Lebenssinn


Hallo,

habe mich grade hier angemeldet, weil ich echt mal jemanden brauche, der nicht nur zuhört, sondern auch versteht!

Ich sehe seid längerem nicht den Sinn im Leben, ich meine, man geht Arbeiten, schläft, isst bringt irgendwie den tag rum und in der Freizeit versucht man sich abzulenken umd "spaß" zu haben, bis der Tag auch wieder rum ist und so weiter...wofür?
Das Ziel ist der Tod?
Ich habe zu nichts mehr lust, ich finde dieses Leben echt anstrengend und sinnlos!
Ich bin Altenpflegerin, höre mir die Geschichten von den Menschen an und denke mir...wofür...wofür haben sie gelebt, alles durch gemacht und enden dann oft auch in einer schweren Krankheit und schmerzen...
Haben soviele verletzungen (Seelische) ertragen müssen....

Der Sinn vom leben ist? Das man mal auf der Welt war...wow...wie toll, verzichte!
Ich wollte schon mit 9 nicht mehr Leben, weil ich die Welt so grausam finde, ich tue mir nichts an.
Ich merke nur, dass ich von dem einen tag auf den anderen Lebe, versuche die Tage so schnell wie möglich rum zu bekommen. Das geht jetzt seid Monaten so, dass ich nur noch Lustlos bin und warte...ja, auf was...
Mir kommt das alles so sinnlos vor (ich bin 41 Jahre)
Du kannst nur Angebote bekommen - überprüfen mußt du selbst. Von Rüdiger Dahm, dem Karatelehrer habe ich gelernt, daß das, was du siehst, nicht das Ziel ist. Das Ziel liegt hinter dem Sichtbaren. Z.B. machst du einen Führerschein, aber nicht um ein Dokument zu erhalten, sondern um Autofahren zu dürfen. Genauso liegt das endgültige Ziel des Lebens darin, reif für eine höhere Bewußtseinsstufe zu werden, und sei es auch nach dem Leben.
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...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
Also glaubst du an ein sein nach dem Tod?
MJkitty hat folgendes geschrieben:
Also glaubst du an ein sein nach dem Tod?


Dazu ein Gedicht von J. Rumi:

Ich starb als Mineral und wurde eine Pflanze.
Ich starb als Pflanze und stieg auf zum Tier.
Ich starb als Tier und war ein Mensch.
Warum sollte ich ängstlich sein? Wann war ich weniger
durch das Sterben?
Und wenn ich als Mensch sterbe, um gesegnet mit
Engeln zu schweben; sogar das Engelsdasein muss ich
verlassen, um das zu werden was kein Geist erfassen
kann.
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...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
Liebe MJKitty,

der Sinn des Lebens ist nicht der Tod. Der Tod ist nur ein Übergang ins Jenseits und notwendig für ein neues Leben.

Der Sinn unserer vielen Leben sind die Erfahrungen die wir darin machen. Auch die schmerzlichen, traurigen, schrecklichen Erfahrungen helfen uns, damit wir bewusster werden und uns weiter entwickeln können.
Der Lebenssinn ist dem Leben einen Sinn zu geben.
Ob Du nun an ein Jenseits glaubst oder nicht.

Viele Menschen gehen durch Phasen.
in denen sie keinen Sinn des Daseins mehr erkennen.

Andere Menschen stellen sich solche Fragen nie und suchen in der Tat nur nach sinnlichen Freuden. Sie leben ein Leben der Verdrängung.

Ein biologischer Sinn hingegen ist leichter ersichtlich:
Arterhalt und Selbsterhalt.
Arterhalt das ist Vermehrung.
Selbsterhalt das ist Essen, Trinken, Schlafen und innerliche Zufriedenheit.

Menschen in Ländern, in denen es ums nackte Überleben geht,
haben keine Zeit dazu sich nach dem Sinn des Daseins zu fragen.
Sie kämpfen ständig darum, weiterhin da zu sein.

Seit froh MJKitty, dass Du einerseits zu den Menschen gehörst,
die die Zeit haben, das Sein zu hinterfragen
und andererseits zu dem Menschen gehörst,
die den Mut haben, das Sein zu hinterfragen.

Eine Lösung möchte ich Dir aber eben nicht bieten.
Deinen Sinn solltest Du schon selbst finden.

Ich kann Dir nur sagen, dass ich durch die selben Fragen ging,
wie Du es tust.

Ich kann nur sagen, dass die glücklichsten Augenblicke doch immer die sind,
in denen man sich selbst völlig vergisst (das ist jedoch nicht als ein Helfersyndrom misszuverstehen[generell gemeint, nicht auf Dich bezogen!]).
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Ich habe eine negative Antwort, nämlich was der Sinn des Lebens nicht ist.

Der Sinn des Lebens ist es nicht sich über ein Warum? Oder Wozu? den Kopf zu zerbrechen.

Ich glaube der Mensch ist das einzige Lebewesen das sich mit sowas beschäftigt und dabei die Zeit verplempert, alle anderen Lebewesen leben einfach.

Also lebe einfach. Was du gut und sinnvoll erachtest bleibt dir überlassen.
MJkitty hat folgendes geschrieben:
Ich bin Altenpflegerin, höre mir die Geschichten von den Menschen an und denke mir...wofür...wofür haben sie gelebt, alles durch gemacht und enden dann oft auch in einer schweren Krankheit und schmerzen...
Haben soviele verletzungen (Seelische) ertragen müssen....



Guten Morgen MJkitty,

das halte ich für keinen guten Weg, das Leid, die Lebensgeschichten anderer heranzuziehen um darin eine Sinnlosigkeit des Lebens festzumachen.

Manchmal lese ich auf verschiedenen Plattformen, wie Menschen meinen: "Bevor ein Kind ungeliebt aufwachsen muß, bevor ein Kind gequält oder mißbraucht wird, wäre es doch besser, es käme gar nicht erst auf die Welt".

Würde das stimmen, dürfte es mich nicht geben. Würde es stimmen, dürfte ich mich meines Lebens heute nicht erfreuen. Ich bin ziemlich froh, daß es mich gibt, und ich bin mittlerweile ziemlich froh, daß ich die bin, die ich heute bin, obwohl ich sehr viel Leid ertragen und bewältigen mußte.


Deine Frage nach dem Sinn des Lebens verstehe ich, man möchte gerne wissen, wofür man auf der Welt ist. Du wirst aber keinen Sinn finden, solange du dich mit dieser Frage beschäftigst. Es ist vergleichbar dem Menschen, der in seinem Haus auf der Fensterbank lehnt, hinausschaut auf das Chaos der Welt und sich fragt: "WO um Himmels willen ist in diesem Durcheinander ein Sinn zu erkennen?" während die Blumen auf der Fensterbank direkt daneben vertrocknen.

Wenn du das Gefühl hast, dein Leben sei sinnlos (was mich wundert - denkst du, es sei sinnlos, einem alten Menschen die Hand zu halten, ihm zuzuhören, ihm ein Lächeln zu schenken?) dann dreh dich um: sieh in dein Innerstes, dorthin, wo deine Wünsche liegen, vielleicht schon ein wenig eingestaubt - ich bin sicher, sie sind noch da.

Was ist passiert, als du 9 Jahre alt warst?
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Wahrer Trost kennt keine Gefühlsduselei.
© Thomas Holtbernd
Hallo MJkitty,

zuallererst lich Willkommen

was ich als erstes beim lesen Deines Beitrages empfunden habe ist - Du hast aber auch keinen "einfachen Job" *tröst*
Ich selbst habe einen lieben Freund der in der Altenpflege arbeitet, ich bekomme immer wieder mit daß es ganz schön an die Substanz geht.** Ständig von Menschen umgeben zu sein die schon mehr drüben als noch hier sind, die immer der Hilfe anderer bedürfen ... gar nicht einfach! Vor allem wenn man mitbekommt daß diese Menschen vieles nicht getan haben als sie es eigentlich noch hätten tun können ... und nun ist es zu spät.

Gerade das könnte doch ein "Anstoß" für Dich sein

Als Ausgleich solltest Du was machen was Dir Freude macht.
Geh in die Natur, male, handarbeite oder was auch immer.
Irgendwas gibt es bestimmt ... selbst wenn es nur bestimmte Artikel oder Motive aus Zeitschriften sind die Du liebevoll sammelst und sortierst. Das muß ja nicht's sein was ein anderer verstehen soll - nur für Dich ist es wichtig und bringt Dich wieder in Balance.

Zum Trost möchte ich Dir auch noch schreiben daß so eine Phase wie Du sie grad erlebst viele durchmachen, ich glaub das gehört auch zum Leben.

Lese Dich hier ein bißchen ein, Du wirst sehen - das hilft auch


alles Liebe Dir
Rose



**edit: von den schlechten Arbeitsbedingungen, Überforderung und der schlechten Bezahlung auch noch ganz abgesehen
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Wenn man sich zu oft die Frage nach dem Sinn des Leben stellt dann wird das Leben viel zu öde...

Versuche die Frage nach dem Sinn zu vergessen und Lebe einfach... es ist schwer darüber hinwegzukommen ich selbst verkrafte es auch kaum

aber es geht darum wirklich das ganze Universum mit positiver Energie zu füllen...