Erleuchtung - was ist das überhaupt ?


http://www.yogameditationfree.com/erleuchtung/

Zitat:
Im Buddhismus ist Erleuchtung die Übersetzung von bodhi, einem Begriff aus der Pali-Sprache, der wörtlich übersetzt "Aufwachen" bedeutet. Erleuchtung dürfte einer der am meisten missverstandenen Begriffe im spirituellen Bereich sein. Dieses Missverständnis beruht in erster Linie darauf, dass die Ursprünge für spirituelle Entwicklungsprozesse in den östlichen Philosophien und Religionen zu finden sind. Allgemein dürfte bekannt sein, wie blumenreich und phantasievoll die indische Sprache ist. Die hinduistischen Schriften zum Beispiel sind umgeben von einem mystischen Schleier, der viele Begebenheiten, für die man keine rationalen Erklärungen finden konnte, durch metaphysische Umschreibungen verständlich zu machen versucht.


Zitat:
Darum verwundert es natürlich nicht, dass man Yogis, von denen man annahm, dass sie außergewöhnliche spirituelle Fortschritte gemacht hatten, die also "Erleuchtung" erlangt hatten, in einem Licht darstellte, das oft mit der Wirklichkeit nicht viel gemeinsam hatte. Viele Yogis trugen selber zu ihrer eigenen Glorifizierung bei. Schließlich brachte es ihnen Ansehen, Zulauf an interessierten Jüngern und dementsprechend materiellen Wohlstand.


Ich schaue mir gern Auslandsberichte oder Dokumentationen an und erfahre, daß in der letzten Zeit auch Mönche nicht mehr so richtig den Geboten folgen.

Sie wollen wohl das Leben erfahren. Dazu tragen auch die veränderten Umstände in vielen asiatischen Ländern dazu bei.

Die Moderne ist eingezogen und die jungen Männer, die hinter den Klostermauern verborgen sind, haben ihr Interesse für den Fortschritt bekundet.

Autos auf den Straßen, Hightech-Geräte, Internet - sie öffnen sich immer mehr dem Leben.

Zitat:
Aber ich sehe durchaus eine ziemlich große Kritiklosigkeit der traditionellen hinduistischen Philosophie gegenüber, und die Lust, die Wirklichkeit etwas phantasievoller zu gestalten. Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich dadurch allerlei Legenden über sogenannte Erleuchtete, denen man alle möglichen Wundertaten und übersinnliche Fähigkeiten andichtete.

Wie mir scheint, neigt der Osten auch heute noch dazu, die Fähigkeiten der Erleuchteten ein wenig zu überhöhen.


Zitat:
In Wirklichkeit kann daher nichts als Wunder bezeichnet werden, es sei denn, dass man im tieferen Sinne alles als Wunder ansieht. Gibt es etwas Alltäglicheres und zugleich Wunderbareres, als dass jeder von uns in einem komplizierten körperlichen Organismus eingeschlossen ist und auf eine Erde gesetzt wurde, die mit anderen Sternen durch den Weltraum wirbelt?


Die Zeiten ändern sich.

http://www.zeitgeist-online.de/exkl.....et-ist-vergangenheit.html

Zitat:
Helmut Gassner, langjähriger Deutsch-Übersetzer des Dalai Lama, zeichnet ein differenziertes und kritisches Bild der Politik der Tibetischen Exilregierung, was in der derzeitigen Diskussion selten ist und im Westen häufig Entrüstung auslöst. Das Interview macht deutlich: Auch unter Tibetern gibt es ein breiteres Meinungsspektrum als vielfach angenommen. Westliche Tibetbegeisterte übersehen oft, dass ein freies Tibet längst nicht mehr zu den politischen Zielen des Dalai Lama gehört.


Alles fließt, alles verändert sich.
Zitat:

Gassner: Die Bilder über das alte Tibet schwanken im Westen zwischen einem idyllischen Himmelreich auf Erden und grausamer Unterdrückung der Bevölkerung durch die Herrschenden. Zurzeit mag man sich ernsthaft fragen, ob es überhaupt noch jemanden gibt, der ein differenziertes geschichtliches Bild Tibets sehen will …?


Auch wenn Blut fließt, der Fortschritt kann manchmal auch grausam erscheinen und auf dem Weg dahin bleiben immer Menschen am "Straßenrand" liegen - es gehört zur Zeitgeschichte.

Sollte es doch ein Ziel geben und jemand vom Ende her die Menschenmassen anziehen und leiten ?

