Was zwingt Menschen zum Bösen?


http://www.amazon.de/Das-Serienm%C3.....-B%C3%B6sen/dp/3770012216

Das Serienmörder-Prinzip: Was zwingt Menschen zum Bösen?

Angeregt zur Suche durch diese Beiträge:

http://forum.emma.de/showthread.php.....saker-von-Norwegen/page20


Es geht zur Sache und wird ernsthaft diskutiert.

Wo liegen die Ursachen ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
vielleicht darin.......

Alle Menschen wollen das Gefühl haben "es macht etwas aus, dass ich lebe." Deshalb halten wir alle Ausschau nach Bestätigungen und Zeichen, aus denen wir schließen können, dass "es etwas ausmacht, dass ich existiere." Jede zugefügte Unbill, jeder Streit und jeder Krieg ist Ausfluss des Hungers nach Anerkennung der Tatsache, "dass ich etwas ausmache." Jedes jemals begangene Verbrechen ist die Folge dieser Lebensnotwendigkeit. Der Verbrecher sagt sich im innersten Herzen, "ich mache etwas aus, und wenn mir diese Gewissheit nicht gütlich zuteil wird, so werde ich euch zeigen, dass man mit mir zu rechnen hat." Selbst Völker hegen diesen gemeinsamen Gedanken: "Mit uns hat man zu rechnen. Und wenn eure Worte und Handlungen dies nicht zum Ausdruck bringen, so töten wir eure jungen Männer, wie wenn es auf sie nicht ankäme, und das wird euch veranlassen zu erkennen, dass man mit uns zu rechnen hat."

Dieses Bedürfnis nach Anerkennung der Tatsache, dass ich wichtig bin, ist nichts anderes als der Wunsch, geliebt zu werden. Wenn ich geliebt werde, so weiß ich, dass ich von Bedeutung bin, dass meine Existenz für den oder die Menschen, die mich lieben, wichtig ist. Ich brauche keinen anderen Beweis. Ich werde geliebt, das genügt.

aus den Schriftrollen der Essener..
http://solara.triphoenix.de/Essener.....3.EssenerSchriftrolle.htm
Die Menschen in Ruanda haben auch gedacht, vorher, daß sie sich "liebten", weil sie miteinander Umgang pflegten, sicherlich die Jugoslawen auch, die sich mit verschiedenen Ethnien verbanden und da könnte man weiter gehen - aber letztlich, wenn sich die Menschen fest setzen, ihren Nationalstolz entwickeln, sie sich allmählich zu einer Gruppe bekennen, kommt das ganze Ausmaß von angeblich gelebter "Liebe" zum Tragen - so tragisch, daß es die Menschen nie mehr vergessen werde - vielleicht verdrängen, aber nie vergessen.

Ich gehe mit dem Wort "Liebe" sehr vorsichtig um, denn ein gutes Verstehen, weil sich Charaktere gut verstehen, heißt noch lange nicht, sich zu lieben.

Denn Liebe hat viele Formen und nicht immer ist Liebe drin, wo Liebe drauf steht.

eine Gute Nacht
wünscht
ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Beides stimmt nicht. Jugoslawien wie Ruanda waren Staaten in denen Ethnien unter ein gemeinsames Dach gezwungen wurden, die sich nicht grün waren. Hier war es die allmächtige Partei, dort die Kolonialherrschaft, die ein Staatengebilde erschaffen haben das freiwillig nie entstanden wäre.
Die liebten sich nicht, dachten das auch nicht - wie kommst du darauf? Es brauchte jeweils nur einen Funken um das gut vorbereitete Feuer anzuzünden.

Man kann Gemeinsamkeit eben nicht erzwingen - Liebe schon gleich gar nicht.
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Beides stimmt nicht. Jugoslawien wie Ruanda waren Staaten in denen Ethnien unter ein gemeinsames Dach gezwungen wurden, die sich nicht grün waren. Hier war es die allmächtige Partei, dort die Kolonialherrschaft, die ein Staatengebilde erschaffen haben das freiwillig nie entstanden wäre.
Die liebten sich nicht, dachten das auch nicht - wie kommst du darauf? Es brauchte jeweils nur einen Funken um das gut vorbereitete Feuer anzuzünden.

Man kann Gemeinsamkeit eben nicht erzwingen - Liebe schon gleich gar nicht.


Der größte Feind des Menschen war schon immer sein Nachbar (zuerst die feindlichen anderen "Dörfer", später die feindlichen Nationen), dann kam der Feind immer näher und plötzlich ist der Feind der Nachbar von nebenan, mit fortschreitender Entwicklung dann seine nähere Verwandtschaft und am Ende sein Partner und seine Kinder- bis dann die Erkenntnis reift, dass der Feind sich in seinem Inneren befindet....wenn er ihn da überwinden gelernt hat, dann ist er plötzlich mit allen im Frieden.

Aber wir reden hier von einer Entwicklung von mehreren tausend Jahren und vielen Inkarnationen.

Am Ende wird der Mensch so isoliert, dass er gezwungen wird, den Feind in sich selbst zu erkennen.
Davor hat er ihn nach außen projiziert und sich selbst für gut gehalten im Gegensatz zu den anderen "Bösen".

Darum ja vereint er sich mit vielen anderen in einer Gruppe (die sich alle gegenseitig in ihrem Gutsein bestätigen), die alle zu den Guten gehören im Gegensatz zu den anderen Gruppen, die die Bösen sind.

Das aber glauben alle Gruppen, daher haben wir ja den Krieg der Gruppen.

Denn alle halten sich selbst für gut, für besser und die anderen für die Bösen, denn die essen Fleisch oder haben Kopftücher auf oder huldigen gar noch einem anderen Idol....
Um die Frage zu beantworten:

Das unerlöste Ego im Menschen zwingt den Menschen zum Bösen.

Das Böse sind die unteren Triebkräfte des Menschen, die aus der Entwicklung des Naturreiches stammen.

Es ist der Selbsterhaltungstrieb, der der Natur innewohnt, damit sie sich erhält und weiter entwickelt.

Da gilt das Gesetz des Stärkeren, das sich in unserer "Kultur" bis durch jedes Strukturdetail zieht.

Will der Mensch in Gott erwachen, muss er genau in die andere Richtung gehen und lernen, die Schwäche zuzulassen und die Schwachen und das Schwache zu unterstützen, statt anzugreifen und zu unterdrücken.

Das aber widerspricht der Natur des Menschen, die ausschließlich auf das stärker sein und gewinnen gepolt ist.

So muss der Mensch also, will er göttlich werden, den ihm innewohnenden Drang nach siegen und gewinnen über das Schwache überwinden und das ist ein schwerer Kampf.

Denn dadurch fällt er aus der Masse und am Ende aus der gesamten Gesellschaft heraus und muss sich entscheiden, ob er den Mut hat, der kulturellen Struktur entgegen zu wirken und die Einsamkeit zu ertragen, die sich daraus ergibt oder doch lieber beim allgemeinen unterdrücken mitzumachen, was deutlich leichter erscheint.

Wenn er es mit Gott ernst meint, so wird dieser von ihm wissen wollen, wem er dient: der Masse der Unterdrücker oder dem einen Gekreuzigten, der den Weg der Erlösung schön bildhaft gezeigt hat: wer aus der Kultur der Unterdrücker aussteigen will, weil er Gott liebt und also nicht mehr bereit ist zum Bösen, der wird von der Kultur gekreuzigt.

(Was aber ganz und gar nicht heißt, den einen Gekreuzigten mit Millionen von anderen anzubeten und ihn zum Götzen zu erheben, sondern es bedeutet genau das Gegenteil: das Bedürfnis nach einem Götzen in sich zu erkennen und das sich selbst erhebende Ego darin zu erkennen, das sich für etwas Besonderes und Höheres und Besseres hält.)

Es bedeutet nicht, den Gekreuzigten als Gott anzubeten, sondern zu erkennen, dass in der gemeinsamen Anbetung des Gekreuzigten das Bedürfnis nach Verherrlichung des Stärkeren gegenüber dem Schwachen steht.

Es bedeutet, den Weg des Gekreuzigten selber zu gehen, nicht von außen zu verherrlichen und damit den Weg der Unterdrücker weiter zu gehen.

Es geht darum, sich selbst kreuzigen zu lassen und das bedeutet zu akzeptieren, von der gesamten Kultur verachtet, gedemütigt, gehasst und ausgestoßen zu werden.


Wer zu diesem freiwilligen Tod nicht bereit ist, bleibt eben ein Böser und hat sich den Himmel nicht erwirkt.

Der Tod aber ist ein seelischer, kein körperlicher und er dauert nicht einen Tag, sondern viele Jahre.

Das Böse in sich tatsächlich erstens zu erkennen und zweitens zu überwinden, ist ein fast nicht zu schaffender Weg. Deshalb ja das Bild mit dem Kamel und dem Nadelöhr.

Wer es nicht schafft, den Trieb der Selbsterhaltung kraft seiner Liebe zu Gott im Zaum zu halten, der wird immer der Kultur dienen und der Masse, die sich immer zusammen gegen die Schwächeren stellt, natürlich immer mit dem Namen Gottes im Mund und den Tod der anderen, der Bösen, fordert.

Das Böse in sich zu überwinden, bedeutet, freiwillig abzusterben, denn wer nichts und niemanden mehr zu unterdrücken bereit ist, der wird erleben, dass der Trieb ihn selbst tötet und das ist so unangenehm und stellt einen Menschen in eine solch abartige Todesangst, dass sehr viel Willenskraft und Liebe erforderlich ist, sich diesem Tod zu stellen.

Die Angst ist real und unvorstellbar grauenhaft, so daß ein Mensch sich dieser erst dann stellt, wenn er keine andere Wahl mehr hat und das ist dann der Fall, wenn er so weit gewachsen ist, dass er ohne die Liebe Gottes einfach nicht mehr leben kann und in den Abgrund der Angst springt.

Zitat:

Nachdem der Mensch so schmerzlich und so lange zwischen Leben und Tod gerungen hat, verscheidet er endlich in den Armen der Liebe.
Aber er weiß nicht, daß diese Arme ihn umfangen.
Sofort erlischt in ihm auch die leiseste Lebensregung. Wunsch, Zug, Hang, Begier, Widerwille, Abneigung:
es ist alles aus für ihn.
Wohl war das alles schon in den früheren Zuständen in ihm auf das äußerste abgeschwächt.
Die Schwächung ging über in gänzliches Erschlaffen, in dem Maß, wie der Mensch seinem Ziel näher kam.
Immer jedoch war dies sterbende, mit dem Tode ringende Leben noch Leben.
Und wo das Leben ist, da ist die Hoffnung. Auch dem Menschen war noch ein leises Hoffen geblieben, daß, wenn er aus so vielen Ohnmachten wieder aufgekommen sein wird, er sich vielleicht auch noch von diesen seinen letzten Zügen erholen wird.

Es ist der dunkle, schauervolle Stand des Mystischen Todes, den die Seele jetzt beschreitet.
Genau so aber, wie jeder frühere Stand seine Stufen hat, so auch hier. Genau so, wie jene ihren Anfang, ihren Fortgang und ihre Vollendung haben, so auch dieser. Es ist mit dem natürlichen Menschen noch nicht alles vorbei, wenn er gestorben ist. Er muß auch noch begraben werden.
Er muß in die Verwesung übergehen. Er muß zu Staub zerfallen. So ist es auch mit dem inwendigen Menschen. Auch seiner warten Begräbnis, Verwesung, Vernichtung. Und eben das sind die drei Stufen des mystischen Todes.
Das also ist das Los des so Hochbegnadeten und so teuer erkauften Menschen: verscharrt zu werden mit vollem Bewußtsein in dem engen, schmalen Behälter, abgeschlossen zu werden von dem Anblick das Lichtes und dem Umgang mit den Lebenden, allein zu sein mit sich selbst und mit den Schrecknissen der Hölle!
Dem alten Adam ist sein Recht geschehen: Er mußte in den Tod. Er ist untergegangen mit allen seinen bösen Gelüsten

Die Treue des Menschen in diesem Stand besteht darin, daß er sich bestatten, begraben, auf sich treten läßt, ohne sich dagegen zu sträuben (von Feinden oder von Freunden, wie Jesus), daß er den Modergeruch in der Grube ertrage, und der Verwesung sich preisgebe nach dem ganzen Umfang des göttlichen Willens, ohne daß er sucht, seiner gänzlichen Zerstörung ein Hindernis in den Weg legen zu wollen

Es blieb im Moderstaub ein Keim zurück, aus welchem der neue Mensch erwachsen sollte, der in Gerechtigkeit und Reinheit vor Gott ewig lebt.
0 Leben, du bist des Todes Meister geworden. „0 Tod, wo ist nun dein Stachel? Hölle, wo ist jetzt dein Sieg“?
Auf ewig ist jetzt geborgen der da glaubte, für immer verloren zu sein. Sterbend hat er das Leben gewonnen, und im Nichts das All, im Kreuz die Auferstehung!

Aus: http://de.gloria.tv/?media=76717