Rauchen aufhören - Brauche Hilfe



Raucher?
Ja
29%
 29%  [ 8 ]
Nein
70%
 70%  [ 19 ]
Stimmen insgesamt : 27

Riki, Du bist echt ne Wucht.

Werd mir Deinen Beitrag kopieren um ihn im "Notfall" bereit zu haben, für Menschen denen es nützt.
Zur Nachahmung empfohlen.

Shoghi-Joon, häng ihn über Dein Bett.

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Hallo Shogi,

von mir bekommst Du auch noch einen Tip

>> der unbedingte Wille ist das A und das O <<

(ich war auch mal eine ziemlich starke Raucherin, heute ist es für mich unvorstellbar wie man sich 'freiwillig' dieses Zeugs reinziehen kann)


mach's gut
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
linde hat folgendes geschrieben:

Shoghi-Joon, häng ihn über Dein Bett.

Das habe ich mir wirklich überlegt!


Ich habe gestern Abend entschieden sofort aufzuhören.
Schon 12 Stunden ohne Zigaretten. Bis jetzt geht es noch....

Gratulation Shoghi !!!!!!!!!

Ich unterstütze Dich!
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Bahá'u'lláh
Hallo Shoghi,

ich habe mich extra mal angemeldet, um dir zu erzählen, wie ich mit dem Rauchen aufgehört habe. Vielleicht hilft es dir ja.

Zwei Dinge halte ich für grundsätzlich sehr wichtig:

1. Man muss ehrlich zu sich selbst sein und genau ergründen, warum man überhaupt raucht. Darin liegt nicht immer gleich der Schlüssel zum Aufhören (war zumindest bei mir nicht so), aber es ist eine notwendige Basis.

2. Man muss sich von vornherein mit dem Gedanken anfreunden, dass man nie wieder ein Nichtraucher sein wird. Man wird immer ein Exraucher sein, denn das Verlangen nach einer Zigarette wird zwar mit der Zeit seltener und schwächer, aber es wird nie ganz aufhören. Damit muss ein Exraucher leben; ein Nichtraucher muss das nicht.

Wenn man sich geistig und seelisch so weit konditioniert hat, kann man versuchen, aufzuhören. Oder erst mal weniger zu rauchen.

Bei mir hat es funktioniert, mir erst einmal das Ziel zu setzen, weniger zu rauchen. Das hat aus der ganzen Geschichte etwas den Druck rausgenommen. Die Steigerung des Wohlbefindens durch weniger Zigarettenkonsum hat mich angespornt, immer weiter zu reduzieren, bis ich dann irgendwann bei drei Zigaretten pro Tag war. An dem Punkt habe ich dann auch beschlossen, ganz aufzuhören. Zu einer Tasse Feuerzangenbowle habe ich dann vor zweieinhalb Jahren meine letzte Zigarette geraucht. Wobei es nicht unbedingt zu empfehlen ist, das mit Alkohol zu verbinden, aber bei mir hat es sich nicht negativ ausgewirkt.

Diese Art, das Rauchen aufzugeben, birgt allerdings die Gefahr, dass man sich, je mehr man reduziert, irgendwann über Gebühr auf die nächste Zigarette freut. Deshalb ist es für andere besser, sofort auf null runterzufahren.

Stell dir dir Frage, was dir deiner Meinung nach mehr "fehlen" wird, wenn du nicht mehr rauchst: Das Nikotin oder die Tätigkeit des Rauchens. (Tatsächlich fehlt dir nix, wenn du nicht mehr rauchst. Das gaukeln dir dein Körper und deine Seele nur vor.)

Wenn es "nur" das Nikotin ist, dann sind meiner Einschätzung nach die Chancen besser, wenn du direkt auf null gehst und die Entzugserscheinungen für eine Weile erträgst. Das geht vorbei.

Man kann auch substituieren: Das Nikotin mit Hilfe von Pflastern oder Kaugummis oder die Tätigkeit des Rauchens durch nikotinfreie Kräuterzigaretten. Im ersten Fall gewöhnt man sich zunächst nur die Tätigkeit des Rauchens ab, im zweiten Fall erst mal das Nikotin.

