Mitleidloses Mitgefühl


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Soraja, es könnte sein, daß Dein Sohn in einer sehr starken seelischen Krise steckt.

Aber er muß merken, daß er etwas tun muß, um nicht unterzugehen.

In dieser Welt muß man stark sein.

Ich hoffe, es wird ihm bewußt und ich weiß, wie das ist, wenn Kinder auf dem Selbstfindungstripp sind, habe ja auch 3 Kinder.

Es ist nicht immer einfach und auch nicht, als Mutter die richtige Entscheidung zu treffen.

lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hallo Soraya

Zitat:
Wie kann man einem Menschen beistehen, der leidet, wirklich beistehen und selber nicht leiden?


Ihn so annehmen wie er gerade ist. Ein offenes Ohr haben für seine Sicht der Dinge auch wenn sie nicht mit der eigenen Sicht übereinstimmt. So kann eine Basis für
Annäherung und Dialog entstehen die vorher vielleicht so nicht gegeben war.

Damit man selbst nicht leidet muss man sich zuerst einmal bewusst werden was denn dieses Gefühl des Leidens in einem selbst auslöst. Denn durch die Bewusstwerdung stellt sich meist eine veränderte Sicht der Dinge da, die man so vorher nicht wahrgenommen hat. Diese lässt dann auch eine andere Herangehensweise zu.

Als Mutter/Vater/Mensch fühlt man sich meistens auch direkt schuldig und ohnmächtig, wenn die Dinge für die Kinder/Geschwister/Freunde/Mitmenschen nicht so laufen wie man sich das für sie erhofft/gewünscht/vorgestellt hat.

Man beginnt dann oft auch aus diesem Gefühl der Hilflosigkeit herraus die Dinge für den nächsten regeln zu wollen, eben weil man ihn glücklich sehen will und selbst auch nicht mehr leiden mag unter dieser Situation. Oftmals übt man so seinerseits wiederum auch Druck aus. Auf den Nächsten sowohl auch sich selbst. Was natürlich die Situation eher verschlimmert als verbessert. Und dann fragt man sich wieso es so schwer ist diese Situation zufriedenstellend zu lösen.

Jemand der keine Hilfe annehmen will und nicht explizit danach fragt, kann man nicht immer effizient helfen, jedoch kann man ihm das Gefühl vermitteln, dass wenn er es wünscht, man für ihn da ist.

Das kann manchmal sehr viel Zeit und Geduld erfordern,
aber es ist machbar.

Was nun deinen Sohn angeht, ist es verständlich, dass der Frust über Beurteilung, Schulden, Liebeskummer, 35
Ablehnungen und dann noch Krach mit Mama nicht gerade ein Hochgefühl hervorrufen sondern eher ein Gefühl von Auflehnung, Depression und Rebellion.

Lass euch beide etwas Zeit, wenn sich die Gemüter beruhigt haben, findet sich sicher ein Weg für eine Aussprache und auch eine neue Basis.

Lieben Gruss
Ellen
Ich kenne ja nun sein Alter nicht.
Aber wie wäre es denn mit einem FSJ?
Klar kann man in da wohl schlecht motivieren.

Aber ich denke für ihn ist das Wichtigste zu begreifen,
dass er gebraucht wird.

Wer gebraucht wird, der weiß zumindest ein Stückchen um den Wert des Daseins.

Vielleicht hat er irgendjemanden auf den er noch hört, bzw. dessen Meinung er noch schätzt.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Zitat:
Wie kann man einem Menschen beistehen, der leidet, wirklich beistehen und selber nicht leiden?


Vergiss es.
Nicht bei einer Mutter-Sohn-Beziehung, dazu fehlt dir der Abstand, den du nicht hast und nie haben kannst (jedenfalls nicht in einer einigermaßen gesunden Eltern-Kind-Beziehung)
Mitgefühl beinhaltet immer auch Mitleid, ich meine das Wort Mitleid jetzt wörtlich im Sinne von mit-leiden.
So weh es dir auch tun mag, ist es eine gesunde und normale Reaktion.
Mach dich nicht taub seinen stummen Hilfeschreien gegenüber.

LG
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Moment! Ich muss mich erstmal kurz reinsteigern!
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@Soraya

Ich wünsch dir nicht, dass du leidest.
Aber kein Mit-Leid für seinen Sohn zu empfinden - empfinden zu wollen ist ... kalt.