Gedanken zu den Tageslosungen


Zitat:
Wenn wir zum Beispiel meinen, dass kann ich nicht schaffen, dann kann uns das Bewusstsein Christi
"Ich habe die Welt überwunden" ins Bewusstsein rufen,

Dieser christliche Heilsgedanke ist mir so fremd, wie einem etwas nur fremd sein kann.
Was hat er überwunden? Von einem tyrannischen Vater genötigt, sich für Fremde ans Kreuz nageln zu lassen. Tolle Überwindung der Welt sag ich da nur.
Wenn dem Vater so sehr an blutigen Opfergängen gelegen ist, mag er sich doch selbst in die erste Reihe stellen und nicht Dritte, in diesem Fall seinen Sohn, vorschieben.
Oder um es mit den Worten von Pommes zu sagen:
Zitat:
Jedoch, sollte die liebe zur Perversion nicht die Liebe zur Familie übersteigen.

Ok. Zitat ein bißchen aus dem Zusammenhang gerissen. Aber hier finde ich passt's wenigstens.
Zitat:
Dieser christliche Heilsgedanke ist mir so fremd,


Ich denke nicht dass dir dieser Heilsgedanke wirklich so fremd ist, das was uns heute fremd ist ist der Sprachausdruck der damaligen Zeit.

Das Bewusstsein Christi ist eine zutiefst positive Einstellung dem Leben gegenüber.

Jeder von uns wendet sie an, auch diejenigen die die historische Geschichte von Jesus nicht kennen.

Das Problem ist nicht der Heilsgedanke (Heilende Gedanken) an sich sondern die verstandesgedankliche Auseinandersetzung mit der "menschlichen " Persönlichkeit Jesu und der "göttlichen GeistesKraft Christi" in Jesus.

Wenn wir dieses Ich habe die Welt überwunden in moderne Sprache übersetzen, dann ergibt sich daraus...
Ich habe alle Schwierigkeiten überwunden. Und zwar auf
seelischer, geistiger und körperlicher Ebene.

Es steht hier nicht explizit wieviel Zeit dies in Anspruch genommen hat, aber es ist erledigt.

Das was bei den Geschichten der Bibel meist übersehen wird ist dass die Geschichten Symbolischer Natur sind.

Auch das Kreuz. Und die Kreuzigung. Jeder trägt sein eigenes Kreuz, geht seinen Weg der überwindung und der nachfolgenden geistigen Befreiung.

Die Geschichte Jesu ist unsere Geschichte. Ebenso der Gang durch die Wüste, als auch die Befreiung aus Ägypten und das Ankommen im gelobten Land.
Jeder Archetyp innerhalb der Bibel ist in unserem Leben zu finden. Mal sind wir der ungläubige Thomas, mal der geliebte Johannes, mal der verleugnende Simon und mal der Fels Petrus usw, mal sind wir der Weise Salomon, oder David gegen Goliath.

Der Jesus der Bibel musste so wie jeder von uns durch alle Erfahrungen durchgehen, Verfolgung, Versuchung, Verleumdung, Verrat, Verleugnung, Schmerzen, körperlich ebenso wie psychisch durchleben. Aber er hat dies Überwunden durch die Ihm innewohnende Kraft Gottes des Christus.

Es wird heutzutage soviel vom aufgeben, abtöten überwinden, des Egos gesprochen, nun die Kreuzigung zeigt, dass es wirklich schmerzt wenn das Ego (die falschen Vorstellungen) getötet wird, zeigt aber auch dass das wahre Selbst dadurch aufersteht und lebt.

Die Kreuzigung ist in vollem Gange jedesmal wenn wir durch eine sehr schmerzhafte Erfahrung gehen.

Aber dabei bemerken wir auch oft dass irren menschlich ist, Vergebung ist göttlich.

ausgedrückt in diesen zwei Sätzen des Kreuzigungsweges.

"Mein Gott warum hast du mich verlassen" und
"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."

