Die Wahrheit über Gott


Werter Peter.Trim ,
das sehe ich überhaupt nicht so !
Wären wir Teil von Gott , könnten wir nichts falsch
machen !
Wir sind Geschöpfe von Gott , vielleicht ( hoffentlich )
sieht er in und so was wie " seine Kinder " .
Aber wir wollen und haben freien Willen und treffen
leider Gottes laufend falsche Entscheidungen - meine
Ansicht . Mein Massstab ist : Liebe Schöpfer , Natur und
Mitmenschen(wie dich selbst) . LG Manfred
@ manfred,

du schreibst
Zitat:
Die Lage sehe ich realistisch !
90% Atheisten , vom Rest die meisten Namenschristen .
Wäre schön , ich würde mich täuschen .
Aber selbst die sympathischen Menschen , die ich kenne , glauben meist nicht an Gott , oder treiben einen
Jesuskult ( geniess dein Leben mit Jesus ) , oder glauben " tot " - d.h. es gibt schon Gott , aber das
bedeutet für unser Leben nichts , wir müssen da nichts tun !


Wie du schon selber feststellst, sind viele Atheisten durchaus keine schlechten Menschen. Ich persönlich kenne viele Menschen, die sich entweder keinen Kopf um Gott machen oder bekennende Atheisten sind. Viele von denen sind netter als die religiösen und in Gemeinden verhafteten Menschen.
Atheisten können durchaus spirituell sein, haben sich nur von einem falschen Gottesbild getrennt. Vielleicht haben sie noch keinen Impuls bekommen, sich nach "der Wahrheit über Gott" auf die Suche zu machen.
Zeilen wie du sie schreibst, werden sie aber auch nicht dazu bewegen können, weil ihnen darin nur ihre Meinung über Menschen, die an unrealistischen Gottesbildern festhalten, bestätigt wird.

du schreibst
Zitat:
Spirituelle Menschen helfen uns nicht weiter , sondern
Menschen , die tun , was Gott , der Schöpfer von allem ,
von uns möchte , zu unserem eigenen Besten .
(...)
Liebe Schöpfer und Schöpfung - die Natur und deine
Mitmenschen(wie dich selbst) . Der Weg zu Gott !
Überleg mal sehr gut , ob Du irgendetwas Besseres kennst ?


Genau solche Sätze meine ich.
Wie soll jemand einen Schöpfer lieben, an den er nicht glaubt?
Gleichwohl kann ein Atheist seinen Nächsten lieben. Damit ist uns sehr geholfen.

Es gibt Leute die ihren Schöpfer lieben, aber nicht ihren Nächsten. Solche Leute helfen uns nicht weiter.

Dann gibt es die Kategorie Mensch, die weiß, dass sie lieben soll, die auch lieben möchte und das nach besten Kräften tut. Diese Leute erzählen von Gott, von ihrer Religion, sie sind sozial engagiert, sie unterdrücken ihre negativen Gefühle, sie vergeben, sie schlucken ihren Unmut hinunter, sie führen ein äußerlich vorbildhaftes integeres Leben. Aber, sie sind nicht echt. Man spürt, dass es nicht aus dem tiefsten Inneren kommt, dass es nicht aus dem Herze kommt. Man spürt die Selbstgefälligkeit ob dieses (mit Mühe) gelebten Gutmenschentums.
Mit diesen Menschen ist uns sicher mehr geholfen als mit den Egomanen und Ellenbogenkämpfern unserer Gesesellschaft - mag sein. Trotzdem kann das zweckgerichtete "ich will den Geboten meiner Religion folgen" und "Gott gefallen" nicht der echten Herzensentwicklung dienen.

Wahre und echte Liebe erlangt man nur, wenn man selber Liebe erfahren hat bzw. eine mystische, spirituelle Erfahrung gemacht hat.
Eine Änderung der Herzenshaltung erlangt man nur, wenn man an Erkenntnis gewinnt.
Wie fühlt sich mein Nächster? Wie würde ich in seiner Situation wohl reagieren oder wie wäre ich an seiner Stelle?

Diese Haltung ist eine ethische. Man braucht dafür nicht den Glauben an einen Gott. Für die rein äußerliche Praxis ist er sicher von Vorteil. Letztendlich aber stagniert die innere Entwicklung, wenn man nur aus Angst vor Strafe "gut" ist.

Die Zwangsverordnung von Liebe und Glauben an einen Schöpfer, bewirkt genauso viel wie die Zwangsverordnung richtig zu schreiben für einen Legastheniker.

Jeder Mensch bekommt in seinem Leben Impulse, die ihn sich nach dem "Mehr" ausstrecken lassen. Wie jeder Einzelne damit umgeht, ist allein seine Sache. Viele machen sich auf die Suche, graben nach von der Kirche unterdrücktem, alten Wissen.
Wer sich nur stur an seine religiösen Vorschriften hält, macht vielleicht nichts verkehrt, aber weiter kommt er auch nicht wirklich.
Ofmals ist das Festhalten an Strukturen und Vorschriften ohnehin das dringenste Bedürfnis von Gemeindegängern. Alle sollen "richtig sein" und wie's geht, sagt einem die Gemeinschaft. Und jeder, der nicht genau dasselbe glaubt, ist falsch. Einfach, aber herzlos. (Um nicht zu sagen d...)


LG
Helle
_________________
Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Helle hat folgendes geschrieben:
@ manfred,

du schreibst
Zitat:
Die Lage sehe ich realistisch !
90% Atheisten , vom Rest die meisten Namenschristen .
Wäre schön , ich würde mich täuschen .
Aber selbst die sympathischen Menschen , die ich kenne , glauben meist nicht an Gott , oder treiben einen
Jesuskult ( geniess dein Leben mit Jesus ) , oder glauben " tot " - d.h. es gibt schon Gott , aber das
bedeutet für unser Leben nichts , wir müssen da nichts tun !


Wie du schon selber feststellst, sind viele Atheisten durchaus keine schlechten Menschen. Ich persönlich kenne viele Menschen, die sich entweder keinen Kopf um Gott machen oder bekennende Atheisten sind. Viele von denen sind netter als die religiösen und in Gemeinden verhafteten Menschen.
Atheisten können durchaus spirituell sein, haben sich nur von einem falschen Gottesbild getrennt. Vielleicht haben sie noch keinen Impuls bekommen, sich nach "der Wahrheit über Gott" auf die Suche zu machen.
Zeilen wie du sie schreibst, werden sie aber auch nicht dazu bewegen können, weil ihnen darin nur ihre Meinung über Menschen, die an unrealistischen Gottesbildern festhalten, bestätigt wird.

du schreibst
Zitat:
Spirituelle Menschen helfen uns nicht weiter , sondern
Menschen , die tun , was Gott , der Schöpfer von allem ,
von uns möchte , zu unserem eigenen Besten .
(...)
Liebe Schöpfer und Schöpfung - die Natur und deine
Mitmenschen(wie dich selbst) . Der Weg zu Gott !
Überleg mal sehr gut , ob Du irgendetwas Besseres kennst ?


Genau solche Sätze meine ich.
Wie soll jemand einen Schöpfer lieben, an den er nicht glaubt?
Gleichwohl kann ein Atheist seinen Nächsten lieben. Damit ist uns sehr geholfen.

Es gibt Leute die ihren Schöpfer lieben, aber nicht ihren Nächsten. Solche Leute helfen uns nicht weiter.

Dann gibt es die Kategorie Mensch, die weiß, dass sie lieben soll, die auch lieben möchte und das nach besten Kräften tut. Diese Leute erzählen von Gott, von ihrer Religion, sie sind sozial engagiert, sie unterdrücken ihre negativen Gefühle, sie vergeben, sie schlucken ihren Unmut hinunter, sie führen ein äußerlich vorbildhaftes integeres Leben. Aber, sie sind nicht echt. Man spürt, dass es nicht aus dem tiefsten Inneren kommt, dass es nicht aus dem Herze kommt. Man spürt die Selbstgefälligkeit ob dieses (mit Mühe) gelebten Gutmenschentums.
Mit diesen Menschen ist uns sicher mehr geholfen als mit den Egomanen und Ellenbogenkämpfern unserer Gesesellschaft - mag sein. Trotzdem kann das zweckgerichtete "ich will den Geboten meiner Religion folgen" und "Gott gefallen" nicht der echten Herzensentwicklung dienen.

Wahre und echte Liebe erlangt man nur, wenn man selber Liebe erfahren hat bzw. eine mystische, spirituelle Erfahrung gemacht hat.
Eine Änderung der Herzenshaltung erlangt man nur, wenn man an Erkenntnis gewinnt.
Wie fühlt sich mein Nächster? Wie würde ich in seiner Situation wohl reagieren oder wie wäre ich an seiner Stelle?

Diese Haltung ist eine ethische. Man braucht dafür nicht den Glauben an einen Gott. Für die rein äußerliche Praxis ist er sicher von Vorteil. Letztendlich aber stagniert die innere Entwicklung, wenn man nur aus Angst vor Strafe "gut" ist.

Die Zwangsverordnung von Liebe und Glauben an einen Schöpfer, bewirkt genauso viel wie die Zwangsverordnung richtig zu schreiben für einen Legastheniker.

Jeder Mensch bekommt in seinem Leben Impulse, die ihn sich nach dem "Mehr" ausstrecken lassen. Wie jeder Einzelne damit umgeht, ist allein seine Sache. Viele machen sich auf die Suche, graben nach von der Kirche unterdrücktem, alten Wissen.
Wer sich nur stur an seine religiösen Vorschriften hält, macht vielleicht nichts verkehrt, aber weiter kommt er auch nicht wirklich.
Ofmals ist das Festhalten an Strukturen und Vorschriften ohnehin das dringenste Bedürfnis von Gemeindegängern. Alle sollen "richtig sein" und wie's geht, sagt einem die Gemeinschaft. Und jeder, der nicht genau dasselbe glaubt, ist falsch. Einfach, aber herzlos. (Um nicht zu sagen d...)


LG
Helle


Sehr schöner Beitrag, liebe Helle

einen erfreulichen Tag wünsche ich Dir, wie auch allen anderen Usern
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Werte Helle ,
Atheisten w o l l e n nicht überzeugt werden - so
meine Erfahrungen in meiner direkten Umgebung !
Man kann nur Schwankende vielleicht beeinflussen .
Ich sehe den Atheismus allerdings keineswegs als
harmlos an , er führt auf lange Sicht zur Katastrophe -
meine Einschätzung .
Du bist ungeheurer Optimist : die riesige Mehrheit der Atheisten liebt ( logischerweise ! ) in allererster Linie
sich selbst . Dass es jetzt noch etwas besser ist , liegt
an den Relikten einer christlichen Erziehung . Das wird
logischerweise ständig schlechter .
Die " unechten " Leute der Kirchen , da hast Du recht , sind auch problematisch .
Im Gegensatz zu Dir glaube ich nicht , dass wir ohne
Glauben an einen Schöpfer ( Gott ) den richtigen
Weg gehen können . Der richtige Weg ist doch bekannt : Versuche die Natur und deine Mitmenschen
zu lieben( wie dich selbst) . Das wissen doch eigentlich die Menschen schon sehr lange .
Aber sie w o l l e n es nicht machen !
Erst wenn sie (wieder) begreifen , dass es einen Gott gibt , der das zu ihrem eigenen Besten für sie will ,
und der viel , viel mehr als diesen flüchtigen Augenblick Leben für sie vorgesehen hat , werden die Menschen das machen und schon hier fast paradiesische Zustände schaffen .
Momentan ist die Lage katastrophal und meiner Ansicht nach werden auch wir das noch merken ,
spätestens unsere Kinder .
Leider sind die heutigen Religionen fast nur kontra -
produktiv .
Ich sehe so gut wie keine Chance , ausser im ganz
kleinen , etwas zu bewirken , und das versuche ich .
Ich kann Dir nur raten :
- versuche : Liebe Schöpfer , Natur und Mitmenschen(wie dich selbst) , so gut es Dir möglich ist .
Nach meiner Einschätzung wird unsere Lage ständig schlechter . LG Manfred
Liebe Rose,

Zitat:
einen erfreulichen Tag wünsche ich Dir, wie auch allen anderen Usern
Rose


Danke, das wünsche ich dir auch - wenn auch einen Tag später. Es kann nicht genug erfreuliche Tage geben.


Hallo manden,

du stellst fest
Zitat:
Atheisten w o l l e n nicht überzeugt werden - so
meine Erfahrungen in meiner direkten Umgebung !


Da hast du wohl Recht.
Anders herum Religiöse Fundis oder tiefgläubige Katholiken auch nicht.


du schreibst
Zitat:
Du bist ungeheurer Optimist


Nein, ich ungeheuer Pessimist . Leider.


du meinst
Zitat:
die riesige Mehrheit der Atheisten liebt ( logischerweise ! ) in allererster Linie
sich selbst . Dass es jetzt noch etwas besser ist , liegt
an den Relikten einer christlichen Erziehung . Das wird
logischerweise ständig schlechter .


Ich bin der Meinung, das liegt an der Erziehung, nicht an der Religion.
Warum nicht mehr "so richtig" erzogen wird, wäre ein interessantes Diskussionsthema. Das Sozialverhalten ist regional auch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Sowohl innerhalb von Städten als auch Länderweit. Meiner Meinung nach können die Leute, die sich egoistisch und kaltherzig verhalten, die Errungenschaften liberaler Lebensgestaltungsmöglichkeiten nicht verantwortungsvoll umsetzen.
Trotzdem liegt die Lösung wohl eher nicht im zwangsverordneten Konservativismus, sondern eben im Gewicht der Erziehung auf Herzensbildung und Umgangsformen.

Kirche, Gottesverehrung und Herzensbildung - und das nur am Rande - hat nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun. Meine Erfahrung.

LG

Helle
_________________
Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Helle hat folgendes geschrieben:
Ich bin der Meinung, das liegt an der Erziehung, nicht an der Religion.
Warum nicht mehr "so richtig" erzogen wird, wäre ein interessantes Diskussionsthema. Das Sozialverhalten ist regional auch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Sowohl innerhalb von Städten als auch Länderweit. Meiner Meinung nach können die Leute, die sich egoistisch und kaltherzig verhalten, die Errungenschaften liberaler Lebensgestaltungsmöglichkeiten nicht verantwortungsvoll umsetzen.
Trotzdem liegt die Lösung wohl eher nicht im zwangsverordneten Konservativismus, sondern eben im Gewicht der Erziehung auf Herzensbildung und Umgangsformen.


Liebe Helle,

Ich kann es nur aus meiner Warte sagen:

Ich wüsste z.B. nicht, wie ich meinen Kindern erklären sollte, warum es in bestimmten Situationen notwendig sein kann, auch einmal ungerechte Behandlung zu ertragen oder unfairerweise nur als Dritter oder Vierter auszusteigen, wenn ich ihnen für diese Lebenssicht keine religiöse Dimension als Begründung anbieten könnte. Denn - was ist die Perspektive von "unter die Räder gekommenen" Menschen, die an nichts Höheres glauben? Was soll man ihnen sagen außer Phrasendrescherei - wie "Das wird schon wieder!".
manden hat folgendes geschrieben:

Nach meiner Einschätzung wird unsere Lage ständig schlechter . LG Manfred


Ich glaube, ich kann dir aus deinem Dilemma nicht heraushelfen. Wünsche dir aber dennoch, dass es dir gelingen möge

Alles Liebe,
das sternenkind
Lieber Burkl ,
beim Spazierengehen ist mir eine Idee gekommen .
Wie wärs zu versuchen , wie Jesus zu leben -
n i c h t nach den " Regeln " der Kirche .
Ich versuche das ( ohne negative Seiten wie falsche
Vorhersagen des Weltendes oder Kreuigung ) :
ein Leben für Gott und Mitmenschen !
LG Manfred
manden hat folgendes geschrieben:
Die Lage sehe ich realistisch !
90% Atheisten

Für die Welt dürfte es sicher besser sein, wenn dem so wäre....entspricht nur leider ganz und gar nicht den Tatsachen.
manden hat folgendes geschrieben:
Atheisten w o l l e n nicht überzeugt werden

Also ich bezeichne mich als Atheisten...und ich kann nur sagen, das "Überzeugen" keine Frage des Wollens sondern eine der Überzeugungskraft der Argumente ist. Da lese ich aber vom Verfasser nichts Substantielles, nichts was auch nur die Bezeichnung Argument verdient. Wovon sollte man sich da überzeugen lassen? Der unschlagbare Vorteil eines rationalen Atheismus ist gerade, dass er ja prinzipiell widerlegbar ist. Nur bedarf es einer zumindest mal schlüssigen Argumentation, von der Beweiskraft will ich gar nicht reden.
Aber außer Phrasen, Wiederholungen und Klagen über die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen und der Menschen im Besonderen erkenne ich hier gar nichts.

manden hat folgendes geschrieben:
Wie wärs zu versuchen , wie Jesus zu leben

Wie meinen? Als Wanderprediger umherziehen und die Jünger auffordern, die Familie im Stich zu lassen und ihm zu folgen?
@ manden,

manden hat folgendes geschrieben:

beim Spazierengehen ist mir eine Idee gekommen .
Wie wärs zu versuchen , wie Jesus zu leben -
n i c h t nach den " Regeln " der Kirche .
Ich versuche das ( ohne negative Seiten wie falsche
Vorhersagen des Weltendes oder Kreuigung ) :
ein Leben für Gott und Mitmenschen !
LG Manfred


das ist - gerade für einen Christen - ein unglaublich innovative Idee, Manfred.
Ich und ein paar andere Menschen machen das übrigens ähnlich. Wir lassen das mit der Kreuzigung weg, sagen nicht das Ende der Welt voraus, sind in keiner Kirche Mitglied und versuchen nach unseren besten Kräften unsere Mitmenschen so zu behandeln wie wir selber gerne behandelt werden möchten. Unser Gottesbild ist agnostisch. Wir halten alles für möglich, würden aber niemandem unsere Vorstellung auf Biegen und Brechen aufdrücken wollen. Selbst wenn wir einen Gott ausschließen, glauben wir an mehr als an diese materielle Welt. Nur würde man uns nicht mehr als Christen bezeichnen.


In diesem Sinne, lieber Burkl,

wüsste ich auch nicht, wie ich meinen Kindern erklären sollte, den geraden Weg zu gehen, während andere sich ohne Rücksicht auf andere Menschen durchs leben lügen, bereichern und in den Vordergrund spielen.
Die Lebensweise meiner Familie ist spirituell ausgerichtet, allerdings nicht mehr auf einen von Religionen vorgeschriebenen, einzig möglichen Lebensweg.
Obwohl ich mit der Aussicht auf ein Gericht lebe, bin ich der Meinung, dass für die Erziehung zu einem liebevollen, sozialkompetenten Menschen die Religion nicht zwingend erforderlich ist. Die Angst vor Gericht möchte ich nicht zur Krücke meiner Erziehung machen, weil mir die Argumente ausgehen. Anders als früher lasse ich mir durchaus nicht mehr alles gefallen und erziehe auch meine Kinder dazu, sich gegen Ungerechtigkeit und Dummheit zur Wehr zu setzen. Gerechtfertigte Wut wird nicht "um in den Himmel zu kommen" unterdrückt. Das macht krank, unmündig und ist je nach Fall auch das falsche Signal für Menschen ohne Erziehung oder Verstand oder Herzenswärme.
Menschen in einer Gesellschaft erziehen sich auch gegenseitig, sofern das von zu Hause nicht erfolgt ist. Die Reaktion der Anderen kann mir u. U. ein wertvoller Hinweis darauf sein, wo ich noch etwas lernen kann.

LG
Helle
_________________
Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern

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