Zitat:
Gassner: In der Tat gibt es nur noch wenige, die das alte Tibet erlebt haben. Viele Tibeter, die im Ausland gut etabliert sind, scheinen nicht den Wunsch zu haben, in ihre Heimat zurückzukehren, selbst wenn sie unter der Herrschaft des Dalai Lama stünde. Ein Tibet unter Seiner Heiligkeit wird im Westen oft als Paradies betrachtet. Von Tibetern jedoch hört man hinter vorgehaltener Hand desöfteren, dass sie sich eine Herrschaft unter der gegenwärtigen Exilregierung nicht wünschen. Eine Sehnsucht nach den politischen Zuständen des alten Tibets ist ebenfalls kaum spürbar.

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Liebe Ikarus!

Im Sahajayoga beginnt der spirituelle Weg mit der Selbstverwirklichung. Dabei wird die Kundalini im Sacrum erweckt, diese steigt auf und verbindet das Selbst im Herzen mit der allumfassenden göttlichen Kraft im Aussen.

Alles Liebe

Erich
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Ich handle aus reiner Liebe
Erleuchtung ist glücklich sein ohne äußeren Grund.
Hi

Zum Thema Erleuchtung finde ich diese Seiten ganz interessant: http://www.wege-zur-erleuchtung.de/erleuchtung_1.htm

Ich nehme an dass es unterschiedliche "Qualitäten" von Erleuchtung gibt, und dass es nicht "die eine" Erleuchtung gibt.
Die vorher gemachten Erfahrungen und der Lebenslauf eines "Betroffenen" dürften dabei eine Rolle spielen.

Im Web habe ich schon einige Texte von Erleuchteten gelesen.
Manche Fälle erscheinen mir nicht gerade erstrebenswert.
Wenn jemand nach einer Erleuchtung den Bezug zur Realität völlig verliert und der Meinung ist, dass er sein aussergewöhnliches Erlebnis der ganzen Welt zwanghaft mitteilen muss, dann nimmt das teilweise ziemlich groteske Züge an.
Einige vermeintlich Erleuchtete drücken sich dann nur noch in Superlativen aus und suchen verzweifelt nach Anerkennung für ihre gemachte Erfahrung, unabhängig davon ob man mit ihrer Erkenntnis irgendwas anfangen kann...

Teilweise ist keine normale Kommunikation mehr möglich weil ja nur der Erleuchtete selbst versteht wovon er da redet...
Dann hoffe ich manchmal insgeheim, dass es mich nicht "erwischt"

Es gibt auch noch die "inszenierten" Erleuchtungen innerhalb eines Bundes, bei denen der Adept auf ein Erlebnis gezielt vorbereitet wird.
Das findet z.B. bei Einweihungen innerhalb von Logen oder Geheimbünden statt...

Gruss Grubi
Lieber Grubi, Dein Link ist auch gut.

Zitat:
Jeder 'Erleuchtete' erklärte bisher, dass das, was er in der Erleuchtung erlebte, unbeschreibbar, unaussprechlich war. Allerdings füllen dann doch Erläuterungen des Unaussprechlichen dicke Bände.


Was man persönlich mit Gott erlebt, so las ich einmal, sollte man nicht lautstark anderen kund tun, die sich nie mit den Themen beschäftigen oder sogar ablehnend dem gegenüber stehen, weil sie dann glauben, entweder wil sich der Beschreibende erhöhen oder er ist ein bißchen gaga im Kopf.

Das ist vielleicht auch wie ein Schatz, den man hüten sollte.

Psychologen definieren solche Erfahrungen oder verbuchen sie auch gern unter bestimmten Krankheitsbezeichnungen im großen Wörterbuch der Psychologie.

Weil derjenige, der davon "befreit" ist, unverständlich reagiert und so wird immer ein Spannungsfeld bleiben, weil Entwicklungen jeglicher Art unterschiedlich verlaufen.

Und das Hinterfragen, ob es denn überhaupt sein kann, wird immer existieren.

Weil JedeR von uns eine andere subjektive Wahrnehmung zur Kenntnis bringt.

Ich hinterfrage auch viel und mit persönlichen Erfahrungen sollte man wirklich sehr sensibel umgehen.

Gruß Ikarus
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Lieber Grubi, Dein Link ist auch gut.

Zitat:
Jeder 'Erleuchtete' erklärte bisher, dass das, was er in der Erleuchtung erlebte, unbeschreibbar, unaussprechlich war. Allerdings füllen dann doch Erläuterungen des Unaussprechlichen dicke Bände.


Was man persönlich mit Gott erlebt, so las ich einmal, sollte man nicht lautstark anderen kund tun, die sich nie mit den Themen beschäftigen oder sogar ablehnend dem gegenüber stehen, weil sie dann glauben, entweder wil sich der Beschreibende erhöhen oder er ist ein bißchen gaga im Kopf.

Das ist vielleicht auch wie ein Schatz, den man hüten sollte.

[...]


Das sehe ich auch so...
Möglicherweise passieren uns im Leben Dinge die nur für uns ganz persönlich bestimmt sind, weil sie sich aus unserem tiefsten Inneren herraus ergeben und erklären.

Das mit den Gotteserfahrungen ist da ein gutes Beispiel.
Sie ergeben sich in der Regel aus den ganz persönlichen Vorstellungen die ein Mensch von einer göttlichen Wesenheit hat.

Es gibt nunmal Begebenheiten die sich nicht in Worte fassen lassen und jeder Versuch das trotzdem zu tun, endet in Unverständnis.

Wenn es sich jedoch um reproduzierbare Ereignisse innerhalb einer geschlossenen Gruppe handelt, dann schweisst das eine Gemeinschaft möglicherweise sehr stark zusammen...
Das macht man sich eben bei Einweihungsriten zu Nutze.


Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Ich muss gestehen das ich schon ein paar Buddhisten kennen lernen durfte und mir noch keiner wirklich erleuchtet vor gekommen ist.

Die Definition von Erleuchtung ist wohl alles verstanden zu haben. Allerdings denke ich das der fleischliche Mensch gar nicht in der Lage ist das Sein als ganzes zu erfassen.

Ich denke auch das Buddhas sog. Erleuchtung das Leben Schmerz bedeutet auf einem vorschnellem menschlichem aufgeben beruhte. Zu sagen das das Leben doof ist ist leicht. Die spätere Gnosis übernahm diesen Gedanken und betrachtete die sterbende, vergehende und hasserfüllte Welt als das Produkt eines materiellen Gottes und sie suchten einen Gott außerhalb des Sichtbaren.

Auch dieser Gedanke ist zu vorschnell und einfach. Vor allem eitel. Aber im stillen nachvollziehbar. Wir sind nun mal nur schwache Menschen.

Der Sinn der sich nur im geistlichem Transzendenten wie in den Natürlichen gegebenen materiellen Welt für eine gegebene Tatsache zeigt. Die trotz scheinendem Widerspruch einander nicht widersprechen tut. Wenn wir also Gott keine Willkür unterstellen sondern im Sinn selbst das Sein erfassen wollen dessen wir jedoch erst außerhalb selbigem betrachten können müssten. Also die Frage selber wäre falsch da wir sie nicht stellen können.

Stelle dir Käfer vor, die auf einer Oberfläche kriechen und eine flache Welt empfinden: sie erfassen sie nur in der Länge und in der Breite. Du wirst ihnen niemals erklären können, was Höhe ist, weil sie dazu nicht geschaffen sind, und es ihnen an dieser dritten Achse im Gehirn mangelt.

Aber vielleicht irre ich...
Moin

Ich habe da ein Video in den Favoriten, welches ziemlich anschaulich darstellt wie eine kleine Erleuchtung aussehen und funktionieren kann: http://www.youtube.com/watch?v=0bTtNXAQDtc
Nur um mal eine grobe Vorstellung von dem Prinzip zu bekommen...

Im übrigen bin ich der Meinung, dass Witze nach dem Prinzip der Erleuchtung funktionieren*g*
In dem Augenblick wo uns der Clou eines Witzes bewusst wird, erkennen wir einen konkreten Zusammenhang und werden dadurch unmittelbar in Verzückung gesetzt...


Gruss Grubi
Hübsch. - vielleicht kommt die Menschheit allmählich denjenigen nahe, die solch Dimensionen sahen und beschrieben.

Man kann sie heute in Animationen legen, um zu erklären.

Gefällt mir.
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
In dem Augenblick wo uns der Clou eines Witzes bewusst wird, erkennen wir einen konkreten Zusammenhang und werden dadurch unmittelbar in Verzückung gesetzt...


Ja da geht uns im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf.

Ich steh bei Witzen oftmals auf dem Schlauch.

Das Video gefällt mir.