Pech gehabt würd ich sagen


Wenn jemand keine bedinungslose Liebe bekommen hat, sondern das Gegenteil, man wurde geschlagen, beschimpft, vernachlässigt, verhöhnt, bloß gestellt, bespuckt usw, und das von den Eltern und von den älteren geschwistern, dann wird man als Erwachsener Mensch auf dieser Welt nicht weit kommen, Man kennt nur Angst, Hass, Selbsthass, Wut, man fühlt sich minderwertig, Antriebslos, depressiv, hat angst vor alles und allem.

Hat man dann nicht einfach pech gehabt und ist das nicht ein Grund sich das Leben zu nehmen?

Ist der Sinn des lebens das Überleben? Und wenn ja, um jedne Preis?

Meint ihr, Menschen die sich das Leben nehmen, handeln falsch und die haben den Sinn im lebebn nicht gekannt, oder isch nicht helfen lassen?

Gebe es für euch überhaupt eienn Grund sich das leben zu nehmen?
Es gibt tragische Schicksale. Diese Menschen haben in der Tat Pech gehabt. Sie sind dennoch wertvoll und das was ihnen widerfahren ist, ist ihnen nicht geschehen, weil die es verdient haben. Das ist kein Grund zum jubeln, aber erst recht kein Grund sich das Leben zu nehmen. Es ist vielmehr ein Grund, das Leben von einer besseren Seite kennen zu lernen und sich nach den Freuden und lebenswerten Dingen auszustrecken. Man darf niemals über sich selber glauben, nicht liebenswert zu sein und man darf es niemals zulassen, dass andere einem dieses Gefühl geben. Notfalls muss man sich wehren. Man sollte auch die Agressionen, die andere einem verursachen nie gegen sich selber richten, sondern wenn dann gegen die, die einen zerstören wollen. Egal was Menschen dir antun, du kannst niemals tiefer fallen als in Gottes Hand.
Zitat:
Man darf niemals über sich selber glauben, nicht liebenswert zu sein und man darf es niemals zulassen, dass andere einem dieses Gefühl geben.


Mach ich aber alles. Machnmla denke ich, das wenn es einen verlierer auf dieser Welt gibt, dann bin ich das.

Ich würde gerne ein Wettbewerb strten, wo es darin geht, wer sich am meisten Minderwertig fühlt, wer sich am meisten für sich und sein Leben schämt, wer sich am wenigsten wehren kann, wessen selbsthass am größten ist.
Du mir ist da gerade völlig spontan eine Idee gekommen.

Tiere können einem ganz unvermittelt ihre Zuneigung zeigen und sind darin völlig ehrlich, weil sie nicht berechnend sind. Wenn du gut zu einem Tier bist, wird es dir das zurückschenken. Wäre das vielleicht ein Anfang für dich? Besonders die Begegnung mit ursprünglich wilden Tieren kann sehr erhabene Gefühle auslösen. Man muss dabei natürlich darauf achten, dass man das Tier nicht ausnutzt. Von einem Tier zuneigung zu erfahren, kann auch Wunden heilen und dich wieder fähig machen auf Menschen zuzugehen.

Schau mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=LDfoDHJkudk&feature=related

und hier:
http://www.youtube.com/watch?featur.....mp;NR=1&v=l44SbDg9H78

Diese Dumas gibt es im nordeuropäischen Raum nicht zum besuchen, aber es gibt Tierparks, dort kann man Waschbären füttern oder Lemuren kommen einem auf den Schoß gesprungen. Vielleicht hast du auch irgendwann das Herz ein Tier aus dem Heim aufzunehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass das auf gewisse Weise hilfreich sein kann.
phobo hat folgendes geschrieben:
Machnmla denke ich, das wenn es einen verlierer auf dieser Welt gibt, dann bin ich das.

Dein Wille geschehe, Phobo.
Du schlüpfst in die Opferrolle und wirst das Opfer sein.
So lange, bis Du dessen überdrüssig bist, und bewusst die Opferrolle verlässt.

Die Welt fungiert als Spiegel.
Daher ist es immer wichtig, sich über die eigenen Initialgedanken im klaren zu sein.
Initialgedanken das sind die tieferen Gedanken die den bewussten Gedanken zugrunde liegen.

Z.B. ist der Gedanke: "ich will glücklich sein" ein Gedanke, der dem eigenen Unglück entspringt.
Man bekommt dann ständig die Rückmeldung von der Welt:
"Ganz recht, das willst du, aber das erreichst du ja doch nicht!"

Initialgedanken sind mächtig, weil sie aus dem tiefen Unterbewusstsein entspringen und somit eine Triebfeder für unsere Weltsicht einerseits und für unser Handeln andererseits sind.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Zitat:
Wenn jemand keine bedinungslose Liebe bekommen hat, sondern das Gegenteil, man wurde geschlagen, beschimpft, vernachlässigt, verhöhnt, bloß gestellt, bespuckt usw, und das von den Eltern und von den älteren geschwistern, dann wird man als Erwachsener Mensch auf dieser Welt nicht weit kommen, Man kennt nur Angst, Hass, Selbsthass, Wut, man fühlt sich minderwertig, Antriebslos, depressiv, hat angst vor alles und allem.


Hallo lieber Phobo, es tut mir echt leid, dass Du so eine Kindheit erleben musstest.
Giulia hat Dir schon einige wichtige Dinge gesagt mit denen Du sicher was anfangen kannst. Vor allem, dass Dir diese Dinge nicht widerfahren sind weil Du sie verdient hättest. Das schreib Dir mal dick hinter die Ohren. Auch Du bist ein wertvoller Mensch und Du darfst Dich auf gar keinen Fall selbst hassen.

Auch ich wurde als Kind geschlagen, beschimpft, verhöhnt und blosgestellt und habe dadurch wohl nicht das Selbstwertgefühl entwickeln können das einem Menschen zusteht.

Doch jeder Mensch entscheidet selbst welchen Schluss er aus solchen Situationen zieht. Ich kann mich dazu entscheiden meine Mitmenschen ebenso herabzusetzen, ungerecht und gemein zu ihnen zu sein oder ich entscheide mich dafür fair, liebevoll, gerecht zu ihnen zu sein, sie zu ermutigen anstatt zu entmutigen, da ich ja am eigenen Leib gespürt habe wie schrecklich das sein kann.

Ich habe für mich entschieden, dass ich das meinen Mitmenschen nicht antun will was ich erlebt habe und mich immer bemüht aufmunternd, respektvoll, mit Liebe und Achtung vor allem Schwächeren gegenüber aufzutreten. Nach dem Motto >Was Du nicht willst was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.<

Wenn ich daran denke, dass ich mich für Andere, Alte, Schwache, Kinder etc. einsetzen will, dann hab ich nicht mehr so viel Zeit und Gelegenheit nur an mich selbst zu denken. Dann muss ich überlegen wann, wie und was ich dazu beitragen kann, dass andere nicht dasselbe erleben wie ich erlebt habe.

Das Größte für mich war allerdings, als ich erfahren durfte wie wichtig, wie wertvoll auch ich bin. Keiner hatte es mir zuvor gesagt.

>Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt.< Bahai-Schriften

Dieses Bergwerk, reich an Edelsteinen (guten Eigenschaften) das bist auch Du. Bei jedem Menschen beginnt irgendwann die Selbsterziehung, dann können all diese Edelsteine, einer nach dem anderen ans Licht gebracht werden.

Über meinem Schreibtisch habe ich ein selbstgemaltes Bild mit diesen Worten hängen, damit ich es auch wirklich nie vergesse. In der Mitte ein Spiegel in dem ich mich sehen kann und erkennen, dass auch ich dieses reiche Bergwerk bin, mit den vielen Edelsteinen (gute Eigenschaften wie Mitgefühl, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Liebe, Vertrauenswürdigkeit etc.) die langsam zu Tage treten können.

Befasse Dich damit Deine Edelsteine zu suchen und zu finden. Du bist ein wertvolles Wesen. Vergiss es niiiiiiiiiiieee!

Alles Gute für Dich
und liebe Grüße von Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Wenn dich Eltern, Geschwister und wer sonst noch schlecht behandelt haben. mussten sie dafür ihre eigenen guten Kräfte & Talente schlecht behandeln. Musst Du ihnen ein Leben lang diese Dummheit nachmachen?
Ich skizziere dir, wie die 7jährige Sabrina dieses Problem konkret gelöst hat. Sie wollte nicht mehr leben, weil ihre Lehrerin sie die ganze 1.Klasse täglich vor allen blamiert hatte. Sie verstand, dass sie mit den Talenten ihrer Lehrerin [b]besser
umgehen kann als sie. Dann mögen ihre Kräfte das Kind und folgen ihm lieber als ihr. Wenn jemand selber so dumm ist, seine guten Kräfte so sehr zu vernachlässigen und zeigt Dir das auch noch, liegen doch alle Einflussmöglichkeiten in Deiner Hand, wenn Du besser mit seinen Kräften umgeht als er. Und das fängt unnachgeibig schon damit an, dass Du gut von ihnen und für sie denkst. Du brauchst nicht mal ein Wort sprechen. Sabrina hat damals auch nur ihrer Lehrerin im Geiste alles geschickt, was ihr und ihren Kräften zum Gutsein fehlte. Das ist ganz gezielt. Die Frau änderte sich binnen Tagen.
So ein Ergebnis kannst Du selbstverständlich auch erreichen. Die Bibel zeigt Dir an Sabrinas Beispiel: "Wenn Ihr Euch nicht bekehrt und werdet wie die Kinder, werdet Ihr nicht ins Himmelreich eingehen."
Die Kräfte & Talente Deiner Familie sind nach Güte ausgehungert. Du kannst diesen Hunger stillen, denn Du bist mit Geist begabt. Dadurch würdest Du für diese Kräfte quasi zum Lebensretter. Du kannst Dir selbst ausmalen, was das praktisch bedeutet. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe[/b]
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Gib jedem an seinem Tiefpunkt ein Zeichen Deiner Hochachtung! fjn
Hallo phobo,
nichts kann jemand tiefer herunterziehen (bis hin zur Depreesion) als die ständige Selbstansage, dass er ein Versager ist.
Zugegeben, es ist nicht einfach, anerzogene Verhaltensmuster zu durchbrechen und sich neue Verhaltensmuster anzutrainieren.
Wichtig ist erst einmal eine Selbstanalyse: Warum fühle ich mich als "Verlierer", warum schäme ich, warum lieben die anderen mich nicht, warum haben mich "die anderen" geschlagen usw.
Das ist sicher nicht einfach, weil man dazu neigt, eigene Fehler möglichst klein, dafür aber die Fehler der "Anderen" gross heraus zu stellen. Aber nur so bekommt man eine Basis, auf der Verändungen möglich sind.
Wenn man weiss, wo eigenes Fehlverhalten vorliegt und auch weiss, wo man durch fremdes Fehlverhalten beeinflusst worden ist, kann man mit der Gegensteuerung beginnen.
Jeder Mensch hat positive Seiten oder Bereiche, in denen er sich besonders gut auskennt, oder handwerkliche oder geistige Fähigkeiten, auf die er aufbauen kann. Diese gilt es, in kleinen Schritten (bloss nicht zuviel auf einmal wollen!) weiter auszubauen. Die "kleinen" Schritte sind wichtig, damit möglichst weitere Frustrationen verhindert werden.
Deswegen sollte man auch zunächst auf schwierige Gespräche mit Eltern, Geschwistern, Kontrahenten usw. verzichten, und die erst führen, wenn man ein neues stabileres Selbstverständnis gefunden hat. Es kann sogar eine völlige Abtrennung für eine bestimmte Zeit von solchen "Stressfaktoren" erforderlich sein. Für viele Menschen ist aber ein Gespräch mit ihren Eltern, Geschwistern oder sonstigen Personen später wichtig, um die eigene neue Stabilität für sich selbst zu dokumentieren, auch wenn es im Extremfall damit zum endgülitgen Bruch mit diesen Personen kommen kann.
Wer diesen Weg nicht aus eigener Kraft gehen kann, findet wahrscheinlich in jeder grösseren Stadt Selbsthilfegruppen, die zumindest teilweise Unterstützungen geben können.
Patentrezepte gibt es leider nicht.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
phobo hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Man darf niemals über sich selber glauben, nicht liebenswert zu sein und man darf es niemals zulassen, dass andere einem dieses Gefühl geben.


Mach ich aber alles. Machnmla denke ich, das wenn es einen verlierer auf dieser Welt gibt, dann bin ich das.

Ich würde gerne ein Wettbewerb strten, wo es darin geht, wer sich am meisten Minderwertig fühlt, wer sich am meisten für sich und sein Leben schämt, wer sich am wenigsten wehren kann, wessen selbsthass am größten ist.


Da würd ich mitstreiten und ich kenn noch ein paar Leute, die mitmachen würden, aber dennoch: trotz all den miesen Gefühlen, die mir nur zu bekannt sind, trotz all der Minderwertigkeit, trotz all der Depression und allem Dunkel:

ich bin überzeugt, dass man das überwinden kann und jeder Moment, und wenn es nur Minuten sind, in denen andere, neue Gefühle die Oberhand gewinnen, ist ein Sieg.

Ich sehe diese miese Kindheit als Herausforderung, mich dem Dunkel nicht hinzugeben, dem Teufel- denn ich mag die alte Sprache- nicht nachzugeben, sondern mit aller Kraft und Glaube, Hoffnung und Liebe dagegen anzugehen und zu gewinnen.

Je tiefer das Dunkel, umso größer die Herausforderung.

Du kannst versuchen, die positiven Seiten dieser Prägung zu erkennen, auch wenn du meinst, da sind keine, es sind aber doch welche.

Denn wenn du es schaffst, deiner Prägung nicht nachzugeben, sondern lernst, dass du liebenswert bist auch ohne Schönheit und Erfolg, einfach weil du du bist, wenn du das lernst, dich selbst zu lieben ohne Grund, dann ist das eine Liebe, die auf festem Boden steht und nicht wankt, wenn jemand von außen dich verleugnet.

Die Menschen, die um Liebe nie kämpfen mussten, denen geht es schlecht, wenn das äußere Gefüge nicht mehr hält, aber wenn du gelernt hast, dich zu lieben auf diesem bösen Grund, so kann dir diese Liebe niemals mehr von außen genommen werden.

Es ist ein entscheidender Unterschied, ob du lernst aus dir zu lieben, weil du es dann mit Kraft und Bewusstheit tun musst oder ob dir die Liebe einfach von außen gegeben ist- diese kann durch Veränderung der äußeren Umstände genommen werden, die innere erkämpfte aber niemals mehr.

Du kannst lernen, dich anzunehmen auch wenn du nichts leistest, nicht schön bist, nichts hin bekommst. Na und? Sag doch einfach mal: na und?

Es gibt dich und weil es dich gibt, bist du genauso viel wert wie jeder andere Mensch, nicht mehr und nicht weniger.

Das ist es doch, was uns dieses Leben lehren will: Menschen sind nicht mehr oder weniger wert, weil sie schöner oder erfolgreicher sind.

Und denkst du, die Reichen und Schönen sind so glücklich? Warum bringen sie sich dann reihenweise um?

Glück kommt nicht von außen, auch nicht für die Schönen und Reichen.

