Freundschaft!


Burkl hat folgendes geschrieben:
Ja - mit einem wesentlichen Zusatz: Eine Seele, die ihm aufrichtig nachfolgt, wird Gott niemals über ihr Vermögen belasten.


Und wie war das mit Hiob?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Nunja, ich meine, der hatte noch etwas Wichtiges zu lernen, bevor Gott ihm die Fülle des Lebens schenkte, Hiob, meine ich.
war es bei Hiob nicht eine "teuflische Idee" ihn ins Unglück zu stürzen ?

Es ist wohl a l le s richtig, was die letzten Tage geschrieben wurde:

-Gott wirkt direkt und das i s t die Rettung wenn man von der Welt verlassen ist, Gott wirkt aber genauso über liebende Menschen,

- viel leidvolles ist Anstoss weiterzulernen,viel Leid ist aber auch sinn- und schuldlos auszuhalten

- und -wie die Geschichte Hiob zeigt - wirkt ja auch die Kraft des Satans auf Erden.

Kennt Ihr die kleine Geschichte von dem Mann der sich bei einer Flutkatastrophe an die Kirchsturmspitze klammerte und um Rettung betete? Da kamen einige Schiffe mit Freunden und auch Touristen aus trockenen Gebieten vorbei und sie riefen : oh Du Unglücklicher, Verzage nicht, Gott wird Dich retten....aber nichts geschah.....Da meinten sie "er hat nicht tief genug gebetet"," er hat bestimmt Schuld auf sich geladen", "er hat nicht genug geglaubt","er muss schwimmen lernen", "Gott prüft ihn," "er hat zu hohe Ansprüche an seine Mitmenschen wenn er um einen Platz im Boot schreit"....

Als sie kurz darauf nochmal vorbeikamen war nur noch die Mütze des Mannes an der Kirchturmspitze - von ihm war nichts mehr zu sehen.
"Gott allein weiss warum" sagten sie.

Als Jahre später einer der Touristen starb und vor seinen Schöpfer trat sagte dieser: Weisst Du noch....der Mann an der Kirchtumspitze damals "?

"Ja - warum hast Du ihn nicht gerettet ?"

"Nun - so sehr ich auch suchte : ich konnte kein Herz finden durch das ich es hätte tun können. Keiner der ihn sah wollte nass werden. Da blieb mir nur ihm einen Engel zu schicken der ihn durch die Fluten und alle Erschöpfung, Hunger und Schmerzen hindurch begleitete bis er wieder Boden unter den Füßen hatte oder ihn durch den Tod zu erlösen. "

Wir brauchen die Liebe und Nähe Gottes und wir brauchen den Glauben daran. Wir brauchen aber auch die Liebe und Nähe der Menschen - vor allem in Not.
Gott wirkt im Verborgenen u n d Gott wirkt durch wirk-lich liebende Menschen in Nächstenliebe und Freundschaft.

Das Wort Nächstenliebe drückt per se aus was not-wendig ist : Nähe und Liebe.

Und Freundschaft?
Das lateinische Wort für Freund ist amicus und hängt mit amare=lieben zusammen.
Und so ist doch Freundschaft nicht nur miteinander reden und lachen, gemeinsame Unternehmungen, usw, sondern auch Nähe , Vertrautheit, Fürsorge und miteinander weinen wenn einer Schweres zu bestehen hat,

´wünsch allen treue Freunde !
„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“
Mahatma Gandhi

*

vom ' how to do ' Handbuch ... ist noch keine Träne getrocknet.
......, liebe Fiducia, versuche ich wirklich so gut ich kann. Es war dabei ein langer Lernprozess ein-zu-sehen, dass das eben auch Beziehungen anzieht die mich nur annehmen solange es mir gut geht und - salopp gesagt - "was zu holen ist".( Hab die Erfahrung wohl gebraucht.)

Übrigens ist Ghandi für seine gewaltlose Liebe selbst schwer angefeindet und am Ende erschossen worden . Und das obwohl und sogar w e i l er tiefe Freunschaft zu den Armen und Unterdrückten lebte.
Vor ihm habe ich tiefen Respekt.
Hi Visie

ich glaub trotzdem noch daran dass
entwaffnende Liebe
eine Magie birgt.

wohin du gehst, geh mit deinem ganzen Herzen
(Konfuzius)
Freundschaft - Liebe - Enttäuschung - ich denke, wir müssen alles erleben, um reifen zu können. Ich meine, wir bekommen immer das, was gerade für unsere Entwicklung nötig ist.
Es liegt an uns, Freundschaft zu geben, Liebe zu verbreiten, das ist wohl unsere Aufgabe.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
liebe Minou

Dein "entwaffnende Liebe-Magie-Satz"ist total schön !

.....und ich glaube die Gefahr nach bitteren Erfahrungen - vor allem in Freundschaften-zuzumachen und hart zu werden ist groß. Aber das darf nicht die Antwort sein, denn sonst schadet man sich und anderen. Ghandi hat auf seinem Weg sicher seehr viele innere Schmerzen aushalten müssen , ebenso Mandela, aber sie sind hindurchgegangen und haben für sich und alle auf diesie wirkten damit eine neue Dimension geöffnet. That`s it, Aber das kann nicht jeder. Wer aufgrund bitterer Erfahrungen zerbricht oder zumacht ist kein "schlechterer Mensch" sondern mit allem Schmerz überfordert und braucht vielleicht erstmal selbst heilende Liebe bevor er auf die Verletzenden mit Liebe blicken kann.

Und manchmal muss man glaube ich auch mit dem ganzen Herzen Grenzen setzen oder jemanden mit dem man dachte befreundet zu sein loslassen, damit nicht noch mehr Leid geschieht. Das ist für "offenen Menschen" seeeehr schwer.

LG !
Es nützt nie was sich danach zu orientieren, was andere zu tun vermögen.
Ihnen böse zu sein ist im Grunde auch irgendwo ein Mangel an Mitgefühl.
Vielleicht sind diese nicht helfenden Menschen an genau diesem Punkt traumatisiert und
können es nicht schaffen, zu helfen.

Wie geht Toleranz mit Intoleranz um OHNE selbst intolerant zu werden ?

Wenn dir ein Mensch nicht gut tut,
geh auf Abstand , völlig ok.
Erleuchtung besteht nicht im hinzufügen sondern im Entfernen, entfernen von allem was schwer macht.

Zerbrechen wird kein Mensch wenn er das ' Lied seiner Seele ' kennt.
......wenn andere reifer, liebevoller usw als man selbst ist "nutzt" es schon was sich an Ihnen zu orientieren.
Mitgefühl mit Menschen zu haben die einen tief verletzt oder geschädigt haben ist eine grooooße Hilfe selbst zu heilen, aber es bedaf genauso des Mitgefühles mit sich selber und einer "gesunden Aggression"(aggredere heisst auch voranschreiten) um sich zu entfernen, also hat "böse auf jemanden sein" durchaus eine Sinn, der nicht "schlecht" ist.

Wenn die Toleranz der Intoleranz mal Grenzen setzt oder sich entfernt ist sie doch deswegen nicht intolerant .Grenzen setzten oder gehen heisst ja nur : "mach was Du willst aber nicht mit mir, denn es schadet mir"

"das Lied seiner Seele kennen" - das ist total schön gesagt ! Ghandi, Mandela und solche Menschen haben es sicher gekannt und daraus sehr viel Kraft gezogen. Doch "Otto-Normalmensch".....?

aber da fällt mir ein schöner Spruch ein der auch zurück zum eigentlichen Thema dieses threads führt :

"Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.“(Albert Einstein)