Ich habe beides nicht gemacht, ich habe entsprechende Seiten im Internet und ein wenig Autosuggestion zur Hilfe genommen. Bücher zum Thema habe ich auch nicht gelesen, der eigene Weg ist dabei glaub ich viel wichtiger. Ich habe mir quasi immer wieder gesagt: Nein, du brauchst den Sch**ß nicht. Und wenn mein Körper oder meine Seele etwas anderes gesagt haben, hab ich sie nicht ernst genommen.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg. Und wenn du es jetzt nicht schaffst, dann geh nicht zu hart mit dir ins Gericht. Du bist dann kein Totalversager, sondern jemand, der es mit etwas mehr Erfahrung nochmal versuchen kann.
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Lieber ein "Gutmensch" als ein A****loch.
Danke Moulded, Danke Linde.

Das mit den Einstellungssätzen werde ich mal probieren. Positiv formuliert, allerdings.

Ich merke, es wird grad echt schwierig, nach fast 21 Stunden...
Aber jetzt erstmal nach dem Motto von NA.

NUR FÜR HEUTE werden meine Gedanken bei der Genesung sein, beim Leben und bei der Freude am Leben ohne 'Nikotin'.


Morgen sehe ich dann weiter...
Shoghi hat folgendes geschrieben:
Freude am Leben ohne 'Nikotin'


Ja, die hilft mir sehr effektiv dabei, Exraucher zu bleiben.
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Lieber ein "Gutmensch" als ein A****loch.
Lieber Moulded,

dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich hatte ganz vergessen, dass einer meiner Hauptgedanken in dieser Zeit war: "Na, wenn du jetzt sowieso schon einen psychischen Zusammenbruch hast, dann brauchst du dich ja nicht davor zu fürchten, dass du ohne die Qualm-Mauer womöglich aus dir herausgehen müsstest."
(So in der Art halt).

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Rauchen für mich einfach ein Weg war, mich in mich zurückzuziehen, mich nicht preisgeben zu müssen, mich mit meinen eigenen Gefühlen und Ängsten nicht auseinandersetzen zu müssen.
Es fällt mir heute noch schwer z.B. mit Wut oder Ärger umzugehen.
Vor 9 Jahren war das leicht: Du wirst sauer? Naja, gehst du eben eine rauchen. Dich nervt etwas? Was solls, eine Zigarette und schon sieht die Welt ganz anders aus...
Ganz zu schweigen von der Beschäftigung nebenbei...

Lieber Shoghi,

ich möchte Mouldeds Aussage darüber, dass du dir klar werden musst warum du rauchst, unbedingt unterstreichen. Es kann nicht schaden, das zu wissen, denn dann kann man mit den Konsequenzen des Aufhörens leichter leben.

Und ja, man bleibt ewig ein Ex-Raucher... Sei stolz auf jede Stunde, die du ohne Zigarette sein kannst. Es wird leichter, auf jeden Fall! (Und auch die Tage, an denen man sich mal kurz neben eine Gruppe von Rauchern stellt, um zumindest ein wenig mitrauchen zu können, werden deutlich weniger, bzw. waren bei mir "schon" nach 2 Jahren auf null reduziert).

Gratuliere zu den ersten 24 Stunden, du wirst auch noch ein paar weitere schaffen, und dann nochmal, und dann nochmal. Ein Tag nach dem anderen, ein Schritt nach dem anderen.

Und da fällt mir noch ein: NLP (NeuroLinguistisches Programmieren) kann auch helfen, ist nur leider schweineteuer...

Alles Liebe,
Riki
Hmh davon habe ich schon mal gehört. Habe morgen meine Akkupunktur, vorausgesetzt es klappt morgen Vormittag mit der Abstinenz. Wartzeiten! Das wird sicher schwer.


Riki hat folgendes geschrieben:

ich möchte Mouldeds Aussage darüber, dass du dir klar werden musst warum du rauchst, unbedingt unterstreichen. Es kann nicht schaden, das zu wissen, denn dann kann man mit den Konsequenzen des Aufhörens leichter leben.

Das ist bei mir sowas wie ein archaischer Reflex. Ich "hänge" noch am "Alten". So einfach ist das.
Das ergibt auch gleich den Grund zum Aufhören und natürlich der Gesundheit wegen!
Zitat:
Habe morgen meine Akkupunktur, vorausgesetzt es klappt morgen Vormittag mit der Abstinenz. Wartzeiten! Das wird sicher schwer.


Nix von wegen >vorausgesetzt es klappt morgen Vormittag<

Es klappt!
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh