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Hy Friends!
Dies ist mein erster Besuch auf dieser Homepage und ich hoffe ich kann sowohl positiv beitragen als euch von eurer Sichtweise profitieren.
Ich versuche als erklärter Bahai eine integrale Sichtweise einzunehmen. Sehr inspiriert haben mich die Werke von Ken Wilber, der mit seiner Integralen Theorie eine Synthese zwischen Religion, Psychologie und Wissenschaft herstellt.
Die Integrale Theorie zielt auf eine umfassende Sicht des Menschen und der Welt, indem sie wissenschaftliche und spirituelle Einsichten kombiniert. Der Begriff "integral" meint die Einbeziehung von Geist, Körper, Herz und Seele.
Die Integrale Theorie kann als ein Versuch angesehen werden, die Nachteile des Rationalismus zu überwinden und stattdessen eine umfassendere, holistische Sichtweise einzuführen.
Im Gegensatz zum Integralen Ansatz scheinen die anderen, weit verbreiteten großen methodischen Ansätze mythisch religiös, rational-wissenschaftlich, und pluralistisch eine Art eingebaute Voreingenommenheit zu haben, weil sie ihre Wahrheit als den einzig grundsätzlich richtigen Ansatz voranbringen, und gleichzeitig alle anderen als minderwertig oder sogar gefährlich verdammen.
Und alles ist gelöst
Schließlich werden wir, davon bin ich überzeugt, die der Existenz selbst innewohnende Freude finden, eine Freude, die in der Großen Vollkommenheit dieses und jedes anderen Augenblicks wurzelt. Ein jeder von uns ist ein wundervolles Ganzes an sich und ein Teil eines nächsthöheren Ganzen, eine gleitende Aufeinanderfolge von Ganzen und Teilen, die kaskadenförmig vor und zurück in die Unendlichkeit stürzt, ein Ganzes, dem es nie an irgendetwas mangelt und das niemals einer Sache bedarf, weil es im Gleißen des Jetzt schon immer erfüllt ist. Nachdem die integrale Vision ihren Zweck erfüllt hat, wird sie schließlich vom Leuchten des GEISTES überstrahlt, der viel zu offensichtlich ist, als daß wir ihn sehen könnten, und der uns viel zu nahe ist, als daß wir ihn erreichen könnten. Und die integrale Suche kommt schließlich an ihr Ziel, indem sie das Suchen selbst aufgibt und sich in einer radikalen Freiheit und ekstatische Fülle auflöst, die immer schon vorhanden waren. So läßt man dann jede Theorie von Allem fallen, um einfach Alles und Jedes zu sein, eins mit dem All in seinem grenzenlosen Gewahrsein, das den KOSMOS liebevoll in seinem Handteller trägt. Und dann offenbart sich das wahre Mysterium. Das Antlitz des GEISTES lächelt heimlich, die Sonne geht in deinem eigenen Herzen auf und die Erde wird dein ganz persönlicher Körper, Galaxien rasen durch deine Adern, während die Sterne die Neuronen deiner Nacht zum Leuchten bringen. Und niemals wieder wirst du nach einer bloßen Theorie dessen suchen, was tatsächlich dein eigenes Ursprüngliches Antlitz ist.
Ich freu mich schon auf eine anregende Diskussion.
Mukunda
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Hi Mukunda!
Finde ich gut, was Du schreibst - auch wenn die Sprache nicht ganz die meine ist -
und es erinnert mich spontan sehr an eine Buchrezension, die ich erst gestern in
einem buddhistischen Forum gefunden habe - vielleicht auch für Dich oder Andere
hier interessant:
| Zitat: |
Schmidt-Leukel, Perry (2005): Gott ohne Grenzen. Eine christliche
und pluralistische Theologie der Religionen. Gütersloh: Gütersloher
Verlagshaus.
Leider ist der Buchtitel mehr als irreführend: Schmidt-Leukel
(belegt mit einem Lehrverbot der Röm.-Kath. Kirche) bezieht sich im
Buch nämlich ausdrücklich nicht nur auf theistische Religionen,
sondern geht von einem Absoluten aus, das seiner Meinung nach (und
auch nach der anderer pluralistischer "Theologen", z.B. John Hick)
keineswegs unbedingt "personal" gedacht werden muss. Diesem
Absoluten tritt der Mensch in den verschiedenen Weltregionen und
Kulturkreisen auf unterschiedliche Weise gegenüber - ohne dass
innerhalb der Weltreligionen behauptet werden könnte, dass
irgendeine Weise des Gegenübertretens allen anderen unter dem Strich
überlegen wäre.
Da das Absolute dem unerleuchteten Menschen letztlich stets
verborgen bleibt (Subjekt-Objekt-Spaltung), ist es legitim, sich in
den unterschiedlichen Religionen unterschiedliche Modelle ("Bilder")
mit jeweils anderen vorherrschenden Aspekten vom Absoluten zu machen.
Da diese Modelle von uns Unerleuchteten aber niemals mit
dem "Absoluten an sich" hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes
verglichen werden können, ist es auch sinnlos, sie sozusagen in eine
Rangreihe bringen zu wollen...
M.E. werden hier ganz starke konstruktivistische Tendenzen sichtbar -
und noch etwas: Man muss sich vor Augen halten, dass selbst der
Religionsstifter oder auch jeder Erleuchtete, der jenseits jeglicher
Subjekt-Objekt-Spaltung lebt, zwangsläufig immer dann in diese
Spaltung zurückfällt, wenn er uns vor dem jeweiligen kulturellen
Hintergrund über das Absolute im Medium Sprache "Mitteilung" macht:
Eigentlich bliebe ihm ja nur das Schweigen, denn sagbar ist "es" ja
nicht...
Dass die "Chefideologen" vieler Religionen dieser Sichtweise wenig
abgewinnen, kann ich gut verstehen. Dennoch: Ist nicht auch die
eigene bevorzugte Religion letztlich immer nur ein Vehikel, ein
Fahrzeug unter anderen? Und heißt es nicht sogar in einem
buddhistischen Text sinngemäß: Trag das Floß nicht auf deinen
Schultern mit dir, nachdem du damit über den Fluss gerudert bist...?
Auf dem Fluss magst du es freilich sehr gut gebrauchen können - ja
geradezu notwendig haben! |
P.S. Den Text, von dem hier die Rede ist, habe ich vor ein paar Monaten
schon mal hier 'reingestellt
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| Zitat: |
Man muss sich vor Augen halten, dass selbst der
Religionsstifter oder auch jeder Erleuchtete, der jenseits jeglicher
Subjekt-Objekt-Spaltung lebt, zwangsläufig immer dann in diese
Spaltung zurückfällt, wenn er uns vor dem jeweiligen kulturellen
Hintergrund über das Absolute im Medium Sprache "Mitteilung" macht:
Eigentlich bliebe ihm ja nur das Schweigen, denn sagbar ist "es" ja
nicht... |
Du bringst es auf den Punkt!
Es ist für unser logisch rationelles Denken einfach unbegreiflich dass Gott sowohl das Manifeste (Duale bzw die Welt von Subjekt und Objekt) als auch das Nichtmanifeste, Nonduale bzw Leere transzendiert.
Auch die integrale Praxis versucht beide Aspekte zu Leben.
Frei nach Martin Buber: " Von der Welt wegblicken, das hilft nicht zu Gott. Auf die Welt hinstarren, das hilft auch nicht zu ihm.
Aber wer die Welt in ihm schaut, steht in seiner Gegenwart."
Liebe Grüße
Mukunda
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Ja - deshalb halte ich es auch nicht nur für erlaubt, sondern für essentiell wichtig,
von verschiedenen Seiten an der Sache vorbeizureden - wir uns klar sein müssen,
dass wir 'die Sache' selbst mit unserer Rede nicht 'festnageln' können.
Wer klarsichtig und hellhörig ist, der weiß dann, dass es gerade dort zu
finden ist, wo die Sprache, ja das Denken eben nicht mehr hinreicht...
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Hallo Mukanda
Mir gefaellt was ich lese und dein lyrischer Ausdruck ebenso.
Salut Wu
| Zitat: |
Dass die "Chefideologen" vieler Religionen dieser Sichtweise wenig
abgewinnen, kann ich gut verstehen. Dennoch: Ist nicht auch die
eigene bevorzugte Religion letztlich immer nur ein Vehikel, ein
Fahrzeug unter anderen? Und heißt es nicht sogar in einem
buddhistischen Text sinngemäß: Trag das Floß nicht auf deinen
Schultern mit dir, nachdem du damit über den Fluss gerudert bist...?
Auf dem Fluss magst du es freilich sehr gut gebrauchen können - ja
geradezu notwendig haben! |
Ich finde auch dass die eigene Religion ein Fahrzeug unter anderen ist .Und wie schwer Erfahrenes und Erfahrbares in Worte zu kleiden ist, das sehen wir schon in den ganz alltaeglichen kleinen Dingen.
Uebrigens, dein Link hat mich gerade wieder zum Schmunzeln gebracht
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