Eine Frage an ALLE ! Wo kommen wir her ? Warum sind wir hier


Hi Peter!

Meinst du "wir" als Menschheit? Kannst du deine Aussage ein bisschen erklären?
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wo kommen wir her ?

von Gott

Wer sind wir?
der eine Gott in mannigfaltiger Form.

Zitat:
Warum sind wir hier

um das Göttliche in allem wieder zu entdecken,
und somit die Amnesie, in die wir durch das "Individuieren§ gerieten, zu überwinden.

Wo gehen wir hin?
zu Gott
...genauer gesagt, in das Bewusstsein, dass alles bereits Göttlich ist.



Lieber PapaLoooo!

Ich folge deinen Worten. Nach deiner Sicht wäre auch das Negative, das Zerstörterische, das Selbstzerstörerische und die Angst göttlich! Warum sprechen dann die grossen Inkarnationen immer vom Positiven, vom Verbindenden und von der Liebe?

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Weißt du was keinen Sinn hat? In einem Religionsforum jeglichen Glauben als Illusion abzutun, und sich dann echauffieren, weil jemand widerspricht.


Ich habe nie und nimmer Glauben als Illusion abgetan, dtrainer. Ich habe Glaube als Konzept bezeichnet, als menschliche Idee -- und das wirst du mir nicht ernsthaft abstreiten können und wollen, oder?

Zitat:
Du kannst ja gerne etwas anderes glauben als ich, aber laß die Abwertungen.


Nochmal, ich habe nicht und nirgendwo abgewertet. Alles, was ich sage ist, daß Glaube menschengemacht ist. Wenn Glaube "Wahrheit" wäre, dann gäbe es nicht zehntausende von verschiedenen Glaubensrichtungen. Wenn du das für abwertend hältst, bietest du Andersdenkenden/glaubenden keinerlei Basis für eine gemeinsame Diskussion, sondern du missionierst nur.

Zitat:
Das bringt uns nirgendwo hin wo wir nicht schon oft gewesen wären. Nimms leicht, es gibt viele Meinungen. Und keiner von uns bekommt einen Garantieschein, richtig zu liegen.


Genau das sage ich die ganze Zeit...

Zitat:
Alles Gute.


Dir ebenfalls.
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http://www.indogermanisch.com
Carl Reed hat folgendes geschrieben:

Ich habe nie und nimmer Glauben als Illusion abgetan, dtrainer. Ich habe Glaube als Konzept bezeichnet, als menschliche Idee -- und das wirst du mir nicht ernsthaft abstreiten können und wollen, oder?

..Und ich habe nicht bestritten, daß es das auch gibt. Aber alle Religionen so *zack* als Gedankenkonstruktion abzutun ist eben zu einfach und daher falsch. Das ist eben die Krux mit den Vereinfachungen, verführerisch, aber simpler als die Wirklichkeit.
Carl Reed hat folgendes geschrieben:

Nochmal, ich habe nicht und nirgendwo abgewertet. Alles, was ich sage ist, daß Glaube menschengemacht ist.

...und das ist eben genau das, was du bestreitest. das besagt leider halt, da ist nichts dran als ein menschlicher Gedanke. Was natürlich weniger ist als die meisten Menschen glauben, und das ist keine Abwertung? Also bitte..

Es ist völlig deine Sache, zu glauben oder nicht, etwas anderes oder gar nichts. Es ist aber nun mal eine Abwertung, so einfach mal alle Religionen abzuwerten. Du kannst ja sagen, das glaube ich nicht. Aber es so hinzustellen als sei das alles nicht mehr als ein paar Ideen, ist ein ander Ding und reichlich aggressiv. Das in Abrede zu stellen, macht keinen Sinn. Schon gar nicht, wenn man versucht das als Tatsache zu verkaufen. Es ist halt nur - bitte sitzen bleiben - dein Glaube.

Von Menschen gemacht?
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Glaube, was du willst. Wenn du aber Glauben für etwas nicht vom Menschen Gemachtes hältst, ist, wie schon gesagt, keine Diskussion möglich.

Wir waren vor längerer Zeit schon mal an genau diesem Punkt. Das hatte ich aber leider während meiner Abwesenheit vergessen. Naja. Wenn du jede Meinung, die Religion für Menschenwerk hält, als "aggressiv" bezeichnest, dann hast du dir ein schönes, kleines, gemütliches Elfenbeintürmchen gebaut, in dem du nicht über die Möglichkeit eventueller Sinnfreiheit des Lebens nachdenken mußt.

Übrigens sind wir hier im Forum "Gebet und Meditation" -- und beispielsweise Zenmeditation geht genau in diese Richtung -- "Leere Weite, nichts von heilig".

Aber wurscht. Ich bin raus.
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Carl Reed hat folgendes geschrieben:
Mal liebe ich das Leben, mal finde ich es richtig doof. Ich liebe es aber nicht, weil es sinnlos ist. Sondern ich liebe es, und dann wieder nicht. Ohne "weil".


Das ist doch die ganz normale "Schwerkraft", der die Seele folgt. Um in diesem Zustand zu leben bedarf es keiner spirituellen Einübung und Hingabe.

Das Besondere an der christlichen Religion ist die Lehre, dass das Glück "kreuzförmige Wurzeln" hat. "Per crucem ad lucem", also durch das Kreuz zum Licht ist das Besondere, das eben über das natürliche Glückstreben - also Wohlgefühle zu suchen und Leidzustände zu meiden - hinausgeht.
Es gibt ein Glück des Himmels, das bereits hier auf der Erde erfahrbar ist - wenn auch um den Preis des Kreuzes. Vom Symbol des Kreuzes kommt das "Pluszeichen". Es ist also etwas Positives das Kreuz (was im Allgemeinen Sprachgebrauch oft nicht der Fall ist).

Das Ziel kann daher nicht sein, das Leben "einfach zu leben" und seinen Gezeiten ausgeliefert zu sein, sondern die bewusste Annahme aller Aspekte des Lebens als etwas Positives, weil von Gott zugelassen. Aber nicht im Sinne einer oberflächlichen Selbstvertröstung - im Sinne von "Alles wird gut!", sondern mit dem Ernst dessen der auch im scheinbar Hässlichen, Schmerzvollen, Abstoßenden und Widerwärtigen, in den dunklen Momenten des Lebens die Liebe Gottes erkennt.

"Danke für das Kreuz!" zu sagen ist etwas, das aus eigener Kraft nicht menschenmöglich ist. Da kommt die Gnade ins Spiel, die nur Gott geben kann. Aber genau hier beginnt der Friede, den die Welt nicht geben kann. Denn der Friede und das Glück, das die Welt gibt, ist ein Wechselspiel der Gezeiten - mal so, mal so. Das Glück das von Gott kommt ist ein dauerndes - es ist unzerstörbar und kann einem weder von anderen Menschen noch von Ereignissen genommen werden.

Das kann nicht das Ziel sein: So wie du es beschreibst, Alles wie einen Film "vorüberziehen lassen" ohne es zu bewerten - also zu einer Art Gleichgültigkeit zu gelangen.
Das Ziel ist aus allem, das einem widerfährt, geistlichen Nutzen zu ziehen; in allem, was kommt, die Liebe Gottes zu entdecken - auch und gerade im Dunklen. Denn das Licht wird aus der Dunkelheit geboren.
Zitat:
Wenn du jede Meinung, die Religion für Menschenwerk hält, als "aggressiv" bezeichnest,.../

...und das als Tatsache bezeichest, hast du wohl vergessen zu erwähnen.
Ist aber wichtig.
Zitat:
Übrigens sind wir hier im Forum "Gebet und Meditation" -- und beispielsweise Zenmeditation geht genau in diese Richtung -- "Leere Weite, nichts von heilig".

Ja, und? Darf ich dann vielleicht dennoch anmerken, daß diese eine von vielen Formen der Meditation ist, und ich nicht verpflichtet bin, ihr zu folgen?
Meine Nerven, das hat wirklich keinen Zweck.
Dennoch, alles Gute.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wer sind wir?
der eine Gott in mannigfaltiger Form.


Das kann ich für mich so nicht annehmen. Ich glaube, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist, dem der göttliche Funke innewohnt, nicht aber, dass der Mensch Gott ist.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Der Mensch ist ein göttliches Geschöpf, aber niemals als einzelnes Individuum Gott für sich in seiner Gesamtheit.
Zitat:
Wer sind wir?
der eine Gott in mannigfaltiger Form.

schrieb PapaLooo

Kommt ganz darauf an wie man diesen Satz versteht. Ich würde also nicht von mir sagen, dass ich Gott bin. Ich bin auf alle Fälle Sein Geschöpf.

Doch wenn es so gemeint ist, dass sich Gott in allem spiegelt, dann kann ich es bejahen. In jedem von uns sind göttliche Eigenschaften, göttliche Vollkommenheiten, die der eine mehr, der andere weniger gut entwickelt hat.
Aber Gott bleibt Gott und der Spiegel ist nicht Gott, er bleibt Spiegel.

Liebe Grüße Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh