Ich brauch jemand der mich in den Arm nimmt...


Eigentlich mag ich nicht schon wieder im Kummerkasten schreiben...aber mir gehts grad nicht so gut

Ich fühl mich grad so allein und hilflos..und verzweifelt,weil ich im Krankenhaus war,um testen zu lassen wieso meine Arme und Beine kribbeln,nichts dabei rauskam und ich jetzt noch die Nachwirkungen habe und das sind schlimme Kopfschmerzen von der Punktion...und seit gestern sind es eher anfallartige Schmerzen,wo man das Gefühl hat der Kopf platzt wegen dem Druck und das Gehirn wird gegen die Stirn gequetscht -.-
Und meine Hand kribbelt...meine rechte Hand auch noch! Und als ich vorhin telefonieren wollte wurde es so extrem,dass ich schon Angst bekam..
Und dann ist mein Freund auch noch so weit weg!
Ich habe grad einfach nur das Bedürfnis mal eine Schulter zu haben,wo ich mich ausweinen kann...leider ist die nicht da und ich bin allein

Ich hab keine Lust mehr darauf,nicht zu wissen warum meine Hand kribbelt,wieso ich davon wach werde und wieso ich manchmal nicht mal mehr Gefühl darin habe!
Und dann noch diese Kopfschmerzen!

Ich weiß ja,ihr könnt mir da auch nicht weiterhelfen aber ich musste das mal schriftlich loswerden...weil es mich so bedrückt! Und keiner versteht es richtig!


Danke fürs durchlesen....
Hallo Woelkchen, ich finde es schon erstmal gut, dass Du Dir das so "frisch von der Leber weg" geschrieben hast. Ich könnte mir vorstellen, dass es dadurch schon mal ein klein bisschen leichter wird.

Leider kann ich Dir die Schulter auch nicht anbieten die Du vielleicht so gerne in Deiner Nähe hättest. Bin zu weit weg und um mich herum gibt es auch noch etliche die meine Schulter auch so dringend brauchen.
Wäre ich in Deiner Nähe, würde ich es aber auch von Herzen gerne tun.

Was mir jetzt noch so einfällt ist, vor 2 Tagen grade habe ich bei einer Freundin einen Nachmittag besucht mit Frauen verschiedener Konfessionen und es ging um Krankheit.
Wir hörten uns einen Vortrag eines kath. Paters an (weiß den Namen jetzt nicht mehr) und haben uns im Anschluss darüber ausgetauscht.

Was mir wieder mal bestätigt wurde ist folgendes.
Als allererstes sollten wir die Krankheit annehmen. Krankheit gehört zum Leben. Es geht nicht darum, dass Krankheit eine Strafe ist für irgendeine Schuld. Krankheit kann mich sehr viel weiterbringen.

Für mich ist allerdings auch wichtig, dass ich nicht ständig und zuviel über meine Schmerzen etc. nachdenke, dass ich nicht dabei verharre und nur sinne wie ich sie loswerde.

Ich habe in der Richtung auch schon einiges hinter mir und spreche nicht nur aus der Theorie heraus.

Für mich war immer ganz wichtig, dass ich Vertrauen habe, dass sich etwas bessern kann und zwar dann wenn es an der Zeit ist.
Wichtig schien mir auch, meine Gedanken auf viele positive Dinge zu richten.

Was würdest Du jetzt eigentlich tun, wenn Du ganz gesund wärst?

Kürzlich hat unsere liebe Forumsfreundin Claudi-schneke eine schöne Geschichte hier rein gestellt. Mal schaun ob ich die finde, dann stelle ich sie noch hier rein für Dich.

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Geschichte von unserer lieben Claudi:

Der Mann am Fenster

Zwei Männer, beide schwer krank, lagen in einem gemeinsamen Krankenzimmer. Der eine durfte sich jeden Tag in seinem Bett eine Stunde lang aufsetzen, um die Flüssigkeit aus seiner Lunge zu entleeren. Sein Bett stand direkt am Fenster. Der andere Mann musste den ganzen Tag flach auf seinem Rücken liegen.

Die Männer plauderten Stunden lang, ohne Ende. Sie sprachen über ihre Frauen, ihre Familien, ihre Berufe, was sie während des Militärdienstes gemacht hatten und wo sie in ihren Ferien waren.
Jeden Nachmittag, wenn der Mann in dem Bett beim Fenster sich aufsetzen durfte, verbrachte er seine Zeit indem er dem Zimmerkameraden alle Dinge beschrieb, die er außerhalb des Fensters sehen konnte. Der Mann in dem anderen Bett begann geradezu, für diese Ein-Stunden-Intervalle zu leben, in denen seine Welt erweitert und belebt wurde durch Vorgänge und Farben der Welt da draußen!

Das Fenster überblickte einen Park mit einem reizvollen See. Enten und Schwäne spielten auf dem Wasser und Kinder ließen ihre Modellbote segeln. Junge Verliebte spazierten Arm in Arm zwischen den Blumen aller Farben und eine tolle Silhouette der Stadt war in der Ferne zu sehen. Als der Mann am Fenster all diese Dinge in wunderbaren Einzelheiten schilderte, schloss der Mann auf der anderen Seite des Zimmers seine Augen und stellte sich das malerische Bild vor.

An einem warmen Nachmittag beschrieb der Mann am Fenster eine Parade einer Blaskapelle, die gerade vorbeimarschierte. Obwohl der andere Mann die Kapelle nicht hören konnte, konnte er sie richtiggehend sehen - mit seinem geistigen Auge, da der Mann am Fenster sie mit solch eindrucksvollen Worten beschrieb.
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Bahá'u'lláh
Fortsetzung:

Tage und Wochen vergingen. Eines Morgens, als die Schwester gerade kam, um die beiden Männer zu waschen, fand sie den Mann am Fenster leblos vor - er war friedlich im Schlaf gestorben. Sie war traurig und holte den Spitalsdiener, damit er den Toten wegbringen würde.
Sobald es passend erschien, fragte der andere Mann, ob er jetzt in das Bett am Fenster wechseln könnte. Die Schwester erlaubte das gerne und sobald er bequem schien, ließ sie ihn allein. Langsam und schmerzvoll stützte er sich mühevoll auf seinen Ellbogen um einen ersten Blick auf die Welt da draußen zu werfen. Er strengte sich an und drehte sich zur Seite um aus dem Fenster neben dem Bett zu sehen. Gegenüber dem Fenster war eine nackte Wand. Der Mann rief die Schwester und fragte sie, was seinen Zimmerkameraden dazu bewegt haben könnte, so wunderbare Dinge außerhalb des Fensters zu beschreiben?

Die Schwester antwortete, dass der Mann blind war und nicht einmal die Wand gegenüber sehen konnte. Sie sagte dann nur: "Vielleicht wollte er sie aufmuntern."

(Autor leider unbekannt)
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Bahá'u'lláh
Hallo Woelkchen,

Du, ich nehm' Dich mal virtuell in den Arm.
Du machst da momentan eine wirklich harte Zeit durch, ich bete, dass es Dir bald besser geht und man doch die Ursache Deiner Beschwerden finden möge, damit man etwas dagegen unternehmen kann.
Schreib' nur hier 'rein, wenn es Dich drückt, dafür ist ja der Kummerkasten da.

Sei lieb gegrüßt von Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Guten Morgen liebes Woelkchen, ich wollte Dir einfach nur einen angenehmen Tag wünschen.

Alles Liebe
Ich umarme Dich
Linde
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Bahá'u'lláh
Vielen Dank für eure lieben Antworten!

Ich bin wirklich froh euch gefunden zu haben,denn gestern ging es mir wirklich sehr schlecht und alleine dadurch,dass ich es aufschreiben konnte,ging es mir danach schon etwas besser.
Und danke,Linde,für deine lieben Worte und diese Geschichte,die wirklich schön geschrieben ist.

Ich habe gestern noch etwas Sport gemacht zu Hause und das tat mir total gut! Meine Laune wurde danach auch wieder besser und ich konnte positiver denken!

Heute bin ich schon etwas ruhiger und entspannter!
Sonst versuche ich mich auch gar nicht so reinzusteigern,nur leider bin ich oft so,dass ich vieles in mich reinfresse,es verdränge und dann kommen solche Tage wie gestern und alles kommt auf einmal heraus.

Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Freitag und schonmal ein entspanntes Wochenende!

Liebe Grüße und danke fürs zuhören und umarmen
Woelkchen