Jeder, der glücklich sein will, muss dieselbe Arbeit tun: nämlich Liebe ausstrahlen und das kann jeder, der es tun will.

Es gibt einfach keinen Grund, jetzt nicht Liebe auszustrahlen, das ist nur eine Entscheidung.

Und es nicht zu tun mit der Ausrede, meine Kindheit war zu schlecht oder ich bin zu häßlich, ist und bleibt eine Ausrede, denn jeder kann sich in jedem Moment entscheiden, was er denken will und du kannst dich auch entscheiden, ab jetzt Dinge zu denken, die schön sind, die gut sind und die wahr sind.

Du kannst dich entscheiden, jetzt aus dem Fenster zu schauen und dich zu freuen, dass die Vögel zwitschern und wie schön das ist- du kannst in jedem Moment etwas anschauen oder etwas denken, das schön ist- das ist deine Entscheidung- nimm sie an und treffe sie so, dass es dir besser geht, denn niemand zwingt dich so zu sein wie die Leute deiner Kindheit.

Du kannst anders sein, einfach weil du es willst.

Es liegt an dir, deinen Geist mit Liebe zu beschäftigen, mit Vergebung, mit Hoffnung und mit Glück, es liegt an dir, an eine goldene Zukunft zu glauben.

Mir hat sehr geholfen, sehr sehr viel über Liebe zu lesen und da ich immer ein gläubiger Mensch war, habe ich sehr viele Bücher mit sehr viel Liebe gefunden und bin da in keiner Weise fest gelegt.

Mir war wichtig, mich mit etwas Positivem zu beschäftigen, dem Drängen der Dunkelheit und der Depression einfach nicht mehr nachzugeben.

Das ist eine Entscheidung, deine Entscheidung, vergiss das nicht.

Sie entscheidet über deinen Himmel oder deine Hölle, also eine wichtige Entscheidung.

Und glaub mir: es ist mir nicht leicht gefallen, ich hatte sehr sehr schwere Zeiten.

Ich guck mal, ob ich was altes finde.....


Zitat:
18. 04. 04

Ja, ich schreibe, verglichen mit früher, echt selten.
Morgenseiten total hinfällig, klappt natürlich nicht, wie alles, was ich mir vornehme.
Ich schreibe deshalb so selten, weil ich überhaupt nichts Neues zu sagen habe. Es ist immer gleich.
Sche..e, wenn ich meine Tage kriege oder habe, schön, wenn ich sie nicht habe.
Jedes mal verstehe ich zum einen Zeitpunkt die Gefühle des anderen nicht und umgekehrt.
Und dann folgt Wiederholung um Wiederholung. Die Sinnlosigkeit des Lebens ist phänomenal.
Die Hässlichkeit, die mir ins Auge springt, immerwährend.
Eine abgrundtiefe Abscheu, wo ich hinblicke.
Selbstmord unmöglich, da ich Menschen nicht verlassen will oder darf, vielmehr.
Alles, was ich tue, - wenn es mir schlecht geht-, um das Leben, das sogenannte, zu erhalten, tue ich aus Pflichtgefühl, ganz bestimmt nicht aus Freude.
Das Schlimmste an allem sind die KNDER. Zum einen sind sie so heilig, dass man eh alles nur falsch machen kann, zum anderen gehen sie einem auf die Nerven und drittens machen sie einem die ganze Zeit Schmerz bewusst.
Schmerz, Schmerz, Schmerz. Wie die Natur. Zu heilig zum einen, zu göttlich, zu wunderbar, um es auszuhalten und zu traurig ihre Verschmutzung, ihre Zerstörung, ihre Vergänglichkeit.

Jedes Seite des Lebens, die Göttliche und die scheinbar nicht Göttliche, ein unerträglicher Zustand.
Ich schreibe in nervtötender Langeweile, ich verweile in einem widerlichen Körper, in ein Leben eingebettet, dass immer wiederkehrend abscheulich ist.
Verglichen mit allem, was ich sonst sehe und höre, aber wunderbar einfach ist.
Welch immense Widersprüche überall. Ich bin angeekelt und angewidert von dem Gestank, der Sinnlosigkeit, der Hässlichkeit, der Vergänglichkeit, aber am Meisten von dem ewigen Nichtwissen. Das ist das Schlimmste.

Diese halbernsten Versuche aller Intellektuellen, dieses Leben unter Kontrolle und Verständnis zu bekommen, welch sinnloses Unterfangen.

Niemals wissen wir irgendetwas. Niemals eröffnet sich der Sinn. Nur erdulden und über sich ergehen lassen muss man es, weil man keine Wahl hat, überhaupt keine. Selbstmord ist der Irrsinn totale, denn weiß man wirklich, weiß man es wirklich, was dann kommt?

Klar hoffen wir, wir hoffen immer, dass es besser wird. Dann wird es auf der anderen Seite besser, aber auf der einen schlimmer.
Es ist mir unmöglich, meine Gefühle aufzuschreiben, deshalb schreibe ich auch so selten.
Das ist alles unfassbar, unerklärbar. Grauenhaft, endlos grauenhaft erscheint mir dieses Dasein.
Gefangen von einer Gottheit, die wir nie mit Sicherheit erkennen. Unfähig, eine Flucht zu erzielen, denn es gibt keine.
Man kann sich nur resigniert am Schopf von der Vielleichtgottheit durchs Leben schleifen lassen, unfähig, noch selber zu stehen, unfähig, irgendeinen Grund zu finden, für den es sich lohnt, sich wieder auf die eigenen Füße zu stellen.
Natürlich kriegt das keiner mit. Was bin ich für ein freundlicher und pflichtbewusster Mensch, um die anderen nicht zu schockieren; das wird das Leben schon von selbst erledigen. Was weiß ich schon?

Vielleicht erleben nicht alle diesen Abgrund, vielleicht habe ich es wirklich verdient. Wahrscheinlich. Ich weiß immer nicht, ob ich mich, ob meines Reichtums und der Einfachheit meines Lebens, als besonderes geehrt und geliebt fühlen soll oder als besonders verstoßen und verachtet, beide Gefühle sind gleich stark.
Ich liebe und hasse mein Leben, das Leben, gleichermaßen; kann mich nicht entscheiden. Pendle zwischen Schuldgefühlen und großem Stolz hin und her, obschon es gar kein Pendeln mehr ist, es ist ein Stillstehen innerhalb beider Zustände.
Ich wünsche mir nur noch eines: Ende. Ich wünsche, mein Bewusstsein endet und ich vergesse, dass ich jemals gelebt habe und dass es jemals Leben gegeben hat.
Ich möchte nicht mitmachen, ich möchte nicht sein, ich möchte nicht wissen, dass es Leben gegeben hat. Ich möchte im Nirgendwo verschwinden, ohne jede Erinnerung.
Ich möchte das Gute nicht erkennen, wenn ich dazu all den Schmerz brauche. Ich will das Gute nicht, wenn das der Preis ist. Ich will nur komplett Nichtsein. Bitte.

Ich akzeptiere Deine Version von Leben nicht. Mag sein, dass es das blanke Unverständnis ist, aber Du musst zugeben, dass Du alles dafür getan hast, es unverständlich sein zu lassen, denn Du kannst mir vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich nicht gründlich genug gesucht hätte, das akzeptiere ich nicht.
Du weißt, dass ich aus reinem Pflichtgefühl lebe, nicht aus Freude und es würde mich wundern, wenn Du das gewollt hast. Mach, was Du willst, tust Du ja sowieso, aber erwarte nicht, dass ich Dich lobe, nicht für diese ganze Sche..e.
Schade, dass ich keine Drogen nehmen kann; das scheint mir noch die sinnvollste Art des Widerstandes gegen Dich zu sein. Nicht mal das kann ich. Vor lauter Pflichtgefühl.
Wenigstens kann ich hunderte von Zigaretten rauchen, wenigstens das. Resigniert habe ich schon lange, schleif mich halt weiter durch den Kot, wenn’s Dir Spaß macht, vielleicht hast wenigstens Du was davon.
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Es ist vor allen Dingen peinlich, ein Mensch zu sein. Das Gefühl, das mich am Meisten beherrscht, ist ein sich immer vergößenderes Schamgefühl.

Hat es einen Nutzen, voller Scham, Unwissen und Langeweile zu sein?
Meine Brüder und Schwestern bringen sich im Namen Gottes um, schon immer.
Sie metzeln sich gegenseitig zu Tode, weil sie besser wissen, was wahr ist.

Ist das nicht extrem peinlich? Im Namen Gottes zu morden? Und doch geschieht nichts anderes hier. Oder die Intellektuellen und die Künstler, die Priester und Ärzte, Polizisten und Tittensuperstars, es ist doch zum Abkotzen.
Ich kann mir nicht helfen, aber am Ehrlichsten sind Selbstmörder, wenn Du mich fragst. Oder die Depressiven, die sich einfach weigern, weiter zu leben.
Und ich bin nur zu pflichtbewusst, um mich zu weigern, außerdem habe ich das schon versucht, das weigern, hilft auch nichts.
Ich hoffe, Du lieferst für Deine Version von Leben, für diese ganze gequirlte Sche...e, eines Tages einen wirklich triftigen Grund ab. Da bin ich wirklich gespannt drauf.
Und erzähl’ mit bloß nicht, ich liebe es zu leiden- der nächste Esoteriker, der diesen Spruch bringt, den muss ich stehen lassen, bevor ich ihm eine auf die Nase haue.
Kann sein, dass mir solche Aussagen für die Zukunft sehr schlechte Ernte einbringen, selber schuld, aber so fühle ich es, peinlich oder nicht peinlich, es ist die (meine) Wahrheit.

Bevor Du mir nicht erklärt hast, warum Millionen von Menschen seit Tausenden von Jahren körperliche Schmerzen, Hunger, Unterdrückung, Liebeskummer, Trennung, Tod, Versiechung, Krankheit, eben unerklärbar grausame Schmerzen aller Arten erleben und welchen Zweck das hat, kann ich mich nicht wirklich glücklich schätzen, ein Mensch zu sein und ich schaffe es nicht, Dir dafür Dankbarkeit entgegen zu bringen.

Ja, natürlich sehe ich, wie endlos intelligent das alles funktioniert, das macht es aber nur noch schlimmer- eine unbegreifliche Intelligenz erschafft ein unbegreiflich schmerzhaftes Dasein. Was soll man denn davon halten?

Wenn Du einem keine Gebrauchsanweisung lieferst, wie sollen wir damit klar kommen? Es tut einfach nur grausam weh, überall, an allen Ecken und Enden. Es tut immer mehr weh, je mehr ich mich darauf einlasse.
Ich kann nicht so tun, als wäre es nicht so. Es tut weh und ich verstehe es nicht. Vielleicht willst Du nur diese Einsicht von uns, was weiß ich. Ich hoffe nur, dass es mir nicht wieder leid tut. Scheiß leid tun. Blödsinniges. Schluß jetzt, da kommt heute nichts mehr besseres.




P.S. Das ist lange her...inzwischen sehe ich die Dinge anders und mir geht es auch inzwischen fast nur sehr gut, aber ich wollte dir beistehen und dir sagen, dass ich dich verstehe und dir auch sagen, dass man da- auch ganz alleine- rauskommen kann, aber man muss es sehr fest wollen.
Wenn man von anderen Menschen schlecht behandelt und nicht wertgeschätzt wurde,
dann sollte man es jenen Menschen eben NICHT gleichtun, und sich selbst besser behandeln und sich selbst wertschätzen!
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