Mystik - Religionen - Symbole - Märchendeutung


http://www.sapientia.ch/E-Buecher/M.....e.andere.wirklichkeit.pdf
Zitat:

Man kann die Wahrheit in den alten Texten wiedererkennen, aber man kann sie nicht
aus ihnen schlussfolgern, wie es die Schriftgelehrten versuchen!

Eine Aussage ist nicht automatisch deshalb wahr, nur weil sie zufällig in irgendeinem alten
Text steht. Immerhin gibt es auch andere alte Texte, in denen andere Aussagen stehen. Eine
Schlussfolgerung basierend auf einer selektiven Quellenauswahl führt letztendlich immer nur
zu einem logischen Ringschluss, weil man in der Regel genau die Botschaft wiederfindet, auf
die man sich vorher beschränkt hat. Die Ergebnisse bleiben spekulativ und somit eine Frage
des „Glaubens“, weil man bei einer anderen Auswahl der Quellen auch ebenso zu einer
anderen Schlussfolgerung gekommen wäre. Und bei der widersprüchlichen Quellenlage ist es
leider auch vollkommen unmöglich, eine umfassende Wahrheit zu finden, die wirklich zu
allen Quellen passt.


Wenn manche Menschen heute von Jesus und anderen Propheten schwärmen oder von ihnen sprechen, dann hat man das Gefühl, sie sind ihnen erst gestern begegnet und haben sich mit ihnen unterhalten und vermeinen nun, daß sie ganz genau wissen, was diese Menschen wollten, obwohl sie ihnen nie begegnet sind und diese Menschen auch nie geschrieben haben und trotzdem sind manche Menschen überzeugt, es müsse alles stimmen, stimmig sein und unbedingt der Wahrheit entsprechen.

Daß viele Aussagen mystisch verpackt sind, wollen sie nicht glauben, denn dann verlieren sie ihren Glauben, weil sie in Schriften unbedingte Wahrheit verlangen.

Gibt es unbedingte Wahrheit ?

Ich glaube nicht.

Gäbe es nur eine Wahrheit, dann bräuchte es nicht 100 und mehr Bücher in der Welt - denn in jedem Buch steht nur die Wahrheit des Autors - die Welt wäre leerer und weniger schön, gäbe es nur ein Bild auf der Welt - nur eine Baumart und nur eine Tierart. Das könnten wir fortsetzen, weil ohne die Vielfalt die Welt öde wäre.

Zitat:
In diesem Fall schließt man aber nicht mehr von den Schriften auf die Wahrheit,
sondern umgekehrt: Man schließt von den eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen
zurück auf die Schriften.

Die Symbolsprache der inneren Bilder und die Symbolsprache der Märchen und Mythen sind
nahezu identisch. So kann uns die Symbolsprache der Märchen und Mythen für die Symbolik
der inneren Bilderwelt sensibilisieren und auch umgekehrt. Es ist das Ziel dieses Buches,
diesen wechselseitigen Prozess in Gang zu setzen. Je mehr man die Symbolsprache
versteht, in der sich das „innere Wissen“ in uns offenbart, umso mehr erkennt man diese
Symbolik auch dann, wenn sie einem in den alten religiösen oder esoterischen Texten
begegnet.


Ich finde es auf der einen Seite ganz niedlich, wenn Menschen darauf reagieren, daß sie alles nur nett und lieblich sehen wollen, auf der anderen Seite müssen sie vielleicht hart im Leben kämpfen und deshalb brauchen sie einen Glauben, eine Sicht, die ihnen hilft, die schweren Stunden zu überstehen.
Zitat:

Es gibt in solchen Situationen immer zwei Arten von Wahrheit – eine historische Wahrheit im
wörtlichen Sinn und eine andere Wahrheit im geistigen und übertragenen Sinn. Wenn wir
nach den tatsächlichen Lebensdaten von Hugo Müller suchen, dann entspricht das der Suche
nach der historischen Wahrheit. Wenn wir hingegen überlegen, welche Rolle der „alte
Bekannte“ im obigen Gleichnis spielt, dann entspricht das der Suche nach der geistigen
Wahrheit.
Der Mythos ist eine Erzählform, in der sich häufig beide Ebenen mischen. Da wird – um bei
diesem Gleichnis zu bleiben – die Geschichte von Hugo Müller und von der Rückkehr des
verlorenen Freundes erzählt, um einen solchen Sachverhalt zu veranschaulichen. Mitunter
wird eine solche Geschichte auch in reale Orte verlegt und durch historische Elemente
ausgeschmückt. Diese Sichtweise ist genau entgegengesetzt zum heute üblichen
Mythenverständnis, wo zumeist davon ausgegangen wird, dass ein historischer Kern
symbolisch ausgeschmückt wurde. Hier geht es also darum, dass eine mythische und
symbolische Geschichte historisch ausgeschmückt wurde.


Zitat:
In unserer Kultur gibt es einen Streit, der schon seit etlichen Jahrhunderten erbittert geführt
wird und in seinem Kern eigentlich nur auf dem Missverständnis basiert, dass diese zwei
unterschiedlichen Wahrheiten ständig vermischt werden. Mythische Geschichten, bei denen
die Wahrheit in einem übertragenen Sinne transportiert wird, werden immer wieder daran
gemessen, ob sie denn in einem historischen oder wissenschaftlichen Sinne wahr sind oder
auch nicht. Man misst beispielsweise den Schöpfungsmythos an der Evolutionstheorie,
obwohl sich beide Darstellungen in einer ganz anderen Sprache an uns wenden und obwohl
die Aussagen auf eine ganz andere Weise transportiert werden. Die Anhänger der
Evolutionstheorie verwerfen dann natürlich den Schöpfungsmythos, weil er in einem
wörtlichen Sinne nicht wahr ist. Und die fundamentalistischen Kreationisten leugnen
wiederum die Evolutionstheorie und klammern sich trotz aller Widersprüche an eine
wörtliche Interpretation der Schöpfungsgeschichte.


Es ist vielleicht auch gut, daß es nicht nur einen Typ Mensch gibt - wir sind so unterschiedlich und damit werden wir bereichert.

Wer mag, kann das Buch von Elias Erdmann (316 Seiten) ganz lesen.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Namaste

Eine Absolute Wahrheit kann es (wahrscheinlich) nicht geben. Es gibt wahrscheinlich nichts absolutes, denn alles ist an eine Bedingung gebunden und damit relativ.

Ich denke es gibt ebenso viele Wahrheiten wie es Menschen gibt und das jede dieser Wahrheiten den Kern unserer Existenz sowohl trifft als auch verfehlt. Deswegen mag ich die Existenz.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Wer seine Märchen aufgibt, weil er die absolute Wahrheit wirklich will, der muss ins Bodenlose stürzen und sich mit dem Tod konfrontieren,...darum entscheiden sich die Meisten für ihre Märchen.
Ich denke, dass, wenn man die Sache vielfältig und nicht einseitig sieht, kann man das auch besser differenzieren, das Symbolische und das Historische.
Apropos Tod: Damit werd` ich fertig
Es gibt eine absolute Wahrheit. Die kennt allerdings nur Gott. Wir Menschen können, wenn wir im Herzen sind, dieser absoluten Wahrheit sehr nahe kommen und unser Leben danach richten. Trotzdem ist und bleibt sie eine relative Wahrheit.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Die Hl. Schriften wurden in einer Zeit geschrieben oder aufbauend in der Zeit geschrieben, in der die Menschheit wenig las bzw. gar nicht, weil ihnen die Möglichkeit des Lernens fehlte.

Wann die ersten Schriften einer Hl. Schrift begann, kann heute nur in etwa festgelegt werden, denn dann müßten wir sehr weit zurück schauen können und genau wissen, wie damals das Leben der Menschen aussah.

Zitat:
Die deutlichsten Unterschiede zum allgemein üblichen „christlichen Volksglauben“ bestehen
darin, dass einige ganz zentrale Aussagen der Evangelien nicht als historische Ereignisse
interpretiert werden, sondern als allegorische Umschreibungen von geistigen Zusammenhängen – also in der Art, wie es schon beim Kindermord des Herodes kurz
angedeutet wurde. Die Gründe für diese ungewöhnliche Herangehensweise werden später
noch ausführlich dargelegt.


Wir dürfen nicht annehmen, daß alles historische Wahrheit ist, was in den Schriften aufgeführt ist.

Zitat:
Die symbolische Sichtweise kann eine Bereicherung sein,
- wenn man das esoterische Wissen erkennt, das in der Symbolik verpackt ist,
- wenn man lernt, die inneren Bilder zu deuten, die in dieser Symbolik zu uns sprechen.


Wenn von Engeln in den Hl. Büchern geschrieben wird, wird der rationale Mensch der heutigen Zeit Abstand nehmen und als Märchen deklarieren, was auch dazu führt, daß der moderne die Hl. Schriften nicht mehr in seinem gesamten Inhalt annehmen kann.

Streng Gläubige meinen dann, daß der Lebensweg von Jesus oder Mohammed genau sein muß, wie sie ihn sich vorstellen. Und da darf in nichts/keiner Aussage abgewichen werden, es bleibt das strenge Wort und der Zeitgeist wird meist abgelehnt, weil: es muß so sein wie vor 2000 Jahren - doch die Menschen leben nicht mehr in dieser Zeit.

Sie haben Computer und schaffen sich über visuelle Bilder eine andere Welt - sie können sich Geschichte und mystische Erlebnisse über Spiele erarbeiten, sie können ihre Vorstellungen in Computeranimationen legen und das, was sie eigentlich durch Meditation sehen oder über Drogenerfahrungen, kommen in Spielen zur Geltung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Computeranimation

http://www.cwar.de/bilder01.php

Wir fahren heute mit dem Computer über Wälder, die ganze Welt und bis in die kleinste Kammer im Haus und deshalb, so glaube ich, werden die Hl. Schriften und die Zeit von damals aus einer ganz anderen Perspektive/Sichtweise betrachtet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Animation

Selbst die heutigen Filme - Aktion - und sonstige kommen ohne Animation nicht mehr aus.
Zitat:

Die konsequentere Anwendung der Symbolsprache hat natürlich zur Folge, dass wir nun auch
manche Bibelstellen durch die symbolische Brille betrachten müssen, die man beim üblichen
„minimalsymbolischen“ Deutungsansatz wörtlich interpretieren würde und die
dementsprechend auch Jahrhunderte lang wörtlich interpretiert wurden.


Wir suchen nach neuen Interpretationen für die Aussagen, die früher wortwörtlich genommen wurden und die Zeit läuft mit - oder läuft sie voraus ?

Zitat:
Die materielle Welt wird in diesem Buch als ein Erfahrungsfeld interpretiert, das für die
geistige Entwicklung wichtig und notwendig ist. Hier können geistige Ideen umgesetzt und
erprobt werden. Hier sind sie erfahrbar und erlebbar. Hier kann man die Konsequenzen
erkennen und neue Erfahrungen und Erkenntnisse gewinnen, die wiederum zu neuen Ideen
führen. Die esoterische Vier-Elemente-Lehre mit Feuer, Luft, Wasser und Erde und ein darauf
basierendes Polaritätenschema (das Dreifachkreuz) spielen in diesem Buch bei den esoterischsymbolischen
Deutungen eine ganz zentrale Rolle. Seite 18

http://www.sapientia.ch/E-Buecher/M.....e.andere.wirklichkeit.pdf
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Hi Ikarus

Thema Animationen...

Finde ich eine hervorragende Möglichkeit um etwas auszudrücken was man empfinden aber nicht so leicht in Worte fassen kann.

Ich spiele gerne intuitiv mit Bildern herrum und versuche ihnen Leben einzuhauchen.
Dabei macht die Arbeit in einer 3D Umgebung am meisten Spass, weil ich darin komplette Welten konstruieren und bewegen kann *g*



(kleine Kostprobe) die Ausführungen zum Thema Animationen haben mich jetzt irgendwie angesprochen...

Und zum Thema Wahrheit...
Nichtmal beim betrachten eines klaren Bildes können sich die Betrachter auf eine Wahrheit einigen, daher vermute ich schon sehr stark, dass die Wahrheit immer im Auge des Betrachters liegt.
Viele Wahrheiten werden als Absolut wahr angenommen, weil sich viele Menschen auf eine Wahrheit geeinigt haben.
Ich vermute dass es in religiöser Hinsicht für viele Menschen wichtig ist, möglichst viele andere Menschen von einer bestimmten Wahrheit zu überzeugen.
Denn das gibt ein Gefühl der Sicherheit.

Wenn mehr Menschen an etwas glauben, oder von etwas überzeugt sind, dann wird die angeommene Wahrheit ein bischen wahrer, was sich allerdings oft genug als Irrtum oder Illusion herrausstellt...

Vielleicht sollte man sich ab und zu ernsthaft mit Märchen und Illusionen beschäftigen, um erkennen zu können was Wahrheit und was Illusion ist...
Es ist zwar schön in Illusionen zu leben, aber es tut auch ein bischen weh wenn sie plötzlich nicht mehr funktionieren...

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Hi, Grubi, Deine Argumentation liegt auf meiner Wellenlänge.

Schöne Animationen.

Schöne, aber nicht immer heile Welt.

Juchhu...es kann nur besser werden.

Gruß Ikarus
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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Grubi hat folgendes geschrieben:

Viele Wahrheiten werden als Absolut wahr angenommen, weil sich viele Menschen auf eine Wahrheit geeinigt haben.


Hätte ich etwas über absolute Wahrheit und viele Menschen sagen sollen, hätte ich genau das Gegenteil gesagt.
Wenn sich viele Menschen einig sind, dann ist es auf jeden Fall nicht die absolute Wahrheit.
Die Wahrheit zu erlangen bedeutet, diese Welt völlig aufzugeben und das tun nun mal nicht so viele.

Zitat:
Ich vermute dass es in religiöser Hinsicht für viele Menschen wichtig ist, möglichst viele andere Menschen von einer bestimmten Wahrheit zu überzeugen.
Denn das gibt ein Gefühl der Sicherheit.

Das stimmt wohl, aber so lange Wahrheit vom einer Institution und einem aufgeschriebenen Gesetz und vielen Menschen vertreten wird, ist es Machtmissbrauch, aber nicht die Wahrheit.

Die Wahrheit kann nur der einzelne erlangen, der alle Systeme aufgibt und sich nach innen fallen läßt. Die Wahrheit ist nirgends aufgeschrieben und mit ihr kann kein System gebildet werden und keine Macht missbraucht werden.

Sie kann nur erkannt werden und zwar nur aufgrund von inneren Erkenntnisprozessen, die nach außen für niemanden nachvollziehbar und nicht beweisbar sind außer für den, der den Weg selbst gegangen ist.

Wahrheit ist weniger Wissen als gelebtes Leben.

Die absolute Wahrheit liegt bei Gott und je näher der Mensch Gott kommt, umso mehr erkennt er die Wahrheit, welche für jeden, der den Weg zu Gott geht, dieselbe Wahrheit ist.

Aber niemals innerhalb eines Systems, da das System das eigene Denken und Erkennen verhindert, da dem Menschen vorgeschrieben wird, was er zu glauben hat, nämlich das, was der oder die Chefs sagen.

Da macht man entweder mit und glaubt das, was alle glauben und ist dafür scheinbar nicht alleine oder man will die Wahrheit und geht den Weg des Einsamen und Ausgestoßenen und entfernt sich von jedem System und beginnt, durch ausdauernde Konzentration auf Gott, sich der Wahrheit zu nähern und sich den Prüfungen zu stellen, die auf diesem Weg liegen.

Jeder entscheidet mit dem Maße seiner Sehnsucht nach Gott, ob er die Lüge der Massen annimmt oder die Wahrheit will, weil er die Liebe Gottes will.
Nicht die Buchstaben eines Buches, sondern die lebendigen Empfindungen in seinem Inneren und die echte Beziehung, welche ein reales Erleben darstellt.

Und der Kick einer Massenveranstaltung ist nicht Dasselbe wie eine Gottesbegegnung, aber sie ähneln sich. Darum kann man die Euphorie einer religiösen Massenveranstaltung auch mit einer Gotteserfahrung verwechseln, vor allem, wenn man vorher noch keine Gotteserfahrung hatte.
Ikarus schrieb bzw. zitierte
Zitat:
Man schließt von den eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen
zurück auf die Schriften.


Das ist - wie ich finde - der einzig legitime Weg, um sich einer eventuell objektiven Wahrheit zu nähern und zu entscheiden, was in Schriften glaubhaft ist und was nicht. Nur was ich nachvollziehen kann, ist ein verlässliches - wenn auch nicht unbedingt verständliches - Puzzle-Teil.
Umso interessanter sind die von unterschiedlichen Menschen, zu unterschiedlichen Zeiten erfahrenen bzw. gesehenen Dinge/Symbole/Archetypen.

Zitat:
Die Symbolsprache der inneren Bilder und die Symbolsprache der Märchen und Mythen sind
nahezu identisch. So kann uns die Symbolsprache der Märchen und Mythen für die Symbolik
der inneren Bilderwelt sensibilisieren und auch umgekehrt. Es ist das Ziel dieses Buches,
diesen wechselseitigen Prozess in Gang zu setzen. Je mehr man die Symbolsprache
versteht, in der sich das „innere Wissen“ in uns offenbart, umso mehr erkennt man diese
Symbolik auch dann, wenn sie einem in den alten religiösen oder esoterischen Texten
begegnet.


Hier wäre ich aber vorsichtig. Es gibt Symbole, die nicht ohne weiteres verständlich sind, wenn man nicht durch mühselige Vergleiche Irrtümer ausschließt.
C. Ginzburg stellt in seinem Buch "Hexensabbart" z. B. glaubhaft dar, dass das Hinken oder der in irgendeiner anderen Art verletzte Fuß in Mythen und Märchen letztendlich ein Hinweis auf jemanden ist, der mit der Anderswelt in Kontakt steht. Nur wurden die Märchen und Mythen im Laufe der Zeit immer mehr verändert und unterschiedlich tradiert, so dass heute die ursprüngliche die Aussage gar nicht mehr gefunden werden kann. So ist auch im Aschenputtel der blutende Fuß im zu kleinen Schuh in der ziemlich veränderten Form des Märchens eben nur noch Baustein einer fiktiven Erzählung. Dass es sich dabei um ein Symbol handelt ist nicht einmal mehr zu erahnen.

Zitat:
Wenn von Engeln in den Hl. Büchern geschrieben wird, wird der rationale Mensch der heutigen Zeit Abstand nehmen und als Märchen deklarieren, was auch dazu führt, daß der moderne die Hl. Schriften nicht mehr in seinem gesamten Inhalt annehmen kann.


Neben der gehörten Theorie in den Gotteshäusern fehlt die mystische/schamanische Praxis. Glaube muss erfahren werden können. Diese Erfahrung wird heute durch das Ritual ersetzt. Nur dass das nicht sehr tiefgehend ist.( Alles andere ist ja auch viel Arbeit und kostet viel Mut.)

LG
Helle
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern