Ratlos


Grubi hat folgendes geschrieben:
Das Gespräch beginnt wohl mit einem Gebet wie ich gelesen habe, das kann für jemanden der die Religion als das Problem betrachtet, schon eine Hürde darstellen.


Ist kein Muss, es gibt da keine Rituale. Wenn zb Atheisten eine Bahai-Beratung führen wollen, werden sie wohl eher auf das Gebet verzichten *gg*
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Ja, das Prinzip erscheint mir wirklich brauchbar.
Wenn dadurch "atmosphärische Störungen" vermieden werden können, soll das wohl funktionieren.
Im vorliegenden Fall von Ratlos, müsste man jemanden finden der das Gespräch moderiert.

Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Ja genau, in solchen Fällen glaube ich ist es am besten, wenn man eine dritte, neutrale Person hinzuzieht. Sonst wird das nur ein Ping-Ping-Spiel, wo jeder auf seiner Meinung beharrt.
WalterW. hat folgendes geschrieben:
Es ist Aberglaube und nur unprofessionell und unsensibel.


Was soll bitte ein Aberglaube sein? Das man über Themen beraten kann und nach einer Lösung suchen kann?

Man kann es natürlich auch "Mediation" nennen. Dann kann man es als Geschäft verkaufen und viel Geld damit verdienen. "Hitman" oder "dtrainer" können uns sicher sagen was da eine Stunde im professionellen Bereich kostet?

WalterW. hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Der Bahá'i-Glaube entzweit übrigens nicht Familien, sondern verbindet die Herzen.


Der Fall hier zeigt aber genau das Gegenteil.


Inwiefern? Die Eltern haben hier ja nicht die Tochter hinausgeworfen, die Tochter will den Kontakt zu den Eltern einstellen, weil diese Kontakt zu einer Person haben die sie nicht mag.

WalterW. hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Du kannst ja nicht von einem Einzelfall auf den gesamten Glauben schließen. Wenn du dich etwas intensiver mit dem Glauben befasst, wirst du zum genauen Gegenteil kommen.


Solche Situationen sind mitnichten nur ein Einzelfall sondern kommen regelmäßig vor und sind niemals von unerheblichem Ausmaße.

Es ist offensichtlich auch völlig egal, was einer erzählt und wie stark er verletzt wurde... du würdest dich niemals gegen deine Religion richten, denn selbstredent ist sie niemals dafür verantwortlich und meint es immer gut.


Woher willst du bitte wie wissen wie oft was in der Bahai-Gemeinde vorkommt? Und inwiefern zeigt sich hier welche Bahai-Lehre als schädlich?

WalterW. hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung ist eine Atmosphäre von Vertrauen in der Beratungsrunde und eine entsprechende Haltung und Denkweise der Beteiligten.


Lol. Man zeige diesen Satz mal einem Familientherapeut und Psychologen. Ich gehe vermutlich recht in der Annahme, dass es sich dabei primär um eine Familienberatung handelt d.h. es werden Familien beraten. Nun ist es allerdings so, dass Familien dort hingehen eben weil es kein Vertrauen mehr innerhalb der Familie gibt. Diese Voraussetzung einer Atmosphäre des Vertrauens ist im genau genommen völlig hanebüchen.


Beratung gibt es nicht nur für Familien. Und Beratung gibt es auch nicht erst wenn das Vertrauen schon weg ist. Dann ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen. Beratung ist gerade dazu da solche Probleme zu verhindern.

Übrigens halten die Psychologen die sich mit der Bahai-Religion etwas auskennen in der Regel ziemlich viel von dieser.

WalterW. hat folgendes geschrieben:
Man darf doch wohl getrost davon ausgehen, dass religiöse Glaubensrichtungen ohnehin schon Vorurteile beinhalten - vorallem ziemlich dreiste und weitgreifende gepaart mit menschlicher Selbstüberschätzung - ein allmächtiger Schöpfer habe dich erschaffen und deine Seele sei unsterblich.


Informiere dich doch einfach erst einmal themenrelevant bevor du solche Sprüche abgibst.

WalterW. hat folgendes geschrieben:
Die Threaderöffnung von "Ratlos" war ein Verzweiflungsakt - keine Frage nach einer Lösung. Sie hat laut eigener Aussage selbst erkannt, dass die Entscheidung ihres Vaters die Religion und nicht ihre eigenen Gefühle vorzieht.


Sie hat eine Befürchtung kund gegeben. Zumal ich eben von hier aus nicht sehe ob man sagen kann das ihr Vater seine Religon seiner Tochter vorzieht.

WalterW. hat folgendes geschrieben:
Das rückt die Religion nunmal zwangsläufig in ein schlechtes Licht.


Na wenn das ein objektives Kriterium für die Schlechtheit einer Religion sein soll. Ich habe ja eher so den Verdacht das du den Thread und die Sorgen einer Person hier missbrauchst um deinen uninformierten Hass auf Religion auszukosten.
@Grubi, Deas

Sehe ich ähnlich. Wenn der Bahá'i-Glaube Teil des Problems ist, soll eine neutrale Person hinzugezogen werden, den beide Parteien vertrauen.

Es gibt übrigens didaktisch verschiedene Vorgehensweisen. Eine, die wir z.B. im Unternehmen verfolgen läuft folgendermaßen:

1. Daten & Fakten (damit alle auf der gleichen Informationsgrundlage sind, werden zunächst nur reine D&F vorgetragen, denn oft entstehen Missverständnisse, da die Teilnehmer unterschiedliche Informationen haben)

2. Intepretationen (erst wenn die Fakten auf den Tisch sind, kann man diese Interpretieren und wie Deas geschrieben hat, gleich davon als "persönliche" Meinung lösen)

3. Problemdefinition - Bewertete Fakten werden zusammengetragen und die Gruppe kann das Problem klar benennen

4. Lösungsansätze - die Gruppenteilnehmer erörtern ihre Lösungswege: auch hier gleich den eigenen Beitrag von der eigenen Person trennen (klingt banal, aber oft ist genau dies unbewusst das Problem in Entscheidungsprozessen)

5. Entscheidungsfindung - wird die Entscheidung im Konsens getroffen, ist die Beratung in der Regel gut gelaufen. Eine einstimmige Entscheidung sorgt dafür, dass die Teilnehmer diese mittragen und sollte sie sich als falsch erweisen, kann eine Korrektur erfolgen.

Werden Menschen verletzt, so kann eine Entscheidung faktisch noch so richtig sein, kann sie dennoch große Schäden verursachen und Uneinigkeit hervorrufen.

Das ist so schnell daher geschrieben, aber die einzelnen Punkte benötigen viel Übung und Situationsanalysen etc. Aber wenn eine Gruppe darin geübt ist, bringt sie wirklich hervorragende Lösungen hervor in einem Geist des gegenseitigen Wohlwollens.

Es sollen ruhig die Meinungen aufeinanderprallen, aber nicht die Köpfe.
Hallo Ratlos,

da wir nicht wissen was damals passiert ist können wir natürlich auch nur begrenzt etwas dazu sagen, dass du ihn nun wieder "ertragen" musst oder ob du ihm in der Hinsicht vergeben kannst.

Ich kann schon nachvollziehen das du dich irgendwie "überbahaisiert" fühlst. Erst tritt deine Familie zu diese Glauben über und dann auch noch dein Exfreund der dann auch noch engen Kontakt mit deiner Familie pflegt.

Natürlich kann ich auch kaum etwas zu den Gefühlen und Intensionen deines Vaters sagen. Aber bist du dir sicher das du aus den von dir beschrieben Umständen schließen kannst das du deinem Vater unwichtig bist?


Liebe Grüße,
Tobias
Ratlos00 hat folgendes geschrieben:
Also ich bin keine typische exfreund Hasserin! Ich versteh nur net das es im Sinne des Bahiaglaube seine kann den Expartner vorzuziehen als die eigene Tochter?


Die Frage ist ob es tatsächlich so ist, dass dein Vater sich zwischen dir und deinem Exfreund entscheiden muss?

Und sein wir ehrlich: wer hat schon ein entspanntes Verhältnis zum Expartner? Irgendeine Spannung bleibt da fast immer.

Ratlos00 hat folgendes geschrieben:
Erstmal danke für eure zahlreichen kommentare.

Ich bekomme immer zu hören das ich das eine (Glaube) und das andere (Familie) trennen muss aber ich bin kein Bahai und sehe das eben nicht so, ich sehe meine Familie und meinen Exfreund und dass geht einfach nicht!

Aber meine Eltern sehen das eben anders!
Ich finds schade dass mir wohl nichts anderes übrig bleibt als das zu akteptieren oder den Konatk einzustellen!


Ich finde es ehrlich gesagt etwas hart den Kontakt zu den eigenen Eltern einzustellen, weil sie mit einer bestimmten Person engen sozialen Verkehr haben.

Es sei denn er hat dir wirklich etwas sehr extrem schlimmes angetan und sie wissen auch davon.
Ratlos00 hat folgendes geschrieben:
Also ich bin keine typische exfreund Hasserin! Ich versteh nur net das es im Sinne des Bahiaglaube seine kann den Expartner vorzuziehen als die eigene Tochter?


Du bist voll die Exfreundhasserin, befürchte ich
Denn sonst würdest du nicht verlangen, dass dein Exfreund nicht mehr in dein Vaterhaus kommen darf, auch nicht, wenn es nicht deinetwegen ist. Aber scheinbar geht es so weit, dass du deinen familiären Kontakt abbrechen möchtest, nur, weil manchmal zu irgendwelchen Gebetsritualen dein Exfreund dabei ist. Ich meine, dein Vater möchte niemals, dass du den Kontakt abbrichst, andererseits will er nicht auch einen Freund verlieren, nur, weil ihr euch so sehr zerstritten habt, dass du scheinbar der Meinung bist, du möchtest ihn vorläufig nie wieder sehen, auch kein Wort mehr mit ihm reden, weil du ihn für einen Herzensbrecher hältst. Doch ich meine, eine Partnerschaft ist auch wieder nicht das Wichtigste im Leben, sondern vielmehr generell der Frieden und die Harmonie zwischen uns allen. Denk mal drüber nach
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Tobias hat folgendes geschrieben:
Ratlos00 hat folgendes geschrieben:
Also ich bin keine typische exfreund Hasserin! Ich versteh nur net das es im Sinne des Bahiaglaube seine kann den Expartner vorzuziehen als die eigene Tochter?


Die Frage ist ob es tatsächlich so ist, dass dein Vater sich zwischen dir und deinem Exfreund entscheiden muss?

Und sein wir ehrlich: wer hat schon ein entspanntes Verhältnis zum Expartner? Irgendeine Spannung bleibt da fast immer.(...)

Ja. Für mich ist das auch kein akzeptabler Zustand, würde meine Ex bei jedem Treffen mit meiner Mutter dabei sein.
Von ihren Kontrollzwängen abgesehen nervt mich so vieles an ihr, das mich auch zuvor nervte.
Dieser Gedanke führt mich nun zum Ex von Ratlos. Er wird nach wie vor Attribute an sich haften haben, die für Ratlos inakzeptabel sind.
Du kannst den Menschen nicht wirklich ändern, Ratlos.
Ich hatte nur bisher nicht vernommen, dass dein Vater deinen Ex dir gegenüber vorzieht.
Vielleicht ... nur vielleicht ... ist das deine getrübte, subjektive Wahrnehmung.
Wie erkläre ich meinen Gedanken ... 80/20! Genau.
80% der Dinge sind angenehm und 20% sind es nicht, heißt es. Leider beschäftigen wir uns dabei viel zu oft mit den 20%.
Das geht auch dir so.
Dein Ex erscheint mir wie ein Rotes Tuch aus deiner Sicht.
Ich kann nicht wissen, welchen Wert du auf die Verhältnismäßigkeit legst, wenn es um die Bewertung der Situation geht. Es lohnt sich allerdings, über die Verhältnismäßigkeit nachzudenken, finde ich.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Ratlos00 hat folgendes geschrieben:
Erstmal danke für eure zahlreichen kommentare.

Ich bekomme immer zu hören das ich das eine (Glaube) und das andere (Familie) trennen muss aber ich bin kein Bahai und sehe das eben nicht so, ich sehe meine Familie und meinen Exfreund und dass geht einfach nicht!

Aber meine Eltern sehen das eben anders!
Ich finds schade dass mir wohl nichts anderes übrig bleibt als das zu akteptieren oder den Konatk einzustellen!

Ich finde es ehrlich gesagt etwas hart den Kontakt zu den eigenen Eltern einzustellen, weil sie mit einer bestimmten Person engen sozialen Verkehr haben.
Es sei denn er hat dir wirklich etwas sehr extrem schlimmes angetan und sie wissen auch davon.

Ich halte das auch für den falschen Weg.
Lass´ deinen Eltern den Ex zum Gebet und lass´ ihnen ihre Tochter zum Familientreffen ohne den Ex.
Ich halte das für einen akzeptablen Kompromiss, mit dem sogar eine klare Linie gezogen wird.

LG
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"Das ganze Leben bestand doch schon aus Warten. Warten aufs Leben, warten aufs Sterben.
Wozu war der Mensch auf der Welt? Zum Sterben. Und was hieß das? Rumhängen und warten. "
Charles Bukowski
Ja ich denke das mit dem Kontakteinstellen war eine Überreaktion!

Ich weiß trotzdem noch nicht ob ich das so akteptieren kann! Weil ich keinerlei Entgegenkommen oder alternativen bekomme!

Jetzt mal eine andere Frage.

Mich würde mal interesserieren wie ihr reagieren würde wenn jemand die selbe situation (nur aus der sicht des Vaters) in den Kummerkasten posten würde?

Also ein Bahai Vater postet das er nicht weiß was er machen soll weil er den Exfreund seiner Tochter bei sich wieder mitaufgenommen hat und somit dauert mit dieser streit hat?