Werden Atheisten auch von ihrem Schutzengel beschützt?


Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Atheisten glauben halt nicht im traditionellen Sinn an "Gott" als so dargestellt wie in religiösen Büchern, aber dass es eine Summe und Ursache des Seins gibt, leuchtet allen Denkern ein, so sie sich damit befassen.


Und diese Ursache kann alles Mögliche sein. Es könnte der pure Zufall statt einer intelligenten Schöpfungskraft sein.
Es muss weder eine Ursache existieren, noch etwas vor dem Universum. Das sind Begriffe deren Basis Kausalität und Raum-Zeit ist, und beides ist vielleicht erst mit diesem Universum entstanden.
Aber es muss im Letzten eine Ursache sein, dass es genauso gekommen ist und nicht anders. Purer Zufall kommt auch durch die Kombination gewisser Umstände zusammen und ist daher nicht unverursacht.
Nein, es muss keinen Grund und keine Ursache geben. Das sind Kategorien in denen dreidimensionale Wesen denken.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Nein, es muss keinen Grund und keine Ursache geben. Das sind Kategorien in denen dreidimensionale Wesen denken.

Aber genauso vierdimensionale Wesen hätten einen Grund, warum sie vierdimensional und nicht dreidimensional oder sechsdimensional sind. Nur ist dieser halt grundsätzlich nicht mit begrenzter Naturwissenschaft vollständig erklärbar.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Alles, was ist, muss aus irgendeiner Kausalität heraus so sein, wie es ist. Gäbe es keine Kausalität aller Zusammenhänge, wäre keine Existenz möglich. Daher komme ich zu dem Schluss, dass es eine Meta-Wesenheit geben muss, die alle Personen und Dinge umfasst und letztlich dem Allen gegenüber bejahend handelt, also in uneingeschränkter Wertschätzung in absolut gerechtfertigtem Maß.
Hallo Peter.Trim,

gg, dann könnte deine "Wesenheit" auch einfach eine "Weltformel" sein. Das haette sogar den Vorteil, daß alle Widersprüchlichkeiten in den Religionen sich mit einem Schlag erledigt haetten.

Über Singularitaeten lassen sich keinerlei Aussagen machen (damit auch keinerlei Kausalitaet) und der Urknall ist immer noch eine Singularitaet, auch wenn sie sich die Wissenschaftler immer näher heran tasten.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Peter.Trim,
Über Singularitaeten lassen sich keinerlei Aussagen machen (damit auch keinerlei Kausalitaet) und der Urknall ist immer noch eine Singularitaet, auch wenn sie sich die Wissenschaftler immer näher heran tasten.

Die Singularität sehe ich so als die Summe sowie den letzten Urgrund allen Seins an.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Aber genauso vierdimensionale Wesen hätten einen Grund, warum sie vierdimensional und nicht dreidimensional oder sechsdimensional sind.


Vielleicht etwas wie eine "Ursache", aber keinen Grund.

Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Alles, was ist, muss aus irgendeiner Kausalität heraus so sein, wie es ist. Gäbe es keine Kausalität aller Zusammenhänge, wäre keine Existenz möglich


Der Big Bang hat keinen Grund und keine Ursache. Das erfordert Zeit, und Zeit gibt es erst nach dem Urknall. Es gibt kein Vor-der-Zeit und damit auch keine Kausalität vor der Kausalität.

Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Daher komme ich zu dem Schluss, dass es eine Meta-Wesenheit geben muss, die alle Personen und Dinge umfasst und letztlich dem Allen gegenüber bejahend handelt, also in uneingeschränkter Wertschätzung in absolut gerechtfertigtem Maß.


Das ist ein ziemlich großer Sprung, der kein Schluss ist, sondern eher ein Wunsch.

Kleiner Buchtipp: "Ein Universum aus Nichts: ... und warum da trotzdem etwas ist", Lawrence M. Krauss, Albrecht Knaus Verlag (18. März 2013)
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Alles, was ist, muss aus irgendeiner Kausalität heraus so sein, wie es ist. Gäbe es keine Kausalität aller Zusammenhänge, wäre keine Existenz möglich. Daher komme ich zu dem Schluss, dass es eine Meta-Wesenheit geben muss...


Und woher kommt das Metawesen? Wenn es irgendeine Form der Existenz besitzt, unterliegt es auch der von dir beschworenen Kausalität. Wenn nicht, ist es nur eine weitere Singularität - wie der Urknall - und die gibt es ja deiner Meinung nach nicht.

Zitat:
die alle Personen und Dinge umfasst und letztlich dem Allen gegenüber bejahend handelt, also in uneingeschränkter Wertschätzung in absolut gerechtfertigtem Maß.


Der Gedankensprung ist weder schlüssig noch zwingend, wie Busshari schon anmerkte.
Genauso könnte ich behaupten, es wäre rosa gepunktet.
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Moment! Ich muss mich erstmal kurz reinsteigern!