Zitat:
Von einem tyrannischen Vater genötigt, sich für Fremde ans Kreuz nageln zu lassen. Tolle Überwindung der Welt sag ich da nur.


Der Gedanke ist der Vater aller Dinge.

Insofern, kann falsch verstandener Stolz auch ohne weiteres einem tyrannischen Vater gleichen und die Konsequenzen die man dadurch erlebt sind eben die Nägel im eigenen "Fleisch".

Stolz an sich ist nicht schlecht. Hocherhobenen Hauptes eben durchs Leben gehen.
Falscher Stolz, Überheblichkeit dagegen schon.
Diese bringen uns meistens zu Fall.


Soweit mein gedanklicher Ausflug.
Zitat:
Ich denke nicht dass dir dieser Heilsgedanke wirklich so fremd ist, das was uns heute fremd ist ist der Sprachausdruck der damaligen Zeit.

Du redest dir lediglich deine eigene Interpretation schön.

Zitat:
Das Bewusstsein Christi ist eine zutiefst positive Einstellung dem Leben gegenüber.

Jeder von uns wendet sie an, auch diejenigen die die historische Geschichte von Jesus nicht kennen.

Eine positive Einstellung zum Leben, wenn doch alles auf das Jenseitige kapriziert ist? Erschließt sich mir nicht.
Und mal jenseits der offenen Frage, ob es einen historischen Jesus, so wie ihn die Bibel beschreibt überhaupt gegeben hat, so denke ich, dass der Jesus der Bibel aus meiner Sicht wenig Vorbildliches zu bieten hat. Ich finde die Person eher suspekt.

Aber wenn man ihn mal so aufgreift, wie er in der Bibel beschrieben wird, so entdeckt man doch im Grunde genommen eine Person, die zahlreiche Merkmale einer echten psychiatrischen Erkrankung aufweist.
Er ist hochgradig jähzornig, siehe "Tempelreinigung", kurz danach verflucht er, wenn ich mich recht entsinne, einen Feigenbaum...irgendwie schon ziemlich schräg.
Sich selbst und seine Äußerungen hat er regelmäßig nicht unter Kontrolle, er ruft zu Gewalt auf, und redet ständig von der schlimmen und schrecklichen Strafen, die die Ungläubigen und moralisch Verkommenen zu erwarten haben.
Folgt man dem Matthäus Evangelium ruft er sogar noch zur Selbstverstümmelung auf.
Und ständig hört er Stimmen.
In der Summe kann man, wenn man es mal nüchtern betrachtet, folgern, dass es sich um einen aufbrausenden Menschen, mit audiovisuellen Halluzinationen handelt, der sich auf Übernatürliches beruft.
Dazu hab ich dann auch so meine ganz persönliche Ferndiagnose.

Zitat:
Ich habe alle Schwierigkeiten überwunden. Und zwar auf
seelischer, geistiger und körperlicher Ebene.

Wie und warum? Absolut nicht ersichtlich. Sich selbst in einem finalen pseudo-masochistischen Akt zu Tode foltern lassen.....das soll eine Überwindung sein? Mit Verlaub, das ist mir zu hoch.
Hier versagt auch vollständig deine Symbolik. Denn dieser Akt ist als klarer Fakt anzusehen und also solcher auch nicht mehr symbolisch zu überhöhen. Die Kreuzigung ist ein Kerngeschehen des christlichen Glaubens.
Zitat:
Der Jesus der Bibel musste so wie jeder von uns durch alle Erfahrungen durchgehen, Verfolgung, Versuchung, Verleumdung, Verrat, Verleugnung, Schmerzen, körperlich ebenso wie psychisch durchleben. Aber er hat dies Überwunden durch die Ihm innewohnende Kraft Gottes des Christus.

Mal jeneseits dessen, dass man Jesus Erfahrungen auch als Täter vorwerfen kann, was hat er überwunden? Wie? Wodurch? Worin soll sich das manifestieren? Ich vermag es nicht zu erkennen.

Zitat:
Es wird heutzutage soviel vom aufgeben, abtöten überwinden, des Egos gesprochen

Wird es? Schlimm genug. Man sollte sich mal überlegen, was das für ein grotesker Unsinn ist. Das Ego zu töten heißt, das "Ich" zu töten. Als Mensch ist man aber ein "Ich". Genau das macht uns doch als Mensch aus. Das Ego zu töten heißt mithin, sich in einem Zombie zu verwandeln.
OK. Ich meine, jeder wie er will. Aber mich dünkt das vollkommen übergeschnappt.

Zitat:
Aber dabei bemerken wir auch oft dass irren menschlich ist, Vergebung ist göttlich.

Vergebung ist etwas sehr menschliches. Vergeben kann nur der, dem etwas "Böses" widerfahren ist. Oder deutlicher formuliert; Vergeben kann nur das unmittelbare Opfer dem Täter, sonst niemand. Alles andere ist schon begrifflich widersinnig. Jeder der sich des alleinigen Rechtes des Opfers bemächtigt, zu vergeben, erniedrigt das Opfer ein weiters Mal.

Zitat:
Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."

Wenn er vergeben will, sollte er es tun und sich nicht billig auf Dritte verlassen. Oder hat sich sein Ego schon so weit dematerialisiert, dass er kein "Ich" mehr ist?

Zitat:
das wahre Selbst

Auch so ein Begriff bei dem sich mir die Nackenhaare sträuben, weil er so herrlich inhaltsleer ist. Was soll das bitteschön sein? Ich kann mir darunter offen gestanden exakt gar nichts vorstellen.

Zusammengefasst erscheint mir dein Ausflug eine höchst euphemisierende symbolische Reduktion eines Textes zu sein, der wenn ich ihn nach deiner Art auszulegen beginne, keinen echten Inhalt mehr hat, weil er praktisch jeder denkbaren Auslegung zugänglich ist. D.h. jede Aussage, die ich über den Text treffe ist wahr...und damit falsch zugleich, weil ich das exakte Gegenteil ebenso heraus lesen kann.
Es wird bei dieser symolischen Rabulisitik in Allgemeinplätzen geschwelgt, die maximal unpräzise sind und mir daher auch ziemlich untauglich erscheinen, die offenkundigen Widersprüche auch nur zu erklären, geschweige denn aufzulösen.
Ich denke nicht das wir die Sache mit dem kreuz auf derartige Weise betrachten sollten wie es sich damals vor 2000 Jahren irgendwelche Römer zusammen pervertierten. Wenn ich jemanden weh tuhe verletze ich mich immer selber. Wenn ich jemanden etwas gutes tuhe tuhe ich auch mir gut.

Kabbalisten sehen den engelsgleichen Prinzen des Gesichtes als Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Wenn wir an R. Yitzhaq von Acres` Gleichsetzung des bedrängten Vorgängers mit dem Messias denken, der Israel rettet, klingt die folgende Passage aus dem Zohar beinahe wie eine Inhaltsangabe der Aussagen des Neuen Testamtes hinsichtlich der stellvertretenden Sühne:

Als der Messias von dem großen Leiden Israels in ihrer Zerstreuung hört, und von den Bösen unter ihnen, welche nicht danach streben, ihren Meister zu kennen, weint er laut … und es steht geschrieben: „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen“ [Jes. 53, Vers 5]. …Der Messias … ruft nach allen Krankheiten und Schmerzen Israels und bittet sie, sich auf Ihn Selbst zu legen, was sie tun. … Solange Israel im Heiligen Land war, wendete es alle bösen Krankheiten und Leiden von der Welt ab durch den Tempeldienst und die Opfer. Jetzt ist es der Messias, der die Möglichkeit dazu gibt, diese von der Menschheit abzuwenden.[xxvi]

Leider, ist das was du oben anbringst im Grunde objektiv. Was für ein Bild hinterlassen die sog. Evangelien von Jesu? Die Evangelien sind im Grunde eine Aneinanderreihung von Agrapha und Dichtung. Man erkennt sofort das so Menschen nicht miteinander reden. Das Menschen nicht mitten im Satz solche Gefühlswechslungen haben. An den Evangelien wurden über die Jahrhunderte verfälscht, sind abschriften von Abschriften, zensiert usw praktisch keiner der Apostelbriefe stammt aus der Feder eines Apostels.. Hier mal ein paar echte Jesuworte:

Hast du deinen Bruder gesehen, so hast du deinen Gott gesehen.
Was einer für sich Schönes will, das soll er auch für den Nächsten wollen.

Wie ihr gütig seid, so wird man auch zu euch gütig sein. (Clemens von Rom, Roman. I,13,).

Es spricht der Herr: Siehe, ich mache das Letzte wie das Erste. (Barnabasbrief 6,13)

Die mich sehen und mein Reich ergreifen wollen, die müssen mich unter Trübsal und Leiden in Besitz nehmen. (Barnabasbreif 7,11).

Werdet kluge Geldwechsler, das eine verwerfend, das Gute aber behaltend. (Clemens Alexandrinus, Stromata I,2.

Bittet um das Große, und das Kleine wird euch hinzugegeben werden und bittet um das Himmlische, und das Irdische wird euch hinzugegeben werden. (Origenes, de oratione 2).

Wer bei mir ist, der ist beim Feuer; wer von mir ferne ist, der ist fern vom Reich. (Origenes, Homilia in Jeremiam 20,3 vgl. Thomas Ev. 82).

Um der Schwachen willen ward ich schwach und um der Hungerden willen hungerte ich und um der Dürstenden willen dürste ich. (Origenes, in Matth. 13,2).

Betrübt nicht den heiligen Geist, der in euch ist und löschet nicht das Licht, das in euch angezündet ist. (Pseudo-Cyprianus, de aleator. 3).

Das Schwache wird durch das Starke gerettet werden. ( Petri 26).

Trachtet nach Glauben und Hoffnung, durch welche erzeugt wird die Liebe zu Gott und Menschen, die das ewige Leben gibt.

Es spricht Jesus: Ich trat auf inmitten der Welt und erschien ihnen im Fleische und fand alle trunken und keinen unter ihnen fand ich dürstend und meine Seele ist betrübt über die Menschenkinder, dass sie blind sind in ihrem Herzen und nicht sehen, arm und ihre Armut nicht kennen. (Papyrus Grenfell & Hunt, Logion I,3 vgl. auch Thomas Ev. 2.

Gibt noch viele mehr. Sind alles Sprüche die der Zensur zum Opfer gefallen sind. Deshalb kann ich dich verstehen wenn du sagst du kannst mit der Christlichen Botschaft nichts anfangen. Ich bin Christ und kanns auch nicht...

„Jesus wurde dreimal gekreuzigt: einmal von den Juden, dann von seinen Biographen und schließlich von den Christen selbst. Er hatte nie bösartigere Feinde als die letzteren.“ (Multatuli)

Jesus besaß eine große Kraft, die Kraft der Liebe. Seine Lehre aber wurde entstellt, als das Christentum seinen Weg nach Westen nahm. Es wurde die Religion der Könige.”
- Mahatma Gandhi, 1869-1948,
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Woher kennst du echte Jesusworte?
Es gibt nicht mal einen echten historischen Beleg für seine Existenz.
Im Grunde genommen machst du gleiche, was ich auch zuvor schon angemerkt habe.
Es werden selektiv, ohne objektivierbare Kriterien Textstelle für wahlweise authentisch oder eben nicht. Symbolisch oder eben nicht erklärt ohne das ein innerer Zusammenhang zu erkennen ist.

Dass man als Christ mit der christlichen Botschaft nichts anfangen kann, ist natürlich ein besonderes Schmankerl. Du gestattest, dass ich das nicht verstehen muss.
Meine güte bist du ein Schwätzer xD
Sorry... musste raus.

Die angebrachten Agrapha sind einerseits entnommene Zitate von Kirchenlehrern aus den ersten Jahrhunderten Jesu als noch kein sogenannter Kanon herrschte. Besonders die Math Zeilen die aus Origines Kommentaren zum Mathäus Ev. entnommen sind beweisen das diese früher Teil des besagten Evangeliums waren.

DU jedoch stellst ja jetzt eine ganz andere Frage:
Du stellst die existenz eines Jesus von Nazareth in Frage. Das ist natürlich etwas anderes. Aber auch hier haben wir zum glück außerbiblische Quellen.

Aber ich bin gerade nicht mehr gewillt irgendwas raus zu suchen. Glaub doch was du willst ^^
Der Satz muss richtig lauten:
Im Grunde genommen machst du gleiche, was ich auch zuvor schon angemerkt habe.
Es werden selektiv, ohne objektivierbare Kriterien Textstelle für wahlweise authentisch oder eben nicht, symbolisch oder eben nicht erklärt, ohne das ein innerer Zusammenhang zu erkennen ist.

Dass du außerbiblische Quellen hast ,dürfte dich für die historische Zunft interessant machen.
Zeitgenössische Quellen sind nämlich ansonsten bislang unbekannt.

Und ja...ich glaube was ich will, bzw. was überzeugt.
Zitat:
Glaub doch was du willst

Was ein netter Zug. Ausser Frage das erste gut durchdachte Zugeständnis.
Zitat:
Die angebrachten Agrapha sind einerseits entnommene Zitate von Kirchenlehrern aus den ersten Jahrhunderten Jesu als noch kein sogenannter Kanon herrschte.

Auch diese sind nicht zeitgenössisch.
Mithin ist der Beweiswert für "echte" Worte Jesu eher gering.
Ebenfalls nur Hörensagen....[/quote]
Hallo nekilotte

Zitat:
Eine positive Einstellung zum Leben, wenn doch alles auf das Jenseitige kapriziert ist?


Woraus entnimmst du dass alles nur fürs Jenseits fabriziert ist?

Zitat:
Und mal jenseits der offenen Frage, ob es einen historischen Jesus, so wie ihn die Bibel beschreibt überhaupt gegeben hat, so denke ich, dass der Jesus der Bibel aus meiner Sicht wenig Vorbildliches zu bieten hat. Ich finde die Person eher suspekt.


Wie schon gesagt

Alles eine Frage der Betrachtung und der damit einhergehenden eigenen Wahrnehmung.

Zitat:
Wie und warum? Absolut nicht ersichtlich.


Warum möchten wir denn Schwierigkeiten überwinden?

Warum wollen wir alle, körperlich, seelisch, geistig frei sein?

Zitat:
Hier versagt auch vollständig deine Symbolik. Denn dieser Akt ist als klarer Fakt anzusehen und also solcher auch nicht mehr symbolisch zu überhöhen.


Der Jesus der Bibel musste so wie jeder von uns durch alle Erfahrungen durchgehen, Verfolgung, Versuchung, Verleumdung, Verrat, Verleugnung, Schmerzen, körperlich ebenso wie psychisch durchleben. Aber er hat dies Überwunden durch die Ihm innewohnende Kraft Gottes des Christus.

Aus meiner Wahrnehmung ist es sowohl Symbolik als auch Fakt. Da es erstmal eine erzählte Geschichte ist und reale Erfahrungen die wir selbst innerhalb unseres Lebens erleben, erfahren können.

Zitat:
Mal jeneseits dessen, dass man Jesus Erfahrungen auch als Täter vorwerfen kann, was hat er überwunden? Wie? Wodurch? Worin soll sich das manifestieren? Ich vermag es nicht zu erkennen.


