Pech gehabt würd ich sagen


hallo zusammen,

als aller erstes wollte ich sagen, wie sehr das mich berührt das ihr mir überhaupt etwas schreibt, ich denke mir immer noch das ich eure eure verschwendete zeit nicht wert bin.
Damit will ic hauch zeigen wie tief meine krankheit ist.

Ich werde in par tagen auf alles eingehen, weil ich gerade im umzugsstress stecke, da ich es endlich geschafft habe, das haus wo die tyrannen wohnen zu verlassen. Ich bin nicht wirklich optimistisch was die zukunft und die neue wohnung angeht, ich habe eher viel mehr angst das alles noch schlimmer wird.

wenn ihr euch fragt, wie alt ich eigentlich sei, da ic herst jetzt umziehe, ich bin 28 jahre alt.
phobo hat folgendes geschrieben:

wenn ihr euch fragt, wie alt ich eigentlich sei, da ic herst jetzt umziehe, ich bin 28 jahre alt.


Hallo phobo,

na super ... das ist ein guter Zeitpunkt Dein Leben zu verändern.
Ca. alle 7 Jahre gehen wir durch einen sog. Lebenstüv

alles Gute für Dich und Deine Zukunft
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Das, was dir andere Leute schreiben, schreiben sie in einem bestimmten Sinn auch für sich selbst, denn sie könnten ja mal in einer ähnlichen Situation stecken. Das, was du für andere tust, tust du auch für dich selbst. Das, was dir andere antun, tun sie sich gewissermaßen selbst an, sie wissen es bloß (noch) nicht.

Du bist stark, wenn du 28 Jahre diesen Schmerz aushälst. Du bist unglaublich stark, du siehst es bloß (noch) nicht!
Andere Leute ziehen noch viel später von zu Hause aus. Es ist sehr mutig von dir, dass du diesen Schritt gehst, obwohl du Angst hast.
Und: wenn man freundlich, höflich und ein bisschen neugierig auf andere Menschen ist, kann man manchmal sehr schnell sehr liebe Freunde finden. Jedenfalls wünsche ich dir das!
Phobo, Du bist nicht mehr und nicht weniger Wert als jeder andere Mensch auf dieser Erde wert ist.
Und als Mensch auf dieser Erde zu leben ist ein Geschenk,
auch wenn man nicht immer den Wert dieses Geschenkes erkennen kann.
Der Punkt ist, dass uns der liebe Gott Lektionen erteilt, die wir lernen sollen, uns auch manchmal hart züchtigt, wenn wir stur hochmütig sind. Aber seine Vergebung ist uns immer greifbar!
@ Peter

Zitat:
Der Punkt ist, dass uns der liebe Gott Lektionen erteilt, die wir lernen sollen, uns auch manchmal hart züchtigt, wenn wir stur hochmütig sind.


Dir ist hoffentlich klar, dass du nicht für alle Menschen sprechen kannst. Du darfst Dir das "wir" und "uns" getrost sparen. Nun würde mich aber vielleicht interessieren inwiefern Dich dieser sogenannte "Gott", wer auch immer das sein mag, "hart züchtigt"... Bitte gehe aber nicht in's Detail.

Zitat:
Aber seine Vergebung ist uns immer greifbar!


Er "züchtigt hart", aber vergibt? Wie geht das denn zusammen?

@ Phobo

Zitat:
Hat man dann nicht einfach pech gehabt und ist das nicht ein Grund sich das Leben zu nehmen?


Von Menschen verletzt zu werden, ist kein Grund sich selbst noch mehr zu verletzen oder gar zu töten. Eine Detailantwort, die etwas tiefer geht, kann ich Dir darauf leider nicht bieten.

Zitat:
Damit will ic hauch zeigen wie tief meine krankheit ist.


Dann geh' zu Menschen, die willentlich dazu ausgebildet wurden, psychische Erkrankungen zu behandeln. Und das ist nicht nur in deinem Interesse. Psychologen lernen auch von dir, um Statistiken und Behandlungsmethoden zu entwickeln und damit anderen zu helfen, die ebenfalls von Menschen verletzt wurden. Du tust dir und allen anderen damit etwas sehr Gutes, professionelle Analytik anzunehmen.

Zitat:
Meint ihr, Menschen die sich das Leben nehmen, handeln falsch und die haben den Sinn im lebebn nicht gekannt, oder isch nicht helfen lassen?


Das lässt sich nicht verallgemeinern. Ich kannte einen, der sehr deppressiv war, und sich aus dem siebten Stock gestürzt hat... und einen, der eigentlich sehr glücklich und erfolgreich war und sich ebenfalls das Leben genommen hat. Ich würde niemals behaupten zu wissen, wieso jemand diese Entscheidung trifft. Dazu fehlt mir, und vielen hier wahrscheinlich auch, ein Studium in Psychologie und dementsprechende Berufserfahrung...
Lieber Phobo!

Einzig und allein Liebe kann dir helfen. Nur so kannst du wirklich deine Depressionen verlieren.

Um die Liebe zu finden, musst du in dich gehen, am besten mit Meditation. Ich rate dir Sahajayoga ( www.sahajayoga.at ) zu betreiben, da diese Mediationsweise mit der Selbstverwirklichung beginnt und dir aufzeigt, wo deine Probleme liegen, da diese dir zeigt, wo und welche Blockaden und Negativitäten in dir vorhanden sind, und diese durch Meditation und Reinigungstechniken beseitigt werden können..

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
hallo zusammen,

ich bin jetzt seit 2 tagen in der neuen wohnung, und mir geht es garnicht gut.

ich fühle mich noch einsamer als zuhause und ich bin ständig nervös, ängstlich, stehe irgendwie unter stress. ich kann nicht abschalten und einfach fernsehen oder am pc sitzen.

mir fällt alles so schwer, ich müsste eigentlich noch so kleinigkeiten in der wohnung machen, aber mir fehlt die motivation, mir fehlt eh jegliche motivation.

ich würde am liebsten in die psychatrie gehen, ich weiss nicht wie ich es meiner umgebung beichten soll.

ich habe in meinem ganzen leben versucht meine wahren gefühle zu verbergen, und stattdessen den harten typen zu geben.

ich bin so durcheinander im kopf, das ich nicht weiss was ich noch schreiben soll. ic hweiss nur das ich versagt habe, und nicht weiss wie ich es meiner umgebung beichten soll. ich kann denen nicht ins gesicht sehen und es denen erzählen. GEHT NICHT.
ich stecke so in der falle.

was meine freunde betrifft: sie werden nicht über mich lachen oder ähnliches, aber ich schaffe es nicht denen zu sagen das ich eine depression habe.
es hat was mit der sozialen phobie zutun, das es mir sehr unangenehm ist die schwäche in meinen augen zu sehen.

was meine familie betrifft: sie würden mich anders ansehen, mitleid mit mir empfinden und mir ist das alles einfach so unangenehm, ich kann euch das nicht beschreiben.
Wenn deine Freunde nicht spüren, dass du depressiv bist, ohne dass du es ihnen sagen musst, ist die Freundschaft vielleicht nicht so übermäßig tief! Gute Freunde merken sowas irgendwann.

Starre nicht deine leere Wohnung an, sondern geh' raus, geh' spazieren, lenk dich ab, und zwar jeden Tag. Achte auf die Vögel oder Pflanzen, setz dich an ein Teichufer, geh wandern, leih dir aus einem Tierheim oder von Nachbarn einen Hund zum Gassi gehen aus, mach Sport, irgendwas.

Es ist leicht, in einer schlechten Stimmung zu versinken, mach ich auch manchmal. Man muss sich da selber wieder rausziehen, einfach selber einen Anfang machen.
Versuch' erstmal, die Vergangenheit zu vergessen. Schalte einen Gang runter und arbeite mit dem, was du jetzt hast. Denn DU kannst da was draus machen! DU hast die Kontrolle!
Hi phobo, warum lässt Du dir nicht helfen wenn du Schwierigkeiten hast da alleine raus zu kommen? Alle Menschen sind doch irgendwann oder irgendwie mal oder auch öfter mal "hilfsbedürftig".

Bist Du der starke Held der alles alleine schaffen will? Den gibts nur im Film. In der Wirklichkeit sieht das anders aus. Wir alle sind in gewissem Maße mehr oder weniger "ohnmächtig" und das sollte man sich eingestehen. Das ist Mut, wenn man zu seinen Schwächen stehen und seine Ohnmacht zugeben kann!
Mutlose bleiben lieber liegen und lassen sich nicht aufhelfen.

>Sei nicht Sklave, sondern Herr deiner Stimmungen. Bist du aber so verärgert, so gedrückt, so wund, dass dein Geist selbst im Gebet nicht Erlösung und Ruhe findet, so gehe eilends hin und bereite einem Geringen, einem Bekümmerten, einem schuldig oder unschuldig Leidenden - eine Freude!
Opfere dich, deine Gabe, deine Zeit, deine Ruhe einem anderen, einem, dem mehr als dir auferlegt ist - und deine unglückliche Stimmung löst sich auf in gottselige, gottzufriedene Ergebung<

Diese Worte von 'Abdu'l-Bahá kann ich nur jedem ans Herz legen.

Schöne Grüße Linde
Wünsch Dir alles Gute!
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh