Weil aber alles immer so grundpositiv klingen muss was man aus der Bibel rausholt, griff man dann zu solchen Grashalm-Konstrukten:
"Gebote sind nur ein liebevoller Ratschlag" (so so)
"Du sollst für dich und dein inneres Wohlergehen vergeben, nicht für den Schuldiger) ("hüstel")

Jemand der das sehr ernst nimmt, kann an "liebvollen Ratschlägen" zerbrechen. Erst Recht wenn jemand dann aus seiner Truhe eine von diesen Geschichten zaubert: Hinterbliebene Schwester vergibt Mord an Schwester. Vergewaltigungsopfer vergibt totgeprügelt auf dem Sterbebett dem Peiniger und der bekehrt sich dann.....
Vielleicht ist das so etwas wie Stockholmsyndrom, ich weiß es nicht.
Ich finde es nicht gesund und ich lasse mir nicht das Recht nehmen, Menschen, die mich verletzen aus meinem Leben rauszuschmeißen.
Sofern das nicht nach jeder kleinen Meinungsverschiedenheit und gut gemeinter Kritik erfolgt, halte ich das für gesund.

Nächstes Gebot: Du sollst Mutter und Vater ehren und lieben.
Gut, es ist psychologisch und soziologisch erwiesen, dass Kinder ihre Eltern auch dann noch lieben, wenn sie misshandelt und vernachlässigt werden. Aber ehren? Soll ein erwachsener Mann, wenn er selber reif ist, zu begreifen, was eigentlich die Aufgabe der Eltern war, solche Leute auch noch ehren? Also da kommt es mir wirklich hoch. Das zu fordern, grenzt ebenfalls an Misshandlung, finde ich.

Und um diese Überlegungen nun in die Erziehungsfrage zu integrieren:
Ich versuche meine Kinder anhand der vernünftigen Handhabung von Nächstenliebe zu erziehen. Für die spirituelle Dimension von Handlungen fehlt ihnen noch ein wenig die Reife. Ich finde man kann Religion nicht ohne die Grundlagen der Quantenphysik vermitteln. Sonst wird das daraus, was du ungesunde Religionsausübung nennst.

du schreibst
Zitat:
Also wenn es die Wahl gibt zwischen ungesunder Religiosität und religionsneutraler humanistisch orientierter Erziehung ist letzterer eindeutig der Vorzug zu geben.


Das denke ich auch.

Und um nun themenfern auch noch kurz auf die Gendergeschichte vom Parallelthread zu kommen: Findest du die männlichkeitsversteckenden Frauekleidchen der katholischen Priester, sind äußerer Ausdruck gesunder innerer Religionsausübung? Oder die Ehelosigkeit? Oder der Nonnenschleier?

LG
Helle
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Liebe Helle!

Auch wenn jemandem anscheinend etwas Unverzeihbares angetan wurde, so tut Vergebung gut und macht frei.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Mahlzeit

Helle hat folgendes geschrieben:
Jemand der das sehr ernst nimmt, kann an "liebvollen Ratschlägen" zerbrechen. Erst Recht wenn jemand dann aus seiner Truhe eine von diesen Geschichten zaubert: Hinterbliebene Schwester vergibt Mord an Schwester. Vergewaltigungsopfer vergibt totgeprügelt auf dem Sterbebett dem Peiniger und der bekehrt sich dann.....
Vielleicht ist das so etwas wie Stockholmsyndrom, ich weiß es nicht.
Ich finde es nicht gesund und ich lasse mir nicht das Recht nehmen, Menschen, die mich verletzen aus meinem Leben rauszuschmeißen.
Sofern das nicht nach jeder kleinen Meinungsverschiedenheit und gut gemeinter Kritik erfolgt, halte ich das für gesund.


Ja das ist gesund, kann ich nur zustimmen.
Vergebung ist durchaus ein Mittel um inneren Frieden zu finden.
Bedingt allerdings durch das Dilemma, dass man als Opfer eh keinen grossen Spielraum hat.
Stockholmsyndrom ist da nicht von der Hand zu weisen.

Es ist unmöglich jedes Problem dieser Welt in Liebe aufzulösen, wir sind nämlich auch mit Verstand ausgestattet und können meistens zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten wählen.

Es ist meistens aussichtslos einen Agressor der uns verletzen oder gar töten will, in die Flucht oder zu Tode zu liebkosen...

Gruss Grubi
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@ leuthner,
leuthner hat folgendes geschrieben:
Liebe Helle!

Auch wenn jemandem anscheinend etwas Unverzeihbares angetan wurde, so tut Vergebung gut und macht frei.

Alles Liebe

Erich


also mich macht es gerade frei, mal meine Meinung zu so einer unbegründeten Aussage wie deiner hier zu äußern: Es geht mir unglaublich auf die Nerven, wenn jemand sich die Zeit nimmt, sich die Mühe macht, seine Ansichten lang und ausführlich darzulegen, damit man ohne große Missverständnisse darüber diskutieren kann und dann kommt jemand wie du und glaubt nun mit der platten Wiederholung des In-Frage-gestellten in Form eines arbeitscheuen Einwortsatzes einen Pokal zu gewinnen.
Es genau das, was ich kritisiere. Einfach fromme Phrasen herunterleiern ohne sich einen Bruchteil Gedanken drüber gemacht zu haben.

Wie wäre es mit Beispielen aus deinem eigenen Leben?
Was hast du zur Untermauerung deiner Ansicht anzuführen?
Wie kommst du dazu, dir anzumaßen völlig Unbekannten mit unbekannten Schicksalen zu unterstellen, was ihnen gut tut und was nicht, was sie frei macht und was nicht?

Wenn du nichts inhaltsreiches beizutragen hast, den Rat nicht selber bereits umgesetzt hast und uns als Beispiel vorstehen kannst, dann halte dich doch besser aus solchen sensiblen Themen heraus.

LG
Helle
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Liebe Helle!

Die Wahrheit versteckt sich nicht hinter vielen Floskeln, die Wahrheit ist kurz und bündig.

Ich halte es wie Jesus Christus, dem die Nächstenliebe über alles geht, und der sogar seinem schlimmsten Feind verzeiht.

Alles Liebe

Erich
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