Gedanken zu den Tageslosungen


Ellen hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Dieser christliche Heilsgedanke ist mir so fremd,


Ich denke nicht dass dir dieser Heilsgedanke wirklich so fremd ist, das was uns heute fremd ist ist der Sprachausdruck der damaligen Zeit.

Das Bewusstsein Christi ist eine zutiefst positive Einstellung dem Leben gegenüber.

Jeder von uns wendet sie an, auch diejenigen die die historische Geschichte von Jesus nicht kennen.

Das Problem ist nicht der Heilsgedanke (Heilende Gedanken) an sich sondern die verstandesgedankliche Auseinandersetzung mit der "menschlichen " Persönlichkeit Jesu und der "göttlichen GeistesKraft Christi" in Jesus.

Wenn wir dieses Ich habe die Welt überwunden in moderne Sprache übersetzen, dann ergibt sich daraus...
Ich habe alle Schwierigkeiten überwunden. Und zwar auf
seelischer, geistiger und körperlicher Ebene.

Es steht hier nicht explizit wieviel Zeit dies in Anspruch genommen hat, aber es ist erledigt.

Das was bei den Geschichten der Bibel meist übersehen wird ist dass die Geschichten Symbolischer Natur sind.

Auch das Kreuz. Und die Kreuzigung. Jeder trägt sein eigenes Kreuz, geht seinen Weg der überwindung und der nachfolgenden geistigen Befreiung.

Die Geschichte Jesu ist unsere Geschichte. Ebenso der Gang durch die Wüste, als auch die Befreiung aus Ägypten und das Ankommen im gelobten Land.
Jeder Archetyp innerhalb der Bibel ist in unserem Leben zu finden. Mal sind wir der ungläubige Thomas, mal der geliebte Johannes, mal der verleugnende Simon und mal der Fels Petrus usw, mal sind wir der Weise Salomon, oder David gegen Goliath.

Der Jesus der Bibel musste so wie jeder von uns durch alle Erfahrungen durchgehen, Verfolgung, Versuchung, Verleumdung, Verrat, Verleugnung, Schmerzen, körperlich ebenso wie psychisch durchleben. Aber er hat dies Überwunden durch die Ihm innewohnende Kraft Gottes des Christus.

Es wird heutzutage soviel vom aufgeben, abtöten überwinden, des Egos gesprochen, nun die Kreuzigung zeigt, dass es wirklich schmerzt wenn das Ego (die falschen Vorstellungen) getötet wird, zeigt aber auch dass das wahre Selbst dadurch aufersteht und lebt.

Die Kreuzigung ist in vollem Gange jedesmal wenn wir durch eine sehr schmerzhafte Erfahrung gehen.

Aber dabei bemerken wir auch oft dass irren menschlich ist, Vergebung ist göttlich.

ausgedrückt in diesen zwei Sätzen des Kreuzigungsweges.

"Mein Gott warum hast du mich verlassen" und
"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."

Zitat:
Von einem tyrannischen Vater genötigt, sich für Fremde ans Kreuz nageln zu lassen. Tolle Überwindung der Welt sag ich da nur.


Der Gedanke ist der Vater aller Dinge.

Insofern, kann falsch verstandener Stolz auch ohne weiteres einem tyrannischen Vater gleichen und die Konsequenzen die man dadurch erlebt sind eben die Nägel im eigenen "Fleisch".

Stolz an sich ist nicht schlecht. Hocherhobenen Hauptes eben durchs Leben gehen.
Falscher Stolz, Überheblichkeit dagegen schon.
Diese bringen uns meistens zu Fall.


Soweit mein gedanklicher Ausflug.


Klasse, Ellen.
Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann? Jesaja 50,2

Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 2.Petrus 3,9

Ich bin so froh, dass Gott geduldig ist mit mir und mich zur Umkehr führen will www.youtube.com/watch?v=TMY8AGRb2Ko&lis ... plpp_video
_________________
Ich sehe mir gerne die Beiträge von www.hofmithimmel.de an
Zitat:
Woraus entnimmst du dass alles nur fürs Jenseits fabriziert ist?

Das ist die Zielrichtung des christlichen Glaubens. Die Gottgefälligkeit zur Erlangung "ewigen" Lebens.

Zitat:
Alles eine Frage der Betrachtung und der damit einhergehenden eigenen Wahrnehmung.

Nein. Es ist eine Betrachtung dessen, was geschrieben steht.

Zitat:
Aber er hat dies Überwunden durch die Ihm innewohnende Kraft Gottes des Christus.

Ich kann immer noch nicht sehen, wie er irgendetwas überwunden haben soll. Es sei denn, dass man passive Selbstaufgabe als Überwindung betrachtet.
Auf eine solche Art Überwindung lege ich allerdings eher weniger wert.

Zitat:
Überwunden hat er es mit Erkenntnis, Geduld, Gelassenheit, Freude, Frieden, Freundlichkeit, Zuversicht, Vergebung, Heilung, Selbstbeherrschung, SelbstDisziplin usw.

Ich erkenne etwas ganz anderes. Nämlich wahnhaftes Handeln und fatalistisches Hinsteuern auf ein größtmögliches Endzeitspektakel...ein bewusst gesuchtes Untergangsszenario.
Es nimmt absolut nicht Wunder, dass es gerade unter christlichen Sekten immer wieder zu spektakulären Massenselbstmorden kommt. Ich halte das im gewissen Sinne für systemimmanent.

Das was du zur Vergebung schreibst war nicht Inhalt meiner Position. Es geht nicht darum was Vergebung bewirkt oder eben nicht.
Es geht darum, dass sich da einer in einen Prozess einmischt, in dem er nichts verloren hat. Das ist eine höchstpersönliche Aktion der Beteiligten.

Zitat:
Du erinnerst dich schon an die Aussage: der Vater und Ich sind Eins?

Mich dünkt das eher nach gespaltener Persönlichkeit. So ist es leicht, sich der Verantwortung zu entledigen. Man gibt einfach seine Selbstbestimmung ab und schon ist alles wieder in Butter.

Zitat:
Man kann in so ziemlich allem etwas finden das einem untauglich erscheint.

Hier liegen die Widersprüche offen zutage.

Zitat:
Die meisten Kritiker schreiben ganze Romane über die ihnen erscheinenden Untauglichkeiten.

Und nicht selten sind sie gut begründet.



Zitat:
Es kann sein dass du morgen etwas anderes siehst und herausliest als heute und ebenso kann es sein dass ich morgen wieder etwas neues wahrnehme und herauslese, das ich jetzt so nicht gesehen habe.


Was in Zusammenhang mit dem von dir geschriebenen den Schluss aufdrängt, dass die Gottesvorstellung nichts weiter als ein Ausdruck der gerade vorherrschenden persönlichen Befindlichkeit ist.
Es ist also das exakte Gegenteil dessen, was man unter Erkenntnis versteht.
Zitat:
Ich kann immer noch nicht sehen, wie er irgendetwas überwunden haben soll. Es sei denn, dass man passive Selbstaufgabe als Überwindung betrachtet.


Durch aktives Handeln gemäss seines Bewusstseins, seiner innersten Überzeugung.
Liebe zum Leben.

Überwunden hat er es mit Erkenntnis, Geduld, Gelassenheit, Freude, Frieden, Freundlichkeit, Zuversicht, Vergebung, Heilung, Selbstbeherrschung, SelbstDisziplin usw. die eben aus dieser Liebe zum Leben (Gott) ihre Kraft schöpfen und entfalten.

Zitat:
Das was du zur Vergebung schreibst war nicht Inhalt meiner Position. Es geht nicht darum was Vergebung bewirkt oder eben nicht.
Es geht darum, dass sich da einer in einen Prozess einmischt, in dem er nichts verloren hat.


Wie gesagt, Vergebung ist ein innerer Prozess, der einzige der sich da einmischt ist das Bewusstsein.
Es empfängt aus dem Geist die Information, die Möglichkeit der Vergebung, der Verstand nimmt die Information wahr und dann hängt es von seiner Bereitschaft ab Vergebung zuzulassen oder nicht.

Zitat:
Du erinnerst dich schon an die Aussage: der Vater und Ich sind Eins?

Mich dünkt das eher nach gespaltener Persönlichkeit.


Ganz und garnicht.
Geist und Seele sind eine Einheit. Auch im irdischen Körper.

Zitat:
Was in Zusammenhang mit dem von dir geschriebenen den Schluss aufdrängt, dass die Gottesvorstellung nichts weiter als ein Ausdruck der gerade vorherrschenden persönlichen Befindlichkeit ist.Es ist also das exakte Gegenteil dessen, was man unter Erkenntnis versteht.


Nein nur dass auf dem bestehenden Fundament weiter aufgebaut, erweitert und ergänzt werden kann.
Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat. 5.Mose 26,10.11

Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Epheser 5,20

Ich sage Gott gerne danke, weil alles was ich bin und habe von ihm kommt www.youtube.com/watch?v=WkC6rHAswQo
_________________
Ich sehe mir gerne die Beiträge von www.hofmithimmel.de an
Du, Herr, bist gerecht, wir aber müssen uns alle heute schämen. Daniel 9,7

Der Hahn krähte zum zweiten Mal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen. Markus 14,72

Ich bin so froh, dass Jesus mit immer wieder meine Sünden vergibt und mich so annimmt, als hätte ich nie gesündigt www.youtube.com/watch?v=6q8DG0ImR8Y.....51&feature=plpp_video
_________________
Ich sehe mir gerne die Beiträge von www.hofmithimmel.de an
In dem Lied kommt eine Zeile vor, dass "Gott Jesus für uns büßen ließ".
Dieses "Opferverständnis", kann ich als Christin nicht teilen.

Jesus wurde nicht bestraft für unsere Fehler, sondern nahm und nimmt die Konsequenzen unserer Fehler auf sich und wendet sie von uns ab, sobald wir erkennen und bereuen.
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Ist das nicht das Gleiche? Die Konsequenzen auf sich nehmen, oder die Strafe auf sich nehmen?

1.Petrus 2,22 er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; 23 der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; 24 der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
zuspruch hat folgendes geschrieben:
Ist das nicht das Gleiche? Die Konsequenzen auf sich nehmen, oder die Strafe auf sich nehmen?


Nein, es ist nicht das Gleiche:

Zitat:
Lukas Kapitel 15:
...
18Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen:
Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir;
19ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner!

Das wäre die Konsequenz seines Verhaltens gewesen, nachdem er das vorzeitig ausgezahlte Erbe vollständig verprasst hatte.

Eine Strafe wäre es gewesen, wenn der Vater ihm die Arbeit verweigert und ihn zur jüdischen Armenfürsorge geschickt hätte.

Die Barmherzigkeit Gottes sieht jedoch so aus:

Zitat:
20Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.
Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn.

21Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.

22Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße;

23und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein!

24Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Ich mag dich Mara
Gott schütze dich
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!

Forum -> Gott