Zuerst einmal die Illusion, falsche Vorstellungen, Verirrung, Besitzdenken
(in der Bibel die Versuchung durch Satan in der Wüste)

Dann Angst, Alleinsein, Traurigkeit, Verrat durch den Freund,
(auf dem Olberg)

Danach Verleugnung, Spott und Häme, usw.

Überwunden hat er es mit Erkenntnis, Geduld, Gelassenheit, Freude, Frieden, Freundlichkeit, Zuversicht, Vergebung, Heilung, Selbstbeherrschung, SelbstDisziplin usw.

Durch die Gewissheit der Gegenwart Gottes/des Heiligen Geistes in seinem Bewusstsein. Er war sich der Einheit mit Gott als eine Realität bewusst.

Manifestiert Im Leben.

Zitat:
Das Ego zu töten heißt, das "Ich" zu töten.


Aus meiner Sicht heisst das Ego zu töten, die vielfältigen Masken, die falschen Zerrbilder abzulegen, die man sich im Laufe des Lebens zulegt oder durch die Meinung anderer annimmt, immer wieder mal. Das Ich ist das individuelle Selbst.

Zitat:
Vergebung ist etwas sehr menschliches. Vergeben kann nur der, dem etwas "Böses" widerfahren ist.


Es ist zu wünschen, dass der dem etwas böses widerfahren ist Vergeben kann. Denn dadurch befreit er sich geistig und gefühlsmässig vollends von demjenigen der ihm böses zugefügt hat.
Der Mensch vergibt durch das göttliche Bewusstsein der Erkenntnis der Kraft der Vergebung.

Vergebung selbst ist ein Prozess, der im eigenen Inneren vor sich geht. Das betrifft Vegebung ebenso wie Selbstvergebung. Vergebung geschieht.

Wenn ein Opfer seinem Täter vergibt, braucht es das nicht unbedingt dem Täter mit zuteilen. Doch dadurch dass es vergeben konnte, ist es jetzt gefühlsmässig und gedanklich frei, ist innerlich erlöst von all den unguten Erinnerungen, Gefühlen und Gedanken die mit dem Täter in Verbindung standen. Ist nicht mehr Opfer sondern Selbstbestimmter Mensch.
Ein Täter kann seine Tat bereuen und dadurch ist Selbstvergebung möglich, auch wenn das Opfer dem Täter nicht vergeben hat/sollte, so ist dem Täter dennoch eine neue Lebensausrichtung, eine positivere Lebenseinstellung in diesem Bewusstsein möglich.

Wenn ein Opfer einem Täter vergibt, bedeutet das noch lange nicht, dass der Täter es annehmen und auch sich selbst vergeben kann.

In diesem Fall wird dem Opfer Gnade zuteil, dem Täter jedoch noch nicht. Denn er muss zuerst einmal diese Vergebung für sich selbst annehmen können und erst dann wird auch ihm Gnade zuteil.


Zitat:
Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."

Wenn er vergeben will, sollte er es tun und sich nicht billig auf Dritte verlassen.


Du erinnerst dich schon an die Aussage: der Vater und Ich sind Eins?

Eine Einheit, ein Bewusstsein.

Zitat:
Zusammengefasst erscheint mir


Man kann in so ziemlich allem etwas finden das einem untauglich erscheint.

Die meisten Kritiker schreiben ganze Romane über die ihnen erscheinenden Untauglichkeiten.

Zitat:
D.h. jede Aussage, die ich über den Text treffe ist wahr...und damit falsch zugleich, weil ich das exakte Gegenteil ebenso heraus lesen kann.


Ja, wie die unterschiedliche Art der Betrachtung schon zeigt.

Es kann sein dass du morgen etwas anderes siehst und herausliest als heute und ebenso kann es sein dass ich morgen wieder etwas neues wahrnehme und herauslese, das ich jetzt so nicht gesehen habe.

Unsere Wahrnehmung ändert sich mit unserem Erleben.

Lieben Gruss

Forum -> Gott